Openbook: Die Facebook-Alternative, die dich nicht trackt

Mit Openbook wollen der Entwickler Joel Hernández und sein Team eine sichere Alternative zu Facebook schaffen. Nach einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne und einer nun gestarteten Beta-Version für die Unterstützer kann man sich als weiterer Tester auf eine Warteliste setzen lassen. Dann kann man der einen oder anderen Community (Alternative zur Facebook-Gruppe) beitreten und sich dort zu bestimmten Themen austauschen sowie seine Kreise (direkte Kontakte)  mit Postings unterhalten. Das klingt alles ein bisschen nach Google+, soll aber vor allem Facebook-Nutzer abholen, die keine Lust mehr auf Datenskandale haben.

Auf der Webseite der Openbook Facebook-Alternative kann man sich als Beta-Tester eintragen – aktuell kommt man auf eine Warteliste.

Auf der Webseite der Openbook Facebook-Alternative kann man sich als Beta-Tester eintragen – aktuell kommt man auf eine Warteliste.

Openbook – das „offene Buch“

Wie ein offenes Buch will der gleichnamige Social-Media-Dienst für seine Nutzer Vertrauen schaffen und eine sichere Umgebung bieten – für persönliche Daten, den Austausch mit Gleichgesinnten sowie für die Kommunikation mit Freunden, Bekannten, Verwandten und Kollegen. Die Privatsphäre soll sehr groß geschrieben werden; und auch die Transparenz wird nicht unter den Teppich gekehrt: der Code der Plattform ist Open-Source. So soll es „keinen Raum für Abrakadabra-Algorithmen“ geben, wie es auf der offiziellen Webseite heißt. Zudem gibt es keine Werbung und Profil-Daten können aus anderen Plattformen transferiert werden. Von den erzielten Einnahmen sollen zudem 30% gespendet werden, um „die Welt zu einem besseren Ort zu machen“.

Finanzierungsmodell nennt sich „Openbook Gold“

Vielleicht habt ihr euch schon gefragt, wie das Konzept aufgehen soll, wenn keine Nutzerdaten verkauft und keine Werbung angezeigt werden soll. Dafür gibt es eine interessante Lösung: Openbook Gold. Darunter kann man kostenpflichtige Zusatzinhalte wie „Reactions“ (Like-Aktionen), „Themes“ (Anpassungen für die Benutzeroberfläche) und „Customization Options“ (weitere Anpassungsoptionen) verstehen. Damit versprechen sich Joel Hernández, der Gründer der Plattform, und sein Team genug Einnahmen, um die Kosten für Hosting, Betrieb, Entwicklung, Support und Spendenziele zu deckeln.

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Openbook Erfahrungen – Social Media im Test

Ich gehöre nicht zu den Kickstarter-Unterstützern und darf deshalb aktuell noch nicht am Beta-Test von Openbook teilnehmen. Allerdings habe ich mich auf eine Warteliste setzen lassen; da bin ich aktuell auf der Warteposition 12.111. Nachfrage nach der Facebook-Alternative ohne Tracking und (hoffentlich) ohne Datenskandale ist also durchaus vorhanden. Einen Blick auf die Plattform und ihr Modell hat unter anderem die Tagesschau geworfen, wie ihr hier nachlesen könnt. Umfangreicher fällt ein Bericht von Golem aus, bei dem Redakteure zu Wort kommen, die sich unter den Unterstützern und nun auch Nutzern von Openbook befinden. Zudem gibt es ein Interview mit dem Gründer der Plattform, die vor allem als App für iOS und Android erfolgreich werden soll.

Was meint ihr?

Was ist eure Meinung zur ambitionierten Facebook-Alternative? Ist das ein gutes Modell oder ist es zu nah an Google+, um erfolgreich zu werden? Und werden sich jene, die Facebooks überdrüssig sind, überhaupt auf eine neue App einlassen wollen, von der sie erst einmal alle ihre Kontakte überzeugen müssen? Lasst gern einen Kommentar mit euren Gedanken zum Thema da 😉

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2 Kommentare

  1. LutzS sagt:

    G+ hat es nicht geschafft, ob Openbook es schafft durchzuhalten?
    Es gibt noch eine andere, MeWe, wurde das hier schon mal vorgestellt?

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Lutz!
      Nein, MeWe wurde noch nicht behandelt. Ich habe davon auch noch nie gehört. 😀 Ich persönlich bin am überlegen, ob ich mich nicht ganz aus den sozialen Medien zurück ziehe. Ich nutze sie sowieso kaum und wenn ich mal drin bin, kommt es mir vor, als wären sie nur Zeitfresser…

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