Sir Apfelot Wochenschau KW 11, 2024

Bevor wir alle den frühlingshaften Start ins Wochenende genießen, schauen wir doch mal, was in den letzten Tagen in der Technikwelt passiert ist. Denn auch heute gibt es wieder eine Sir Apfelot Wochenschau. In dieser zeige ich euch dieses Mal auf, welche Apple- und Tech-News mir in der Kalenderwoche 11 des Jahres 2024 aufgefallen sind. Mit dabei sind unter anderem diese Meldungen: Bundesnetzagentur verpflichtet Anbieter zur Internet-Mindestversorgung, Europaparlament beschließt KI-Gesetz, TikTok könnte in den USA verboten werden, Apple kauft KI-Firma auf, Apple Vision Pro kommt wohl bald nach Deutschland und weitere Länder weltweit, TV+ könnte ein werbegestütztes Abo bekommen, und mehr!

In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 11 des Jahres 2024 findet ihr unter anderem diese Meldungen: Bundesnetzagentur verpflichtet zur Mindestversorgung, Europaparlament beschließt KI-Gesetze, TikTok könnte in den USA verboten werden, Apple kauft KI-Firma auf, Vision Pro bald in Deutschland, und mehr!
In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 11 des Jahres 2024 findet ihr unter anderem diese Meldungen: Bundesnetzagentur verpflichtet zur Mindestversorgung, Europaparlament beschließt KI-Gesetze, TikTok könnte in den USA verboten werden, Apple kauft KI-Firma auf, Vision Pro bald in Deutschland, und mehr!

Bundesnetzagentur verpflichtet Internet-Anbieter zur Einzelversorgung

Die Bundesnetzagentur hat Anfang der Woche verkündet, dass sie die in Deutschland aktiven Internet-Versorger zur Einhaltung von Mindestleistungen bei einem Einzelhaushalt verpflichtet hat. Nach einer Beschwerde des entsprechenden Verbrauchers wurde die Versorgung mit mindestens 10 Mbit/s Download und 1,7 Mbit/s Upload sowie maximal 150 ms Latenz erst einmal ausgeschrieben.

Da sich kein Anbieter freiwillig darum kümmern wollte, wurde die Aufgabe zur Pflicht. Nach Überprüfung aller Möglichkeiten wurde ein Anbieter ausgewählt, der nun die Leistung zu einem erschwinglichen Preis (ca. 30€ im Monat) erbringen muss. Etwa 130 ähnliche Fälle liegen zudem zur Prüfung vor. Quelle: Pressemitteilung.

Physical Intelligence will ein „Gehirn“ für Roboter bauen

Das erst dieses Jahr von einem Team aus Robotik- und KI-Expert/innen gegründete Startup „Physical Intelligence“ hat sich ein großes Unternehmensziel gesteckt: die Schaffung eines universellen KI-Modells, das es Robotern ermöglichen soll, verschiedenste Aufgaben ausführen zu können.

Die Software soll für alle möglichen Arten von Robotern und auch für weitere Geräte geschrieben werden, um sie für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche fit zu machen. Ein Vorbild seien dabei große Sprachmodelle (LLM), die Chatbots zu allen möglichen Themen antworten lassen können. Diese Fähigkeit wolle man in die physische Welt holen (Quelle). Dazu passend: Generative KI – und dann? Humanoide Roboter sind das nächste große Ding!

Artificial Intelligence Act: Europäisches Parlament verabschiedet KI-Regeln

Das Gesetz über künstliche Intelligenz, auf dessen Text man sich im Europäischen Parlament bereits im Dezember 2023 geeinigt hatte, wurde diese Woche beschlossen. Es gab 523 Ja- und 46 Nein-Stimmen sowie 49 Enthaltungen.

Laut der Pressemeldung aus dem EU-Parlament zielen die neuen Regeln darauf ab, „Grundrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie ökologische Nachhaltigkeit vor Hochrisiko-KI-Systemen zu schützen. Gleichzeitig sollen sie Innovationen ankurbeln und dafür sorgen, dass die EU in diesem Bereich eine Führungsrolle einnimmt. Die Verordnung legt bestimmte Verpflichtungen für KI-Systeme fest, abhängig von den jeweiligen möglichen Risiken und Auswirkungen.

Neben Chatbots und anderer generativer KI geht es vor allem um Gesichts- und Emotionserkennung, Strafverfolgung, KI-Transparenz, Kennzeichnung von KI-Inhalten, Förderung von KI-Einsatz u. ä.

TikTok könnte in den USA verboten werden, wenn ByteDance nicht verkauft

Diese Woche hat das US-Repräsentantenhaus ein Gesetz bewilligt, das die TikTok App aus den App Stores von Apple und Google verbannen könnte – zumindest innerhalb der USA. Das Gesetz geht darauf zurück, dass die chinesische Regierung Einfluss auf das TikTok-Angebot haben könnte sowie Daten von US-Bürger/innen vom Betreiberunternehmen ByteDance verlangen kann. 

Sollte das Gesetz auch im US-Senat erfolgreich sein, müsste ByteDance TikTok an eine Firma außerhalb Chinas verkaufen, um weiter in den USA angeboten werden zu können. US-Präsident Biden hat bereits zugesagt, das Gesetz zu unterzeichnen, wenn es im Senat durchkommt (Quellen: 1, 2).

Wusstet ihr, dass eine andere politische Gefahr auf TikTok Rechtsextreme sind? Schaut mal hier:

TikTok Photos: ByteDance könnte einen Instagram-Konkurrenten planen

Bleiben wir noch kurz beim Kurzvideo-Angebot namens TikTok. Denn im Code einer aktuellen Android-APK für die TikTok App wurde neben der Erwähnung einer „TikTok Photos“ App auch ein dazu passendes Icon gefunden. Das deutet darauf hin, dass ByteDance einen Instagram-Konkurrenten planen könnte.

Dieser würde dann durch eine Teilen-Funktionen oder andere Verlinkungen aus der bisherigen TikTok-App heraus erreichbar werden. Aber natürlich auch als einzelnes Angebot funktionieren. Weiterhin steht in dem APK-Code, dass TikTok Photos schon bald veröffentlicht werden soll. Ob der Hype der Kurzvideo-Plattform sich dann auch auf die Foto-Plattform überträgt, das wird sich zeigen müssen (Quelle).

DMA-Auswirkung: Brave Browser kommt auf iPhones öfter zum Einsatz

Nach der Umsetzung der Regeln aus dem Digital Markets Act der EU durch das Update auf iOS 17.4 auf dem Apple iPhone konnten auf entsprechenden Geräten höhere Nutzungszahlen des Brave Webbrowsers notiert werden. Darüber informiert Brave selbst und zeigt entsprechende Diagramme auf.

Die sonst zwischen 7.000 und 8.000 täglichen Installationen stiegen nach dem iOS-Update auf bis zu 11.000 tägliche Installationen (Quelle). Schuld daran ist wohl, dass Safari beim ersten Öffnen nach dem iOS-Update eine Auswahl an möglichen Standardbrowsern zeigt. Mehr dazu erfahrt ihr hier: Ab iOS 17.4 – Safari fragt nach dem Standardbrowser.

Apple kauft DarwinAI, um eigene KI-Funktionen auszubauen

Apple hat mal wieder ein kleineres Unternehmen aufgekauft, um von dessen Fachwissen und bisherigen Entwicklungen zu profitieren. Dieses Mal wurde DarwinAI übernommen, um Apple beim Aufholen im Bereich der generativen KI zu helfen. Der Mitbegründer und KI-Forscher Alexander Wong wurde zudem zum Direktor von Apples KI-Abteilung gemacht (Quelle).

Es ist zu erwarten, dass Apple im Juni im Rahmen der WWDC24 verschiedene KI-Funktionen für macOS 15, iOS 18 und seine anderen Betriebssysteme vorstellt. Möglicherweise sind neben Systemfunktionen dann auch neue Apps für Text-, Bild- und Video-Erstellung dabei. Öffentlich verfügbar werden die neuen Systeme dann im Herbst 2024.

Neue Funktionen und Einsatzbereiche für die Apple Vision Pro

Apple teilt in seinem US-Newsroom mit, dass die Apple Vision Pro neue Lern- und Trainingsmöglichkeiten für medizinisches Personal bietet. Aber auch Gesundheits- und Wellness-Anwendungen für die private Nutzung seien unter visionOS möglich. Dabei werden verschiedene Apps vorgestellt, etwa myMako, CyranoHealth, Fundamental Surgery, CollaboratOR 3D, Complete HeartX und Insight Heart (Quelle).

Außerdem gab es diese Woche die Meldung, dass die Apple Vision Pro das erste Mal im Rahmen einer Operation verwendet wurde – bei einer Wirbelsäulen-OP in einer Londoner Privatklinik. Die über die Vision Pro angezeigten Daten sollen der neuen Schwester, die sie trug, geholfen haben, Vitalwerte im Auge zu behalten, während bei der Auswahl der richtigen Instrumente assistiert wurde. Der operierende Arzt meinte, die neue Technik habe der Schwester geholfen, trotz ihrer geringen Erfahrung so hilfreich zu sein wie jemand mit 10 Jahren Erfahrung (Quelle).

Apple Vision Pro kommt wahrscheinlich bald nach Deutschland (und andere Länder)

Durch die Untersuchung einer visionOS-Beta hat MacRumors herausgefunden, dass der virtuellen Tastatur von Apples VR-Brille bald 12 neue Spracheinstellungen hinzugefügt werden sollen. Das deutet darauf hin, dass sie bald nicht mehr nur in den USA, sondern auch in weiteren Ländern der Welt angeboten werden könnte.

Zu den neuen Spracheinstellungen gehören neben Deutsch auch Englisch (Kanada), Englisch (UK), Englisch (Australien), Englisch (Japan), Englisch (Singapur), Französisch (Kanada), Französisch (Frankreich), Japanisch, Koreanisch und vereinfachtes Chinesisch. Neben den genannten bzw. mit den Sprachen direkt in Verbindung gebrachten Ländern könnten auch Taiwan und Hongkong zu den neuen Märkten gehören (Quelle).

Jetzt auch Apple TV+ – Günstig-Abo mit Werbung soll vorbereitet werden

Nachdem andere Streaming-Anbieter wie Netflix, Disney+ und zuletzt auch in unschöner Art Prime Video ihr Angebot um werbegestützte Abos erweitert (bzw. in Amazons Fall komplett dazu umgebaut) haben, scheint nun auch Apple zu folgen. Das Gerücht zu einem mit Werbung ausgestatteten TV+ Abonnement geht aus der Anstellung von Joseph Cady hervor.

Dieser hat 14 Jahre lang bei NBCUniversal im Werbebereich gearbeitet. Er soll mit Winston Crawford zusammenarbeiten, Apples Chef für die weltweiten Werbeplatz-Verkäufe. Wann und in welcher Form ein neues oder umgebautes TV+ Abo kommen wird und wie aufdringlich die Werbung werden wird, das muss sich noch zeigen (Quelle).

Apple informiert über neue Entwicklungen des Restore Fund

Apple hat diese Woche in seinem Newsroom darüber informiert, dass der sogenannte Restore Fund weiter ausgebaut wird. Unter anderem wurden die Zulieferer TSMC und Murata mit verpflichtet, sich an „naturbasierten Projekten zum CO₂ Abbau“ zu beteiligen. TSMC soll sich mit bis zu 50 Millionen US-Dollar beteiligen; Murata wird laut Apple bis zu 30 Millionen US-Dollar investieren.

Vor allem die Aufholzung von gerodeten Wäldern steht im Fokus der Zusammenarbeit. Neben diesem Update gibt es auch eine Story im Apple-Newsroom, die sich mit einem Projekt im Atlantischen Ozean auseinandersetzt. Den langen Bericht inklusive Bildmaterial könnt ihr euch hier anschauen. Zum Newsroom mit allen Meldungen und Updates geht es hier.

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