Im Test: Voltme Revo 140 – ein USB PD PPS Ladegerät mit 140 Watt

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Der Hersteller Voltme hat mir vor ein paar Tagen ein Ladegerät geschickt, das mit dem Namen Voltme Revo 140 schon erahnen lässt, wie viel Watt Leistung es bietet – richtig! 140 Watt. Aber das Revo 140 hat noch eine andere Besonderheit zu bieten: Es kann Geräte mit dem neuen USB-Power Delivery PPS Standard laden.

So sieht das Voltme Revo 140 Steckernetzteil aus, das auch zwei MacBook Pro Modelle laden kann.
So sieht das Voltme Revo 140 Steckernetzteil aus, das auch zwei MacBook Pro Modelle laden kann.

Technische Daten des Revo 140

Wie immer möchte ich gerne mit den technischen Daten des Gerätes starten:

  • Hersteller: Voltme
  • Modell: Revo 140
  • Netzstecker: Euro / Wandnetzteil
  • Typ: GaN (Galliumnitrit) der 3. Gen.
  • Gesamtleistung: 140 Watt (Aufteilung unten erklärt)
  • max. Leistung an USB-C Port 1: 140 Watt (28 V / 5 A)
  • max. Leistung an USB-C Port 2: 65 W
  • max. Leistung an USB-A Port: 22,5 W
  • Ports: 2x USB-C, 1x USB-A
  • Farben: Weiß oder Schwarz
  • Ladeprotokolle: PD 3.1 & QC 5.0 & PPS
  • Protokolle im Detail: PD3.1(PD3.0\PD2.0), QC5.0(QC4.0\QC3.0\QC2.0), PPS, AFC, APPLE 5V2.4A, BC1.2; USB-A Anschluss: SCP, QC3.0, AFC, FCP, APPLE 5V2.4A, BC1.2
  • Schutzmaßnahmen: Kurzschlussschutz, Überspannungsschutz, Überhitzungsschutz, Überstromschutz, Übertemperaturschutz
  • PPS bedeutet, Ladespannung und Ladestrom alle 10 Minuten dynamisch an die Bedürfnisse des angeschlossenen Gerätes angepasst werden
  • Abmessungen: 7,2 x 3,4 x 7,9 cm
  • Gewicht: 260 g
  • Stand-by-Verbrauch: 0,2 W (selbst gemessen)
  • Preis: ca. 80 EUR (aktuell mit 20% Rabatt bei Amazon)
30,00 EUR
VOLTME 140W USB C Ladegerät PD3.1 & PPS Netzteil USB C, 3-Port Ladegerät GaN III Adapter...
  • USB-C Ladegerät Mehrfach: VOLTME Revo 140 usb c netzteil mit drei Anschlüssen unterstützt fast alle...
  • Ultimatives Aufladen mit Schnellladung: Schnelles und effizientes Aufladen mit diesem Dual Port Stecker mit USB-C und...
  • Ein Ladegerät für alle: Laden Sie Ihren Laptop, Ihr Tablet, Ihr Telefon oder Ihre Smartwatch in einem einzigen...

Im Lieferumfang ist leider kein Ladekabel, welches die 140 Watt USB PD unterstützt. Da Voltme auch kein Kabel für diese Leistung anbietet, würde ich aktuell dieses 1,8 Meter lange USB-C-Ladekabel von Anker empfehlen.

Nur 0,2 Watt konnte ich als Stand-by-Stromverbrauch beim Voltme Rewo 140 messen – ein sparsames Netzteil.
Nur 0,2 Watt konnte ich als Stand-by-Stromverbrauch beim Voltme Rewo 140 messen – ein sparsames Netzteil.

Design und Verarbeitung

Das Voltme Revo 140 ist in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich und kommt mit dem Formfaktor, den man schon von zahlreichen anderen Geräten kennt: Rechteckig und mit eingebautem Eurostecker, mit dem man das Gerät direkt an die Wandsteckdose stecken kann.

Durch die leichte Wabenstruktur, die auf beiden Seitenflächen zu finden kann, sieht das Ladegerät deutlich eleganter aus als viele anderen Steckernetzteile.

Die Verarbeitung wirkt sehr solide und robust. An der Qualität des Gehäuses gibt es also nichts zu meckern.

Der Hersteller Voltme hat mit sowohl das Netzteil (links) als auch ein 100 Watt USB-C-Kabel mitgeschickt. Ein 140 Watt Kabel fehlt aktuell noch im Portfolio.
Der Hersteller Voltme hat mit sowohl das Netzteil (links) als auch ein 100 Watt USB-C-Kabel mitgeschickt. Ein 140 Watt Kabel fehlt aktuell noch im Portfolio.
Den USB-A-Port habe ich mit meinem USB-Lastwiderstand getestet, der jedoch kein Quick Charge unterstützt. Aber selbst ohne Quick Charge kann der Port ca. 18 Watt liefern.
Den USB-A-Port habe ich mit meinem USB-Lastwiderstand getestet, der jedoch kein Quick Charge unterstützt. Aber selbst ohne Quick Charge kann der Port ca. 18 Watt liefern.

Welche Leistung bieten die Anschlüsse?

Das Revo 140 verfügt über drei USB-Ausgänge – zwei USB-C- und einen USB-A-Ausgang. Und wie das häufiger bei den Multiport-USB-Ladegeräten ist, liefern nicht alle die gleiche Ausgangsleistung. Um euch einen kleinen Überblick zu verschaffen, habe ich hier eine Auflistung, was welcher Port liefern kann:

  • USB C 1 – Power Delivery 140W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 2 – Power Delivery 100W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB A – Quick Charge und Super Charge – 4,5A/5V, 5V/4,5A, 9V/2A, 12V/1,5A

Ihr seht schon, dass nur 140 Watt aus dem ersten Port kommen. Und es gibt noch eine weitere Einschränkung, die in der Regel auch bei allen Multiport-Ladegeräten vorhanden sind: Die maximale Leistung bekommt man nur, lediglich ein Port des Laders belegt ist. Sobald man mehrere Geräte ansteckt, wird die Leistung an allen Ports gedrosselt.

Hier sieht man die zwei USB-C-Ports und den einen USB-A-Port am Rewo 140. Der obere USB-C-Port kann bis zu 140 Watt über USB PD 3.1 liefern (Fotos: Sir Apfelot).
Hier sieht man die zwei USB-C-Ports und den einen USB-A-Port am Rewo 140. Der obere USB-C-Port kann bis zu 140 Watt über USB PD 3.1 liefern (Fotos: Sir Apfelot).

Diese Leistung liefern die Ports bei unterschiedlicher Belegung

Da es schnell unübersichtlich werden kann, welcher Port bei welcher Belegung des Geräts, wie viel Watt liefert, habe ich hier eine Tabelle, die euch zeigt, wie die Sache aussieht. Jede Zeile stellt im Prinzip eine mögliche Belegung der drei Ports dar und die Wattzahlen zeigen die maximale Ausgangsleistung, die man am Port erwarten kann.

USB-C 1USB-C 2USB-A
140 W
100 W
22,5 W
65 W65 W
100 W22,5 W
100 W22,5 W
65 W45 W22,5 W

Wenn in einer Tabellenzelle kein Wert steht, bedeutet dies, dass der Port in dieser Zusammenstellung nicht belegt werden darf.

Reichen 65 Watt für ein MacBook Pro?

Sieht man die Leistungsdaten von 45 und 65 Watt an den USB-C-Ports, wenn die entsprechende Belegung vorhanden ist, dann kommt man vielleicht auf die Frage, ob diese Leistung reicht, um ein MacBook Pro zu laden.

Ich habe mein Macbook Pro M1 Max (13 Zoll) für einen Test mal unter 50% entladen und dann an das Original 100 Watt Apple Ladegerät angeschlossen. Nur, um zu sehen, was das Gerät an Leistung fordert, wenn es an einem Ladegerät hängt, das bestimmt die maximale Leistung liefert, wenn sie verlangt wird.

Mein MacBook Pro hat während meiner Tests nur einmal kurzzeitig 65 Watt genutzt – ansonsten hat es immer weniger Leistung abgefragt.
Mein MacBook Pro hat während meiner Tests (hier am Revo 140 und nicht am Apple Netzteil) nur einmal kurzzeitig 65 Watt genutzt – ansonsten hat es immer weniger Leistung abgefragt.

Das Ergebnis ist erfreulich, denn in der meisten Zeit hat das MacBook Pro nur 50 bis 60 Watt abgerufen – manchmal sogar weniger. Nur wenige Sekunden ist die Leistungsanzeige mal auf Werte um die 65 bis 70 Watt gesprungen.

Meine Schlussfolgerung: Das Voltme Revo 140 wird euer MacBook Pro mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst bei voller Belegung genauso schnell laden, wie es das Apple Netzteil schafft.

Beachten muss man nur, dass ein 16 Zoll MacBook Pro (Modell von 2021 mit M1 Chip) vermutlich mehr Leistung abfragen wird – nicht umsonst empfiehlt Apple bei diesen Modellen die 140 Watt Netzteile, um maximale Ladegeschwindigkeit zu erreichen:

Der 140W USB‑C Power Adapter ermöglicht schnelles, effizientes Aufladen zu Hause, im Büro oder unterwegs. Er ist kompatibel mit vielen USB‑C Ladekabeln. Apple empfiehlt, dass du dieses Netzteil mit deinem 16″ MacBook Pro (2021) und einem USB‑C auf MagSafe 3 Kabel verwendest, um das schnelle Laden zu nutzen, mit dem du in etwa 30 Minuten von 0 % auf 50 % laden kannst. (Quelle: Apple)

Und genau das schafft der Voltme Revo 140 Ladeadapter auch – aber ist dabei flexibler einsetzbar, weil man zur Not auch mal drei Geräte gleichzeitig laden kann.

Selbst bei voller Belegung mit MacBook Pro und USB-Lastwiderstand liefert der zweite USB-C-Port noch bis zu 45 Watt Leistung.
Selbst bei voller Belegung mit MacBook Pro und USB-Lastwiderstand liefert der zweite USB-C-Port noch bis zu 45 Watt Leistung.

USB Power Delivery PPS einfach erklärt

Wie ihr oben in der Beschreibung schon gelesen habt, unterstützt das Ladegerät die USB Power Delivery Standard PPS Erweiterung. Der USB PD PPS (Programmable Power Supply) Standard wurde 2017 vom USB Implementers Forum (USB-IF) als Erweiterung des USB PD 3.0 Standards eingeführt.

PPS ermöglicht eine fein abgestimmte Anpassung der Spannung und des Stroms in Echtzeit, je nach Ladezustand des Gerätes. Die Spannung kann zwischen 3V und 21V in Schritten von 0,02V variiert werden.

Diese Technologie macht den Ladevorgang effizienter und erzeugt weniger Wärme, was die Lebensdauer des Akkus verlängert.

PPS und USB PD 3.0 Protokolle arbeiten nahtlos zusammen und ermöglichen eine Neuverhandlung von nicht standardmäßigen Strömen und Spannungen zwischen dem Ladegerät und dem Gerät, das aufgeladen wird.

Das Voltme Revo 140 ist etwas kleiner, günstiger und leistungsstärker als das Apple Netzteil, das dazu nicht einmal USB PD PPS unterstützt.
Das Voltme Revo 140 ist etwas kleiner, günstiger und leistungsstärker als das Apple Netzteil, das dazu nicht einmal USB PD PPS unterstützt.

Teurer wegen PPS und 140 Watt

Ich habe einige Kundenbewertungen zu dem Ladegerät gelesen und hier wurde manchmal kritisiert, dass das Voltme Revo 140 teurer ist als andere Multiport-Ladegeräte. Leider haben die Leute dabei zwei Punkte übersehen, die den Preis des Revo 140 ausmachen:

  1. Das Ladegerät unterstützt den USB PD PPS Standard, der kompatible Geräte optimiert laden kann.
  2. Das Revo 140 unterstützt eine maximale Ladeleistung von 140 Watt. Andere Ladegeräte bieten hier nur zwischen 60 und 100 Watt.

Wenn man nach echten Vergleichsgeräten schaut, die sowohl PPS als auch 140 Watt unterstützen, dann landet man doch wieder bei Preisen zwischen 75 und 100 Euro.

Das Voltme Revo 140 bietet zu viel Leistung, als dass ich es hätte an seine Grenzen bringen können.
Das Voltme Revo 140 bietet zu viel Leistung, als dass ich es hätte an seine Grenzen bringen können.

Meine Erfahrungen mit dem Voltme Revo 140

So wirklich ans Limit bringen konnte ich das Voltme Revo 140 nicht. Ich habe weder ein MacBook Pro, das 140 Watt verlangt noch habe ich ein Gerät, das den USB PD PPS Standard unterstützt, sodass ich die dynamische Ladespannung überprüfen könnte.

Was ich ausprobiert habe, ist ein Vergleich beim Laden meines MacBook Pro zwischen dem Voltme Revo 140 und dem Original Apple Ladegerät mit 100 Watt USB Power Delivery.

Dabei gab es keinerlei Unterschiede und selbst als ich an den zweiten Port noch mein kleines 12 Zoll MacBook zum Laden angeschlossen habe, hat das Voltme Revo 140 noch mehr Leistungskapazität gehabt, als das größere MBP abgefragt hat.

3x schneller! Ich meine, schneller als WAS? Ich glaube, ja, dass das Revo 140 eine hohe Ladeleistung bietet, aber solche Aussagen ohne Angabe auf was sich das 3x schneller bezieht, sind relativ wertlos.
3x schneller! Ich meine, schneller als WAS? Ich glaube, ja, dass das Revo 140 eine hohe Ladeleistung bietet, aber solche Aussagen ohne Angabe auf was sich das 3x schneller bezieht, sind relativ wertlos.

Für wen lohnt sich das Voltme Revo 140?

Wie schon oben erwähnt, ist das Voltme Revo 140 Ladegerät aufgrund des PPS-Standards ein Ticken teurer als ähnliche Ladegeräte. Daher stellt sich die Frage, für wen lohnt es sich, diesen Aufpreis von 10 oder 20 Euro auszugeben.

Ich selbst würde mich als technisch versiert und interessiert bezeichnen und trotzdem habe ich noch kein Gerät, das den PPS-Ladestandard nutzt. Weder das iPhone 14 Pro Max noch mein MacBook Pro M1 Max unterstützt diesen Standard und profitiert damit nicht vom optimierten Laden.

Wer jedoch ein aktuelles MacBook Pro M2 sein Eigen nennt oder in den nächsten Jahren ein neues MacBook, iPhone oder iPad kauft, der kann davon ausgehen, dass diese Geräte mit dem USB PD PPS Standard kompatibel sein werden.

Da der PPS-Standard auch durch die geringere Wärmeentwicklung beim Laden akkuschonend ist, lohnt sich die Investition in solche PPS-Ladegeräte besonders, wenn man damit hochpreisige Gerätschaften wie ein MacBook Pro, iPad oder iPhone auflädt. Eine Verlängerung der Akkugesundheit kann hier nur von Vorteil sein.

Der Voltme Revo 140 mit Innenansicht der Elektronik. Die zahlreichen Schutzschaltungen sollen sowohl das Netzteil als auch die angeschlossenen Geräte schützen (Grafik: Voltme).
Der Voltme Revo 140 mit Innenansicht der Elektronik. Die zahlreichen Schutzschaltungen sollen sowohl das Netzteil als auch die angeschlossenen Geräte schützen (Grafik: Voltme).

Mein Fazit zum Voltme Revo 140

Ich gebe zu, ich musste mich erst einmal einlesen, was der USB PD PPS Standard ist. Obwohl er schon seit einigen Jahren existiert, ist mir bisher kein Ladegerät und keine Powerbank über den Weg gelaufen, welche diesen Standard unterstützt hätte.

Ich denke jedoch, dass USB PD PPS in Zukunft eine größere Rolle spielen wird, da Apple diese Technik nun auch in aktuellen MacBook Pro Modellen berücksichtigt. Aus meiner Sicht spricht dies dafür, dass ich beim Neukauf solcher Ladegeräte auf die PPS-Unterstützung achte.

Ob man nun das Voltme Revo 140 kaufen sollte, hängt aber davon ab, wie der eigene Gerätepark aussieht und wie zukunftsorientiert man einkaufen möchte.

Aus technischer Sicht und von der Verarbeitung gibt es beim Voltme Revo 140 nichts auszusetzen und auch preislich ist hier ein gutes Verhältnis zwischen Kosten und Leistung gegeben.

Interessiert an dem Gerät? Dann schaut mal hier bei Amazon beim Voltme Revo 140 vorbei oder geht über diese Produktbox:

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  • Ein Ladegerät für alle: Laden Sie Ihren Laptop, Ihr Tablet, Ihr Telefon oder Ihre Smartwatch in einem einzigen...
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