Was ist USB Power Delivery (USB PD)?

Eine Kennzeichnung, ob ein Ladegerät oder eine Powerbank USB-PD unterstützt, findet man in der Regel auf dem Gerät selbst. In diesem Fall sogar mit genauen Angaben zu den Leistungsdaten (Foto: Sir Apfelot).

USB Power Delivery ist der Fachbegriff für die Schnelllade-Funktion über ein entsprechendes USB-Kabel und ein kompatibles Ladekabel / eine kompatible Powerbank. Unter anderem i-Geräte von Apple, wie neuere iPhone-Modelle etwa, nutzen diesen Standard. Auch bei der Nintendo Switch gilt es beim Ladegerät-Kauf darauf zu achten, dass sie kein QuickCharge (ein anderer Schnelllade-Modus), sondern nur USB-C PD fürs schnelle Aufladen des Akkus unterstützt. Weitere Informationen, verschiedene Klassifizierungen und wissenswerte Details habe ich euch im Folgenden zusammengefasst.

Was ist USB Power Delivery, kurz USB-PD bzw. USB-C-PD? Und wie unterscheidet es sich zum regulären Aufladen von Geräte-Akkus per Universalanschluss? Antworten gibt es hier!

Was ist USB Power Delivery, kurz USB-PD bzw. USB-C-PD? Und wie unterscheidet es sich zum regulären Aufladen von Geräte-Akkus per Universalanschluss? Antworten gibt es hier!

Das steckt hinter USB-PD / Power Delivery

Der große Unterschied zum regulären Aufladen von mobilen Geräten wie dem Handy, Smartphone, Tablet, einer Digitalkamera und Co. per USB Battery Charging (USB-BC) ist beim USB-PD die Leistung. Größere Ladeleistungen bis zu 100 Watt für Notebooks wie das Apple MacBook (Pro) und für das Schnellladen von iPhone, iPad usw. werden per USB-C Power Delivery erreicht. Dabei sind die Ladeleistungen ab 15 Watt dem USB-C-Anschluss vorbehalten. Per USB-A und / oder Mikro-USB sind meist nur bis zu 12 Watt (5 Volt bei 2,4 Ampere) möglich; kompatibel mit USB 2.0 bzw. USB 3.0 (was jetzt USB 3.2 Gen 1 heißt). 

Eine Kennzeichnung, ob ein Ladegerät oder eine Powerbank USB-PD unterstützt, findet man in der Regel auf dem Gerät selbst. In diesem Fall sogar mit genauen Angaben zu den Leistungsdaten (Foto: Sir Apfelot).

Eine Kennzeichnung, ob ein Ladegerät oder eine Powerbank USB-PD unterstützt, findet man in der Regel auf dem Gerät selbst. In diesem Fall sogar mit genauen Angaben zu den Leistungsdaten (Foto: Sir Apfelot).

USB Power Delivery Profile nach USB-IF

USB Power Delivery / USB PD stammt als Name bzw. Spezifikation für leistungsstarkes Aufladen von Akkus per Universalanschluss vom USB Implementers Forum (USB-IF). Dieses hat verschiedene Profile klassifiziert, die unterschiedliche Höhen von Spannung und Strom zulassen. Bei der Nutzung von USB Power Delivery wird über das UPD-Protokoll die maximale Leistung über die USB-Power-Pins zwischen den Geräten verhandelt. Für den Schutz der Devices wird anfangs das kleinstmögliche Profil angesetzt. Nach einer Rückmeldung der Geräte wird aufgestockt.

Hier die Übersicht der USB-PD Profile:

USB-PD-ProfilSpannung / StromMaximale Leistung
Profil 15V / 2A10 W
Profil 25V / 2A; 12V / 1,5A18 W
Profil 35V / 2A; 12V / 3A36 W
Profil 45V / 2A; 12V / 3A; 20V / 3A60 W
Profil 55V / 2A; 12V / 5A; 20V / 5A100 W

USB Power Delivery 3.0 (PD 3.0)

Welche Vorteile bietet PD 3.0? Durch den neuen Standard ist es möglich, dass Strom und Spannung genauer vom Endgerät gesteuert werden kann. Das bedeutet, dass zum Beispiel das iPhone dem Netzteil – wenn es USB PD 3.0 unterstützt – die Spannungshöhe genauer vorgeben kann. Das Ladegerät reagiert auf die Vorgaben des Smartphones und sendet dann die entsprechende Spannung. Hersteller von mobilen Endgeräten können auf diese Weise eine detailliertere Ladestrategie umsetzen, um möglichst Akku-schonend zu laden.

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