Das in der Basisversion kostenlose Grafikprogramm Affinity hat auch diesen Monat ein Update erhalten. Für alle drei Anwendungsbereiche (Grafikdesign, Fotobearbeitung und Seitenlayout) gibt es Verbesserungen und neue Funktionen. Die Integration von Affinity-Projekten in DaVinci Resolve gehört dazu. Aber auch die Automatisierung von Aufgaben per Claude-Chatbot.

Neue Funktionen und Verbesserungen für Affinity im April 2026
In der Liste der Affinity April 2026 Versionshinweise gibt es gleich mehrere Einträge in den Bereichen Allgemein, Grafikdesign, Fotobearbeitung und Seitenlayout. Sowohl bei den neuen Features als auch bei den Verbesserungen der bereits bestehenden Verwendungsmöglichkeiten gibt es zahlreiche positive Punkte.
So wird beispielsweise die Verwendung von Canva Marken-Kits und markenspezifischen Assets aus der eigenen Canva-Mediensammlung in Affinity erleichtert. Zudem können Markeninhalte direkt aus Affinity zum Canva-Markenkit hinzugefügt werden.
Weiterhin gibt es neue Pinsel und Radierer („Blob“ genannt) für die Erstellung sowie Bearbeitung von Vektorgrafiken und -elementen.
Im Bereich der Fotobearbeitung kommt die Bearbeitung von CaptureOne-Inhalten hinzu. Für diese lässt sich die Bearbeitung mit Affinity als Menüpunkt integrieren. Außerdem gibt es neue Texturfilter, neue Features für die Verarbeitung von RAW-Bildern und verbesserte Funktionen für die Astrofotografie.
Wer in Affinity das Seitenlayout des Desktop Publishing realisiert, wird sich darüber freuen, dass nun neben herkömmlichen Aufzählungszeichen auch eigene Bilder und Icons als Listenpunkte verwendet werden können. Außerdem wird endlich das Einfügen von URLs auf ausgewähltem Text möglich, um Hyperlinks zu erschaffen.
Verwendung von Affinity-Projekten in DaVinci Resolve
Ich persönlich finde die Verknüpfung der kostenlosen Bildbearbeitung in Affinity mit der kostenlosen Videobearbeitung in DaVinci Resolve sehr interessant.
Damit sollen z. B. Overlays und Video-Endkarten (für YouTube, etc.) professioneller gestaltet und angepasst werden können. Bearbeitete Affinity-Projekte werden in DaVinci Resolve automatisch aktualisiert und Bewegungen lassen sich durch Keyframes individuell hinzufügen.
Details zur App-übergreifenden Nutzung von Affinity-Projekten gibt es im Support-Dokument „Importieren von Affinity-Inhalten in DaVinci Resolve“. Hier wird u. a. darauf hingewiesen, dass mindestens DaVinci Resolve 21 (aktuell in der Beta-Phase) benötigt wird.
KI-Automatisierung mit Claude in der Beta-Phase kostenlos
Mit der neuen App-Version wird in Affinity die Möglichkeit eingeführt, per Textprompt Aufgaben automatisch ausführen zu lassen. Als Beispiel zeigt Affinity auf der Support-Seite „KI-Automatisierung mit Claude“ das Umbenennen zahlreicher Ebenen an, sodass diese schneller erkannt und ausgewählt werden können.
Der Austausch zwischen Affinity und Claude fußt dabei auf dem Model Context Protocol (MCP). Bei MCP handelt es sich um einen offenen Standard, der die Kommunikation von KI-Chatbots und einzelnen Apps ermöglicht. So können letztere durch Textbefehle in natürlicher Sprache gesteuert werden.
Eigentlich benötigt man für die Verwendung von KI-Funktionen in der Affinity App ein Canva-Abonnement. In der aktuellen Beta-Testphase der KI-Automatisierung mit Claude wird selbige aber kostenlos integriert. Erst wenn der Test abgeschlossen ist, geht das Feature in den Katalog der Abo-Features über.
Hinweis: Ich weiß, dass das Update schon ein paar Tage draußen ist. Ich kam nur jetzt erst dazu, mich eingehender damit zu beschäftigen.
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Johannes ist selbstständiger Redakteur und Texter. Seit über 10 Jahren schreibt er regelmäßig für Sir Apfelot.













