App-Tipps: iPhone-Kamera vom iPad aus fernbedienen

Anleitung: Akkutausch beim Ion Audio Blockrocker

Icon AnleitungenGestern hatte ich meinen [Oktokopter->oktokopter] das erste Mal mit iPhone als Kamera in Betrieb genommen. Ich habe das iPhone 5 mit dem Glif und einem Gummiband an das Kameragestell des Mikrokopters geschraubt und nutze sie so als [FPV-Kamera->first-person-view]. Nachdem ich einige Runden gedreht hatte, wollte ich mir das Video zuhause anschauen und wurde schmerzlich enttäuscht, denn die iPhone Kamera hatte ich dummerweise am Abend vorher irgendwie in den [Sperrmodus für den Autofokus->af-sperre] gebracht (das geht übrigens, wenn man den Finger ca. 1-2 Sekunden auf dem Display beläßt, wenn man ein Objekt scharfstellen möchte). Entsprechend war der Film auch nur ein verwaschenes Etwas, auf dem man unmöglich erkennen konnte, dass es sich um [Luftaufnahmen->luftaufnahmen] handelt.

Am Abend habe ich dann gegrübelt, wie man die iPhone-Kamera vielleicht von iPad aus fernbedienen könnte. Und man glaubt es kaum – there is a app for that! Es gibt tatsächlich gleich einige App-Kandidaten, die einem hier hilfreich beistehen können. Ich stelle hier mal kurz drei vor, die ich besonders interessant finde:

Remote Shutter – leider nur über Bluetooth zu verwenden

Die erste App, die ich gefunden habe, heißt RemoteShutter und ermöglicht es, zwei iOS Geräte miteinander zu koppeln. Man stellt nach dem Starten der App und einem beherzten Druck auf das Bluetooth-Symbol ein, ob man das jeweilige Gerät als Kamera oder als Fernbedienung nutzen möchte. Was mir gleich aufgefallen ist, ist die „unterirdische Qualität“ des Livestreams. Das heißt, das Bild, das man auf der Fernbedienung (also in meinem Fall auf dem iPad) sieht, ist extrem schlecht und verpixelt. Ich nehme an, das liegt daran, dass sich ein [HD-Videostream->hd-video] über Bluetooth nicht realisieren läßt. Das zweite ist, dass man mit der App nur Fotoaufnahmen machen kann. Und der dritte (für mich ausschlaggebende) Punkt ist, dass man die Verbindung der Geräte nur über [Bluetooth->bluetooth] herstellen kann. Wenn ich mit meinem Mikrokopter 100 Meter hoch und 300 Meter weit weg fliegen kann, dann ist damit die [Reichweite von Bluetooth->bluetooth] mit Sicherheit mehrfach überschritten. Also: Für mich nix.

iStopMotion – Verbindung per W-Lan, aber nur für Fotos

Die Software von iStopMotion ist eine Sammlung von Apps für iOS und Mac OS X, die man nutzen kann, um kleine Filme mit der Stop-Motion-Technik herzustellen. Man nutzt zum Beispiel die App iStopMotion for iPad als Fernbedienung und iStopMotion Remote Camera am iPhone als Kamera. Man stellt ein Legomännchen hin, macht ein Foto, dann bewegt man es etwas und macht wieder ein Foto, etc. Die Software unterstützt einen in der Hinsicht, dass sie einem erlaubt, das Bild der iPhone-Kamera am iPad oder am Mac zu sehen und die Kamera auszulösen. Dadurch entfällt das Rumkrabbeln auf dem Boden, wenn man das iPhone auf einem Ministativ auf Augenhöhe zu den Lego-Kollegas stehen hat.

Man kann die Software aber auch für meine Zwecke nutzen und die iPhone Kamera am Mikrokopter auslösen. Dabei kann man vorher das Bild am iPad live kontrollieren und sehen, was letztendlich bei rauskommt. Die Übertragung der Livebildes erfolgt über W-Lan, so dass das Vorschaubild auch sehr gut ist. Die Reichweite natürlich auch. Eine Einschränkung hat die Software jedoch: Man kann nur Fotos damit machen. Aber dafür ist sie gut geeignet.

AirBeam – W-Lan Kamera-Fernbedienung mit Video-Funktion

Die IOS-Software AirBeam ist ebenfalls für iOS-Geräte und erlaubt das Fernauslösen der Kamera durch ein anderes iOS-Gerät. Die Kopplung der Geräte erfolgt auch über Wifi, so dass man mit einem guten Livebild rechnen kann. Im Gegensatz zu den oben genannten Apps zeichnet AirBeam allerdings nur Video auf und kann keine Fotos machen. Die Videoqualität kann man einstellen und reicht von „niedrig“ bis zu „HD“. Audio kann auch mit aufgenommen werden, ist aber in meinem Fall uninteressant, da man nur das Knattern der Propeller hören würde. Im Bereich der Bildübertragung und der Videoqualität bietet AirBeam zahlreiche Einstellungen. Es lohnt sich, da ein bisschen rumzuspielen, bevor es „ernst“ wird. 🙂

Meine Wahl fällt letztendlich auf iStopCamera und AirBeam, denn die W-Lan Kopplung ist für mich aufgrund der Reichweite unbedingt nötig. Da ich auf freiem Feld selten ein offenes W-Lan finde, habe ich mir noch einen [mobilen W-Lan-Router mit Akku->mobiler-w-lan-router] bestellt. Meine Wahl fiel hier auf den TP-Link TL-MR3020. Dieser hat zwar keinen integrierten Akku, läßt sich aber über einen [USB-Stecker->usb] mit Strom versorgen. Dazu kann man zum Beispiel den Zusatzakku von ZNEX nutzen.

4,04 EUR
TP-Link TL-MR3020 Portable 3G/3.75G Wireless-LAN Router
986 Bewertungen
TP-Link TL-MR3020 Portable 3G/3.75G Wireless-LAN Router
Mobiler W-LAN Router ohne integrierten Akku, aber mit der Möglichkeit, LAN per Ethernet-Kabel einzuspeisen. Alternativ kann man einen Surfstick einstecken und den Zugang mit mehreren Wifi-Geräten nutzen.

Für meine Anwendung benötige ich keinen „Draht“ zum Internet, denn ich brauche ja nur ein eigenes in sich geschlossenes W-LAN. iPhone und iPad greifen nicht auf das Web zu, so dass ich den Router ohne Surfstick nutzen kann. Wer mag, kann auch den Personal Hotspot des iPhone verwenden, um ein W-Lan aufzubauen, aber es gibt etliche Provider, die diese Funktion nicht freigegeben haben. Aus dem Grund habe ich auch die Lösung mit dem Akku-W-Lan-Router gewählt.

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2 Kommentare

  1. Patrick sagt:

    Hallo, vielen Dank für diese tollen App-Vorschläge.

    Doch ich habe noch eine Frage. Sie schreiben: „Für meine Anwendung benötige ich keinen “Draht” zum Internet, denn ich brauche ja nur ein eigenes in sich geschlossenes W-LAN.“ Genau so ist es für meine Anwendung auch. Doch wenn ich kein Internet brauche, für was braucht man dann einen Router bzw. Hotspot?

    Grüße
    Patrick

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Patrick!
      Der Router bzw. Hotspot is sozusagen der Knotenpunkt, über den sich die WLAN Geräte (also das iPhone und das iPad) verbinden. Man könnte auch den personal Hotspot des iPhone verwenden, aber ich bin nicht sicher ob dieser von der Sendeleistung und Reichweite auch mit dem WLAN-Hotspot mithalten kann.
      VG!

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