Apple hat damit begonnen, einzelne Support-Dokumente umzugestalten. Dabei werden keine großen Änderungen vorgenommen, sondern vor allem die Namen von macOS-Versionen gegen ihre Nummern ersetzt. Zumindest in den US-amerikanischen Dokumenten ist dies zu beobachten; die Anpassung ihrer übersetzten Ausgaben dauert ja immer einige Zeit.

Apple ersetzt macOS-Namen gegen Versionsnummern in Support-Dokumenten
In der US-Ausgabe des Support-Dokuments 120848 „3D-Audio ist bei der Verwendung von Tastatur, Maus oder Trackpad auf dem Mac nicht verfügbar“ steht nicht mehr, dass macOS Sequoia oder neuer benötigt wird. Nach der Anpassung heißt es nun, dass macOS 15 oder neuer benötigt wird.
Zudem wurde der Hinweis auf macOS Ventura oder neuer in der US-Ausgabe des Support-Dokuments 102511 „Hilfestellung für dein WLAN-Passwort“ entfernt. Stattdessen ist jetzt von macOS 13 oder neuer die Rede. Stück für Stück werden also die Namen der macOS-Versionen entfernt und gegen die bloßen Versionsnummern ersetzt.
Ein drittes Beispiel ist die US-Ausgabe des Support-Dokuments 108775 „.ps- und .eps-Dateien auf dem Mac anzeigen“. Hier ist in der deutschen Version noch von macOS Monterey die Rede, während in der überarbeiteten US-Version nur noch macOS 12 zu lesen ist. Alle drei Änderungen wurden am 15. Juni 2026 vorgenommen.
Zusätzlich zu den Änderungen in der Dokumentation rund um ältere Systeme spricht Apple bezüglich der neu vorgestellten Version zunehmend von macOS 27 Golden Gate oder sogar nur von macOS 27 anstatt von macOS Golden Gate. Auch bei dem System, das im Herbst 2026 als offizielles Upgrade erscheint, wird also schon der Abschied vom Beinamen praktiziert.
Abschied von Intel-Technologie und macOS-Beinamen
Nicht erst ab 2005 lief Mac OS X auf Intel-Prozessoren. Zwar wurde in diesem Jahr der offizielle Umstieg von PowerPC-Macs auf Intel-Macs in Gang gesetzt. Zuvor arbeitete Apple aber schon mehrere Jahre heimlich daran, Mac OS X parallel auf PowerPC- und Intel x86-Prozessoren laufen zu lassen.
Somit kann man die mit Beinamen versehenen Mac-Betriebssysteme als Symbol der Intel-Mac-Ära sehen. Diese geht nun zu Ende. Das neue macOS 27 Golden Gate kann nur noch auf Apple Silicon-Macs installiert werden, die einen A18 Pro oder M-Chip haben. Ab macOS 28 (wahrscheinlich ohne Beinamen) werden zudem keine Intel-basierten Apps mehr per Rosetta 2 unterstützt.
Das heißt, dass macOS 28 das erste Mac-Betriebssystem seit über 25 Jahren sein wird, das keinen zusätzlichen Namen bekommt. Nach der Umbenennung von „OS X“ zu „macOS“ mit der Version 10.12 Sierra im Jahr 2016 wird es damit noch mehr an Apples weitere Systeme angeglichen. Sowohl iOS als auch iPadOS, watchOS, tvOS und Co. haben nie Beinamen bekommen.
Das Ende des „Crack Marketing Team“-Witzes während der WWDC-Keynote
Dass Craig Federighi sein „Crack Marketing Team“ und den entsprechenden WWDC-Witz in den Ruhestand schicken will, hat man bereits während der Auftaktpräsentation der WWDC26 gemerkt.
Hier kam es fast dazu, dass das Team verschollen gegangen wäre und macOS keinen Namen bekommen hätte. Im letzten Moment tauchte aber der VW-Bus auf und ein Teammitglied gab „Golden Gate“ als Namen für macOS 27 bekannt.
In Verbindung mit den Änderungen und Anpassungen, die seit dem 15. Juni in Apples Support-Dokumenten vorgenommen werden, ergibt sich ein Gesamtbild. Apple will scheinbar mit dem Abschied von Intel-Macs und Intel-basierten Apps auch die macOS-Beinamen loswerden.

Ob das Ausbleiben des „Crack Marketing Team“-Witzes bei den zukünftigen WWDC-Präsentation bedeutet, dass auch Craig Federighi sich aus der öffentlichen Arbeit für Apple zurückzieht, das kann man derzeit nur vermuten. Der CEO Tim Cook jedenfalls nimmt zum 1. September seinen Hut und übergibt den Chefsessel an John Ternus.
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Johannes ist selbstständiger Redakteur und Texter. Seit über 10 Jahren schreibt er regelmäßig für Sir Apfelot.














Endlich! Dieses blumige Namensdurcheinander hat mich ständig durcheinandergebracht.
Ich finde es schade. Ich kann mit den Namen immer mehr verbinden als mit Zahlen. Ich weiß immernoch, dass Snow Leopard gut war und Tahoe ein Mist ist. 😂 Aber damit ist es jetzt vorbei… jetzt werde ich vermutlich in Zukunbft bestimmte Zahlen nicht mehr mögen und mich fragen, warum.
Ich schließe mich da Jens an. Ich finde es einfacher, einzelne macOS-Versionen ihren Namen zuzuordnen als irgendwelchen Ziffern. Mit den Jahreszahlen als Versionsnummern ist es seit letztem Jahr zwar einfacher, aber Namen sind für mich trotzdem eher mit den Veröffentlichungen verbunden :D