Apple März-Event 2022 – iPhone SE, iPad Air, Mac Studio & Studio Display

Am heutigen Dienstag, dem 8. März 2022, hat Apple sein erstes Special Event des Jahres als Stream über das Internet abgehalten. Mit dem Namen „Peek Performance“ wurde nicht zu viel versprochen. Denn neben einem neuen iPhone SE und einem iPad Air mit M1-Chip wurde der neue Mac Studio vorgestellt, der nebst M1 Max auch mit dem neuen M1 Ultra konfiguriert werden kann. Hinzu kommt als neues Angebot das Studio Display, ein auf den neuen Computer sowie auf alle anderen Modelle (auch MacBook Pro / Air) ausgelegten Monitor mit 5K-Auflösung. Im Folgenden findet ihr alles Wichtige zu den neuen Angeboten.

Informationen zu Apple tv+ mit neuem Baseball-Angebot

Das Apple März-Event 2022 wurde wie die letzten Keynotes auch von Tim Cook, dem Geschäftsführer von Apple, eröffnet. Ohne viel Vorrede ging es dann direkt an die einzelnen Themen, die in der einstündigen, voraufgezeichneten Übertragung abgehakt wurden. Den Anfang machte Apple tv+, der Streaming-Dienst für Filme und Serien. Es wurde darauf hingewiesen, dass einige Filme und Darsteller/innen für Awards nominiert sind. Weiterhin wurden neue Inhalte angekündigt. Als komplett neues Angebot wurde „Friday Baseball Night“ vorgestellt, eine freitägliche Auswahl von zwei Baseball-Spielen, die es exklusiv bei Apple tv+ zu sehen gibt.

Neue Farben für das iPhone 13 (Pro)

Der Themenkomplex iPhone wurde mit der Hervorhebung der Vorteile des aktuellen Modells eingeleitet. Das kam nicht von ungefähr, denn für das iPhone 13 (mini) und das iPhone 13 Pro (Max) wurde jeweils eine neue Farbe vorgestellt. Das iPhone 13 gibt es nun in einem Grünton, der mit Dschungel-Anspielungen vorgestellt wurde. Das iPhone 13 Pro kann man nun auch in einem „alpinen“ Grün kaufen. Also, zumindest ab dem 18. März 2022. Vorbestellungen werden ab kommendem Freitag, dem 11. März 2022 angenommen. 

Das neue iPhone SE (3. Gen, 2022)

Seit 2016 bietet Apple das iPhone SE an. Es handelt sich um das Budget-Modell in der Produktreihe der Smartphones aus Cupertino. Im Jahr 2020 gab es die zweite Generation und nun die dritte. Diese enthält den im Herbst vorgestellten A15 Bionic Chip mit 6 Core CPU, 4 Core GPU und 16 Core Neural Engine. Das Display hat eine Diagonale von 4,7 Zoll. Das aus Aluminium und Glas bestehende Gehäuse hat eine IP67-Schutzart und bringt einen Home-Button inkl. Touch ID mit. Für schnelleren Mobilfunk ist nun auch 5G integriert. Die 12 Megapixel Kamera nutzt den A15 Bionic Chip für Computational Photography und Smart HDR 4.

Das neue iPhone SE kann ab Freitag vorbestellt und ab 18. März gekauft werden. Neben den drei Farben Mitternacht (schwarz), Polarstern (weiß) und (PRODUCT)RED (rot) gibt es auch noch die Wahl zwischen drei Speicher-Größen. Der interne Speicher kann mit 64 GB, 128 GB und 256 GB gewählt werden. In der kleinsten Konfiguration kostet das iPhone SE der dritten Generation 519 Euro. Weitere Daten sowie alle Preise bekommt ihr morgen in einem separaten Artikel zum Gerät. Auch wird es morgen Beiträge zu den folgend in Kürze beschriebenen Produkten geben. Wenn ihr jetzt schon neugierig seid, könnt ihr euch die einzelnen Infos z. B. im Apple Newsroom holen.

Das neue iPad Air (5. Gen, 2022)

Wie auch beim iPhone SE gab es beim iPad Air in 2020 das letzte Update. Damals gab es zwar schon einen USB-C-Anschluss, dieser wurde dieses Mal aber doppelt so schnell gemacht, sodass der Datenaustausch mit externen Festplatten, Kameras und anderer Peripherie noch besser klappt. Außerdem profitiert das neue iPad Air nun auch von einem M1-Chip mit 8 Core CPU, 8 Core GPU und 16 Core Neural Engine. Die Front-Kamera mit 12 MP bietet nun wie bei allen anderen Apple-Tablets die „Center Stage“-Funktion; überdies kommt 5G in den Mobilfunk-Varianten zum Einsatz. Das Tablet ist weiterhin mit dem Apple Pencil 2 kompatibel.

Das Tablet wurde in fünf Farben angekündigt und kann ab Freitag zu einem Preis startend bei 679 Euro bestellt werden. Der Marktstart ist auch hier der 18. März 2022. Neben einer Version mit 64 GB Speicher kann auch eine mit 256 GB gewählt werden. Hinzu kommt die Auswahl zwischen dem Wi-Fi Modell (nur WLAN) und dem Wi-Fi + Cellular Modell (WLAN und Mobilfunk). Weitere Informationen, technische Daten, alle Preise und dergleichen mehr bekommt ihr morgen in einem separaten Artikel. Auch hier kann ich euch den obigen Link zum Apple Newsroom ans Herz legen, wenn ihr schon jetzt alles wissen wollt. 

Der neue „M1 Ultra“ – Kombination aus zwei „M1 Max“-Chips

Einige Gerüchte zum heutigen Event drehten sich um einen M2-Chip und ein neues Einstiegsmodell des MacBook Pro mit eben jenem. Doch Apple hat stattdessen die letzte Version des M1-Chips vorgestellt, den M1 Ultra Chip. Dieses SoC nutzt die bisher geheim gehaltene Schnittstelle des M1 Max, mit dem dieser mit einem zweiten Modell verbunden werden kann. 

Daraus ergibt sich ein neuer, doppelt so starker Chip, der durch eine 2,5 TB/s Verbindung schnell und effizient arbeitet, bis zu 20 Kerne im CPU, bis zu 128 GB Arbeitsspeicher und weitere extreme Specs hervorbringt. Er agiert als einzelner Chip, sodass Entwickler/innen ihre Software nicht an ein Zwei-SoC-System anpassen müssen.

Mac Studio – Wie ein Mac Pro im Mini-Format

Der neue Mac Pro soll an einem anderen Tag vorgestellt werden, wurde beim „Peek Performance“-Event von Apple gesagt. Stattdessen wurde eine komplett neue Produktreihe in der Mac-Palette aufgemacht, nämlich „Mac Studio“. Dieser auf professionelle Nutzer/innen für Musik, 3D, Programmierung, Filmproduktion und ähnliche rechenintensive Bereiche ausgelegte Computer sieht aus wie ein Mac mini, der einen zweiten Mac mini oben drauf bekommen hat. Er kann mit dem bisher bekannten M1 Max oder mit dem M1 Ultra gekauft und verwendet werden. Bis zu 8 TB internem Speicher sind möglich. Bei der Videobearbeitung können bis zu 18 Streams von 8K-ProRes-Videomaterial gleichzeitig genutzt werden.

Dieser neue Computer für Profis kann ab sofort bestellt werden und wird ab dem 18. März geliefert / verkauft. Die M1-Max-Version mit 32 GB gemeinsamem RAM startet bei 2.299 Euro. Die M1-Ultra-Version mit 64 GB gemeinsamem RAM kann ab 4.599 Euro erworben werden. Alle Details zu Konfigurationen und Preisen bekommt ihr morgen in einem gesonderten Beitrag. Für alle möglichen Anwendungen bietet der Apple Mac Studio neben Lüftern, die bei den meisten Workloads keine starken Geräusche machen sollen, auch noch diese Specs (Auszug):

  • 4 x Thunderbolt 4 auf der Rückseite
  • 1 x Gigabit-Ethernet-Anschluss auf der Rückseite
  • 2 x USB-A auf der Rückseite
  • 1 x HDMI und 1 x Audio-Anschluss (Klinke) auf der Rückseite
  • 2 x USB-C (bei M1 Max) bzw. 2 x Thunderbolt (bei M1 Ultra) auf der Vorderseite
  • 1 x SDCX-Kartenleser auf der Vorderseite
  • Anschluss von bis zu fünf Displays gleichzeitig möglich

Studio Display – Die Budget-Version des Apple-Displays

Das Pro Display XDR hat bei seiner Vorstellung in 2019 nicht nur durch seine technischen Daten für Profi-Anwender/innen aus dem Foto-, Video- und Film-Bereich Aufsehen erregt. Auch die Preise von 5.499 Euro bzw. 6.499 Euro (ohne Halterung!) haben Schlagzeilen gemacht. Wer verständlicherweise nicht so viel für einen guten Monitor ausgeben will, kann ab heute das Apple Studio Display kaufen. Mit Standardglas kostet der 27-Zoll-Monitor 1.749 Euro. Entscheidet ihr euch für ein weniger reflektierendes Nanotexturglas, dann zahlt ihr 1.999 Euro. Eine 12 MP Ultra-Weitwinkel-Kamera mit Center Stage sowie ein Sound-System (alles angetrieben von einem A13 Bionic Chip) sind ebenfalls enthalten.

Anders als beim Apple Pro Display XDR, wo der Ständer für die Verwendung auf dem Schreibtisch noch einmal ordentlich zu Buche schlägt, kommt die Aufstellmöglichkeit des Studio Displays (in der Standardversion) ohne Aufpreis mit. Der neigungsverstellbare Standfuß zum Anwinkeln um bis zu 30° ist im Preis inbegriffen. Ohne Aufpreis kann zudem stattdessen ein VESA Mount Adapter bestellt werden. Nur wenn ihr euch für den neigungs- und zudem höhenverstellbaren Standfuß entscheidet, gibt es einen Aufpreis von 460 Euro. Somit ergibt sich ein Preis von 2.209 Euro bzw. 2.459 Euro. Auch hier könnt ihr schon ab heute vorbestellen bzw. das Ganze ab dem 18. März kaufen. Noch mehr Daten und Infos dann morgen. Gute Nacht!


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6 Kommentare

  1. Wieder eine verlorene Stunde für mich. Alles geiler, schneller besser. Aber wieder kein neuer, großer iMac. Wie beim letzten Event leider wieder nicht. Seitdem quäle ich mit dem 24er (vollausbau) durch Photoshop in dem er ständig wegen Speicherauslastung abkotzt. Nun kommt dieser Studio, der mir mit Display, Tastatur und Maus beinahe 10.000 Euro kosten würde, weil das der Wunsch der User ist????
    Mein letzter iMac 27 hatte auch fast 5.000 gekostet, auch voll Ausstattung. Ich musste damals 5 Monate warten bis ich ihn geliefert bekam. Aber er war mit Tastatur und Maus. Und damals das Topgerät für den User. Der Pro natürlich ausgenommen. Nun, ich bin halt wieder einmal entäuscht von Apple. Das obwohl mit MacBook Pro, MacbookAir, diversen iPads, auch Pro und iPhones wie Apple Watschen ausgestattet.

    • Jens Kleinholz sagt:

      Hallo Harald! Ja, ich kann die Enttäuschung verstehen, aber immerhin gibt es jetzt einen Apple Monitor, der nicht 6500 EUR kostet. Aber leider ist er mir mit 27 Zoll einfach zu klein. Aber du kannst wenigstens noch Hoffnung haben, denn der große iMac kommt sicher noch in diesem Jahr. Mein 34 Zoll Apple Monitor wohl kaum. 😂

      • Hallo Jens, Du sagst ja was ich auch meine. Die Preise sind einfach zu Hoch. Für die Fotobearbeitung bin ich immer gut mit dem 27er ausgekommen. Weiss ja nicht was du damit machst, aber ich kenne das von meinem Ex-Schwager, der hat am Pro auch zwei große Displays. Aber der braucht so etwas und verdient Geld damit. Ich hatte ja auch die Hoffnung, dass der zukünftige, große iMac etwas mehr als 27 Zoll geboomt. Allerdings sehe ich das jetzt mit der Studio Sache nicht mehr so. Aber froh wäre ich ja schon, wenn ich mit Photoshop wieder vernünftig arbeiten könnte. Was aber mein neuer, teuerer iMac 24 leider hat nicht kann. Da helfen auch keine updates in Stundentakt, weder von Apple noch von Adobe, obwohl ich ja der festen Überzeugung bin, dass das Problem am M1 liegt. Weil auf einem MacbookAir mit Intel und weniger Speicherleistung habe ich die Probleme mit Photoshop nicht. Da ist mir dann allerdings das Display zu klein. Ml sehen, wenn das mit dem Mac nix wird, was ich dann mache. Aber 7 bis 8 Mille ist für einen Rentner dann doch zu viel.

        • Jens Kleinholz sagt:

          Hallo Harald! Welches Problem hast du mit dem M1 und Photoshop? Meine Faru hat ein MacBook Pro M1 Max mit 32 GB RAM und sitzt den ganzen Tag an Photoshop. Sie ist total begeistert von dem Rechner.

  2. Hallo Jens, ich hab den iMac 24 mit M1 und 16 GB, mehr geht ja nicht- Ich arbeite mit Photoshop und RAW von Canon. Um, bei Serien bestimmt Arbeitsabläufe zu vereinfachen mache ich immer mehrere Aufnahmen gleichzeitig auf. Beim alten iMac, der nur 32 GB hatte ging das ohne murren mit mehr als 10 aufnahmen gleichzeitig. Nun, der M1 Schaft das nicht, den immer wenn ich mehrere, das sind jetzt keine 10 mehr Reicht der Speicher plötzlich nicht mehr, dass sind dann schon mal bis zu 10 GB die da plötzlich weg sind. Oft friert dann Photoshop auch ein. Die Einstellungen in Photoshop sind OK und ich reize auch den Rechner gar nicht wirklich aus. Arbeiten tue ich über eine externe SSD mit USB C, da ich mir die interne SSD nicht wirklich zufüllen möchte.OS und Adobe ist immer aktuell.

    • Jens Kleinholz sagt:

      Ich bin sicher, das liegt am fehlenden RAM. Ich hatte vor dem M1 Max auch ein M1 mit 16 GB Ram und ich habe immer sehr viele Programme gleichzeitig auf. Auch Photoshop und ähnliches. Da gab es auch oft die Meldung, dass der Speicher knapp ist. Seit dem 32 GB M1 Max läuft alles wie geschmiert. Ich denke, das unified memory ist hier ein Faktor, da man plötzlich GPU RAM und das normale RAM zusammen hat. Und dann sind 16 GB nicht mehr genug. Auch, wenn es an meinem Intel MBP mit 16 GB immer ausgereicht hat.

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