E-Learning und M-Learning einfach erklärt

Im Rahmen der immer wichtiger werdenden Digitalisierung verschiedener Lebens- und Arbeitsbereiche werden bestimmte Begriffe und Abkürzungen häufiger verwendet. E-Learning und M-Learning sind zwei dieser Begriffe, und bei ihrer Betrachtung gibt es einige Überschneidungen. Deshalb findet ihr in diesem Beitrag einfache Erklärungen dazu, was E-Learning ist, was man unter M-Learning versteht und welche Beispiele es für beides gibt.

Was ist E-Learning?

E-Learning steht für „Electronic Learning“, also „elektronisches Lernen“ oder besser „elektronisch unterstütztes Lernen“. Dieses E-Lernen beschreibt die Vermittlung bzw. Gewinnung von Wissen vermittels elektronischer und / oder digitaler Hilfsmittel und Medien. Lernende können digitale Bildinhalte, Videos, Textdokumente, Audioaufnahmen und mehr nutzen, um Neues zu lernen. Zudem können interaktive Angebote, ggf. mit Belohnungssystemen, genutzt werden, um nicht nur Informationen auswendig zu lernen, sondern neu gewonnene Fähigkeiten anzuwenden.

Welche Beispiele für E-Learning gibt es?

Wer diesen Beitrag liest, um zu erfahren, was E-Learning ist, betreibt bereits E-Learning. Neben dem Lesen von Webseiten, dem Anhören von Podcasts und dem Schauen von Videos gibt es aber auch spezielle Lern-Software, digitale Lernspiele und Traningsprogramme für bestimmte Fachbereiche. Auch Videos von Vorlesungen und Schulungen sind E-Learning-Material. Hinzu kommen Simulationen – etwa in Flugsimulatoren, Fahrsimulatoren, etc. Aber auch die Ende des letzten Jahrtausends kurz aufgekommenen VHS-Kurse (damit sind Videokassetten-Kurse und nicht die Volkshochschule gemeint) gehören dazu.

Was sind die Vorteile und Nachteile von E-Learning?

Das elektronisch und digital unterstützte Lernen hat zahlreiche Vorteile. Inhalte können zeitlich flexibel konsumiert und beliebig oft wiederholt werden. Zudem können abstrakte Inhalte durch verschiedene Veranschaulichungen und Simulationen zugänglicher gemacht werden. Auch muss kein bestimmter Ort aufgesucht werden, um neues Wissen zu erlangen. Es kann besser auf bestimmte Lerntypen (Audio, Video, Text, interaktive Inhalte, etc.) eingegangen werden. Es entsteht zudem weniger Leistungsdruck, und die Bloßstellung vor anderen bei Wissenslücken fällt weg.

Allerdings kann E-Learning in bestimmten Fällen auch Nachteile aufweisen oder hervorbringen. Zum Beispiel muss erst einmal der Umgang mit der nötigen Technik erlernt werden, um die Lerninhalte nutzen zu können. Das und die Notwendigkeit von (teurer) Technik können Einstiegshürden darstellen. Zudem gibt es bei vielen Angeboten kaum Möglichkeiten, Nach- und Hintergrundfragen zu stellen – nicht hinter jedem Angebot steht auch ein Team aus Pädagog/innen. Eigenständiges Lernen bedarf zudem einiger Disziplin. Und gerade im Schulalter ist der soziale Aspekt des gemeinsamen Lernens nicht zu unterschätzen.

Die Geschichte von E-Learning als Hinführung zum M-Learning

Wie weiter oben schon angedeutet, so ist E-Learning kein Phänomen des 21. Jahrhunderts oder ausschließlich mit den Kommunikationsmöglichkeiten des Internets verbunden. Schon bevor Computer für den Hausgebrauch gebaut werden konnten, gab es die Bestrebung, textbasiertes Lernmaterial den Lernenden zur Verfügung zu stellen, als sogenannte „Programmierte Unterweisung“.

Daraus entwickelten sich verschiedene Lernsysteme, die mit entsprechend leistungsstarken Rechnern multimedial wurden. Ab dem Web 2.0 wurde Online-Learning dann interaktiv, inkl. dem Austausch mit anderen Lernenden, den Lehrenden und der Erstellung eigener Inhalte zur Wissensvermittlung. Durch Mobiltelefone und Tablets mit Internetanbindung entstand das M-Learning, also das mobile digitale Lernen.

Was ist M-Learning?

M-Learning, also das „Mobile Learning“ oder das „mobile Lernen“, beschreibt das E-Learning mithilfe von mobilen Geräten bzw. in der Form, dass die Lern-Geräte ortsunabhängig verfügbar sind. M-Learning wird zwar vornehmlich mit Smartphones, Tablets, mobilem Internet und Apps in Verbindung gebracht. Jedoch können auch Lern-Kassetten im Walkman oder Lern-CDs im Diskman – also Medien und Geräte, die es schon vor dem breitgestreuten Internet gab – dazu gezählt werden. 

Welche Beispiele für M-Learning gibt es?

Zu den bekanntesten Beispielen zählen hier wohl Apps, die beim Erlernen einer neuen Sprache helfen sollen. Diese wenden meist Texte, Audioinhalte, Bilder und Videos oder Animationen an, um Sprachen interaktiv zu vermitteln. Die Aufteilung in Lektionen, die Abfrage des Wissens durch Textbeispiele und Tests sowie Belohnungssysteme sollen den Lerneffekt unterstützen.

Es gibt aber auch Companion-Apps zu Fach- und Lehrbüchern, mobil abrufbare Lesungen und Kurse, Hobby-Kurse auf bestimmten Plattformen, Apps für Allgemein- und Fachwissen, Anleitungen in jeglicher Form und vieles mehr. Im Grunde kann mittlerweile jedes E-Learning auch auf die eine oder andere Art mobil durchgeführt werden.

Was sind die Vorteile und Nachteile von M-Learning?

Die Vorteile sind ganz ähnlich wie jene des E-Learnings, nur dass hier noch die mobile Komponente hinzukommt. Lerninhalte können also auch auf Reisen, während des Pendelns und mit dem gleichen Gerät an verschiedensten Orten konsumiert bzw. interaktiv genutzt werden. Durch die aktuelle Technik sind dabei alle möglichen Medienformen, der Austausch im Internet, die Rücksprache mit Fachleuten und dergleichen möglich.

Die Nachteile gestalten sich ebenso umfangreich wie beim E-Learning. Denn auch hier braucht es die nötige Technik, die dafür angebotenen Inhalte sowie die Fähigkeit mit allem umgehen zu können. Als Herausforderung für die Selbstdisziplin und das eigenständige zielführende Lernen kommt vor allem am Smartphone die Vernetzung mit Kontakten und anderen Apps hinzu – hier kann es oft Ablenkungen durch Push-Benachrichtigungen, Chats und Anrufe geben.

Weitere Quellen für umfassendes Wissen zum Thema

Dieser Beitrag soll nur als allgemeiner Einstieg in die Themen E-Learning und M-Learning dienen. Noch umfangreicher ist der Wikipedia-Eintrag zum Thema E-Lernen. Dort werden noch mehr Vorteile und Nachteile gelistet, Fachbegriffe mit ihren entsprechenden Wikipedia-Einträgen verlinkt, Fachquellen aufgezeigt und noch viel mehr Wissen zum Thema vermittelt. Es wird zudem auf Videokonferenzen und Online-Unterricht, Content-Kataloge, Blended Learning, Content Sharing, interaktive Whiteboards, Mikrolernen und mehr eingegangen. Ein guter Ausgangspunkt für alle, die noch mehr wissen wollen. Frohes E-Lernen!

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