Mein neues Hobby: Elektrisches Einrad (EUC) fahren (lernen)

Elektrisches Einrad fahren Foto

Jetzt fragen sich sicherlich einige von euch „Was interessiert mich Sir Apfelots neues Hobby? Ich will was über das neue iPhone X Plus lesen!“. Kann ich nachvollziehen, da ich kein Blog über Hobbies habe, aber ich mag trotzdem ein bisschen „Persönlichkeit“ ins Blog einfliessen lassen, denn sonst könntet ihr ja auch direkt bei einem x-beliebigen Apple-News-Portal weiterlesen.

Aus dem Grund vorab der Hinweis: Wenn euch elektrische Einräder nicht interessieren, blättert einfach weiter… ich denke einige Leser finden es bestimmt spannend und für die ist der Artikel gedacht.

Wie es mit dem Balancieren losging…

Aber nun mal zum Thema zurück. Den ersten Kontakt mit selbstbalancierenden Elektrogefährten hatte ich im Urlaub mit meinen Kindern. Dort gab es einen Segway-Nachmittag, an dem die Kinder und die Erwachsenen diese bekannten zweirädrigen Fahrzeuge von Segway bzw. Ninebot ausprobieren konnten. Zur Auswahl standen hier Modelle mit und ohne Lenkstange. Meine Kinder haben sich direkt auf die Dinger gestellt und nach zwei Minuten Eingewöhnung sind sie über den Platz gefegt und haben irgendwelche Parcours abgefahren.

Nach ein paar Minuten Selbstüberzeugen habe ich mich dann auch mal in die Reihe gestellt und bin schließlich auf einem Ninebot miniPRO gelandet, der mit einem kleinen Stab über die Neigung der Oberschenkel gesteuert wird. Ich glaube von allen Erwachsenen habe ich mich am dümmsten angestellt, aber schließlich bin ich dennoch bereits nach 10 Minuten die erste wackelige Runde ohne Hilfe gefahren.

Hier meine Tochter auf dem ersten Hoverboard, das sich als feldweg-tauglich (SUV) ausgegeben hat, aber letztendlich schon bei kurz gemähten Wiesen die Segel streichen musste. Darum ging es auch zurück an den Händler.

Hier meine Tochter auf dem ersten Hoverboard, das sich als feldweg-tauglich (SUV) ausgegeben hat, aber letztendlich schon bei kurz gemähten Wiesen die Segel streichen musste. Darum ging es auch zurück an den Händler.

Herausforderungen sind gut für’s Hirn!

Ich hatte einige Tage zuvor in einer Blinkist-Buchzusammenfassung gehört, dass neue Herausforderungen – besonders im Alter! – wichtig sind, da diese das Hirn fit halten und dafür sorgen, dass sich neue Neuronenverknüpfungen bilden. Und da ich weder Inline-Skates noch sonst etwas in der Richtung gefahren bin, das einem ein Gefühl für Balance abverlangt, hatte ich hier die passende Herausforderung für mein Hirn und mich gesehen! Also rauf auf das Segway und ein bisschen Speeddating für die Hirnzellen machen.

Ich muss sagen, nach den ersten Runden hat die Sache immer mehr Spaß gemacht. Sogar soviel, dass ich mich nach dem Urlaub direkt an den Mac gesetzt und nach diesen Dingern gegoogelt habe. Dabei sind mir dann zwangsläufig auch „Hoverboards“ aufgefallen, die quasi wie ein Segway funktionieren, aber über die Neigung der Pedale gelenkt werden – also komplett freihändig und ohne Stange an der man sich festkrallen könnte. Das heißt, man stellt sich auf das Gerät und neigt den rechten Fuß vorne nach unten, damit das rechte Rad schneller dreht als das linke. Auf diese Weise fährt man freihändig durch die Gegend und kann trotzdem enge Kurven nehmen.

Das Beamie-Hoverboard war das Hightlight meiner kurzen Hoverboard-Karriere: Stark, wiesentauglich und sogar mit deutschsprachiger App konnte der Kleine überzeugen.

Das Beamie-Hoverboard war das Hightlight meiner kurzen Hoverboard-Karriere: Stark, wiesentauglich und sogar mit deutschsprachiger App – so konnte der Kleine überzeugen.

 

Man traut es den schmalen Reifen nicht zu, aber durch die Power der Motoren kommt man mit dem selbstbalancierenden Gerät ganz durch durch kurzgemähte Wiesen.

Man traut es den schmalen Reifen nicht zu, aber durch die Power der Motoren kommt man mit dem selbstbalancierenden Gerät ganz durch durch kurzgemähte Wiesen.

Vom Hoverboard zum Einrad…

Nach dem ersten Fehlkauf eines Billig-Hoverboards (siehe Foto mit Kinderfüßen ganz oben!) bin ich bei einem „Beamie“ gelandet. Das ist ein Board, das ebenso funktioniert, wie die anderen Hoverboards auch, aber das mehr Bodenfreiheit hat und auch etwas mehr Power zur Verfügung stellt. Damit konnte ich dann schon bei mir über die frisch gemähte Wiese fahren und dann ein paar Runden am Fahrradweg drehen. Nach zwei Wochen wurde das aber ein bisschen langweilig. Ich habe mich aus dem Grund etwas mehr in die Thematik „selbstbalancierende Fahrzeuge“ reingelesen bzw. in Youtube recherchiert, was es sonst noch so gibt.

Dabei sind mir immer wieder die elektrisch betriebenen Einräder aufgefallen, die über ein größeres Rad verfügen, als die Hoverboards. Während die Hoverboards mit 10 bis 12 Zoll Durchmesser schon am oberen Ende der Fahnenstange sind, reicht das Spektrum bei elektrischen Einrädern von 14 bis 22 Zoll. Sicher gibt es noch exotische Modelle, die noch kleinere oder größere Räder haben, aber in jedem Fall hat man mit einem elektrischen Einrad – auch EUC für „electric unicycle“ – einen deutlich größeren Raddurchmesser, was sich massiv auf die Offroad-Tauglichkeit auswirkt.

Da bei mir eher Wald- und Feldwege vorhanden sind, beschloss ich, mir ein elektrisches Einrad zu holen – auch wenn mir schon zu diesem Zeitpunkt klar war, dass das es sicher deutlich schwerer wird dieses Gerät zu fahren als es bei einem Hoverboard der Fall ist. Aber ich habe ja keinen Zeitdruck und das Hirn mag Herausforderungen – was kann also schief gehen?!?

Die Feldwege in meiner Umgebung sind für das elektrische Einrad kein Thema. Je mehr Zoll der Reifen hat, umso weniger machen auch Steine aus, wenn man über sie rollt. Das hier ist übrigens mein neues Kingsong KS-18L mit 18-Zoll-Bereifung (Fotos: Sir Apfelot).

Die Feldwege in meiner Umgebung sind für das elektrische Einrad kein Thema. Je mehr „Zoll“ der Reifen hat, umso weniger machen Steine und Unebenheitenb aus, wenn man über sie hinweg rollt. Das hier ist übrigens mein neues Kingsong KS-18L mit 18-Zoll-Bereifung (Fotos: Sir Apfelot).

Guter Einstieg: Das Inmotion V8

Es war ein ziemlicher Zufall, dass ich in eBay-Kleinanzeigen ein Einrad gefunden hatte, das ich auch in vielen Youtube-Videos gesehen habe. Das Inmotion V8 ist nach heutigem Stand der Technik nicht mehr up-to-date, aber es gibt eine Schutzhülle dafür und es ist merklich stärker motorisiert als der Ninebot One, der auch bei vielen Als Einstiegsmodell gilt. Aus meiner Sicht ist das Inmotion V8 das perfekte Gerät, um damit das Einradfahren zu erlernen.

Es ist nicht so schwer, wie die großen Modelle und dadurch leichter zu handhaben. Durch die Hülle steckt es extrem viele Stürze ein, ohne tatsächlich Schaden zu nehmen. Und glaubt mir: Stürze des Einrads sind nicht auszuschließen, wenn man lernt. Nur man selbst stürzt eigentlich kaum, da man sich anfangs kaum auf den Pedalen halten kann und immer genug Zeit hat, kontrolliert abzusteigen.

Das Inmotion V8 ist eine tolle Wahl für Einsteiger. Besonders die optionale Polsterung, die man über das Einrad ziehen kann, ist sein Geld wert, weil das Rad beim Lernen zwangsläufig durch die Gegend kullert. Und Bergschuhe sind anfangs auch sehr zu empfehlen. ;-)

Das Inmotion V8 ist eine tolle Wahl für Einsteiger. Besonders die optionale Polsterung, die man über das Einrad ziehen kann, ist sein Geld wert, weil das Rad beim Lernen zwangsläufig durch die Gegend kullert. Und Bergschuhe sind anfangs auch sehr zu empfehlen. 😉

Elektrisches Einrad – Schwer zu lernen?

Es sieht schon faszinierend aus, wenn jemand auf einem Einrad durch die Gegend fährt. Es ist aber deutlich leichter zu lernen, als ein „echtes“ Einrad, bei dem man mit Pedalen Gas geben und gleichzeitig auch das Gleichhewicht halten muss. Der Vorteil der elektrischen Einräder ist nämlich, dass man nur nach links oder rechts wegkippen kann. Nach vorne und hinten hält das Rad selbständig die Balance. Ich werde noch einen gesonderten Artikel über das „Fahrenlernen eines UEC“ schreiben, aber hier schon die Anmerkung: Nach dreimal 30 bis 45 Minuten Übungszeit (verteilt auf drei Tage) stand ich schon so sicher drauf, dass ich einige Hundert Meter fahren konnte. Und ich bin kein Crack in solchen Balance-Sachen – eher im Gegenteil. Und wenn sogar ich es lerne, schafft ihr es locker! 😉

Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder lernen kann ein elektrisches Einrad zu fahren. Auch in Foren trifft man immer wieder auf Menschen, die mit über 70 Jahren noch das Fahren auf einem elektrischen Einrad gelernt haben und die sagen: Es ist in jedem Alter machbar. Wenn es euch interessiert, solltet ihr es auf jeden Fall probieren!

Was gefällt mir an dem „Sport“?

In einem Podcast habe ich vor kurzem gehört, dass es total langweilig aussieht, wenn Business-Kasper mit einem Einrad durch die City fahren. Und ja, ich glaube, damit durch Fußgängerzonen und über Strassen zu fahren, ist nicht besonders spannend. Aber wenn man das erste Mal über einen Feldweg gefahren ist, wird man merken, wie die Muskulatur im unteren Rücken und in den Beinen gefordert wird, um die Bewegungen des Einrads auszugleichen. Und langweilig ist das in keinem Fall. Für mich persönlich fühlt es sich sogar spannender an als Skateboards oder Inliner, da man über Wege fahren kann, die man mit anderen „Radfahrzeugen“ (die kleinere Räder habe) nicht befahren kann. Und wer immer noch glaubt, dass es öde ist, damit durch die Gegend zu fahren, dem möchte ich zwei Videos ans Herz legen, die zwei Fahrer zeigen, die keine Profis sind und die trotzdem viel Spaß mit den Einrädern haben:

Versteht mich nicht falsch. Ich finde es nicht gut, mit so einem Gerät durch den dichten Verkehr zu fahren. Ein Sturz würde sicher nicht gut ausgehen. Aber ich finde seine Fahrkünste beeindruckend – nicht seinen Mut.

Der Kollege hier ist mir viel sympathischer: Gut gepolstert bröselt er durch die finnischen Wälder (vermutlich) und hat Spaß an der Sache – ganz ohne unnötiges Risiko.

Gas geben und Bremsen mit dem elektrischen Einrad

Die Balance ist die Voraussetzung für das Fahren auf dem Einrad. Wenn man aber mal drauf stehen bleibt und dann fährt, muss man auch das Gasgeben und Bremsen beherrschen. Das ist aber relativ schnell gelernt, da man sich nur nach vorne lehnen muss, um zu beschleunigen oder nach hinten lehnen muss, um zu bremsen. In der freien Wildbahn sieht das dann so aus:

Hier ist Sir Apfelot beim Beschleunigen. Man neigt sich nach vorne und das EUC gibt Gas!

Hier ist Sir Apfelot beim Beschleunigen. Man neigt sich nach vorne und das EUC gibt Gas!

Das Abbremsen funktioniert genau anders herum: Leht man sich nach hinten, brems das Einrad ab.

Das Abbremsen funktioniert genau anders herum: Leht man sich nach hinten, brems das Einrad ab.

Ist das überhaupt Sport?

Ich habe oben ja von „Sport“ gesprochen… kann es das sein, wenn man auf einem Einrad steht und durch die Weggeschichte fährt? Auf Strassen und Fahrradwegen sicher weniger, aber auf unebenen Wegen sieht das Ganze schon anders aus. Ich habe ein paar Vergleichstests mit meiner Apple-Watch gemacht und gesehen, dass ich beim Einradfahren im Wald und auf Feldwegen genauso viele Kalorien verbrauche wie beim „strammen“ Spazieren gehen. Positiv kommt dazu, dass beim Fahren genau die Muskulatur gefordert, die bei Schreibtischtätern in der Regel besonders untrainiert ist: Die Rücken- und Bauchmuskulatur. Und im Besonderen die tiefliegende Rückenmuskulatur, die man eigentlich nur durch Balance-Übungen trainieren kann. Diese Tiefenmuskulatur läßt sich nicht bewußt anspannen, darum muss man diese durch Reflexe trainieren. Und genau dies passiert, wenn man mit einem Einrad über unebenes Gelände fährt, bei dem man nicht mehr bewußt jede Bewegung ausführen kann, sondern auf die Reflexe des Körpers angewiesen ist, um nicht vom Rad absteigen zu müssen.

Wenn ich anfangs von einer einstündigen Tour wieder heimgekommen bin, habe ich auch ganz deutlich gemerkt, welche Bereiche trainiert wurden. Mittlerweile hat sich das etwas gegeben, da sich die Muskeln schon spürbar verbessert haben.

Und ein weiterer schöner Nebeneffekt: Wenn man (wie ich) daran interessiert ist, den roten Ring seiner Apple Watch zu füllen, dann kann man dies auch problemlos mit einer Einradtour machen anstatt mit einem Spaziergang. Also so gesehen: Ja, es ist Sport!

Wenn ich mit dem EUC durch die Prärie fahre, liegt mein Puls meistens bei 100 bis 120. Ein Wert, den ich auch beim strammen Spazierengehen habe. So gesehen: Ja, das kann man als Sport durchgehen lassen!

Wenn ich mit dem EUC durch die Prärie fahre, liegt mein Puls meistens bei 100 bis 120. Ein Wert, den ich auch beim strammen Spazierengehen erreiche. So gesehen: Ja, das kann man als Sport durchgehen lassen!

Fazit: EUC – ein schönes neues Hobby

Insgesamt bin ich sehr begeistert von dem neuen Gefährt und von der Art, sich fortzubewegen. Es fühlt sich anfangs sehr schwer an und man kann sich einfach nicht vorstellen, dass man auf dem Ding irgendwann mehr als 3 Meter am Stück fährt, aber nach einigen Tagen geht es einem ins Blut über und man muss nicht mehr groß nachdenken, wie man sich ausbalanciert. Wenn es soweit ist, dass man während der Fahrt aufs iPhone schauen kann und sich die Gegend ringsum anschaut, dann ist man aus dem Gröbsten raus und kann die Fahrten vollends genießen.

Mittlerweile habe ich auch meine Freundin angesteckt und unseren Fuhrpark auf zwei Einräder erweitert. Das ermöglicht uns, dass wir auch mal Ausfahrten zusammen machen können. Zudem bietet es eine schöne Abwechslung zum Spazieren gehen, da man mit der größeren Geschwindigkeit und Reichweite völlig neue Bereiche in der Natur rund um das Zuhause kennenlernt.

Und – was man nicht vergessen darf – mit einem elektrischen Einrad unter den Füssen, kommt man schnell mit Leuten ins Gespräch! Ich habe schon mit mehreren Menschen auf den Feldwegen gesprochen, die mich beim Vorbeifahren so fragend angeschaut haben, dass ich kurz umgekehrt bin, um die Fragezeichen in den Köpfen aufzulösen. Daraus entstehen meistens nette Unterhaltungen und auch die eine oder andere neue Bekanntschaft. Man muss nur eben rücksichtsvoll und offen sein und nicht grummelig an den Leuten vorbei fahren, dann bekommt man auch bei engen Wegen keine Verwünschungen von Wanderern oder Radfahrern nachgerufen.

Das Schöne am Einradfahren: Man ist mal wieder weg vom Mac und draussen an der frischen Luft! :D Macht ihr mit?

Das Schöne am Einradfahren: Man ist mal wieder weg vom Mac und draussen an der frischen Luft! 😀 Macht ihr mit?

Wenn ihr Fragen zum Fahren mit einem elektrischen Einrad (EUC) habt, könnt ihr gerne einen Kommentar da lassen. Da ich mich auch noch als Anfänger bezeichne, kann ich euch vielleicht genau solche Fragen, die einem anfangs durch den Kopf gehen, gut beantworten. 😉

Und ein „Achtung“ an meine Stammleser: Ich werde euch in Zukunft sicher mit vielen öden Technik-Artikeln von komischen Einrädern langweilen… ich hoffe, ihr könnt einfach weiter blättern und bleibt mir trotzdem im Blog erhalten! 😀

Hinweis: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen.

2 Comments

  1. Wulf Seiffert sagt:

    Ich fahre seit 2 Jahren ein elektrisches Einrad, Marke „Ninebot“. Da ich seit dieser Zeit kleine Wege in der Stadt, die im Umkreis von ca 15 Km liegen, z.B. Einkäufe, Wege zur Post, zum Amt usw mit meinem „Ninebot“ mache sind meine innerstädtischen Benzinkosten für’s Auto um ungefähr die Hälfte zurückgegangen. Ich fahre mit meinem Einrad nicht auf Strassen, sondern nur auf dem Bürgersteig, auf Radwegen und in Fußgängerzonen.
    Wenn das Gedränge zu groß wird, steige ich ab und trage mein Vehikel.
    !Ich benötige keinen Parkplatz!
    Mit dem Gerät habe ich noch nie einen Unfall, auch nicht den Kleinsten, verursacht.
    Ein Läufer benötigt zum bremsen 2 bis 3 Schritte. Ein Fußgänger nur einen. Bei gleicher Geschwindigkeit brauche ich den gleichen Bremsweg.
    Alle Welt spricht vom Elektroauto.
    In einem Elektroauto muss der Motor ca 1,5 Tonnen Gewicht bewegen bevor der Fahrer dazu steigt.
    In meinem „Ninebot“, dessen Akku mit Ökostrom geladen wird, muss der Motor nur 13 Kilo bewegen, bevor der Fahrer dazu steigt.
    Würde ich die Strecke von 100 km fahren, würde mich das ca.4 Kw, also ungefähr 1 Euro kosten.
    Es macht nachdenklich, daß sämtliche nachteilig Kritiken, die ich gelesen habe, von Leuten geschrieben wurden, die noch nie auf so einem ökonomischen Fortbewegungsmittel gestanden haben. Ich muss allerdings zugeben, dass ich weniger aus ökonomischen Gründen fahre. Der wahre Grund ist der Riesenspass, den der Sport vermittelt.
    Ich bin 78 Jahre alt und hoffe, dass ich noch ein paar Jahre diesen Spaß genießen kann.
    Wulf Seiffert

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Wulf! Du machst mir Mut und sprichst mir aus der Seele. 😀 Ich habe mich bisher noch nicht mal auf einen Bürgersteig getraut, da die deutsche Rechtssprechung immernoch nicht für solche Geräte ausgelegt ist und man im Zweifelsfall „schuldig“ ist, obwohl man nicht die „Schuld“ am Unfall hatte. Ich hoffe sehr, das wird in den nächsten Monaten besser. Die EU ist aber offensichtlich auf dem Weg und die Schweiz ist schon lange EUC-freundlich.

      Ich muss sagen, immer, wenn ich auf dem Gerät stehe, fühlt es sich an, als wäre man auf dem Fortbewegungsmittel der Zukunft. Das kleine Ding fährt so extrem effizient, läßt sich so gut steuern und hat quasi keinen Verschleiß (ausser am Akku und am Reifen vielleicht). Ich würde sagen, dass es sogar energiesparender fährt als ein E-Bike. Keine Frage: Man will nicht 5 Stunden darauf stehen und Riesenwege zurück legen, aber für kleine Touren ist es ideal. Und es freut mich, dass du auch mit 78 Jahren noch drauf fährst! Ich wünsche dir noch sehr viel Spaß damit! LG, Jens!

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