Im Test: RAVPower RP-PC144 30 Watt USB-C und USB-A Netzteil

RAVPower RP-PC144 USB C Netzteil im Test

In letzter Zeit trudeln bei mir recht viele USB-C-Netzteile ein, die ich für Testzwecke erhalte. Aktuell ist es ein kleines Mini-Netzteil von RAVPower mit einem USB-C- und einem USB-A-Port. Es handelt sich um das RP-PC144 mit 30 Watt Gesamtleistung, welches das kleinere Geschwisterchen des 65 Watt RAVPower Netzteils (RP-PC133) darstellt, das ich vor Kurzem erst ausprobieren konnte (hier zum Testbericht).

Hinweis: Das Netzteil wurde mir von RAVPower kostenfrei zur Verfügung gestellt, aber dies hatte keinen Einfluss auf meine Beurteilung des Gerätes.

In diesem Testbericht geht es um das RAVPower RP-PC144 USB-C-Netzteil mit USB C PowerDelivery und USB A QuickCharge (Fotos: Sir Apfelot).

In diesem Testbericht geht es um das RAVPower RP-PC144 USB-C-Netzteil mit USB C PowerDelivery und USB A QuickCharge (Fotos: Sir Apfelot).

Technische Daten des RP-PC144 Netzteils

Hier findet ihr die technischen Spezifikationen des RAVPower Netzteils:

  • Hersteller: RAVPower
  • Modell: RP-PC144
  • Bauweise: Wandladegerät
  • Gesamtleistung: 30 Watt
  • Eingang: 100-240V / 50-60 Hz, 0,8A
  • Stand-by: 0 W (nicht von mir messbar)
  • Ausgänge: 1x USB C (PD 3.0), 1x USB-A (QC)
  • USB C PD: 5V/3A, 9V/2,2A, 15V/2A
  • USB A (iSmart): 5V/2,4A, 9V/2A, 12V/1,5A (Quick Charge: 18W)
  • Abmessungen: 8,6 x 4,9 x 3 cm
Hier ein Auszug aus dem Datenblatt bzw. der Bedienungsanleitung des RP-PC144 Netzteils.

Hier ein Auszug aus dem Datenblatt bzw. der Bedienungsanleitung des RP-PC144 Netzteils.

Vergleich RP-PC133 (65W) und RP-PC144 (30W)

Wie schon erwähnt, hatte ich auch das größere Modell des Netzteils im Test gehabt. Da es von der Bauweise nur etwas größer als das RP-PC144 ist, liegt es nahe, einen Vergleich zu machen.

Beide Geräte haben einen USB-C- und einen USB-A-Ausgang und sind damit relativ baugleich. Der Unterschied liegt aus meiner Sicht aber vor allem beim Anwendungsbereich, was ich hier nun gerne näher erläutern möchte.

Links das RAVPower RP-PC144 mit 30 Watt und rechts das PR-PC133 mit 65 Watt.

Links das RAVPower RP-PC144 mit 30 Watt und rechts das PR-PC133 mit 65 Watt.

RP-PC133 für MacBook Pro Modelle und iPad Pro

Das 65 Watt Modell (RP-PC133) ist aus meiner Sicht vor allem für Besitzer von MacBook Pro und den iPad Pro Modellen sinnvoll. Beim kleineren RP-PC144 mit nur 30 Watt kommt nur weiter, wenn man eines der neuen Apple Silicon MacBook Pro Geräte hat. Und selbst diese laden mit dem kleinen Netzteil recht langsam. Aus dem Grund sollte man als MacBook Besitzer eher zum RP-PC133 greifen, welches ich hier im Test habe.

RP-PC144 für iPhone und iPad (Pro)

Wer ein iPad Pro und vielleicht ein iPhone hat, der dürfte mit dem kleinen 30 Watt Modell (RP-PC144) ausreichend bedient sein. Es kann über den USB-C-Port das iPad Pro aufladen und zeitgleich am USB-A-Port ein iPhone mit Strom versorgen. Schneller laden könnte man höchstens, indem man beide Geräte per USB-C Power Delivery auflädt, aber diese Möglichkeit bieten beide Modelle nicht an.

Verarbeitung und Qualität des RAVPower RP-PC144

Kommen wir nun aber wieder zurück zu dem Netzteil, um das es hier eigentlich geht. Das RAVPower RP-PC144 ist klein, leicht und hat mit 30 Watt auch eine ganz ordentliche Leistung, wenn man seine Größe berücksichtigt. Die Verarbeitung wirkt auf mich robust und nichts daran wirkt klapprig oder „billig“.

Optisch ist das Netzteil keine Besonderheit, sondern es passt mit der schwarzen Farbe in die Reihe der üblichen Netzteile. Einzig Leute, die gerne ein weißes Modell hätten, weil es besser zu den Apple-Ladekabeln passt, gehen hier leer aus, aber ich verlinke ganz unten noch die zwei 65 W und 90 W Modelle, die in Weiß erhältlich sind.

Beim Messen herrscht immer etwas Chaos auf dem Tisch. Neben dem RAVPower Netzteil fliegen auch immer MacBooks, iPhones, iPads, Powerbanks und USB-Mulitmeter auf dem Tisch rum (Fotos: Sir Apfelot).

Beim Messen herrscht immer etwas Chaos auf dem Tisch. Neben dem RAVPower Netzteil fliegen auch immer MacBooks, iPhones, iPads, Powerbanks und USB-Mulitmeter auf dem Tisch rum (Fotos: Sir Apfelot).

Test: meine Messungen zum RAVPower Netzteil

Stand-by-Stromverbrauch

Ich habe einige Messungen mit dem RP-PC144 durchgeführt. Das Erste, das ich immer bei den Netzteilen prüfe, ist der Stand-by-Stromverbrauch. Erstaunlicherweise habe ich hier einen Wert von 0,0 Watt gemessen, da mein Messgerät nicht so geringe Leistungen messen kann. Das ist insofern beeindruckend, da ich bisher noch nie ein Netzteil hatte, das nicht wenigstens 0,2 oder 0,3 Watt verbraucht hätte.

Der Stand-by-Stromverbrauch ist für mich beim RAVPower Netzteil nicht messbar, da mein – eigentlich extra für Stand-by-Ströme ausgelegtes Messgerät – ihn nicht erfassen kann.

Der Stand-by-Stromverbrauch ist für mich beim RAVPower Netzteil nicht messbar, da mein – eigentlich extra für Stand-by-Ströme ausgelegtes Messgerät – ihn nicht erfassen kann.

10 Minuten laden am MacBook Pro (M1)

Der nächste Test war das Aufladen meine Apple Silicon MacBook Pro mit 13 Zoll. Ich hatte es mit meiner bewährten Entladetechnik bearbeitet, bis der Akkustand auf ca. 50% geschrumpft war.

Dann habe ich es ans RAVPower Netzteil gesteckt (den USB A Port frei gelassen) und 10 Minuten aufgeladen. Als nächstes habe ich mein iPhone XS komplett leer mit an den USB-A-Port gesteckt und das MacBook Pro M1 nochmals 10 Minuten geladen. Hier sind die Ergebnisse der beiden Messungen:

  • MacBook Pro (M1) 10 min an USB-C (USB A frei): +5% Akku
  • MacBook Pro (M1) und iPhone XS 10 min laden: MacBook Pro +4% Akku

Während des Ladens habe ich das MacBook Pro weiterhin zum Texte schreiben und Surfen verwendet, da ich wissen wollte, ob das RAVPower Netzteil es schafft, das MacBook Pro während des Arbeitens zu laden. Das hat so weit also geklappt.

Wenn ich nur mein Apple Silicon MacBook Pro an das Netzteil anschließe, lädt es mit ca. 28 Watt auf und bekommt so alle 10 Minuten etwa 5% mehr Akkustand – sogar, während ich daran arbeite.

Wenn ich nur mein Apple Silicon MacBook Pro an das Netzteil anschließe, lädt es mit ca. 28 Watt auf und bekommt so alle 10 Minuten etwa 5% mehr Akkustand – sogar, während ich daran arbeite.

 

Sobald der USB-A-Port ebenfalls belegt wird, sinkt die Ladespannung am USB-C-Port auf 8,7 Volt und man erreicht nur noch 19 Watt Leistung.

Sobald der USB-A-Port ebenfalls belegt wird, sinkt die Ladespannung am USB-C-Port auf 8,7 Volt und man erreicht nur noch 19 Watt Leistung.

USB Power Delivery Umschaltung, wenn USB A belegt wird

Nutzt man nur den USB C Port zum Laden eines MacBook Pro, so lädt das Gerät mit fast 28 Watt (14,6 V * 1,9 A) auf. Sobald man jedoch zusätzlich ein Gerät über den USB-A-Port lädt, fällt die Ladespannung am USB-C-Port auf 8,7 Volt ab, sodass wir nur noch 19 Watt Leistung für das MacBook Pro erhalten.

Die gute Nachricht: Selbst wenn ich das iPhone XS und mein MacBook Pro (M1) im laufenden Betrieb lade, lädt sich das MacBook Pro langsam auf. Man kann das Netzteil also gut für Apple Silicon Macs nutzen.

Für Intel-Macs würde ich auf jeden Fall ein stärkeres Netzteil verwenden, da diese Modelle doch deutlich mehr Strom benötigen als die Apple Silicon Macs.

Das RP-PC144 ist klein und handlich und bietet zwei Ladeports, die für Tablets und Smartphones genug Leistung bieten (Fotos: Sir Apfelot).

Das RP-PC144 ist klein und handlich und bietet zwei Ladeports, die für Tablets und Smartphones genug Leistung bieten (Fotos: Sir Apfelot).

M1 MacBook Pro lädt auch mit 58 Watt – wenn es darf

Eine interessante Sache ist mir bei den Messungen auch noch aufgefallen. Obwohl die M1-Macs sehr energieeffizient arbeiten, verwenden sie trotzdem ordentlich Leistung, um ihren Akku zu laden, wenn er gerade leer sein sollte (das kommt aber sehr selten vor).

Als ich das MacBook Pro (M1) mit einem Akkustand von ca. 50% an das größere RAVPower Netzteil (RP-PC133) angeschlossen habe, hat es sich direkt 58 Watt zu Laden geholt.

Das 65 Watt RAVPower Netzteil kann auch 20 Volt Spannung für USB PD liefern und bietet dazu noch 2,9 Ampere Strom. Das MacBook Pro (M1) kann also mehr Leistung nutzen, aber letztendlich lädt es mit kleineren Netzteilen ebenfalls mit einer passablen Geschwindigkeit auf.

Wenn das Netzteil explizit für ein MacBook Pro sein sollte, würde ich lieber zum 65 Watt Gerät von RAVPower greifen, da dies zum Beispiel mein M1 MacBook Pro nahezu doppelt so schnell lädt, wie das kleine 30 Watt Netzteil (Fotos: Sir Apfelot).

Wenn das Netzteil explizit für ein MacBook Pro sein sollte, würde ich lieber zum 65 Watt Gerät von RAVPower greifen, da dies zum Beispiel mein M1 MacBook Pro nahezu doppelt so schnell lädt, wie das kleine 30 Watt Netzteil (Fotos: Sir Apfelot).

Maximale Leistung am USB-A Port nur per Quick Charge

Laut der technischen Daten kann das RP-PC144 am USB-A-Port bis zu 18 Watt liefern. Die bekommt man allerdings nur raus, wenn man ein Gerät ansteckt, das Quick Charge mit 12 Volt Spannung (statt der üblichen 5 Volt) unterstützt. Das machen zum Beispiel Samsung Galaxy Modelle, aber iPhone und iPad Modelle setzen auf das Schnellladen per USB-C-Power-Delivery und können am USB-A-Port nicht die maximale Leistung abfragen.

Das ist jedoch kein großes Problem, wenn man sein iPhone nicht in 30 Minuten zur Hälfte füllen möchte, sondern auch mit 40% Füllung pro 30 Minuten zurechtkommt. Nach etwa 1,5 Stunden hat man das iPhone auch am USB A Port vollständig geladen, sodass ich hier kein großes Problem sehe.

Die wärmste Stelle, die ich nach 10 Minuten Volllast finden konnte, hatte ca. 43 °C, wobei die Temperatur zum Rand hin bis auf 20°C abfiel.

Die wärmste Stelle, die ich nach 10 Minuten Volllast finden konnte, hatte ca. 43 °C, wobei die Temperatur zum Rand hin bis auf 20°C abfiel.

Hitzeentwicklung bei Maximalleistung

Um zu prüfen, wie heißt das RAVPower Netzteil wird, habe ich beide Ports genutzt und letztendlich 32 Watt Leistung über mehr als 10 Minuten abgerufen. Nach Ablauf der Zeit habe ich mit meinem Infrarot-Thermometer geprüft, wie heißt das Gehäuse an verschiedenen Stellen geworden ist.

Die heißeste Stelle, die ich finden konnte, lag bei ca. 43 °C, aber direkt neben diesem Punkt fiel die Temperatur ab, sodass wir an den anderen Ecken knapp über 20 °C liegen. Es gibt keinen Punkt, bei welchem man sich tatsächlich die Finger verbrennen könnte.

Die Wärmeentwicklung ist also vollkommen im Rahmen und selbst, wenn man längere Zeit bei maximaler Leistung laden sollte, muss man sich keine Sorgen um Überhitzung machen.

Mein komplett leeres iPhone XS lädt das Netzteil mit 5 Volt und 2,3 Ampere auf, was auch schon eine ordentliche Ladeleistung ist. Mit USB Power Delivery über USB C würde es jedoch noch mehr Strom bekommen (Fotos: Sir Apfelot).

Mein komplett leeres iPhone XS lädt das Netzteil mit 5 Volt und 2,3 Ampere auf, was auch schon eine ordentliche Ladeleistung ist. Mit USB Power Delivery über USB C würde es jedoch noch mehr Strom bekommen (Fotos: Sir Apfelot).

Fazit: das RAVPower RP-PC144 istperfekt für Smartphones und Tablets

Das RAVPower RP-PC144 ist mit 30 Watt nicht wirklich geeignet, um MacBook Pro Modelle mit Intel-Chip aufzuladen. Bei den neuen Macs mit M1-Chip (Apple Silicon) bewegen wir uns noch in einem Bereich, in welchem man sagen kann, dass es gut funktioniert, aber man muss beim Laden ungefähr mit der doppelten Zeit rechnen, die man beim Laden mit einem 60 Watt Netzteil erreichen würde.

Wer also mobile Macs laden möchte, der sollte besser zum RP-PC133 mit 65 Watt oder zum RP-PC128 mit 90 Watt greifen.

Ich sehe das RAVPower RP-PC144 eher als Netzteil für Smartphones und Tablets. Ein iPad Pro und ein großes iPhone 12 Pro Max lädt es bei mir ohne Probleme mit 30 Watt Gesamtleistung auf. Durch die Unterstützung von USB Power Delivery am USB-C-Port kann man Apple iPhones und iPads an diesem Port auch besonders flott aufladen.

Negative Punkte gibt es zum RP-PC144 nicht zu berichten. Das nervige immer wieder anlaufende Laden, das mit einem Ping bestätigt wird, kenne ich zwar von anderen Netzteilen, aber dies ist beim RAVPower Netzteil nicht einmal vorgekommen.

Wenn ihr euch für die RAVPower Netzteile interessiert, habe ich hier mal ein paar Optionen auf Amazon für euch verlinkt:

Wer unbedingt ein weißes Netzteil benötigt, kann das RP-PC133 oder das RP-PC128 wählen, da diese die einzigen Modelle sind, die in weißer Farbe erhältlich sind.


Wenn mein Beitrag geholfen hat und dir mein Blog unterstützenswert erscheint, würde ich mich über eine Hilfe per Steady oder Buy me a coffee sehr freuen.

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