Nach Südkorea: App-Bezahlungen abseits des App Stores in den Niederlanden

Apple muss aktuell in einigen Ländern von seiner Politik abweichen, dass iOS- und iPadOS-Apps bzw. Abonnements dafür ausschließlich über den App Store bezahlt werden können. Zum Beispiel muss in Südkorea eine externe Zahlung möglich werden. Aber auch in den Niederlanden muss der iPhone-Hersteller nun auch andere Zahlungswege möglich machen, bisher allerdings nur für Dating Apps. Dazu wurde für die entsprechenden Entwickler/innen ein Info-Dokument herausgegeben. Darin ist zu erkennen, dass Apple keine allgemeinen Lösungen für externe Zahlungen schaffen will, sondern auf die Rechtsprechungen der einzelnen Märkte einzugehen versucht.

Nach Südkorea wird nun auch in den Niederlanden eine Lösung für App-Käufe und Abo-Zahlungen abseits des App Stores realisiert. Apple setzt aber auf eine Individuallösung statt auf ein Konzept, das global anwendbar wäre. Außerdem wird an Provisionen festgehalten.

Nach Südkorea wird nun auch in den Niederlanden eine Lösung für App-Käufe und Abo-Zahlungen abseits des App Stores realisiert. Apple setzt aber auf eine Individuallösung statt auf ein Konzept, das global anwendbar wäre. Außerdem wird an Provisionen festgehalten.

App-Bezahlungen außerhalb des App Stores: Apple reagiert individuell

Neben Sideloading, also dem App-Download aus Quellen außerhalb von Apples App Store, sind auch der Kauf der Programme und die Bezahlung von Abonnements wichtige Themen hinsichtlich der Mobilgeräte aus Cupertino. Denn was auf dem Apple Mac schon lange möglich ist, das wird auf dem iPhone und iPad noch nicht freigegeben. Hier muss man sich auf den App Store beschränken und auch darüber Käufe und Abos abwickeln. Das ist natürlich bequem und laut Apple besonders sicher. Entwickler/innen sind aber durch Prüfprozesse und Provisionen eingeschränkt – 30% der Zahlungen gehen an Apple.

Kein Wunder, dass auch die Politik langsam ein Problem in diesem Vorgehen sieht. Wie im oben verlinkten Artikel aufgezeigt, müssen sowohl Apple als auch Google in Südkorea externe Bezahlmethoden für App Store Apps bzw. Apps aus dem Play Store zulassen. Wie das aktuelle Beispiel aus den Niederlanden zeigt, wird Apple daraus aber kein globales Konzept für Zahlungen für iPhone- und iPad-Software machen. Hier wird nur jene Sparte bedient, für die es verlangt wird. Und selbst dann soll eine Provision gezahlt werden müssen. Zudem muss dafür eine spezielle Version der Dating App eingestellt werden, die auf den niederländischen App Store begrenzt ist. 

Was haltet ihr davon? Wird Apple ohne entsprechende Gesetze gar nicht von seiner Bezahlpolitik abweichen? Oder werden die Einzellösungen für jeden Markt irgendwann zu viel, sodass ein globaler Kompromiss kommt? Lasst gern einen Kommentar zum Thema da!


Hat dir der Artikel gefallen und helfen dir die Anleitungen im Blog? Dann würde ich mich freuen, wenn du das Blog über eine Steady-Mitgliedschaft oder bei Patreon unterstützen würdest.

2 Kommentare

  1. Beatrix Willius sagt:

    Es muß ein globaler Kompromiß her. Die Dating-App-Firmen haben genug Kohle und Entwickler, um sich eine Anpassung für Holland leisten zu können. Aber was sollen denn kleinere Firmen mit Korea machen?

    Außerdem macht Apple nur das absolute Minimum von sich aus.

    • Jens Kleinholz sagt:

      Ich nehme an, irgendwann wird er kommen, aber in dieser Hinsicht muss man Apple in den Hintern treten. Die Ausnahmen bedeuten ja auch nicht, dass Apple in den Niederlanden und in Südkorea leer ausgehen. Die werden sich jeden Verkauf sicher trotzdem – wenn auch etwas weniger (vielleicht mit 25%) – bezahlen lassen. Damit wird es für kleine Entwickler sowieso schon wieder uninteressant, sich diese ganzen Umstände anzutun. Für Epic und Match Group sind 5% weniger Provisionen bei 3-stelligen Millionenbeträgen aber sicher lohnenswert. ;-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert