In dieser Ausgabe der Sir Apfelot Wochenschau findet ihr die Apple- und Tech-News, die mir in der Kalenderwoche 14 des Jahres 2026 aufgefallen sind. Mit dabei sind u. a. diese Meldungen: Weitere Kosten für Wareneinfuhr aus Nicht-EU-Ländern, Microsoft passt Copilot-AGB an, NASA-Mission Artemis II ist auf Kurs, Paul McCartney hat ein Konzert im Apple Park gegeben, iMac mit OLED-Display in Planung, und mehr!
EU beschließt neue Maßnahmen und Gebühren für Wareneinfuhr
Um der massenweise Einfuhr von Versandware aus China (Temu, Shein, Alibaba, etc.) und anderen Nicht-EU-Ländern zu begegnen, hat das Europäische Parlament weitere Maßnahmen beschlossen. Diese kommen zu den ab Juli geltenden Einfuhrkosten von 3 Euro pro Päckchen unter 150 Euro Warenwert hinzu. Zumindest eine Bearbeitungsgebühr soll darauf noch aufgeschlagen werden.
Außerdem steht in der Pressemitteilung des EU-Parlaments, dass die Online Shops, die Pakete direkt in die EU schicken, als Importunternehmen angesehen werden sollen. Das heißt, dass sie sich um Zollangelegenheiten und die Zulässigkeit der versendeten Produkte in der EU kümmern müssen. Die Abgaben der Shops sollen direkt von den Mitgliedsstaaten erhoben werden. Die Infrastruktur dafür soll bis 1. November 2026 stehen.
Microsoft Copilot: AGB sehen Nutzung lediglich für „Unterhaltungszwecke“ vor
Nachdem Microsoft seine KI-Assistenz „Copilot“ in so ziemlich alles reingesteckt hat, was von dem Konzern angeboten wird, führt ein Blick in die aktuellen AGB das Ganze ad absurdum. Denn auch wenn Copilot als KI-Assistenz in Büro- und Produktivitätsanwendungen sowie nicht zuletzt in professionell genutzten Betriebssystemen implementiert wurde, soll sie doch nur für Unterhaltungszwecke genutzt werden.
In den Copilot Nutzungsbedingungen steht im Abschnitt „Wichtige Offenlegungen & Warnungen“ folgendes: „Copilot dient ausschließlich Unterhaltungszwecken. Es kann zu Fehlern führen und funktioniert möglicherweise nicht wie beabsichtigt. Verlassen Sie sich nicht auf Copilot, wenn es um wichtige Ratschläge geht. Die Nutzung von Copilot erfolgt auf eigene Gefahr.“ – Ein Haftungsausschluss, der im Grunde besagt, dass man lieber den eigenen Verstand anstelle von KI einsetzen sollte. Ungewohnt umsichtig von Microsoft.
Artemis II auf Kurs: Umrundung des Monds als nächstes Manöver
Diese Woche erfolgte der erfolgreiche Start der Mondmission Artemis II sowie die Umrundung der Erde durch die vier Astronaut*innen in der Orion 7 Kapsel. Nach der Kalibrierung, Troubleshooting und verschiedenen Tests im Erdorbit haben sie diesen nun verlassen und befinden sich auf dem Weg zum Mond. Dieser soll umrundet werden, eine Landung wird es nicht geben.
Laut offiziellen Angaben sind Christina Koch, Victor Glover, Reid Wiseman und Jeremy Hansen wohlauf. Sie haben sich vom Anblick der Erde, die sie ab einer gewissen Entfernung von Pol zu Pol betrachten konnten, fasziniert gezeigt. Das berichtet u. a. die Tagesschau. Informationen zu Artemis II sowie zu den folgenden Artemis-Missionen bietet die NASA auf ihrer Webseite. Für iPhone, iPad und Apple TV gibt es zudem eine NASA App.
Problem fürs Smart Home: SwitchBot App aus dem App Store geschmissen
Laut dem Hersteller für Smart-Home-Lösungen SwitchBot wurde dessen App für die Geräteeinrichtung und -steuerung aus dem deutschen iOS App Store entfernt. Gründe dafür konnten nicht genannt werden. Man arbeite mit dem App-Store-Team an der Wiederherstellung der App, heißt es in einem Info-Dokument.
Bis zur Wiederherstellung der App im offiziellen Store für iPhone und iPad gibt es eine Übergangslösung. SwitchBot hat eine Beta-Version der App für die Nutzung über Apple TestFlight zur Verfügung gestellt. Für die Nutzung müssen die TestFlight App und die AI MindClip Beta geladen werden. Details dazu gibt es hier: https://testflight.apple.com/join/drZKDWev.
50 Jahre Apple: Paul McCartney gibt Konzert im Apple Park
Nach Feierlichkeiten in verschiedenen Ländern der Welt hat Apple diese zum 50. Geburtstag des Konzerns nachhause verlegt. Mitten im Apple Park, auf einer Bühne unter dem ikonischen Regenbogen trat Paul McCartney auf und spielte sowohl Beatles- als auch eigene Hits (Help, Blackbird, Lady Madonna, From Me To You, Let It Be, Maybe I’m Amazed, Every Night, etc.). Apple schließt damit den Kreis, den Steve Jobs und Steve Wozniak 1976 zu zeichnen begannen.
Denn „Apple“ heißt nicht nur so, damit es im Telefonbuch vor IBM, HP und Co. steht. Sondern auch wegen der Apple Corps, der Plattenfirma der Beatles, die 1968 gegründet wurde. Steve Jobs war ein großer Beatles-Fan. Um den Namen gab es knapp drei Jahrzehnte Streitigkeiten. Diese wurden erst 2007 beigelegt, Beatles-Musik gibt es erst seit 2010 bei iTunes. Das Konzert von Paul McCartney im Apple Park schließt dieses 50-jährige Kapitel nun ab.
Wall Street Journal: Tim Cook zeigt seltene Prototypen von Apple-Geräten
In unserem Beitrag zu 50 Jahren Apple haben wir ja schon zahlreiche YouTube-Videos und Dokumentationen aufgezeigt, welche die Geschichte des Konzerns erlebbar machen. Zu dieser Sammlung kommt nun auch ein Video vom Wall Street Journal hinzu. Dieses hat sich zum Jubiläum des Mac- und iPhone-Herstellers ein paar seltene Prototypen zeigen lassen.
Mit dabei sind Prototypen des iPods, des iPhones und der Apple Watch. Nach der Zukunft sowie etwas genauer nach einer Apple-Brille gefragt, meinte Tim Cook, er könne nichts dazu sagen. Es gäbe kein Schiff, das ein Leck an oberster Stelle hat, meint er. Gerüchteweise soll Apple ja an KI-Brillen arbeiten. Aber der CEO ist da sicherlich der letzte, der vor dem offiziellen Launch etwas verrät. Schaut mal rein:
iMac mit OLED-Display: Zulieferer sollen sich angeblich vorbereiten
In ein paar Jahren soll der iMac von Apple mit einem OLED-Display ausgestattet werden. Zumindest wenn es nach einem Bericht der koreanischen Ausgabe von ZDNET geht. Laut diesem wurden die Zulieferer LG Display und Samsung Display bereits auf die Produktion von entsprechenden Panels eingeschworen. Der Apple iMac mit OLED-Display soll 2029 oder 2030 auf den Markt kommen. Also tendenziell mit dem M10 Chip.
Es wird erwartet, dass Samsung Display schneller die ersten Muster liefern kann, auch wenn der Fokus des Unternehmens gerade auf Display-Panels mit 160 ppi (Points per Inch, also Bildpunkte pro Zoll) liegt. Für Apple muss eine höhere Pixeldichte realisiert werden, sodass 220 ppi möglich werden. Während Samsung Display QD-OLED liefert, wird LG Display dem Bericht nach Muster der W-OLED-Technik liefern. Das könnte aber länger dauern.
Gerücht zum iPhone 18 Pro Gehäuse: Schwarz wird keine Option sein
Wo wir gerade bei Farben sind, schließen wir doch mit einem aktuellen Gerücht zum iPhone 18 Pro, das kommenden Herbst vorgestellt werden soll. Dieses sowie seine Max-Version sollen ohne Schwarz oder Dunkelgrau als Gehäusefarbe-Option daherkommen. Verbreitet wurde die Information auf der chinesischen Plattform Weibo. Der entsprechende Account ist Instant Digital (刹那数码); er genießt aufgrund richtiger Vorhersagen in der Vergangenheit einigen Vertrauensvorschuss bei Apple-Themen.
Bereits im November 2025 hieß es ja, dass das iPhone 18 Pro in den Farboptionen Kaffeebraun, Weinrot und Lila erscheinen soll. Mittlerweile wurde dieses Gerücht etwas entschärft. Bei allen drei Farben soll es sich um Töne der gleichen Rot-Option gehandelt haben, die parallel getestet wurden. Anstelle der Orange-Option des iPhone 17 Pro wird es also neben eher herkömmlichen Farben beim iPhone 18 Pro lediglich eine Dunkelrot-Version geben. Schade, ich hatte mich schon auf Lila gefreut…
Die Sir Apfelot Beiträge der Woche
- macOS-Tipp: Eigenes MacBook-Ladelimit festlegen, um den Akku zu schonen
- Aktive Kühlung: Laptop-Lüfter für MacBook Neo und MacBook Air
- Sicherheitsupdates: Apple veröffentlicht iOS 18.7.7 und iPadOS 18.7.7
- 50 Jahre Apple: Dokus, Bücher, Webseiten und Software zum Jubiläum
- Das kommt mit iOS 26.5 aufs iPhone!
- Air-Trick beim Neo: Wärmeleitpad für bessere MacBook-Performance
- Siri als App: KI-Chatbot und Agent ab iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27
- Die richtige Sprache am Mac einstellen: So geht’s!
- Die Geschichte des Mac Pro von 2006 bis 2026
- Sir Apfelot Wochenschau KW 13, 2026
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Johannes ist selbstständiger Redakteur und Texter. Seit über 10 Jahren schreibt er regelmäßig für Sir Apfelot.












