Sir Apfelot Wochenschau KW 43, 2020

Das Wetter zeigt uns, dass Herbst geworden ist. Aber auch wenn es draußen grau, kalt und nass ist, könnt ihr euch auf die Flamme des Wissens verlassen, die an dieser Stelle weitergegeben wird. Natürlich gibt es auch diese Woche wieder eine Sir Apfelot Wochenschau mit interessanten Apple- und Tech-News der letzten Tage. Als Themen, die mir in der Kalenderwoche 43 des Jahres 2020 besonders aufgefallen sind, gibt es unter anderem: Untersuchung von Facebook- und YouTube-Algorithmen, Tesla-Autos mit Datenschutzproblemen, Paypal für Kryptowährungen, Xiaomi mit 80 Watt bei kabellosem Akku-Aufladen, Apples Musikfernsehen und mehr.

In der Sir Apfelot Wochenschau zur Kalenderwoche 43 in 2020 mit dabei: Facebook- und YouTube-Algorithmen, Tesla-Autos mit Datenschutzproblemen, Paypal für Kryptowährungen, Xiaomi mit 80 Watt bei kabellosem Akku-Aufladen, erfolgreiche NASA-Mission und mehr.

In der Sir Apfelot Wochenschau zur Kalenderwoche 43 in 2020 mit dabei: Facebook- und YouTube-Algorithmen, Tesla-Autos mit Datenschutzproblemen, Paypal für Kryptowährungen, Xiaomi mit 80 Watt bei kabellosem Akku-Aufladen, erfolgreiche NASA-Mission und mehr.

Mit speziellem Browser dem Algorithmus auf der Spur

Wie heise online aufzeigt, will „The Citizen Project“ den Algorithmen von Facebook und YouTube auf die Schliche kommen. Dafür soll ein speziell entwickelter Webbrowser von 1.200 Nutzer/innen verwendet werden. Die Teilnahme an der Studie wird vergütet. Um zu untersuchen, wie die Algorithmen des sozialen Netzwerks und der Videoplattform funktionieren, werden die Daten der Nutzung weitergeleitet und ausgewertet. Das The Citizen Project ist eine Kooperation von The Markup (einer NGO mit den Schwerpunkten datengetriebener Journalismus und journalistische Ethik) und der New York Times. Mehr zu den Black-Box-Algorithmen von Social Media erfahrt ihr in der Netflix-Doku The Social Dilemma: https://www.thesocialdilemma.com. 

Hacker verschafft sich Zugriff auf Trumps Twitter-Account

Der Hacker Victor Gevers aus den Niederlanden konnte sich kürzlich auf dem Twitter-Account des US-Präsidenten Donald Trump einloggen. Theoretisch hätte er diesen Umstand nutzen können, um im Namen Trumps eigene Tweets abzusetzen, das Profil samt Avatar zu ändern oder alles zu löschen. In seiner Rolle als Sicherheitsforscher ging es ihm aber nur darum, die vernachlässigte Sicherheit des Präsidenten-Accounts aufzuzeigen. Dessen Passwort lautete lediglich „maga2020!“; eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) wurde nicht eingerichtet. Das ist nicht das erste Mal, dass der Account gehackt werden konnte, berichten de Volkskrant (hier) und Vrij Nederland (hier).

LCD-Fertigung in Wisconsin? Wohl doch nur eine Lagerhalle…

Und noch einmal Trump: Der US-Präsident, der sich gerne als großer Wirtschaftsretter aufspielt, hat in Wisconsin ein Steuergrab geschaffen. Versprochen wurden 13.000 Arbeitsplätze und eine LCD-Fabrik, die von Foxconn mit einer Investition von 10 Milliarden US-Dollar aufgebaut werden sollte. Sowohl die lokale Verwaltung als auch die US-Regierung zahlten für die Sache bereits drauf: mittlerweile etwa 400 Millionen US-Dollar. Das 2017 angekündigte und 2018 gestartete Projekt, das ab diesem Jahr moderne LCD-Produkte hervorbringen sollte, weist laut Golem (hier) mit Bezug auf The Verge (hier) nur „tausende Seiten behördlicher Dokumente, mehrere nichtrenovierte Bürogebäude, eine Kuppel und eine fast leere Fabrik“ auf. Ein Umwidmung als Lagerfläche wurde bereits bestätigt.

E-Autos von Tesla mit Datenschutzverstößen

Elektroautos von Tesla dürften nicht zugelassen werden“, titelt heise online in einem aktuellen Beitrag. Diesem zufolge hat das Netzwerk Datenschutzexpertise ermittelt, dass die E-Mobile von Tesla in der EU gegen den Datenschutz verstoßen. Speziell geht es um die Verarbeitung von personenbezogenen Daten der Nutzer/innen. Die Studie mit nicht ganz „40 Seiten Verstößenfindet ihr mit diesem Link (PDF). Unter anderem wird angezeigt, dass die außen und innen verbauten Kameras der Tesla-Autos für datenschutzwidrige Aktivitäten genutzt werden können. Auch die sogenannte Datenminimierung wird nicht beachtet.

225 App-Anbieter/innen untersucht: Auskunftspflicht wird nicht ernst genommen

Wiederum bei Golem habe ich den Hinweis auf eine Studie der Uni Bamberg und der TU Berlin gefunden, in der es um den Datenschutz respektive die Auskunftspflicht von App-Entwickler/innen geht. Untersucht wurden 225 Apps, die für iOS und Android angeboten werden. Zwischen 2015 und 2019 wurden bei diesen Nutzerkonten angelegt und anschließend die Daten abgefragt. Ein Fünftel hat gar nicht auf die Anfragen geantwortet, drei Viertel haben die Identität der Anfragenden nicht überprüft. So kam es auch dazu, dass die Daten eines anderen Kontos übermittelt wurden. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat an der Situation nichts ändern können.

NASA-Sonde „Osiris Rex“ saugt Asteroiden-Staub ein

Wie Spiegel Wissenschaft aufzeigt, ist der NASA ein kompliziertes Manöver mit der Sonde „Osiris Rex“ gelungen. Diese konnte Proben von dem Asteroiden „Bennu“ aufnehmen – laut NASA-Angaben hoffe man auf 60 g bis 2 kg Material. Die Daten dazu würden erst nach ein paar Tagen auf der Erde ankommen. Die Sonde selbst, die das Material zur Untersuchung auf den Heimatplaneten bringen soll, wird erst in drei Jahren zurück erwartet. Entsprechend lange ist das wissenschaftliche Gerät auch schon unterwegs. Von Cape Canaveral aus ist es im September 2016 gestartet, um in 2018 Bennu zu erreichen. Das Absaugen von Material war dabei nur eine Aufgabe; die zwei Jahre zuvor wurde der Asteroid von Osiris Rex vermessen, analysiert und mit Kameras untersucht.

Microsoft will Azure-Cloud mit Starlink nach vorne (bzw. oben) bringen

Mit „Azure Space“ will Microsoft seinen Cloud-Service noch umfangreicher anbieten. Dafür ging das der Technikkonzern eine Kooperation mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX ein. Dessen „Starlink“-Technologie soll den Space-Ansatz der Azure-Lösung ermöglichen. Das berichtet zum Beispiel t3n an dieser Stelle. Mit Azure werden von Microsoft modulare und robuste Rechenzentren angeboten. Diese können in Form eines Liefercontainers aufgestellt werden – die Nutzer/innen benötigen zum Betrieb aber einen guten Internetanschluss. In abgelegenen Gebieten soll dieser nun über Starlink realisiert werden. Alles Details gibt’s im verlinkten Beitrag.

Bitcoins über Paypal bezahlen könnte bald möglich sein

Paypal steigt in den Markt für Kryptowährungen ein“, heißt es in dieser Meldung von Golem. Virtuelle Währungen, wie etwa Bitcoin als Kryptowährung, soll mit dem E-Wallet gekauft, gehalten und verkauft werden können. Zudem soll neben dem Handel mit der Währung diese auch zum Einkaufen genutzt werden können. Für die Realisierung arbeitet Paypal mit Banken und Unternehmen zusammen. Händler/innen sollen beim Einkauf mit Bitcoins aber nicht die Kryptowährung, sondern eine reale Währung ausgezahlt werden. Setzt sich das E-Wallet mit diesem Vorgehen durch, könnte es laut Golem „[…] wieder einmal mehr oder weniger unerlässlich werden“.

Xiaomi mit immer mehr kabelloser Lade-Leistung

In der Sir Apfelot Wochenschau zur KW 11 in 2020 findet ihr bereits den Hinweis auf die Entwicklung einer Wireless-Charging-Technik von Xiaomi, die 40 Watt Leistung aufweist. Das war im März. Damals wurde vom chinesischen Technik-Hersteller demonstriert, wie ein 4.000 mAh Akku in nur 40 Minuten auf 100% geladen werden konnte. Wie ich diese Woche bei Pixelcritics gelesen habe, hat der Hersteller nun das doppelte der Leistung mit seiner Mi Wireless Charging Technology hervorbringen können. Ein 4.000 mAh Akku soll damit „in einer Minute auf 10%, in 8 Minuten auf 50% und in nur 19 Minuten auf 100% […] laden“. Das Showcase-Video von Xiaomi findet ihr hier:

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Apple Music TV – Musikfernsehen für US-Nutzer/innen

Wer in den USA das Angebot von Apple Music in Anspruch nimmt, kann nun auch ein 24/7-Musikfernsehen nutzen. Das meldet MacNotes. Der „Apple Music TV“ genannte Sender ging am Montag mit den Top 100 der gestreamten Titel an den Start. Neben Musikvideos soll es aber auch Interviews und andere Informationsinhalte zu Musik und Musiker/innen geben. Zum Beispiel Sendungen zu Bruce Springsteen und seinem neuen Album. Ob und wann Apples MTV nach Deutschland kommt, das ist noch nicht bekannt. 


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