Sir Apfelot Wochenschau KW 47, 2020

Bald hält die Advents- und Weihnachtszeit Einzug. Doch vorher gibt es noch einmal eine ordentliche Portion Apple- und Tech-News in der Sir Apfelot Wochenschau. In dieser Ausgabe findet ihr die Meldungen, die mir in der Kalenderwoche 47 des Jahres 2020 besonders aufgefallen sind. Mit dabei sind unter anderem folgende Themen: Archiv mit Flash-Inhalten, Aus für 3G-Mobilfunk bei O2, bessere Nachrichten gegen Verschwörungsideologien, M1-Chip als Steve-Jobs-Vermächtnis, Benchmarks der neuen M1-Macs, und mehr.

In der Sir Apfelot Wochenschau zu Kalenderwoche 47 in 2020 mit dabei: Buzzard-App gegen Verschwörungsideologien, M1 Mac Benchmarks, Emulation von Flash Player Inhalten, HomePod Jailbreak mit checkra1n, Spiele auf M1 Macs, etc.

In der Sir Apfelot Wochenschau zu Kalenderwoche 47 in 2020 mit dabei: Buzzard-App gegen Verschwörungsideologien, M1 Mac Benchmarks, Emulation von Flash Player Inhalten, HomePod Jailbreak mit checkra1n, Spiele auf M1 Macs, etc.

Der Flash-Player ist tot, lang lebe der Flash-Player!

Seit Mitte der 1990er Jahre sorgte der Flash-Player von Adobe für animierte und interaktive Inhalte im Internet. In den 2000er und 2010er Jahren förderte er massig kreative Projekte, Mini-Games und dergleichen mehr zutage. Aufgrund von Sicherheitslücken kam er aber mehrfach in Verruf und spätestens mit HTML5 gab es außerdem einen potenten Ersatz. Zum Ende des Jahres 2020 entfällt der Support seitens Adobe sowie auch durch Webbrowser für den Flash-Player, sodass die meisten Inhalte, die mit ihm realisiert werden, verloren gehen. Wie t3n berichtet, will das Internet Archive (auch bekannt als Wayback Machine) das Vermächtnis erhalten und viele bekannte und beliebte Inhalte emuliert anbieten. Infos von den Macher/innen gibt es hier.

3G-Mobilfunk im O2-Netz wird noch 2021 eingestellt

Die Telefónica, der Mutterkonzern von O2 und ehemals E-Plus, hat nun angekündigt, den 3G-Abbau zugunsten des 4G-Ausbaus vorzuziehen. Das meldet unter anderem der iPhone-Ticker. In dem Artikel wird darauf eingegangen, dass Vodafone und die Telekom bereits kommenden Sommer ihre 3G-Netze zerlegen wollen, um die so frei werdenden Frequenzen für 4G und 5G zur Verfügung zu haben. O2 wollte damit eigentlich erst 2022 anfangen, nun wird aber schon für Ende 2021 das Aus für das 3G-Netz angekündigt. Was es mit diesen Abkürzungen und den einzelnen Mobilfunkgenerationen auf sich hat, das könnt ihr hier nachlesen. 

Buzzard: Nachrichten gegen Verschwörungsideologien an Schulen

Von der News-App „Buzzard“ berichtet derweilen heise online. Die App liefert Nachrichten nicht ausschließlich chronologisch, sondern vor allem auf einzelne Themen sowie auf deren Pro- und Contra-Punkte bezogen. Durch das Abwegen und die unterschiedlichen Sichtweisen soll Schüler/innen ein besseres Medienverständnis und eine vernünftigere Entscheidungsfindung gelehrt werden. Denn das Abrutschen in Verschwörungsideologien kommt oftmals daher, dass sich Leute nur mit einer Sichtweise beschäftigen und ab einem gewissen Punkt nur noch die Nachrichten konsumieren (wollen), die sie bestätigen. Alles andere wird als Fake News abgetan. Damit es nicht soweit kommt, liefert Buzzard verschiedene Sichtweisen und Argumente. Details zum App-Angebot und dem Pilot-Test an Schulen gibt’s in der verlinkten Quelle.

HomePod-Jailbreak – Lässt sich Apples Smart Speaker hacken?

Laut einer Meldung bei MacRumors scheint es möglich zu sein, auf dem Apple HomePod von 2018 einen Jailbreak durchzuführen. Dafür soll das bekannte „Checkra1n“-Tool zum Einsatz kommen. In der verlinkten Quelle wird Bezug auf einen Tweet von Twitter-User @_L1ngL1ng_ genommen, in dem ein Root-Ausschnitt aus dem macOS-Terminal als Screenshot gepostet wurde. Über den Nutzen des Jailbreaks wird dabei noch spekuliert – etwa das Öffnen der Bluetooth-Schnittstelle für bisher nicht ermöglichte Dienste, das Aufspielen alternativer Sprachassistenzen, Support für mehr Drittanbieter-Streaming, Anzeige von eigenen Farb-Kombinationen auf dem Oberseitenbildschirm, etc. Eine Frage unter dem MacRumors-Artikel lautet: „Can it run Doom?“ 😀

M1-Chip im Sinne von Steve Jobs’ Apple-Vision

Mit „Apple Silicon“, also den hauseigenen ARM-Chips in Mac-Modellen, hat Apple die Intel-Ära dieses Jahr beendet. Im Laufe der kommenden zwei Jahre sollen alle Apple-Geräte mit eigenen Chips befeuert werden. Der M1 ist der erste, der für MacBooks und den Mac mini gezimmert wurde. In 2021 werden weitere Computer und vielleicht auch schon überarbeitete Chips auf den Markt kommen. Das ganze ist, wie t3n aufzeigt, ganz im Sinne von Unternehmensgründer Steve Jobs. 

Denn die Abkehr von Intel und die Nutzung eigener Technik schließt die Planung, Herstellung und Nutzung von umfassend proprietären Systemen ab. t3n bezieht sich dabei auf Greg Joswiak, Marketing-Chef bei Apple, und zitiert: „Steve pflegte zu sagen, dass wir das ganze ‚Ding‘ (engl. full widget) machen. Wir stellen das gesamte Zeug für alle unsere Produkte her, vom iPhone über die iPads bis hin zur Uhr. Dies [die eigenen Prozessoren] war das letzte Element bei der Entwicklung für den Mac.

Überragende Leistung: Benchmarks bestätigen den Vorsprung von M1-Macs

Neben der Unabhängigkeit Apples von Zulieferern wie Intel ergibt sich mit den eigenen ARM-Chips ein weiterer Vorteil: ein Leistungssprung bei gleichzeitig weniger Stromverbrauch. Dieser wurde bereits bei der Vorstellung der neuen Macs umfangreich propagiert. Bestätigt wurde die Eigenwerbung Apples nun vermittels einiger Benchmark-Tests. So gibt es bspw. bei MacNotes einen Beitrag zu den Tests von MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini. Sie sind demnach sogar schneller als aktuelle Mac-Modelle mit Intel-Chips, nicht nur schneller als PCs in der gleichen Preisklasse. Einen weiteren Benchmark-Artikel gibt es bei MacRumors. Darin geht es aber vornehmlich um die verbauten SSD-Speicher, die tatsächlich knapp zweimal schneller als bei den Vorgängern sind. 

Faltbares iPhone im 2022-Lineup?

Gemeinsam mit Zulieferern soll Apple aktuell an Falttests für entsprechende Smartphones arbeiten, berichtet t3n. Bezugnehmend auf United Daily News (hier) heißt es: „Einem Bericht […] zufolge soll Apple seine Zulieferer Foxconn und New Nikko angewiesen haben, ihm zusammengebaute faltbare Testgeräte zur Verfügung zu stellen.“ Zudem wird angemerkt, dass die ersten Falt-iPhones „schon im September 2022“ veröffentlicht werden könnten. Übersetzt man allerdings die chinesische Quelle (mit DeepL), heißt es dort: „Das erste klappbare iPhone des Unternehmens wird voraussichtlich frühestens im September 2022 auf den Markt kommen, und es wird erwartet, dass es für die anschließende Montage OLED- oder Mikro-LED-Technologie verwenden wird“ – es kann also auch noch länger dauern.

Alle Spiele, die auf M1-Macs laufen

Among Us, World of Warcraft, DOTA 2, Shadow of the Tomb Raider, The Sims 4 und viele andere Spiele laufen unter verschiedenen Gesichtspunkten auf den neuen Macs mit M1-Chip. Um eine umfassende Übersicht der Videospiele, die sich auf dem neuen MacBook Pro, MacBook Air und Mac mini spielen lassen, geht es in einem Beitrag von 9to5Mac. Dort nimmt man Bezug auf einen Tweet von Thomas Schranz (@__tosh). In diesem findet sich nicht nur der Link zu einer Google-Tabelle mit allen Spielen und deren Specs auf M1-Macs (z. B. Auflösung und Framerate), sondern auch einen entsprechenden Screenshot, aus dem schon einige Informationen daraus ersichtlich werden.


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