In unserem Altbau sind Steckdosen recht rar gesät. Wir haben zwar hier und da neue Steckdosen ergänzt, wenn schon ein Anschluss dort lag, aber unterm Strich hat man trotzdem ständig das Gefühl, es könnten ein paar mehr sein.

Hauptsächlich fehlt an einigen Stellen (Sofa etc.) eine Lademöglichkeit für iPhone, iPad und iPad Pro. Das heißt, ich benötige Ladeanschlüsse mit USB-A und USB-C.

Links im Bild sieht man einen speziellen Flachstecker. Der normale Netzstecker (rechts), den man an handelsüblichen Mehrfachsteckdosenleisten findet, steht deutlich mehr von der Wand ab (Fotos: Sir Apfelot).

Links im Bild sieht man einen speziellen Flachstecker. Der normale Netzstecker (rechts), den man an handelsüblichen Steckdosenleisten findet, steht deutlich mehr von der Wand ab (Fotos: Sir Apfelot).

Lösung 1: Mehrfachstecker und USB-Netzteil

Nun kann man sich natürlich mit einem Mehrfachstecker und einem zusätzlichen USB-Ladegerät aushelfen, um aus einer Steckdose gleich mehrere inklusive Lademöglichkeit zu machen. Das funktioniert zwar, sieht aber nicht gut aus und wird von der heimischen „Regierung“ ungern gesehen.

Steckdosenleiste mit flachem Stecker

Selbst wenn es noch so praktisch ist: Zuviel Kabelsalat wird nicht gestattet. Wer trotzdem diesen Weg gehen möchte, kann sich mal diesen 3-fach-Steckdosenverteiler mit Flachstecker anschauen. Diesen habe ich direkt mehrfach im Büro und in den Kinderzimmern im Einsatz, damit man die Möbel trotzdem nah an die Wand schieben kann, selbst wenn die dahinterliegende Steckdose genutzt wird. Die Steckdosenleiste funktioniert perfekt und der Stecker ist wirklich super-flach. Eine absolute Empfehlung, die demnächst noch einen eigenen Artikel erhält.

Platziert man das Steckdosen-Netzteil hinter dem Sofa, ist es empfehlenswert, lange Ladekabel anzubringen, damit man nicht immer lange suchen muss, wo die Ladestecker sind.

Platziert man das Steckdosen-Netzteil hinter dem Sofa, ist es empfehlenswert, lange Ladekabel anzubringen, damit man nicht immer lange suchen muss, wo die Ladestecker sind.

Lösung 2: Steckdosen-Adapter mit USB-Ladeanschlüssen

Mit der zweiten Lösung kommen wir direkt zu dem Gerät, um das es hier im Test geht: Ein Steckdosenadapter, der eine Steckdose durchschleift und zusätzlich Lademöglichkeiten mit USB-A- und USB-C-Ports bietet.

Dies hat den Vorteil, dass er sehr wenig Platz beansprucht und man trotzdem immer ein Ladegerät zur Verfügung hat, das sogar ohne zusätzliches Netzkabel auskommt und dazu keine Steckdose belegt.

Die Lencent USB-Steckdose nimmt kaum Platz in Anspruch, hat eine durchgeschliffene Steckdose und bietet mehrere USB-A- und einen USB-C-Ladeport.

Die Lencent USB-Steckdose nimmt kaum Platz in Anspruch, hat eine durchgeschliffene Steckdose und bietet mehrere USB-A- und einen USB-C-Ladeport.

Meine Wahl: die Lencent USB Steckdose

Es gibt bei diesen Adaptern verschiedene Ausführungen diverser Hersteller. Ich habe mir das Modell von Lencent geholt, aber letztendlich gibt es einige andere Geräte, die das Gleiche machen und nicht mehr kosten.

Warum ich das erwähne? Weil die Lencent-Steckdose gerade jetzt ausverkauft ist und nicht klar ist, ob sie nochmal lieferbar sein wird.

Die Lencent USB-Steckdose nimmt wenig Platz weg, sodass man eine benachbarte Steckdose weiterhin vollständig nutzen kann.

Die Lencent USB-Steckdose nimmt wenig Platz weg, sodass man eine benachbarte Steckdose weiterhin vollständig nutzen kann.

Die besten Modelle aus meiner Sicht

Um euch mit einer kleinen Auswahl zu versorgen, habe ich einige Modelle ausgesucht, die sowohl USB-A- als auch USB-C-Ports bieten und dabei keine zusätzliche Steckdose belegen, da sie eine Dose integriert haben.

Hier aber nun meine Auflistung der Geräte, die ich empfehlen würde:

Meine Wahl fiel auf den Steckdosenadapter von Lencent, da diese die meisten USB-A-Ports und einen USB-C-Port zur Verfügung stellt.

Meine Wahl fiel auf den Steckdosenadapter von Lencent, da dieser die meisten USB-A-Ports und einen USB-C-Port zur Verfügung stellt.

Kein Modell mit USB Power Delivery verfügbar

Leider gibt es kein Modell, das beim USB-C-Port mit dem USB Power Delivery Standard laden könnte. Das wäre schön, um iPhone und iPad schnell laden zu können oder um ein MacBook Pro während dem Betrieb laden zu können.

Ohne USB-PD bekommt man laut technischen Daten nur 15 bis 18 Watt als Ausgangsleistung, was im Vergleich zu den fast 60 Watt, die ein MacBook Pro beim Laden benötigt, etwas wenig ist. Misst man jedoch nach, was tatsächlich vom MacBook abgefragt wird, so kommt man auf ca. 10 Watt. Das heißt, die Apple Laptops werden in der Praxis nicht einmal die beschriebenen 18 Watt nutzen, sondern deutlich weniger.

Lädt man das MacBook über den USB-C-Port, erreicht man gerade mal 10 Watt Leistung. Das reicht gerade so, dass das 12 Zoll MacBook sich laaaaangsam auflädt. Für ein MacBook Pro reicht es aber keinesfalls.

Lädt man das MacBook über den USB-C-Port, erreicht man gerade mal 10 Watt Leistung. Das reicht gerade so, dass das 12 Zoll MacBook sich laaaaangsam auflädt. Für ein MacBook Pro reicht es aber keinesfalls.

Dies liegt daran, dass die Apple Laptops auf das Laden mit USB PD und den damit verbundenen höheren Spannungen optimiert sind. Ein MacBook Pro mit solch einer USB-Steckdose zu laden, ist also völlig sinnfrei.

Beim MacBook (12 Zoll) habe ich mal mein Glück versucht und konnte innerhalb von 20 Minuten (MacBook im Ruhezustand) 5 Prozent in den Akku bekommen.

Bis zu 3,5 Ampere liefern die USB-A-Ports – ein Wert, den man beim Laden von iPads und iPhones in der Praxis nie erreicht.

Bis zu 3,5 Ampere liefern die USB-A-Ports – ein Wert, den man beim Laden von iPads und iPhones in der Praxis nie erreicht.

Standby Verbrauch – zu vernachlässigen

Wenn man sich Gedanken um den Stromverbrauch macht, weil man den Steckdosenadapter ja ständig eingesteckt lässt, dann kann man sich beruhigen: Mein Messgerät konnte gerade einmal 0,1 Watt Standby-Verbrauch ermitteln und damit liegen wir selbst bei 24/7 Nutzung unter 1 Cent Kosten pro Jahr.

Ich nehme an, dass dies bei den anderen Modellen ebenfalls gilt, da alle diese Steckdosenadapter mit elektronischen Schaltnetzteilen arbeiten, die im Ruhezustand sehr wenig Strom benötigen.

Der Standby Stromverbrauch der Lencent USB-Steckdose beträgt nur ca. 0,1 Watt, was abrechnungstechnisch nicht ins Gewicht fällt, da die jährlichen Kosten unter einem Cent liegen (Fotos: Sir Apfelot).

Der Standby-Stromverbrauch der Lencent USB-Steckdose beträgt nur ca. 0,1 Watt, was abrechnungstechnisch nicht ins Gewicht fällt, da die jährlichen Kosten unter einem Cent liegen (Fotos: Sir Apfelot).

Mein Fazit zu den USB-Steckdosen

Für iPhone, iPad, Kindle, Nintendo Switch und ähnliche Geräte ist die Ausgangsleistung der Steckdosenadapter ausreichend. Wer jedoch mit Laptops arbeitet, sollte lieber zu einem Mehrfachstecker und einem größeren Netzteil (wie der Tizi Tankstation oder dem Anker PowerPort Atom III Slim) greifen, damit das Gerät zuverlässig aufgeladen wird.

Ich habe die USB-Steckdose von Lencent am Sofa in Betrieb und freue mich, dass man dort nun seine Geräte während man surft oder spielt mit Strom versorgen kann – entsprechend lange USB-Ladekabel vorausgesetzt. Empfehlenswert sind solche Ladekabel, die einen abgewinkelten Stecker haben, damit man das iPhone oder iPad auch noch gut halten kann. Denkbar wäre zum Beispiel dieses 3 Meter lange Lightning-Kabel von mcdodo oder dieses 3 Meter lange USB-C-Kabel von Ugreen.

Ein Ladekabel mit abgewinkeltem Lightningstecker ermöglicht eine Nutzung des Gerätes auch, wenn man gerade laden muss.

Ein Ladekabel mit abgewinkeltem Lightning-Stecker ermöglicht eine Nutzung des Gerätes auch, wenn man gerade laden muss.

Bis vor Kurzem wusste ich noch nicht, dass es solche USB-Steckdosen mit integriertem Ladegerät gibt, aber jetzt finde ich schon, dass sie eine ziemlich komfortable Sache sind. Auch im Urlaub kann man diese als Ladegerät gut gebrauchen, da dann meistens mehrere Leute ihre Geräte aufladen müssen und man in Ferienhäusern oder -wohnungen oft zu wenige Steckdosen zur Verfügung hat.

Ich bin mit dem Lencent-Stecker recht zufrieden, nur USB Power Delivery wäre noch die Krönung, damit man MacBooks mit Strom versorgt werden kann.


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