YouTube vs. Werbeblocker: Nutzungsbeschränkungen werden getestet

Googles Video-Hosting-Webseite namens YouTube wird durch Werbung finanziert. Das stört aber viele Nutzer/innen, die nicht für das werbefreie Premium-Paket bezahlen und dennoch die Werbeclips vor, während und nach den Videos loswerden wollen. Um die störenden Elemente auszublenden, nutzen sie Werbeblocker, die als Add-Ons zum jeweiligen Webbrowser hinzugefügt werden können. Das weiß auch YouTube und versucht die Nutzung der werbeblockenden Programmerweiterungen nun weiter einzuschränken. Ein Beispiel dafür: Die Deaktivierung des Videoplayers nach dem Anschauen von drei Videos mit aktiviertem Werbeblocker.

Einigen Nutzer/innen wird auf der YouTube-Webseite die Warnung angezeigt, dass sie sich nur drei Videos anschauen dürfen und danach der Videoplayer nicht mehr nutzbar ist – außer sie deaktivieren ihren Werbeblocker. So will YouTube sich Werbe- oder Premium-Einnahmen sichern. Bildquelle: Reddit
Einigen Nutzer/innen wird auf der YouTube-Webseite die Warnung angezeigt, dass sie sich nur drei Videos anschauen dürfen und danach der Videoplayer nicht mehr nutzbar ist – außer sie deaktivieren ihren Werbeblocker. So will YouTube sich Werbe- oder Premium-Einnahmen sichern. Bildquelle: Reddit

YouTube will Werbung ausspielen und deren Entfernung bestrafen

Wie unter anderem auf Reddit aufgezeigt wurde, bekommen einige Nutzer/innen, bei denen der Einsatz von Werbeblockern / Adblocker-Addons erkannt wurde, eine neue Unterseite angezeigt. Auf dieser heißt es, dass der Videoplayer auf der YouTube-Seite nach drei Videos deaktiviert wird. Wer das nicht will, soll entweder YouTube von der Liste der zu manipulierenden Seiten entfernen oder den Werbeblocker komplett deaktivieren. Zudem wird das kostenlose Webseitenangebot hervorgehoben, das erst durch die Werbeeinnahmen möglich wird. Wer keine Werbung sehen und trotzdem zur Unterstützung von YouTuber/innen beitragen wolle, soll sich ein Premium-Konto zulegen.

Offizielles Statement: Funktion wird weltweit bei einigen Leuten getestet

Das Fachmagazin The Verge hat der Sache auf den Zahn gefühlt und bei Google zur Angelegenheit eine Stellungnahme angefragt. Es wurde im Rahmen dieser bestätigt, dass die Aufforderung zur Einschränkung bzw. Deaktivierung von Adblock-Technologien weltweit bei Nutzer/innen getestet wird. Zudem wird angemerkt, dass YouTube nicht die einzige Seite sei, die Werbeblocker erkennt und die Besucher/innen auffordert, sie auszuschalten. Auch andere Unternehmen, Organisationen, Webdienste, Online-Ausgaben von Zeitungen und dergleichen tun dies. Bei YouTube soll durch die Deaktivierung des Videoplayers nach drei Videos ein gewisser Druck aufgebaut werden. Ich denke aber, mit privaten Tabs, entfernten Cookies u. ä. kann man da etwas cheaten.

Meine Empfehlung: AdBlock Pro für Safari am Mac

„YouTube Premium“-Abonnement: Teuer und mit Musik-Abo verknüpft

YouTube könnte es sich einfach machen und das Entfernen der Werbung zu einem kleinen Preis anbieten. Jedoch kostet das aktuell dafür nötige Abonnement „YouTube Premium“ ganze 11,99 Euro im Monat. Es gibt zudem ein Jahresangebot um 119,99 Euro für 12 Monate sowie Familien- und Studierenden-Tarife. Letzterer kostet 6,99 Euro im Monat und bedarf einer Ausweisung als Student/in. In YouTube Premium ist aber nicht nur die Entfernung der Werbung auf der Webseite sowie in der App enthalten, sondern auch ein Musik-Abo, das sicher nicht alle Buchenden wollen. Würde es von der Werbefreiheit abgekoppelt, dann könnte diese günstiger angeboten werden.

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9 Kommentare zu „YouTube vs. Werbeblocker: Nutzungsbeschränkungen werden getestet“

  1. Beatrix Willius

    Die Werbung auf YouTube ging mir irgendwann so auf den Zeiger, daß ich mir auch einen AdBlocker installiert habe. Alle paar Minuten kam eine Werbung.

    Ab sofort gehört Sir-Apfelot zu den Webseiten, die ich nur noch mit Tor lesen kann. Die überflüssige Push-Meldung kam sich mit der ebenfalls überflüssigen Cookie-Meldung ins Gehege, so daß ich keines von beiden wegklicken konnte. Beides kommt jedesmal, wenn ich einen Artikel lese.

    1. Hallo Beatrix!
      Bei welchem Gerät ist dir das mit den beiden Einblendungen passiert? Mac oder iPad/iPhone? Ich glaube, ich schalte diese Push-Sache aus. Das nutzt eh kaum jemand. LG und danke für deinen Hinweis! Jens

      1. Beatrix Willius

        Mit Safari 17.0 (Sonoma auf MacBook Air) konnte ich nichts wegklicken. Mit Chrome 114 konnte ich beide Dialoge wegklicken.

  2. Dieter Sbrzesny

    Ich empfehle als Alternative New Pipe. Es sind genau die gleichen Videos wie auf Youtube, ohne Werbung und mit der Möglichkeit kostenlos Videos herunterzuladen!

    1. Hallo Dieter! NewPipe dürfte für die meisten Leser hier keine Alternative sein, da NewPipe nur für Android verfügbar ist. LG, Jens

    1. Hallo Dieter! Ich sehe das Cookie-Fenster so gut wie nie, aber du hast recht. Da fehlt dieser Button. ich frage gleich mal bei dem Anbieter nach, wie man den einbauen kann. Sorry für die Umstände… es wird korrigiert!

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