CAMSTICKER® im Test: rückstandslos wiederablösbare Webcam Sticker

Auf Sir Apfelot gab es ja vor kurzem schon einen Bericht zum Thema „Webcam Abdeckung“. Darin haben wir diverse Aufkleber-Sets unterschiedlicher Hersteller vorgestellt, die man nutzen kann, um die Facetime-Kamera an iPad oder iPhone sowie die Webcam in iMac oder MacBook abzukleben. Bezugnehmend auf den Beitrag hat mir der Hersteller der CAMSTICKER® geschrieben, dass sie mir gerne ein paar Sets zum Testen senden würden. Ein Angebot, das ich gerne angenommen habe, um mir einen praktischen Eindruck der Sticker machen. Zwei Tage nach meiner Antwort kam dann schon ein Umschlag mit den kleinen Antispionage-Stickern bei mir an.

Die Sets von CAMSTICKER® bieten hauptsächliche Varianten in Farben und Größen. Bunte Muster oder nerdige Icons sind nicht der Schwerpunkt des Portfolios. Für meinen Geschmack passt das aber gut zum schlichten Design der Apple Produkte (Fotos: Sir Apfelot).

Die Sets von CAMSTICKER® bieten hauptsächliche Varianten in Farben und Größen. Bunte Muster oder nerdige Icons sind nicht der Schwerpunkt des Portfolios. Für meinen Geschmack passt das aber gut zum schlichten Design der Apple Produkte (Fotos: Sir Apfelot).

Breite Auswahl an Farben und Größen

Die CAMSTICKER® Webcam Aufkleber gibt es in diversen Sets mit unterschiedlichen Größen, Mengen und Farben. Damit ich mich bei meinem Test richtig ausleben konnte, wurden mir etliche Sets in Schwarz, Weiß, Rot und Alu-Silber zur Verfügung gestellt.

In der Praxis würde ich die Wahl der Farbe natürlich auf die Farbe des jeweiligen Gerätes abstimmen – es sei denn, man möchte es besonders auffällig haben, damit der Sticker direkt ins Auge fällt. Eine kontrastreiche Farbwahl mag Sinn machen, wenn man ihn hier und da mal lösen möchte, weil man dann schneller die Stelle findet, an der man ihn ablösen kann. Ich lasse die Aufkleber jedoch sehr lange am Platz und entsprechend ist mir eine angepasste Farbe bei den Aufklebern lieber.

Ich habe lediglich für meine Fotos teilweise eine andere Farbe mit Kontrast zum Untergrund genutzt, damit man den Webcam Sticker besser sieht. “Falsche Farbwahl” für Dokumentationszwecke sozusagen. 😉

Die Facetime-Kamera des iPad ist bei mir so gut wie nie in Gebrauch. Entsprechend ist ein dauerhaftes Abkleben derselben durchaus sinnvoll. Im Normalfall hätte ich jedoch eher Schwarz als Farbe gewählt. ;-)

Die Facetime-Kamera des iPad ist bei mir so gut wie nie in Gebrauch. Entsprechend ist ein dauerhaftes Abkleben derselben in meinem Sinne. Im Normalfall hätte ich jedoch eher Schwarz als Farbe gewählt. 😉

Webcam Sticker im Praxistest

Nachdem ich die Fotos der CAMSTICKER® Packungen gemacht habe, ging es ans Ausprobieren. Dabei fiel mir positiv auf, dass man die Packungen der Sticker wieder verschließen kann. In der Regel möchte man ja nur einen oder zwei entnehmen und leert selten die komplette Packung. Durch den Verschluss kann man das angebrochene Set wieder staubdicht verschließen und später bei Bedarf wieder auf die Aufkleber zurück greifen.

Die Verpackung der CAMSTICKER® läßt sich leicht öffnen und wiederverschließen, was bei großen Sets sehr sinnvoll ist.

Die Verpackung der CAMSTICKER® läßt sich leicht öffnen und wiederverschließen, was bei großen Sets sehr sinnvoll ist, da man sicher nicht alle Sticker auf einen Schlag verwendet.

Die zweite positive Sache betrifft den Kleber mit denen die Sticker haften. Die Aufkleber lassen sich – wie vom Hersteller versprochen – rückstandsfrei wieder ablösen. Aber – und das steht nicht in der Werbung – man kann die Webcam Sticker auch kurzzeitig lösen, um ein Foto zu machen und dann wieder aufkleben. Das funktioniert natürlich nicht unendlich oft, aber 5 bis 6 mal kann man sie problemlos wieder verwerten. Das ist für mich ganz hilfreich, da ich zum Beispiel die Facetime-Kamera des iPhone nur sehr selten nutze. Ebenso wie die iSight-Kamera an meinem MacBook.

Die Frontkamera des iPad Pro 9,7 Zoll steht – wie beim iPhone auch – aus dem Gehäuse heraus. Hier passt die kleinste Größe der Webcam Aufkleber gut.

Die Frontkamera des iPad Pro 9,7 Zoll steht – wie beim iPhone auch – aus dem Gehäuse heraus. Hier passt die kleinste Größe der Webcam Aufkleber gut.

 

Der Sticker auf der iPad-Kamera fällt kaum auf. Lediglich der kleine Schnipsel zum Abziehen steht etwas hervor.

Der Sticker auf der iPad-Kamera fällt kaum auf. Lediglich der kleine Schnipsel zum Abziehen steht etwas hervor.

Tipps zur Verwendung

Ein Tipp noch zum Anbringen der CAMSTICKER®: Zur besseren Positionierung habe ich die Kamera aktiviert und dann auf die entsprechende Front- oder Rückseitenkamera umgeschaltet. So sieht man direkt, ob der Sticker auch die komplette Kamera abdeckt. In meinem ersten Test am iPad habe ich ihn nämlich nicht richtig positioniert, so dass man noch einen offenen Streifen hatte, durch den die Kamera „geschaut“ hat.

Um direkt beim Abkleben die Position der Sticker zu prüfen, ist es hilfreich, die Kamera zu aktivieren. So sieht man gleich, wenn der Webcam-Sticker – wie hier bei mir – falsch positioniert ist.

Um direkt beim Abkleben die Position der Sticker zu prüfen, ist es hilfreich, die Kamera zu aktivieren. So sieht man gleich, wenn der Webcam-Sticker – wie hier bei mir – falsch positioniert ist.

Wenn man wie auf der Vorderseite des iPad oder iPhone eine größere Fläche hat, würde ich auch empfehlen einen größeren Aufkleber zu nutzen. Diese lassen sich leichter aufbringen und es ist weniger schwer, das Kamerasichtfeld zu „erwischen“.

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Einzig für die herausstehende Frontkamera von iPhone und iPad ist die Verwendung der kleinsten Größe sinnvoll, damit der Sticker nicht über den Rand absteht.

Gute Wahl: Passende Farbe zum Untergrund

Die Farbvarianten sind hilfreich, wenn man nicht gerade so quietsch-bunte Webcam-Sticker sucht, wie wir sie im letzten Beitrag vorgestellt haben. Wer eher auf dezente Optik steht, der kann durch schwarze, weisse und silbergraue Aufkleber sein iPhone oder iPad „spionagesicher“ machen und muss trotzdem nicht das elegante Design verschandeln.

Für mein altes Retina-iPad (Gen. 3) ist zum Beispiel ein großer, silberner Aufkleber perfekt. Wie man auf den Fotos sieht, kann man aus einer gewissen Entfernung kaum noch erkennen, dass ein Aufkleber über der Kamera ist.

Die silbernen Aufkleber passen farblich perfekt zum Alugehäuse des iPad.

Die silbernen Aufkleber passen farblich perfekt zum Alugehäuse des iPad.

Bei der iPhone Rückkamera hatte ich schon Probleme, ein Foto zu machen, auf dem man den Aufkleber noch erkennt – Schwarz auf Schwarz ist eben eine Herausforderung für jede Kamera. 🙂

Kritikpunkt: Schnelle Beschädigung durch Fingernägel

Ich bin mit den Aufklebern von CAMSTICKER® grundsätzlich sehr zufrieden. Das einzige, das ich kritisieren könnte, wäre das Material der Aufkleber (Ausnahme sind die silbernen Aufkleber), das bei mir teilweise schon beim Ablösen mit dem Fingernagel eingeknickt und zusammen geklebt ist. Vielleicht habe ich auch einfach noch nicht den Dreh rausgehabt, aber in einem Drittel der Fälle stand nach dem Anbringen der Sticker eine klitzekleine-kleine Ecke ab, weil ich scheinbar nicht vorsichtig genug war.

Aber zu der Kritik kann ich dann auch gleich wieder ein Lob hinterher schieben, denn die Aufkleber haben – trotz der kleinen abstehenden Stellen – einige Tage in meiner Gesäßtasche am iPhone verbringen müssen. Bisher hat sich da nichts weiter abgelöst, was ich als sehr positiv bewerten würde.

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Warum ich die Schiebe-Abdeckungen für die iPhone-Kamera nicht empfehlen kann

Übrigens ist auch genau dies der Grund, warum ich von diesen Schiebe-Magnet-Webcam-Abdeckungen abraten würde. Bei diesen Dinger klemmt, die Scheibe nur durch Magnetismus am Rahmen, was natürlich dazu führt, dass die Abdeckung sich ständig in den Hosentaschen verselbständig und man früher oder später nur noch den Rahmen am Smartphone kleben hat, aber keine Scheibe mehr, um die Webcam abzudecken. Aus dem Grund sind die Webcam Sticker die bessere Lösung, um dauerhaft “Ruhe” zu haben.

Mein Fazit

Ich muss gestehen, dass ich mir erst nach dem Anschauen der Serie “Mr. Robot” darüber Gedanken gemacht habe, wie man die Kameras von Smartphones, Tablets oder Laptops als böser Bube oder böses Mädchen ausnutzen kann. In dem Film wird ein Trojaner auf das Notebook einer Frau geschmuggelt, über den der Bösewicht dann kompromittierende Szenen in der Wohnung mitschneidet. Diese werden dann zur Erpressung eingesetzt. Für mich war das ein durchaus realistisches – und erschreckendes – Szenario, das ohne Raketentechnik auskommt.

Und wer dies immernoch zu unrealistisch findet, der sollte einfach mal nach “Bundestrojaner” googlen. Da sieht man dann, welchen Ehrgeiz die Geheimdienste an den Tag legen, um die versteckte Kontrolle über Smartphones zu bekommen. Dass wir hier sicher auch als Apple-Nutzer nicht 100% sicher sind, dürfte klar sein. Die kleinen Webcam-Aufkleber kosten nicht die Welt und sorgen für einen guten Beitrag im Bereich “private Spionageabwehr”.

Ob man zur Abdeckung der Kameras nun ein Stück Panzerband aufs Smartphone klebt oder lieber auf Webcam-Sticker zurück greift, bleibt natürlich euch überlassen. 😉

Ich kann den Webcam Aufklebern von CAMSTICKER® jedenfalls gute Noten in Hinsicht auf die Qualität bescheinigen. Wer sowohl Laptop, wie auch Tablet und Smartphone besitzt, sollte vielleicht zum Set mit den gemischten Größen greifen. Damit hat man die besten Chancen, dass man alle Kameras abdecken kann.

CAMSTICKER Webcam Sticker Set
Ganze 39 Webcam Aufkleber in unterschiedlichen Größen erhält man hier für unter 10 Euro. Die kleinen Sticker, die die Rückseitenkameras der gängigen Smartphones abdecken, sind am häufigsten enthalten.

Und wie gesagt: Die Aufkleber lassen sich ein paar mal wieder verwenden, so dass man lange keine neuen braucht, wenn man nicht täglich mehrmals die Kamera wieder neu ankleben möchte.

Danke nochmals an CAMSTICKER® für die vielen Sets, die meinen Bedarf für die nächsten 10 Jahre sicher decken. Für euch noch der Hinweis: Diese Tests von Produkten schreibe ich ohne monitären oder vertraglichen Zwang, dass dabei ein positives Ergebnis rauskommen muss. Ich bin so frei, dass ich auch Kritik über Produkte äußere, wenn mir etwas auffällt.

 

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Jens Kleinholz, den meisten Lesern des Blogs eher als "Sir Apfelot" bekannt, arbeitet seit über 20 Jahren mit Macs und hätte sich garantiert damals schon ein iPhone gekauft, wenn Steve Jobs es mal ein bisschen früher erfunden hätte. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er selbstständig und bringt mit seiner SEO-Agentur NET-TEC internet solutions die Homepages von Kunden auf die vordersten Plätze bei Google.

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