Colossatron: „Zerstöre-die-Welt-Spiel“ wird Gratis-App der Woche

Im Spiel Colossatron geht es hauptsächlich darum, die Welt zu vernichten – diese Woche zum Nulltarif! ;-)

Das Puzzle Tsuro von letzter Woche war ja ein Spiel ganz nach meinem Geschmack. Wie flexibel das Team von Apple sein muss, das die Gratis-App der Woche aussucht, zeigt sich bei der Wahl für diese Woche: Colossatron von Halfbrick Studios (sicher vielen bekannt durch den Klassiker „Fruit Ninja“) ist ein Spiel, bei dem man relativ wenig nachdenken muss. Es lebt hauptsächlich von den visuellen Effekten und dem Spaß am Kaputtmachen.

Im Spiel Colossatron geht es hauptsächlich darum, die Welt zu vernichten – diese Woche zum Nulltarif! ;-)

Im Spiel Colossatron geht es hauptsächlich darum, die Welt zu vernichten – diese Woche zum Nulltarif! 😉

Spielprinzip

Das Spielprinzip ist ein bisschen Match-3, jedoch ohne, dass es schlimm wäre, wenn mal was nicht „matched“. Man kommt als Colossatron auf die Welt geflogen und muss dann nach und nach etliche Städte zerstören. Colossatron selbst ist eine Schlange, in die man Elemente einklicken kann, die auf dem Spielfeld rumfliegen. Die Elemente verlängern dabei die Schlange, aber sie kombinieren sich auch automatisch zu neuen Farben oder größeren Elementen (wenn man drei gleiche hintereinander setzt).

Die Elemente sind in Colossatron in der Regel Waffen oder Extras wie Schutzschilde, Doppelfeuer, Bomben oder ähnliches. Die Waffen kann man sich während des Spiels einfach so vom Spielfeld auflesen und in die Schlange einfügen, die auf diese Weise immer länger wird – wären da nicht die Gegner, die einen unter Beschuss nehmen und so immer mal wieder Elemente aus der Schlange raus schiessen.

Ziel des Spiels

Das Ziel ist jeweils die vollkommene Zerstörung der jeweiligen Stadt. Dazu fährt die Colossatron Schlange selbständig kreuz und quer durch die Landschaft (oder durch Gebäude) und schießt derweil aus allen Rohren. Man selbst konzentriert sich darauf, per Drag-and-Drop die Elemente zu sammeln und die Schlange auf diese Weise zu pimpen.

Gegen Ende kommen dann in der Regel noch Boss-Kämpfe, in denen man besonders stark beschossen wird. Hier lohnt es sich dann zum Beispiel mal eine Bombe manuell zu zünden, die man manchmal unterwegs findet.

Wenn ihr euch einen Einblick in das Spiel verschaffen möchtet, dann kann ich euch diesen Trailer empfehlen. Er zeigt zwischendurch auch mal, was wirklich im Spiel passiert: Nämlich wie die Schlange über die Überfläche krabbel. Alles andere ist „Werbung“, die im Spiel selbst nicht vorkommt.

In-App-Käufe – muss das wirklich sein?

Ja, richtig gelesen. Das Spiel selbst ist gratis, aber im Spiel gibt es leider zahlreiche Möglichkeiten, echtes Geld loszuwerden. Dafür kann man sich zum Beispiel Spielwährung kaufen und diese dann wiederum in stärkere Waffen oder dauerhafte Kampfeigenschaften umsetzen.

Man kommt allerdings auch ganz gut ohne Geld aus. Zwischen den einzelnen Städten gibt es ein Menü, in dem man seine Schlange reparieren lassen kann. Das habe ich einmal gemacht, weil ich soviel Geld im Spielwährung über hatte, aber in den folgenden Leveln habe ich einfach nichts mehr ausgegeben und bin trotzdem immer weiter gekommen.

Fazit

Keine Frage, das Spiel ist ein Hingucker. Es blinkt und leuchtet an allen Ecken, aber ein Spiel lebt eben nicht nur von den visuellen Reizen sondern benötigt auch ein fesselndes Spielprinzip. Und genau hier hapert es bei Colossatron. Die Schlange steuert sich quasi selbst und man steckt nur die Elemente zusammen. Am Anfang ist das noch ganz lustig, weil hier und da auch noch ein Extra in der Stadt verbuddelt ist, über das man sich freut, aber länger als 15 Minuten konnte mich das Spiel nicht fesseln.

Vielleicht ist es einfach nicht so meine Art von Spiel, aber ich würde mir insgesamt ein bisschen mehr Einfluss auf den Spielverlauf wünschen. Genauso fehlt mir die Information, welche Waffen für welchen Zweck sind. Man hat zwar nicht wirklich einen Einfluss darauf, welche Elemente bzw. Waffensysteme man findet, aber für was benötigt man sechs verschiedene Waffenarten, wenn man nicht einmal weiß, was diese genau bringen? Ein englischer Kommentator im App-Store schrieb sehr passend: „Nice and fun, but I have no idea what I am doing when I am playing this game!“ 😀 Das trifft es ganz gut…

Militär besiegt – so endet jeder Level… aber man fragt sich immer wieder, wie es dazu kam. :D

Militär besiegt – so endet jeder Level… aber man fragt sich immer wieder, wie es dazu kam. 😀

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass das Spiel ein wirklich schnelles iPhone bzw. iPad fordert. Im App-Store liest man in den Bewertungen von Leuten mit einem iPhone 6, dass es irgendwann quasi unspielbar wird, wenn die Schlange sehr lang ist und aus 1000 Kanonen schießt. Hier scheint dann sogar der Grafik-Chip vom iPhone 6 überfordert zu sein. Bei meinem iPhone 7 Plus lief alles flüssig, aber ich mag grundsätzlich eher Spiele, die auch auf älteren Geräten funktionieren.

Nicht zuletzt finde ich die In-App-Käufe einfach nur nervig. Die Spiele sollten einen Festpreis kosten und dann möchte ich bitte auch Ruhe von derartigen Geldschneidereien haben. Wer grundsätzlich solche Spiele nichtmal installiert, sollte von Colossatron gleich die Finger lassen. Man kann es zwar auch ohne In-App-Käufe spielen, aber man wird dennoch ständig damit konfrontiert.

Wer trotz aller Kritik noch Lust hat, dem Spiel eine Chance zu geben, der findet es hier im App-Store.

 

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