Der teuerste Kaffee der Welt… ist nicht Kopi Luwak!

Kaffee-Auswahl

Als ich das erste mal von Kopi Luwak gehört habe, habe ich wohl ein sehr seltsames Gesicht gemacht haben. Mit der Nennung des Namens war nämlich auch gleich die Erklärung gekommen, warum die Kopi Luwak Kaffeebohnen bzw. Kape Alamid Coffee so teuer sind: Sie werden als Kaffeekirschen von den Schleichkatzen – eine Katzenart – aufgefressen und dann unverdaut wieder "hintenrum" ausgeschieden. Da die Katzen die Bohnen nicht verdauen können, werden sie im Magen fermentiert und landen dann als "Haufen" wieder im Wald. Nach dem Einsammeln muss man sie reinigen und trocknen und rösten. Die ganze Prozedur ist sehr aufwändig und so kostet bei uns ein Kilogramm von diesen Kaffeebohnen ab 200 EUR aufwärts.

Kaffee-Auswahl

Mache ich meine Kopi Luwak Kaffeebohnen zu Espresso, Cappuchino, Milchkaffee oder… ? Ich kann mich nicht entscheiden!

Wer jetzt nicht weiterlesen möchte, sondern sich eigentlich dafür interessiert, wo er den Kopi Luwak her bekommt, der sei auf dieses Angebot auf Amazon hingewiesen. Dort findet man den Katzenkaffee, der aber von freilebenden Tieren "veredelt" wird. Aus ethischen Gründen, sollte dies die Version sein, die man bestellt. Die 5-Sterne-Bewertungen zeigen aber auch, dass es sich auch vom Geschmack her um hervorragenden Katzenkaffee handelt:

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  • Die weltweit einzigartige Kaffeebohnen Spezialität aus Indonesien
  • Schonend hell geröstet
  • Bestens für besondere Anlässe geeignet

Kopi Luwak wird von ISS-Weltraumkaffee noch getoppt!

Bisher galt der Kopi Luwak immer als "teuerster" Kaffee der Welt. Nachdem ich heute aber in einem Spiegel-Online-Bericht gelesen habe, dass die Jungs auf der ISS ganze 50 kg Kaffee hochgeschickt bekommen, war mir klar, dass DAS der teuerste Kaffee der Welt sein muss – nein, was sage ich: Der teuerste Kaffee des ganzen Sonnensystems!

Ich habe leider nicht herausfinden können, welche erlesene Kaffeesorte die Astronauten auf der Internationalen Raumstation geliefert bekommen, aber ich glaube bei den Kosten für den Transport ist es auch ziemlich egal, ob sie Senseo-Pads, Nespresso-Kapseln, Instantkaffee oder Kopi-Luwak-Bohnen samt Kaffeemühle geschickt bekommen… der Einkaufspreis des Kaffees dürfte nicht viel am Gesamtpaket mit den Transportkosten ausmachen.

Hohe Versandkosten machen den Weltraumkaffee teuer

Nun wollte ich aber doch mal wissen, was es kostet ein Kilogramm Nutzlast ins Weltall zu schicken. Dazu bin ich auf einer Seite der ESA fündig geworden, auf der ein – aus meiner Sicht sehr günstiger – Preis von 12.000 EUR pro Kilogramm genannt, den die Ariane Trägerrakete heruntergerechnet kostet, wenn man Dinge ins All schießen will.

Damit kommen wir auf einen Preis für Kopi-Luwak der bei 12.200 EUR pro Kilo liegt – wenn man ihn auf der ISS genießen möchte. Aber sicher haben die Sparheinis von der ESA wieder nur Billigkaffee hochgeschickt…

Warum ich keinen Kopi Luwak trinke…

Aber nun mal Spaß beiseite. Ich möchte dem Artikel trotz allem noch eine ernsthafte Note mitgeben. Der Kopi Luwak Kaffee wurde früher mal gewonnen, indem man die Häufchen der freilebenden Schleichkatzen eingesammelt und daraus die fermentierten Kerne der Kaffee-Kirschen geholt hat. Damals ging es den Schleichkatzen noch gut und der Kaffee hat geschmeckt.

Heutzutage wird das Ganze natürlich anders aufgezogen. Der Workflow wurde "optimiert": Anstatt den glücklichen Schleichkatzen zu folgen, sperrt man sie heute in kleine Käfige, legt ganze "Farmen" mit den armen Geschöpfen an und gibt ihnen einfach Unmengen der Kaffeekirschen zu fressen. Am Ende kommt auch wieder was raus, was sich Kopi Luwak nennt, aber ehrlich gesagt, vergeht mir bei solchen Geschichten der Appetit auf Kaffee.


Update 02.02.2017: Wie ich oben schon erwähnt habe, gibt es zum Glück auch Anbieter von Kopi Luwak, die sich die Mühe mit dem Einsammeln immernoch machen und den Katzenkaffee von freilebenden Tieren "gewinnen". Ihr findet diesen zum Beispiel hier bei Amazon. Andere Angebote, in denen nicht explizit erwähnt ist, dass er von freilebenden Tieren stammt, würde ich meiden.


Und wer nicht unbedingt Kopi Luwak sucht, sondern auch mit einer anderen leckeren Kaffeebohne leben kann, die nicht verdaut wurde, der kann meinen Tipp beherzigen: Holt euch ein Kilo von den Cream Diamonds Bohnen (mein absoluter Lieblingskaffee!), die kosten nur 15 EUR pro Kilo. Die restlichen 185 EUR, die ich im Vergleich zu Kopi Luwak gespart habt, spendet ihr an PETA und genießt euren Kaffee mit dem erhebenden Gefühl, etwas Gutes für die Tiere getan zu haben!

Peta Banner

Was man beim Luxus spart, kann man sinnvoll spenden. Grafik: PeTA. 🙂

 

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2 Kommentare

  1. Sir Katzalot sagt:

    Seit wann sind Schleichkatzen Affen?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Schleichkatzen

    • Sir Apfelot sagt:

      Gute Anmerkung! 🙂
      Ich dachte, ich hätte das mal in einem Radiobeitrag gehört. Aber Wikipedia weiss es besser. Ich ändere es gleich im Beitrag!
      VG!

      Sir Milchkaffeealot!

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