E-Scooter, Hoverboards und elektrische Einräder in Kürze legal auf deutschen Straßen

Aktuell häufen sich die Hinweise darauf, dass diverse Elektrofahrzeuge für private Nutzer in Deutschland legal nutzbar werden. Wo man E-Scooter, Hoverboards und elektrische Einräder derzeit nur auf privatem Grund fahren darf, da sollen sie bald für Fahrradweg und Straße legalisiert werden; natürlich mit einigen Auflagen und Voraussetzungen. Wie sich die Fakten- und Indizienlage gestaltet, das habe ich euch im Folgenden zusammengefasst. Wenn ihr noch keine Berührungspunkte mit dem Thema habt, dann könnt ihr auch gern mal in diese Beiträge rein schnuppern: Mein neues Hobby: Elektrisches Einrad (EUC) fahren (lernen) / Mit dem elektrischen Einrad KingSong KS 18 L durch das deutsche Winter-Schmuddelwetter.

E-Scooter, Hoverboards und elektrische Einräder sollen noch 2019 legal auf deutschen Straßen werden. Foto: Sir Apfelot

E-Scooter, Hoverboards und elektrische Einräder sollen noch 2019 legal auf deutschen Straßen werden. Foto: Sir Apfelot

Hinweise auf Legalisierung im Handelsblatt

Von „Mikromobilität“ wird im Handelsblatt geschrieben. Es heißt, dass vor allem der Verkehrsminister Andreas Scheuer (CDU) nun in dieser Richtung schnelle Lösungen vorantreiben möchte. So soll laut Handelsblatt schon seit einigen Monaten eine Verordnung im Verkehrsministerium vorbereitet werden, die den Weg für E-Scooter, Hoverboards und elektrische Einräder auf deutschen Radwegen und Straßen ebnen. Vor allem die Richtlinien hinsichtlich der „Fahrzeuge mit Lenkstange“ seien so gut wie fertig. Bevor aber geltende Gesetzestexte daraus werden, müssen noch die Europäische Kommission und der Bundesrat drüber schauen. 

E-Fahrzeuge ohne Lenkstange, also Hoverboards und Einräder, sollen überdies eine Ausnahmeverordnung bekommen; und das noch bis Mitte 2019. Falls der Bundesrat die Zulassung solcher Fahrzeuge auf deutschen Straßen durchwinkt, könnte dieses Jahr also ein regelrechter Hype um jene Art der Fortbewegung aufkommen. Dass übrigens nicht nur die Überlegungen des Ministers und des Ministeriums, sondern auch der Wirtschaft hinter der kommenden Legalisierung stehen, wird dann deutlich, wenn man sich den Markt für E-Scooter-Verleihe anschaut. Auch darüber berichtet das Handelsblatt.

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E-Scooter und andere E-Fahrzeuge in Deutschland – das gilt es zu beachten

Es gibt neben der umfangreichen Mobilität und dem Einsparen von Kraftstoffkosten noch viele weitere Vorteile von E-Scootern, Hoverboards und elektrischen Einrädern. So soll in der kommenden Verordnung geregelt sein, dass man für die Fahrzeuge keine Kennzeichen benötigt. Ein-zwei Punkte, die ein wildes Verkehrschaos verhindern sollen, sind aber schon öffentlich geworden, andere noch fraglich. Hier die für mich aus EUC-Fahrer (EUC = Electric Unicycle) wichtigsten Punkte zum Thema:

  • Man braucht kein Kennzeichen am Fahrzeug
  • Es gilt eine Versicherungspflicht; die Versicherungsplakette muss am Gerät angebracht sein
  • Es gibt keine Helmpflicht (ich werde aber trotzdem einen tragen)
  • In ersten Entwürfen war vom Mofa-Führerschein als Voraussetzung die Rede, aktuell heißt es, dass man keinen Führerschein brauchen wird
  • Die Höchstgeschwindigkeit für die Fahrzeuge ist noch nicht festgelegt; technisch fahren einige elektrische Einräder schon über 50 km/h – auch wenn ich das im realen Leben keinesfalls ausprobieren möchte

Was sagt ihr zum Thema? Lasst gern einen Kommentar dazu da ;)


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5 Kommentare

  1. Oberknaller sagt:

    Hi. Wollte mal fragen, ob es Meuerungen zum.Fahren von EUCs im Straßenverkehr gibt. Ost etwas aus den für 2019 angestrebten Erlasse diesbezüglich geworden? Bin recht neu im Thema, bin mir aber sehr sicher,dass ich zumindest ein Einsteigermodel für meinen Arbeotsweg von ca12km testen möchte.

    • Jens Kleinholz sagt:

      Hallo Oberknaller! Also nach meinem Wissen gab es eine Änderung bezgl. der E-Scooter, aber das war ein Schuss in den Ofen. Gilt nur für Geräte mit Bremsen und Klingel am Lenker. Damit sind EUCs aussen vor, da sie keine Bremsen in der Hinsicht haben und auch keinen Lenker mit Klingel. Das heißt, aktuell fährt man noch illegal durch die Gegend und wird – je nach Gemütszustand der Polizisten – bestraft oder nicht. Es bleibt also ein Risiko. Das größte Problem sehe ich jedoch in der fehlenden Versicherung. Wenn du mit einem EUC im Straßenverkehr einen Unfall auslöst, musst du für alle Schäden höchstpersönlich aufkommen, da keine Versicherung zahlen wird. Aus dem Grund findet man mich eher auf Feldwegen oder im Wald.

      • sid240179 sagt:

        Das stimmt. Leider ist die Gesetzeslage hier noch immer der Technik hinterher. Um das zu ändern kann man z.B. demnächst wieder beim Free Hands Ride mitmachen:

        https://electricempire.de/free-hands-rides-2021/

        20Km auf Elektrokleinstfahrzeugen mit Polizeieskorte legal durch Berlin. Letztes Jahr waren es ca 400 Teilnehmer. Je mehr wir werden, desdo eher muss die Politik uns endlich Ernst nehmen. Solche Demos gibt es übrigens auch in anderen Städten, bzw lassen sich auch in anderen Städten organisieren.

  2. Oberknaller sagt:

    Es ist eine dermaßen vergebene Chance, diese Art des Individualverkehrs so im Regen stehen zu lassen… Und wenn sich auf Bundesebene nichts bewegt, wie sollen einzelne Bundesländer oder Kommunen dort Regeln aufstellen, die vielleicht dann später als rechtswidrig zurückgenommen werden müßten… ich freue mich jedenfalls auf mein EUC und werde trotz der Widrigkeiten versuchen, damit 2xwöchentlich meinen Arbeitsweg von ca15km zu bestreiten. Da kann man sich für die nächsten Jahre nur Glück wünschen, dass man nicht angehalten wird…

    Viel Erfolg mit den freehandsriders2021!

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