Die neue Finn Fahrradhalterung für das Smartphone – die neue Version 2015 im Test

FINN Anschreiben zum Testen
FINN Anschreiben zum Testen

Das Anschreiben mit der Bitte, den FINN mal auf Herz und Hieren zu testen.

Vor einigen Wochen bekam ich Post von den Bike Citizens. Im Umschlag ein Anschreiben, dass der neue FINN im Design von Anfang 2015 nun bald verfügbar sei und die Bitte, dass ich ihn doch mal testen solle. Ich nehme an, die Jungs haben meinen Beitrag über den „alten FINN“ im Blog entdeckt und sich gedacht, dass ich ein guter Tester wäre. Der Bitte komme ich natürlich gerne nach. Beim Anschreiben lagen auch gleich zwei neue FINNs, die ich nach Herzenslust quälen solle. Wortwörtlich lautete der Hinweis „Go ahead, try to break me.“. Na, da mache ich doch mal mit! 🙂

Was ist der „FINN“ überhaupt?

Um es kurz zu machen, zitiere ich einfach mal die Produktverpackung: Der FINN ist „die universelle Halterung“ für „jedes Smartphone – jedes Fahrrad“. Selbst die großen Smartphonemodelle wie das iPhone 6 plus oder das Samsung Galaxy 6 und auch dicke Lenkerstangen von manchen Mountainbikes sollen dem FINN keine Grenze setzen. Ich habe in Kundenbewertungen auch schon gelesen, dass einige den FINN auch nutzen, um das iPhone am Motorradlenker zu befestigen. Aufgrund der Stabilität würde ich mir da auch keine Gedanken machen. Hier im Video des österreichischen Herstellers könnt ihr die Montage und Funktion des FINN im Detail sehen:

Der Zugtest: Kann man den FINN zerreissen?

Da im Päckchen zwei FINNs lagen, habe ich mir einen FINN mal vorgenommen, um zu sehen, wieviel er „auf Zug“ aushält. Dazu habe ich ihn jedoch nicht montiert, sondern die Finger jeder Hand in ein Ende des FINN eingehängt und dann mal kräftig gezogen. Er hat sich enorm lang ziehen lassen, aber gerissen ist er nicht. Nun müsst ihr aber nicht glauben, dass ich vorsichtig gezogen habe. Ich denke ich habe mindestens die Spannung aufgebaut, die man erhält, wenn man den FINN mit einem Smartphone einspannt. Aber passiert ist nichts – soweit so gut.

FINN 2 Fahrradhalterung am Lenker montiert

So sieht es aus, wenn die FINN Fahrradhalterung am Lenker montiert ist. Wenn man sich ein bisschen mehr Zeit nimmt, kann man die Silikonbänder auch noch komplett aus dem Display bekommen. Mir war das jedoch nicht so wichtig… (Fotos: JK).

Montage am Fahrradenker

Um den FINN zu verwenden, wickelt man ihn praktisch einmal um den Lenker. Dann steckt man eine kleine Lasche durch ein Schlitz auf der anderen Seite der Halterung und spannt dann das Smartphone mit den Ecken in den Öffnungen der Silikonlaschen ein. Der Vorteil bei dieser Methode ist, dass man nicht für jedes neue iPhone Modell einen neuen Handyhalter am Lenker benötigt. Egal ob iPhone 4, iPhone 6 oder sogar iPhone 6 Plus: Der Finn hält alles bombenfest am Lenker. Das alte Modell war noch etwas wenig flexibel und war für die grossen Smartphones nicht ausgelegt. Der neu designte Finn dagegen könnte sogar mit dem iPad mini funktionieren, wenn man es auf die Spitze treiben möchte.

FINN die neue Version 2015

Die 2015er Version des FINN erkennt man an der kleinen geriffelten Lasche, die ich hier mit meinem Daumen verdecke. Auch die Auflagefläche hat sich meiner Ansicht nach im Vergleich zum alten FINN vergrößert.

Eine weitere Verbesserung ist die „Polsterung“ die nun unter dem Smartphone ist. In der Mitte ist der FINN deutlich dicker geworden und bietet durch die Konstruktion eine fast ebene Auflagefläche für das Smartphone. So vibriert es deutlich weniger und man kann auch bei holpriger Strecke besser das Display ablesen. Ich habe euch mal ein Foto von hinten gemacht, so dass ihr die Auflagefläche besser erkennen könnt (roter Kreis).

Befestigung des FINN 2

Die Befestigung des Smartphones auf dem FINN ist verbessert, da hier die Auflage für das Handy dicker und großflächiger geworden ist.

Fazit: Obwohl der alte FINN schon top war … der neue Finn toppt es!

Die Macher des FINN haben sich definitiv nicht auf dem Erfolg des alten Modells ausgeruht und sich Gedanken über Verbesserungen gemacht. Ich nehme an, dass auch das Silikon nun besser ist, denn beim alten Modell kam es sehr vereinzelt mal zum Zerreissen der Halterung – vor allem dann, wenn man versucht hat, ein grosses Smartphone einzuspannen. Ich kann nach den wenigen Wochen noch nichts über die Haltbarkeit auf Dauer sagen, aber ich gehe schwer davon aus, dass die Hersteller der Haltertung auch diesen Aspekt im Blick hatte, denn frühere Reklamationen wegen Reissens wurden nach meinem Wissen immer unkompliziert mit einem neuen FINN aus der Welt geschafft.

Mit dem neuen FINN ist die Konstruktion in Details verbessert worden und so finde ich ein Upgrade auf den neuen Finn sehr sinnvoll. Besonders wenn man mit einem iPhone 6 plus unterwegs ist. Der FINN bietet übrigens auch genug Flexibilität, um seine Handyhülle am Smartphone zu belassen, ich habe den Schutz gerne immer am iPhone und würde ihn ungern für eine Radtour abbauen müssen. Weiterhin ist auch der Homebutton noch gut bedienbar. Sogar TouchID ist kein Problem, wenn man das untere Silikonband etwas nach unten schiebt.

Aus meiner Sicht eine tolle Smartphone-Halterung zu einem guten Preis! Gut gemacht! 🙂

Ich möchte den FINN mit dem neuen Design kaufen! Wo geht das?!?

Wenn ihr euch den FINN kaufen möchtet, dann geht dies entweder über die Homepage des Herstellers unter getfinn.com oder über Amazon. Achtet aber beim Kauf, dass ihr das neue Design erwischt. Es sind noch etliche alte Modelle in Shops unterwegs. Das neue Modell hat an dem oberen Ende eine kleine Lasche mit Riffeln. Daran erkennt ihr schnell, ob es das neue oder alte Modell ist. Ich habe euch das neue hier verlinkt:

Noch ein Hinweis: Zu jedem FINN gibt es einen Code für den Download eines Stadtpaketes der Bike Citizens App (bis vor kurzem hieß sie noch BikeCityGuide) im Wert von 4,49 Euro. Die App bietet Fahrradnavigation in etlichen Städten Deutschlands. Bitte prüft vor dem Kauf, ob das Angebot so noch stimmt. Es kann sein, dass sich dies mal ändert.

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7 Kommentare

  1. Wiebke sagt:

    Vielen Dank, ich freue mich, dass du auch so begeistert bist vom neuen FINN!
    Und, dass du mein Angebot herausgepickt hast. 🙂
    Schönen Gruß aus Berlin
    P.S. Werde dein Review auch noch auf meiner Seite verlinken wenn das für dich OK ist.

    • Sir Apfelot sagt:

      Hi Wiebke! Danke für deinen Kommentar, natürlich freue ich mich, wenn du meinen Beitrag bei dir verlinkst. 🙂 Grüße aus Nordhessen!

  2. Handyhalterung fürs Fahrrad & mein neuer Shop Wome'n'Roll sagt:

    […] Auf dem Sir Apfelot-Blog habe ich gestern einen sehr schönen und ausführlichen Testbericht der optimierten Version der FINN Smartphone-Halterung fürs Fahrrad entdeckt. Dazu gibt es detaillierte Fotos und die Beschreibung eines Härtetests des Silikonmaterials. Aber seht & lest selbst! […]

  3. Ralf sagt:

    Hi… Toller Bericht. Danke!
    Mich würde noch interessieren, ob man den Finn so zurechtruckeln kann, dass ich beim iPhone an den Lightning Anschluss das Kabel anschließen kann, um unterwegs am Akkupack zu tanken.
    Gruss,
    Ralf

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Ralf! Ja, ich habe das eben mal mit meinem iPhone 6 probiert. Geht problemlos. Man schiebt den Steg unten vom Finn einfach ein Stückchen nach links oder rechts und schon hat man Platz für den Lightning-Stecker. An der Stabilität der Halterung ändert das nichts. Also ein JA auf deine Frage. 🙂

  4. Jörg sagt:

    Hallöchen!
    Bei allen Tests zu Befestigungen für Smartphones am Fahrrad, stellt sich mir die Frage, inwieiweit die Erschütterungen beim Fahren das Innenleben eines (meist teuren) Smartphones „beansprucht“ bzw. ruiniert.
    Gibt es dazu irgendwelche Infos?

    • Sir Apfelot sagt:

      Ich habe keine Herstellerinfos, aber dadurch, dass der Finn aus Silikon ist und keine starre Halterung als Kunststoff oder Metall, federt er Erschütterungen sowieso schon etwas ab. Aber davon abgesehen, werden die Hersteller von Smartphones sicher schon in dieser Richtung Tests durchführen. Ich denke, es gäbe für Apple keine gute PR, wenn die iPhones nach 3 Wochen an einer Fahrradhalterung auseinanderfallen würden. Ich bin aus dem Grund ganz gelassen in dieser Hinsicht…

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