Frage: Welches Farblaser-Multifunktionsgerät für den Mac sollte ich nehmen?

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Heute kam eine Frage von einer Leserin, die sich für ein Multifunktionsgerät interessiert, das mit Farblaser-Technik arbeitet:

Das ist gefragt…

Hallo Sir Apfelot,

ich interessiere mich für (Farb-)Laser-Multifunktionsgeräte, die mit Mac kompatibel sind. Kannst du ein bestimmtes Gerät empfehlen? Du verwendest noch den Brother, den du auf deinem Blog erwähnt hast?

Ich bräuchte ein bisschen technische Nachhilfe. 😉 Was genau ist das Air Print? Und kann ich mir jegliches Gerät anschaffen und mit entsprechenden Treibern funktioniert das Gerät dann eh immer mit Mac? Aber warum hat dann Apple auf der Website bestimmte Geräte autorisiert? Ein Fachangestellter in einem Druckershop hat mir das mal versucht zu erklären, dass da bestimmte Schnittstellen nicht passen könnten, man extra Apps benötigt um Scannen zu können…?

So ganz habe ich das alles noch nicht durchschaut. Vielleicht hast du ein paar Hinweise für mich oder einen Vorschlag für aktuelle Geräte, die es auf dem Markt gibt.

Danke schon mal und liebe Grüße aus Österreich!

Klärung von Details

Dazu hatte ich jedoch ein paar Rückfragen. 🙂

  1. Möchtest du per WLAN drucken oder reicht es dir, wenn dein Mac per USB mit dem Drucker verbunden ist?
    Ihre Antwort: “Diesbezüglich habe ich gerade keine eindeutige Position. Prinzipiell reicht mir, glaube ich, auch USB. Könnte ich via USB auch mein iPhone anschließen und vom iPhone aus drucken?”
  2. AirPrint ist wichtig, wenn man von iPad oder iPhone direkt ausdrucken möchte (ohne, dass ein anderes Gerät dazwischen “hängt”). Wenn du das nicht brauchst (ich brauche es nie, weil ich immer nur am Mac drucke), dann kannst du auf das Feature verzichten. Brauchst du es?
    Ihre Antwort: “Das schließt jetzt an oben an… Bedeutet AirPrint, dass ich überhaupt etwas vom iPhone aus drucken kann, unabhängig ob das dann über WLAN oder USB läuft? Oder impliziert AirPrint immer auch WLAN?” (Anm.: Ja, AirPrint geht nur, wenn man auch WLAN hat. Aber der Drucker kann auch per USB am Router angesteckt sein und darüber dann per WLAN angesprochen werden.)
    Eine Rückfrage von ihr: “Macht die AirPrint-Funktion finanziell einen großen Unterschied aus?”
    Meine Antwort: “Ja, es ist immer deutlich teurer, wenn der Drucker statt NUR USB oder LAN auch WLAN und AirPrint hat. Das liegt daran, dass zusätzlich im Drucker ein WLAN Modul eingebaut sein muss.”
    Ihre Antwort: “Ich glaube, vom iPhone aus drucken zu können, ist für mich nicht unbedingt notwendig. Andererseits lege ich mir über kurz oder lang sicherlich ein iPad zu, da könnte es dann schon Thema werden.”
  3. Was soll das Gerät alles können? Drucken, Faxen und Scannen?
    Ihre Antwort: “Drucken, Scannen und Kopieren! Kopieren unbedingt auch, wohingegen ich Fax nicht brauche.”
  4. Ist dir ein Gerät mit günstigem Verbrauchsmaterial wichtig oder eher ein platzsparendes Gerät?
    Ihre Antwort: “Platz egal, günstiger Verbrauch wünschenswert!”

Meine Empfehlungen

Damit hatte ich schonmal einige hilfreiche Hintergrundinfos, was eigentlich gesucht wird. Ich habe ihr daraufhin folgendes empfohlen:

Günstig: SW-Laser nur mit USB-Anschluß

Die günstigste Variante ist sicherlich der von mir schon früher mal vorgestellte Schwarz-Weiß-Laser von Brother, der Drucker, Scanner, Kopierer miteinander verbindet. Ich weiß, dass eigentlich ein Farblaser gesucht war, aber da die Leserin direkt nach dem Brother gefragt hat, möchte ich ihn hier nochmal vorstellen. Aktuell liegt das USB Modell bei ca. 115 EUR:

Brother DCP-7055 Monolaser-Multifunktionsgerät
700 Bewertungen
Brother DCP-7055 Monolaser-Multifunktionsgerät
Das Brother Laser-Multifunktionsgerät kann nur über USB an den Rechner oder an den Router (Fritz!Box o.ä.) angeschlossen werden. Er druckt nur schwarz-weiß. Kopieren funtkioniert auch ohne, dass der Rechner läuft.

Er kann zwar von Haus aus kein AirPrint, aber er funktioniert bestens mit dem Mac. Das Verbrauchsmaterial ist auch preiswert.
Und die Möglichkeit vom iPad/iPhone zu drucken ist auch nicht aus der Welt, denn mit der Mac App „Handyprint“ kann man quasi einen beliebigen Drucker, der am Mac hängt „AirPrint-fähig“ machen. Nachteil ist nur, dass der Mac an sein muss, wenn man vom iPad oder iPhone über ihn drucken möchte.

Komfortabel und teurer: HP LaserJet Pro mit Einzug, WLAN, Farbe, AirPrint und Fax

Die komfortable, aber deutlich teurere Lösung wäre ein HP Multifunktions-Farblaser „HP LaserJet Pro 200 M276nw“ für ca. 285 EUR:

HP LaserJet Pro 200 M276nw e-All-in-One Farblaser Multifunktionsdrucker
489 Bewertungen
HP LaserJet Pro 200 M276nw e-All-in-One Farblaser Multifunktionsdrucker
Das Farblaser-Modell von HP bietet eigentlich alles, was das Herz begehrt: WLAN, AirPrint, farbige Ausdrucke, Bedienung über einen farbigen Touch-Screen und vieles mehr. Der Komfort schlägt sich natürlich im Preis nieder.

Das HP-Gerät bietet WLAN, kann somit überall stehen und braucht nur ein Stromkabel. AirPrint unterstützt es auch und es ist sicher nicht ohne Grund der Amazon-Bestseller bei den Laser-Multifunktionsgeräten. Bei HP braucht man sich auch wegen der Mac-Kompatibilität keine Sorgen machen. Aktuelle Treiber kann man runterladen, wenn sie nicht schon in Mac OS installiert sind.

In einer letzten Rückmail hat mir die Leserin noch geschrieben, dass für sie nur das HP-Gerät in Frage kommen würde, denn sie benötigt ein Multifunktionsgerät mit Papiereinzug, mit dem man schnell einen Stapel Blätter kopieren kann. Das kann von allen drei vorgestellten Geräten nur der HP LaserJet Pro.

Etwas preiswertere Alternative: DELL mit WLAN, Farbe, Fax und AirPrint

Eine mögliche Alternative zum HP Gerät, bietet das kompaktere DELL Multifunktionsgerät C1765nfw. Die Features sind im Prinzip wie beim genannten HP Gerät (allerdings ohne Einzug!), aber der Preis liegt mit ca. 255 EUR etwa 30 EUR darunter. Super preiswert sind alle Farblaser-Multifunktionsgeräte mit WLAN und AirPrint nicht. Die Fax-Funktion war zwar nicht von der Leserin gewünscht, aber es gibt kein Modell, dass Drucker, Kopierer und Scanner vereint und die Fax-Funktion aussen vor läßt. Optisch gefällt mir das DELL-Gerät sehr gut und auch die Kundenbewertungen sind top. Es gibt auch positive Rückmeldungen von Mac-Usern, die den Drucker unter OS X im WLAN nutzen und per iOS und AirPrint (Airprint nicht, aber per App “Print to Dell”!) darauf drucken.

Dell C1765nfw LED-Farblaser-Multifunktionsdrucker
1.160 Bewertungen
Dell C1765nfw LED-Farblaser-Multifunktionsdrucker
Ein Farblaser-Gerät, das mit WLAN, Kopierfunktion, Scanfunktion und einer vernünftigen Unterstützung für Mac OS X aufwarten kann.

 

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9 Kommentare

  1. Claudia sagt:

    Herzlichen Dank für die Tipps und Infos und für’s rasche Beantworten meiner emails. Jetzt habe ich Durchblick genug, um mich an einen Kauf ran zu wagen. Wenngleich nicht ganz billig, wird es vermutlich der HP werden. Was ich nämlich vergessen hatte zu sagen: Ich benötige ein Gerät mit Einzug – der HP erfüllt das.

    • Sir Apfelot sagt:

      Hi Claudia! Dank dir für die Info. Ich habe das gleich oben im Beitrag nochmal vermerkt, damit man diesen Unterschied bei den Geräten auch mit im Blick hat! Viele Grüße!

  2. Hans Peter sagt:

    Da dieser Link doch sehr hoch bei google gerankt ist und ich immer noch nach einer AirPrint Lösung für den Dell suche, möchte ich hier korrigieren, dass der Dell C1765 leider kein AirPrint unterstützt..

    • Sir Apfelot sagt:

      Hsllo Hans Peter! Danke für den Hinweis. Ich ergänze es im Artikel. Aber es gibt wohl eine App namens “Print to Dell”, die quasi drucken von iOS Geräten wie bei Airprint ermöglicht. VG!

  3. Hans Peter sagt:

    Das ist korrekt, nur leider ist die Funktionalität weit weg von AirPrint Standards. Ungefähr so wie Samsungs AllShare Cast Konnektivität von AirPlay 🙂

  4. Thomas sagt:

    Hallo,

    mich würde es interessieren, wie der Drucker DELL C1765nfw über wlan angeschlossen wird, damit ich vom iMAC aus kabellos drucken kann.

    Vielen Dank
    Gruß
    Thomas

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Thomas! Also bei meinem DELL geht man ins Menü des Druckers und wählt dort Netzwerk aus. Dort gibt es dann die Möglichkeiten IP-Adresse und Subnetzmaske einzutragen. Diese Werte hängen aber wiederum von deinem Router ab. Bei der Fritz!Box legt man in der Regel eine IP mit dem Anfang 192.168.178.X fest. Als Beispiel kannst du 192.168.178.100 oder 192.168.178.101 probieren. Es muss eine freie IP sein. Als Subnetzmaske trägst du 255.255.255.0 ein. Ich hoffe, das funktioniert bei dir. Wenn du einen anderen Router hast, ruf an deinem Mac mal das Programm “Netzwerkdienstprogramm” auf. Dort unter dem Reiter “Informationen” siehst du deine aktuelle IP-Adresse und damit auch deinen IP-Bereich.

      Hast du dem Drucker eine IP zugeordnet, gehst du am Mac auf “Einstellungen” -> “Drucker & Scanner” und fügst mit dem “+” einen neuen Drucker hinzu. In der Regel findet der Mac den Netzwerkdrucker dann und zeigt ihn dir an.

  5. Tom sagt:

    Hallo,

    ich besitze seit Ende 2014 einen DELL C1765nf mit LAN Kabel an einer FritzBox angeschlossen ist. Gedruckt wird ausschließlich vom Mac.
    In unregelmäßigen Abständen fiel mir seitdem auf, dass die Schrift beim Ausdrucken viel zu fett wird. In der Vergangenheit ließ sich dies noch durch Neuinstallation des Druckertreibers beheben,
    seit OSX 10.12 (Sierra) hilft auch dies nicht mehr – auch der DELL Support kann nicht weiterhelfen.
    Für mich stellt sich die Frage, ob DELL Drucker (oder nur dieser?) für Mac überhaupt geeignet sind. Es darf nicht sein, dass bei jedem Betriebsystemwechsel der Drucker nur in wochenlangen Aktionen wieder zum Laufen gebracht werden kann…

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Tom! Ich denke, eine Neuinstallation sollte auch nur ganz selten mal als “Lösung” gelten. Wenn man das regelmässig machen muss, dann ist da irgendwas faul. Ich würde mal folgendes testen: Wenn du den Drucker direkt per USB anschließt: Druckt er dann auch fett? Und wenn du einen neuen Benutzer im System anlegst und darunter den Drucker neu installierst: Druckt er hier auch dauerhaft fett? Es kann ja sein, dass im System aktuell irgendwas nicht stimmt, was den Druckvorgang zu so seltsamen Sachen bewegt. Mit ein bisschen Ausprobieren kann man das Problem vielleicht lokalisieren…

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