Nach OS X Yosemite Umstieg:Fehlermeldung “Mail-Index beschädigt” und Apple Mail startet nicht mehr

Icon frag Sir Apfelot

Icon frag Sir ApfelotGestern erreichte mich eine Anfrage von einem Leser, der bei seinem Mac Mini nach dem Umstieg auf Mac OS X Yosemite (10.10) das Problem hat, dass Apple Mail nicht mehr funktioniert. Hier seine Mail:

Dear Sir Apfelot,
das Problem sitzt gerade vor dem PC und ist fast verzweifelt.
Warum? Das Update auf meinem Mac Mini ist problemlos gelaufen, aber Mail funktioniert nicht ==> Fehlermeldung “Mail-Index beschädigt”.
Ich habe den Trick mit dem Löschen der sog. “Envelope Dateien” probiert (Anmerkung: siehe meinen Artikel hier). Wirkt in diesem Fall leider nicht.
Gibt es noch einen anderen Tipp?

Lösung im englischen Apple Support Forum

Das war eine interessante Frage. Ich stand zunächst mal auf dem Schlauch, denn bei mir hat der Neuaufbau der Mail-Datenbank ganz gut geholfen (damals unter OS X Mountain Lion). Die deutsche Google-Suche hat interessanterweise auch nur Treffer hervorgebracht, bei denen Leute das gleiche Problem mit Yosemite haben – aber leider auch keine Lösung. Erst die Suche in englischen Seiten hat dann den wichtigen Link in ein Apple-Supportforum gebracht. Dort schildern auch diverse Nutzer das Problem und Lösungsansätze, die leider alle nicht funktioniert haben. Nur ein Eintrag, der erst Ende Oktober 2014 geschrieben wurde, hat eine neue Idee gebracht. Ich stelle hier mal den englischen Originaltext online:

Ok, this was a bit of a sledgehammer, but here is what I did. The idea was that the indexes were corrupted, so delete them and let Yosemite rebuild the indexes without being confused by the existing indexes. As you may know, the mail data is in ~/Library/Mail. So, I made a copy to ~/Library/MailBackup as I experimented with different options. “Envelope Index-*” are built by the import, and increase with every failed attempt, so certainly they could be deleted. I deleted every *.plist, presuming Mail would rebuild them. Ditto *.backup. AvailableFeeds, DefaultCounts, Metadata, RSS, *.noindex were deleted on general principles.

The real problem I suspect was in *.mbox, which was the old Mail format. Our mail when we checked it in 10.6.8 had some blank emails (who checks 4 year old emails for integrity?…). Where did they go? Who knows, but I suspect that was the real problem. So, I deleted *.mbox. Now restarted Mail, and the import worked this time. We lost a few emails from 4 years ago, which was probably when we made the last transition.

Hope that helps!

Apple Mail funktioniert wieder – unter Yosemite!

Diesen Tipp habe ich auch dem Leser geschickt und bekam heute morgen die Antwort zurück, dass es der entscheidende Hinweis war. Mit Hilfe vom Apple Support wurde das Problem gelöst:

Herzlichen Dank für die schnelle Rückmeldung.

Der Hinweis hat mir sehr geholfen. Mit Hilfe eines Apple Beraters konnte ich herausfinden, dass das eigentliche Problem war, dass ich seit dem Kauf keine Updates mehr gemacht hatte.
Im Ordner Mail war daher der Ordner „V2“ nicht angelegt. Die Lösung war dann, wie im Forum beschrieben, vorzugehen und letztlich die Internetaccounts noch einmal neu anzulegen.

Jetzt funktioniert alles wieder.  Puh …

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3 Kommentare

  1. Robert sagt:

    Mit dem praktischen, freien Werkzeug “Onyx” kann man u.a. den Mail-Index per Mausklick löschen lassen. Darin sind viele andere Funktionen per GUI erreichbar, z.B. die systemeigenen Wartungsskripte, Löschen von Caches etc.

    Viele Grüße,
    Robert

    • Sir Apfelot sagt:

      Hi Robert! Danke, guter Tipp, wenn man mit ein paar Mausklicks zum Ergebnis möchte. 🙂 Zu Onyx und diesen Systemwartungstools im Allgemeinen habe ich aber eine kritische Sichtweise… siehe meinen Beitrag hier. Aber für solche Zwecke ist es sicher super geeignet!

      • Robert sagt:

        Hi Sir, gerne! Und was denn sonst, die Kiste soll für den Anwender arbeiten, nicht umgekehrt 🙂 Das sollte man auch kritisch sehen, schließlich ist man am “offenen Herzen” unterwegs. Seit Mitte der 80er machte ist das gelegentlich mit dem Lötkolben, also gibt es eine gewisse Routine 😉 Es erleichtert mir die Arbeit nicht nur bei Arbeitsmaschinen von Grafikern mit etlichen Fonts (Stichwort Fonts-Cache) und Musikern mit vielen Plug-Ins und Abhängigkeiten, die sich über die OSX-Versionen angesammelt haben. Mit den richtigen Optionen spare ich mir viele manuelle Schritte bzw. Zeit und kann “klassische” Probleme (SMART, Rechte, Fonts-Cache, Fehlerhafte Indizes etc) dann schon ausschließen.

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