Die Ausstattung der Apple Vision Pro mit dem M5-Chip konnte das Interesse an dem Gerät nicht auf ein für Apple zufriedenstellendes Maß steigen lassen. Zumindest führt MacRumors dies als Grund dafür an, dass die VR-Brille intern „so gut wie aufgegeben“ wurde. Als Quelle werden Apple-Insider genannt. Laut diesen wurde das Vision Pro-Team aufgelöst und einige Leute daraus arbeiten nun an der Siri-Sprachassistenz.

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Apple Vision Pro gilt als geflopptes Experiment
Die Apple Vision Pro ist ein erstaunliches Stück Technik. Sie bietet eine hohe Auflösung für VR-Anwendungen, Arbeitsumgebungen und Medien sowie die Steuerung per Handgesten, die Platzierung von virtuellen Objekten im Raum – und vieles mehr. Jedoch wiegen diese Vorteile nicht die Nachteile auf.
Wer sich für die VR-Brille interessiert und daher einen genaueren Blick auf das Angebot wirft, sieht schnell, woran das Technikexperiment scheitert. Zum einen ist die Apple Vision Pro zu schwer, um sie über längere Zeit zu tragen. Zum anderen wurde der Akku ausgelagert und hängt per Kabel am Hauptgerät. Und das alles ab 3.699 Euro.
Wer im Alltag eine Brille benötigt, braucht zudem spezielle Einsatz-Gläser, die individuell angefertigt werden müssen. Das heißt, es handelt sich auf keinem Level um ein Gerät, das man mal eben aus einem Impuls heraus kauft. Vielmehr ist es eine Anschaffung die man lange abwägt, um sich schließlich dagegen zu entscheiden.
Laut den Insider-Quellen von MacRumors hat Apple aus der geringen Nachfrage, die sich daraus ergeben hat, nun Konsequenzen gezogen. Die Apple Vision Pro gilt als aufgegeben und die Angestellten, die bisher an einer neuen Version (oder einer Budgetversion) gearbeitet haben, wurden nun anderen Teams zugeteilt. Einige arbeiten jetzt an Siri.
Apple priorisiert KI-Brillen mit Siri als zentralem Element
Dass Leute aus dem (nunmehr ehemaligen) Vision Pro-Team ins Siri-Team wechseln, ergibt durchaus Sinn. Denn nicht nur soll die bisher eher dürftige Sprachassistenz zu einem KI-Agenten und einem Chatbot ausgebaut werden. Auch sollen die bei Apple in Entwicklung befindlichen KI-Brillen auf den zukünftigen Siri-Funktionen aufbauen.
So werden die Apple AI Glasses, die 2027 auf den Markt kommen sollen, laut Insider-Infos über zwei Kameras verfügen. Während die eine für Fotos und Videos zuständig ist, dient die andere der Beobachtung. Sie „sieht“ die Umgebung, damit Visual Intelligence zum Einsatz kommen kann. Außerdem soll sie Handbewegungen für die Gestensteuerung wahrnehmen.
Dass Apple sich weniger an der VR-Konkurrenz orientieren und stattdessen den Markt der KI-Brillen aufmischen will, ist schon länger bekannt. Im Oktober 2025 habe ich dazu diesen Beitrag veröffentlicht: Warum sich Apple (nebst Samsung) nun auf KI-Brillen konzentriert. Ob die KI-Brillen sich besser verkaufen werden als die VR-Brille, wird sich zeigen müssen.
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Johannes ist selbstständiger Redakteur und Texter. Seit über 10 Jahren schreibt er regelmäßig für Sir Apfelot.








