KI-Auswertung statt Aufnahmen: Apples Pläne für eigene Kameras im Smart Home

Apple unterstützt mit iCloud+ je nach Abo-Größe bereits eine unterschiedliche Anzahl von Überwachungskameras im Smart Home. Mit der Markteinführung eigener Kameramodelle plant Apple aber noch weitere Angebote. Das Überwachungs-Abo soll vor allem KI-Auswertungen liefern, und weniger auf reine Aufnahmen der Kamera setzen.

Die Apple iSight Webcam ist aktuell das Sinnbild für die geplante Überwachungskamera fürs Smart Home. Ob Apple das Design von 2003 für die Kamera reaktiviert, ist allerdings unklar.
Die Apple iSight Webcam ist aktuell das Sinnbild für die geplante Überwachungskamera fürs Smart Home. Ob Apple das Design von 2003 für die Kamera reaktiviert, ist allerdings unklar.

Neue Home-Geräte von Apple werden erwartet

Aufgrund der langen Verzögerungen von Siri AI ließen zuletzt der neue Apple TV 4K, der HomePod mini 2 und das mit vielen Gerüchten bedachte HomePad auf sich warten. Alle drei Geräte sollen aber nun bald vorgestellt und auf den Markt gebracht werden.

Wir gehen davon aus, dass Apple damit seine schon seit knapp zwei Jahren erwartete Smart-Home-Offensive startet. Diese soll neben dem Smart Home Hub „HomePad“ mit eigenem homeOS auch von Apple entwickelte Kameras, Sensoren und weitere Geräte fürs Smart Home beinhalten.

Apple plant Überwachung und Auswertung per Abo ab 2027

Um eine KI-Überwachungskamera mit verschiedenen Sensoren zur Wahrnehmung der Umgebung ranken sich nun auch schon einige Gerüchte. Für diese wird es laut einem Bloomberg-Bericht von Mark Gurman ein passendes Abo geben. Apple soll den Release der Kamera und des dazugehörigen Abos für 2027 planen.

Wie es bei Apple zur Gewohnheit geworden ist, sollen dabei natürlich die Themen Datensicherheit und Privatsphäre betont werden. Immerhin geht es um Kameraaufnahmen und Sensordaten aus privaten Wohnbereichen. Und so soll der neue Dienst weniger dem Speichern von Kameraaufnahmen dienen, sondern der KI-Auswertung derselben und von Sensordaten.

Anstatt also Ereignisse in Form eines Videos auf dem iPhone zu melden, könnte auf diesem lediglich ein zusammenfassender Text eingehen. Die Benachrichtigungen könnten zudem aufzeigen, wenn eine Automation ausgelöst wurde. Denn auch dazu sollen die Sensoren von Apples KI-Kamera dienen.

Inwiefern im Ernstfall, etwa bei einem Einbruch, dennoch Videomaterial genutzt werden kann, ist noch unklar. Das wird aber spätestens dann wichtig, wenn sich Strafverfolgungsbehörden und die Versicherung dafür interessieren.

Ein weiteres Apple-Abo und Zuwachs für Apple One

Nicht nur mit neuen Geräten im Bereich Smart Home, sondern auch und vor allem mit dem dazugehörigen Abo kann Apple weiter steigende Einnahmen generieren. Man kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das „Apple Security“-Abo dabei nicht nur einzeln angeboten wird.

Eine stärkere Kundenbindung gibt es mit Apple One, dem Kombi-Abo des Konzerns. Hier sind für einen geringeren Gesamtpreis noch weitere Abos enthalten: iCloud+, Apple TV, Apple Music, Apple Arcade, usw. Also Abonnements, für deren Nutzung mindestens ein weiteres Apple-Gerät nötig ist, das natürlich mit der Zeit immer wieder erneuert werden muss.

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