Kann man sich mit meinem Computer verbinden, wenn man meine IP-Adresse in den Browser tippt?

Computer in einem Netzwerk haben eine IP-Adresse, über die sie identifiziert und kontaktiert werden können. Doch gilt das auch für den Computer zuhause oder im Büro? Können Leute über das Internet auf meinen Computer zugreifen, wenn sie meine IP-Adresse in den Webbrowser / Datei-Browser eingeben? Diese und damit zusammenhängende Fragen beantworte ich euch in diesem Ratgeber. Schon einmal zum Anfang die Entwarnung: Es ist nicht so ohne Weiteres möglich, von außen über das Internet auf euren Apple Mac, den Windows PC oder ein anderes Gerät zuzugreifen. Unmöglich ist es aber auch nicht…

Kann man sich mit meinem Computer verbinden, wenn man meine IP-Adresse in den Browser tippt? Und was muss ich machen, wenn ich meinen Rechner als Server für andere freigeben will? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es hier.

Kann man sich mit meinem Computer verbinden, wenn man meine IP-Adresse in den Browser tippt? Und was muss ich machen, wenn ich meinen Rechner als Server für andere freigeben will? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es hier.

Mit anderem Computer verbinden, indem man die IP-Adresse in den Browser tippt?

Wenn alle Standardeinstellungen oder sogar besonders sichere Einstellungen am Rechner sowie am Router vorherrschen, dann lautet die kurze Antwort: Nein. Denn weder über die nach außen gehende IP-Adresse (WAN IP), noch über die lokal verwendete IP-Adresse (LAN IP) ist es einfach so möglich, Computerinhalte über den Webbrowser, den Datei-Browser (Finder in macOS, Explorer in Windows) oder ähnliches abzurufen. Die meisten Nutzer/innen müssen sich hier also absolut keine Sorgen machen.

Server aufsetzen, Port öffnen und andere zugreifen lassen

Andererseits kann es aber auch erwünscht sein, dass Leute über das Internet auf den eigenen Rechner zugreifen – z. B. wenn man diesen als Server aufsetzt, um Daten bereitzustellen. Dann gilt es, eine öffentliche Wide-Area Network (WAN) IP-Adresse anzulegen und dazu passende Ports am Router zu öffnen. Der Port ist oft mit 80 oder 8080 benannt. Verbindet sich jemand mit der externen IP und dem Port, ist ein Zugriff auf die damit freigegebenen (Server-)Daten per das Internet möglich. 

Jedoch sollte eine solche Server-Funktion von Computer und Router nur dann genutzt werden, wenn man sich damit auch wirklich auskennt. Werden zu viele Berechtigungen freigegeben oder weitere Ports geöffnet, ist tendenziell ein umfangreicherer Zugriff möglich. Dann könnten Eindringliche auf das System zugreifen, es verändern, Daten klauen, sie überschreiben oder dergleichen. Weitere Informationen zum Thema sowie noch ein paar Hintergründe gibt es unter anderem hier.

Fazit zum Thema Fernzugriff auf den eigenen Computer

Auf die Frage Kann man sich mit meinem Computer verbinden, wenn man meine IP-Adresse in den Browser tippt? kann man also erst einmal mit Nein antworten. Falls ein solcher Zugriff aber gewünscht sein sollte, muss man sich mit dem Aufsetzen eines Servers vermittels des Mac oder PC auseinandersetzen. Tendenziell ist das mit allen Betriebssystemen wie macOS, Windows oder Linux möglich – zudem gibt es spezielle Versionen sowie exklusive Server-Betriebssysteme.

Wer anderen (bekannten) Menschen nur Zeitweise einen Zugriff oder Einblick in den eigenen Rechner geben will, kann das auch über das Teilen des Bildschirms bzw. über einen kontrollierten Fernzugriff. Sowohl Apple als auch Microsoft bieten dafür native Mittel. Plattformübergreifend können aber auch Screensharing-Optionen in Zoom, Jitsi, Skype und Discord bzw. Apps wie AnyDesk oder TeamViewer genutzt werden. Über den AnyDesk-Fernzugriff konnte ich während der Pandemie schon zwei-drei Computerprobleme bei anderen lösen – vom eigenen Zuhause aus.


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6 Kommentare

  1. Heinz sagt:

    Wenn es so sicher wäre, wie es hier suggeriert wird, dann gäbe es keine Hacker auf der Welt!
    Selbstverständlich kann man sich mit der IP-Adresse, und einem offenen Port auf jeden Rechner einloggen!
    Das geht sehr einfach, und wenn es nicht funktionieren würde, dann würde das Internet nicht funktionieren.
    Das wichtige für die Nutzer ist daher, eine funktionierende Firewall zu besitzen, und die Ports, die nicht zwingend benötigt werden, entsprechend geschlossen zu halten, sowie die anderen mit brauchbaren Passwörtern zu versehen.
    Wer z.B. ein IoT-Device in seinem Haushalt hat, das nicht mit einem eigenen Passwort versehen werden kann, der eröffnet damit der Welt der Hacker Tür und Tor, da diese Geräte in leider sehr vielen Fällen Standard-Passwörter benutzen, wenn überhaupt. Die kann man ruckzuck durchlaufen lassen. Dazu kommt, dass die Ports dieser Geräte in Listen im Netz verfügbar sind, und ich einen Crawler auf ganz IP-Bereiche (z.B. ganze IP-Blöcke eines Providers) im Internet ansetzen kann, um IP-Adressen mit offenen Ports auf den Adressen zu finden.
    Je nachdem was für ein Betriebssystem dann noch von dem IoT-Device genutzt wird, ist es ein Kinderspiel, wenn man weiß was man tut, von dort auf das gesamte Netzwerk zuzugreifen, und weitere schlecht geschützte Rechner im Netzwerk anzugreifen.

    Es ist schade, dass Ihr hier den Leuten suggeriert, sie wären zu Hauses sicher, den die meisten Router haben leider nur schlecht konfigurierte Firewalls, und der Nutzer ist tatsächlich hier aufgefordert selber tätig zu werden, um die Löcher zu schließen, die hier in der Grundkonfiguration häufig klaffen.
    Dazu kommt, dass man keine IoT-Devices nutzen sollte, bei denen man nicht die Passwörter, und am Besten auch Benutzernamen, selber konfigurieren kann, und/oder die nur eine eingeschränkte Bandbreite an Zeichen beim Passwort zulassen.

    • Johannes Domke sagt:

      Hallo Heinz,

      danke für die ausführliche Erklärung.

      Dass das alles super-sicher und leicht ist, sollte über den Beitrag nicht kommuniziert werden. Deshalb ja auch der Hinweis zum Thema Server: "Jedoch sollte eine solche Server-Funktion von Computer und Router nur dann genutzt werden, wenn man sich damit auch wirklich auskennt." Weiterhin ging es in dem Beitrag lediglich um den Computer, also um den PC oder Mac. Natürlich gibt es noch zahlreiche andere Geräte im Netzwerk, vor allem wenn man sich ein "Smart Home" eingerichtet hat. Aber das ist ein anderes Thema für einen anderen Beitrag.

      Wie du siehst, gehen deine Ausführungen weit über das schon in der Überschrift des Beitrags formulierte Hauptthema hinaus. Denn es sollte hier nur geklärt werden, ob über die IP durch ein bloßes Eingeben derselben in einen Browser ein direkter Zugriff möglich ist. Dennoch danke für die Ergänzungen.

      MfG
      Johannes

      • Heinz sagt:

        Hallo Johannes,
        sorry, aber das ist doch zu kurz gesprungen!
        Die Aussage: "Auf die Frage Kann man sich mit meinem Computer verbinden, wenn man meine IP-Adresse in den Browser tippt? kann man also erst einmal mit Nein antworten"
        ist sachlich zwar richtig, fachlich aber natürlich Blödsinn!
        Ich kann auch niemanden anrufen, indem ich nur die Vorwahl wähle. Wähle ich aber die volle Rufnummer, dann komme ich beim Anrufer raus. Der kann mich dann zwar heutzutage mit einer Rufnummernsperre belegen, aber liegt das nicht vor, und es ist ein Telefon an die Nummer angeschlossen, wird es klingeln, und ich erreiche jemanden, wenn jemand dran geht, oder noch besser es ist ein Apparat mit automatischer Rufannahme, und ich kann dann über das Mikrophon mithören!
        Genauso ist es auch mit IP-Adressen und den dazugehörigen Portnummern.
        Die IP-Adresse ist sozusagen die Vorwahl, der Port die eigentliche Rufnummer.
        Wenn ich beides eingebe, und es ist ein Computer (wie auch immer dieser beschaffen ist!) und keine funktionierende Firewall, bzw. kein brauchbares Passwort vorhanden, dann kann ich auf diesen Computer mit der simplen Eingabe von IP-Adresse und zugehöriger Portnummer zugreifen.
        Ich behaupte mal dass 98% der Internetnutzer in Deutschland keine Profis sind, aber praktisch jeder hat heutzutage irgendwelche Programme, Geräte oder Computer bei sich zuhause, die über die diversesten Ports mit der Aussenwelt kommunizieren wollen. Teils gewollt, weil die Lampe dann so schön grün leuchtet, teils ungewollt, weil der Schlüsselfinder, oder das neue interaktive Kinderspielzeug eine versteckte Internetverbindung besitzt.
        Die wenigsten wissen meiner Erfahrung nach dazu, wie man eine Firewall so konfiguriert, dass sie sicher ist, bei vielen beobachte ich bestenfalls eine halbherzige Konfiguration, damit die vielen Geräte usw. unkompliziert funktionieren.
        Hat man dann nicht Glück, und die Firewall-Konfiguration ist vom Hersteller schon gut durchdacht, dann hat man eine offene Hintertür, durch die sich ein Angreifer problemlos Zugriff verschaffen kann, und dann z.B. von der sprechenden Kinderpuppe aus, die leider kein Passwort besitzt, aber munter mit dem Internet verbunden ist, oder auch z.B. dem angeschlossenen Druckerprogramm, oder was auch immer, auf andere Geräte im Netzwerk zugreifen, und dann dort sein Unwesen treiben.

        • Johannes Domke sagt:

          Hallo Heinz,

          danke für die ausführliche Antwort.

          Mit dieser bestätigst du aber erneut, was ich geschrieben habe. Noch einmal danke für deine Ergänzungen, aber ich werde an dieser Stelle nicht in eine lange Diskussion treten. Dazu fehlen mir Zeit und Motivation.

          MfG
          Johannes

          • Heinz sagt:

            Hallo Johannes,
            es tut mir wirklich sehr leid!
            Ich war in meiner Naivität davon ausgegangen, dass es hier darum gehen würde, Besucher der Website mit neuem faktenbasiertem Wissen auszustatten.
            Wenn Dir dazu die Motivation fehlt, dann geht es aber wohl, angesichts des dünnen Inhaltes des Artikels, eher darum irgendwelche Seiten mit Content zu generieren, um die Ergebnisse bei Google zu verbessern.
            Es tut mir sehr leid dass ich dabei gestört habe, wird nicht wieder vorkommen!
            Wie Du im Übrigen denken kannst, dass ich das was Du geschrieben habe, in irgendeiner Weise bestätigt hätte, ist mir schlicht ein Rätsel?

          • Johannes Domke sagt:

            Die Eingangsfrage wurde beantwortet. Du hast Ergänzungen abgegeben. Ich habe mich bedankt. Ich weiß nicht, was es hier noch zu sagen gibt.

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