Mac: APFS Volume oder Partition – Ihre Vor- und Nachteile

Um aktuelle Beta-Versionen zu testen oder zwei unterschiedliche macOS-Ausgaben parallel zu installieren, kann man auf der Mac-Festplatte APFS Volumes erstellen statt Partitionen anzulegen. Der Vorteil ist, dass sich die Partition so viel Platz nimmt wie sie eben benötigt, und man damit im Vorfeld kein festes Speicherkontingent für sie reservieren muss. Doch gibt es auch Nachteile? Sicher gibt es die. Deshalb habe ich euch in diesem kleinen Ratgeber eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von APFS Volumes und Festplatten-Partitionen am Apple Mac zusammengestellt. Bei Fragen oder Anregungen, lasst einfach einen Kommentar da.

Es gibt einige Vorteile beim APFS Volume, aber auch Nachteile. Wenn ihr am Apple Mac eine Festplatten-Partition verwendet, könnt ihr z. B. Windows oder Linux installieren.

Es gibt einige Vorteile beim APFS Volume, aber auch Nachteile. Wenn ihr am Apple Mac eine Festplatten-Partition verwendet, könnt ihr z. B. Windows oder Linux installieren.

APFS Volume ab macOS (High) Sierra

Während einige Versionen von macOS 10.12 Sierra mit APFS kompatibel sind und auch entsprechende Terminal-Befehle sowie Volume-Funktionen genutzt werden können, empfiehlt sich das Dateisystem vor allem ab macOS 10.13 High Sierra. Natürlich können auch die neueren Mac-Betriebssysteme auf einem APFS Volume installiert und genutzt werden; sprich: macOS 10.14 Mojave und macOS 10.15 Catalina. In diesen Versionen ist es für die parallele Installation eines anderen Mac-Betriebssystems bzw. einer Beta-Version nur noch nötig, ein Volume anzulegen; eine schnelle und einfache Maßnahme. Eine Anleitung findet ihr mit dem Link aus der Einleitung 😉

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Vor- und Nachteile von APFS Volumes am Mac

Durch das simple Vorgehen über das Festplattendienstprogramm kann jede/r Nutzer/in ganz einfach dafür sorgen, dass zum Beispiel nicht mehr unterstützte Apps wieder laufen, obwohl auch das neueste Betriebssystem installiert ist. Denn wo unter Catalina keine 32-Bit-Software mehr unterstützt wird, da läuft sie noch unter Mojave. Jedoch ist es auf einem APFS Volume nicht möglich, ein anderes Betriebssystem wie etwa Linux oder Microsoft Windows zu installieren, weil diese ein FAT-System (bspw. exFAT) oder NTFS benötigen.

 

APFS Volume Vorteile APFS Volume Nachteile
Einfach einzurichten Lässt wenig individuelle Einstellungen zu
Schnelle Erstellung Nicht geeignet für macOS 10.12.6 Sierra oder älter
Dynamischer Zugriff auf Speicherplatz Nicht geeignet für Windows, Linux oder andere
Auch für Einsteiger gut zu verwenden Erst ab 10.13 High Sierra für Fusion-Drives oder HDD-Festplatten
Für den Einsatz mit SSD-Speichern und -Festplatten optimiert Kann zu Problemen bei Time Machine Backups führen

Festplatten-Partition für individuellere Nutzung

Das Partitionieren einer Festplatte ist für erfahrene Nutzer/innen ideal, wenn sie auf der neu erstellten Partition ein anderes Dateisystem sowie ein anderes bzw. älteres Betriebssystem nutzen wollen. Allerdings muss man hier hinsichtlich der Eigenschaften der Systeme, der Formatierung und des benötigten Speichers Bescheid wissen. Wie viel Speicherplatz benötigen System, Apps und Dateien? Wie viel sollte man für die anderen Partitionen frei lassen? All das fließt in die Vorarbeit ein. 

Vor- und Nachteile von Partitionen der Mac-Festplatte

Auch wenn es etwas aufwändiger ist, so ergeben sich – falls nötig und von Nutzerin oder Nutzer gewünscht – mehr Möglichkeiten zur Verwendung des extra zugeteilten Festplattenplatzes. Soll nicht nur Mojave neben Catalina installiert werden oder vielleicht High Sierra, sondern ein gänzlich anderes System, dann ist die Partition dem Volume vorzuziehen. Im Folgenden habe ich euch noch einmal übersichtlich eine Übersicht zusammengetragen.

Festplattenpartition Vorteile Festplattenpartition Nachteile
Individuelle Zuteilung von Dateisystem und Formatierung / Partitionstabelle Mehr Hintergrundwissen und Planung erforderlich
Installation von älterem Mac OS sowie Windows, Linux o. ä. möglich Fest definierter Speicherplatz auf der Festplatte
Partition läßt sich im Festplattendienstprogramm wieder ändern Auflösen eines APFS Volumes ist derzeit nur über das Terminal möglich

Wenn mein Beitrag geholfen hat und dir mein Blog unterstützenswert erscheint, würde ich mich über eine Hilfe per Steady oder Buy me a coffee sehr freuen.

12 Kommentare

  1. BlueFalcon sagt:

    Einen „Nachteil“ hast du nicht erwähnt, den das wenn man eine externe SSD mit APFS formatiert hat, macOS über das Festplattendienstprogramm keine Möglichkeit mehr bietet diese zurück auf ein anderes Format zu bringen. Dazu ist ein Griff zum Terminal notwendig.

  2. BlueFalcon sagt:

    Soweit ich das verstehe kann man ein APFS aus seinem Container löschen, jedoch bietet das FDP keine Möglichkeit an die einmal mit APFS formatierte (gelöschte) SSD wieder auf HFS zurück zu formatierten. Man kann dann lediglich die APFS-Volume löschen und ein neues vollständig leeres erzeugen

    (ich will das jetzt lieber nicht auf meiner mühsam eingerichteten SSD testen)

    • BlueFalcon sagt:

      Ich habe da eine "Lösung" gefunden…

      von einem externen Medium starten, ggf. Installstick, nicht Recovery-Partition…
      Festplattendienstprogramm aufrufen und auf alle Geräte anzeigen stellen.
      APFS-Volumen (zu löschendes Systemlaufwerk) deaktivieren.
      APFS-Volumen aus dem Container entfernen (dazu gibt es ebenfalls links oben einen Button mit +/- Symbol).
      Container kannst Du dann in HFS+ umformatieren, ggf. Laufwerk neu in HFS+ partitionieren, (da sonst bei der Überprüfung mittels Erste Hilfe Fehler angezeigt werden).

      Somit ist es wohl etwas umständlicher, aber möglich.

    • Sir Apfelot sagt:

      Ah, ok! Das würde ich auch nicht testen. 😀 Eine Partition bietet also noch gewisse Vorteile… man weiss, was man hat! 😀

  3. Peter sagt:

    Bei den Nachteilen eines APFS Volumes heißt es etwas lapidar: „Kann zu Problemen mir Time Machine Backups führen"…

    Kann man man dazu unter Umständen etwas mehr erfahren?

    Habe ja bisher auf allen Macs immer 3–4 regelrechte Festplatten-Partitionen gemacht, aber gerade einen neuen iMac quasi „aus dem Karton" in Betrieb genommen und ein paar erste Einrichtungen vorgenommen ohne zuvor zu partitionieren, da mein an und für sich bislang immer sehr fitter und verlässlicher „mittelständischer“ Apple Dealer (also keiner von den großen Playern) wiederholt versichert hat, das „brauche man nicht mehr“ (wie auch das früher nicht unübliche, gelegentliche Defragmentieren der FP).

    Bin jetzt aber wieder etwas verunsichert…

    • Sir Apfelot sagt:

      Wo die problematischen Sellen liegen, kann man hier in diesem Beitrag nachlesen.

      • Peter sagt:

        Wenn ich den verlinkten Beitrag richtig verstehe, liegt das Problem doch anscheinend eher darin, dass ein Time Machine BackUp AUF eine APFS-formatierte Platte gegenwärtig Schwierigkeiten machen kann und weniger darin, es von einer HFS+-formatierten (externen) Platte auf ein internes (ggf. APFS-formatiertes) Laufwerk ZURÜCK zu spielen. Oder missverstehe ich da etwas?

        Wenn aber aktuell eher (lediglich) das Sichern eines TM-BackUps auf eine (externen) APFS-Disk das Problem sein kann, sollte doch dem Formatieren der internen Disk mit APFS – und damit auch das Anlegen eines weiteren (virtuellen) APFS-Volumes dort (etwa für ein MacOs anderer Version) anstelle einer herkömmlichen Partition eigentlich nichts entgegen stehen, zumal ja offenbar ab Mojave ohnehin ein APFS-Volume als Startvolume benötigt wird.

        Was dann ab Mojave aber wohl nicht mehr geht, ist dass man eine kleinere Partion einer externen HFS+- BackUp-Platte mit einem bootfähighen Klon des Startvolumes bestückt und eine größere Partition für das TM-BackUp nutzt, weil ja der Mac dann erst gar nicht mehr vom Klon starten dürfte.

        Also am besten eine passende (kleinere) SSD unter APFS mit regelmäßig neu per CCC o.ä. erstelltem und bootfähigen Klon des Systems bereit halten (wobei man ja ”Arbeitsdatenordner" und dergleichen beim CCC-Start-Klon ausschließen kann, um diesen kompakt zu halten) und zusätzlich ein normales TM-BackUp auf einer anderen externen HFS+-Platte insbesondere für alle nicht "startrelevanten" Daten. Oder?

        Klingt zugegebenermaßen etwas komplizierter als dies vor Mojave möglich und praktisch war, aber es scheint mir die gegenwärtig logische Schlussfolgerung.
        Berichtigt mich bitte, wenn ich da womöglich etwas grundsätzlich falsch sehe….

        • Sir Apfelot sagt:

          Hallo Peter! Ich habe den Artikel so verstanden, dass es ein Problem ist, mit Time Machine AUF APFS-Festplatten zu sichern. Und dass man aus dem Grund eine neue Version von Time Machine erwartet, die auch als Ziel ein APFS Volume verwenden kann. Aber ich habe Catalina nicht installiert und kann es in der Praxis nicht ausprobieren… vielleicht klappt das ja. Der Artikel ist aus August 2019 und könnte schon veraltet sein, da Catalina später raus kam.

          • Peter sagt:

            Genau so hatte ich es auch verstanden. Dementsprechend meinte ich, dass es dann ja kein Problem sein bzw. verursachen sollte, wenn man die interne(!) Platte des Mac APFS-formatiert: Man sichert ja das TM-BackUp VON dort AUF die externe Disk, die aus den besagten Gründen wiederum anscheinend zumindest vorläufig besser nicht (ebenfalls) APFS- sondern HFS+-formatiert sein sollte.

            Wenn die externe Platte aber nun zwecks Empfang des TM-BackUps NICHT APFS-formatiert ist, würde das ja offenbar bedeuten, dass man darauf nicht eine Partition einrichten kann, von der der Mac (ab Mojave) im Falle eines Falles auch starten kann (weil er eben dann ein APFS-Startvolume braucht…).

            Das bedeutet nach meinem Verständnis, dass man derzeit nicht mehr mit EINER externen „Sicherungsplatte“ (worauf etwa 1 Partition TM und 1 Partition Startvolume sind) auskommt, sondern derer 2 braucht (je eine dezidierte für TM und eine für das/ein Startvolume), wenn die interne Platte es mal nicht mehr macht…

            Ob es nun aber bei einer insgesamt APFS-formatierten Platte (auf der nun mal KEINE TM-BackUps erstellt werden sollen) sinnvoll ist, sie zu partitionieren oder darauf stattdessen APFS-Volumes (als eine Art „quasi-Ordner“) anzulegen, scheint mir eine andere Frage zu sein.

          • Sir Apfelot sagt:

            Ah, ok! Aber dann könnte man seine eine Festplatte doch partitionieren, oder? Dann hätte man zwei Volumes, auf denen Time Machine die Sachen sichern kann. In dem Fall ist Partitionieren vielleicht sinnvoller… aber das ist nur ein Gefühl. 😀 Ich habe mich mit den APFS-Volumes vielleicht noch nicht angefreundet. 😀

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