MacBook Pro Einstiegsmodell: Kein Preissturz, sondern ein Preisanstieg

Aus den Augen, aus dem Sinn – dieses Motto scheint Apple erfolgreich in seinem Online-Store anzuwenden. Denn immer wieder findet man im Nachgang des „Scary Fast“-Events den Hinweis darauf, dass das neue M3 MacBook Pro einen Preissturz verzeichnen würde. Statt zuvor 2.399 Euro würde man nun nur noch 1.999 Euro zahlen. Das ist aber ein ganz großer Irrtum. Denn das günstigste 14-Zoll-Modell brachte zuvor den M2 Pro sowie drei Thunderbolt-4-Anschlüsse mit. Das nunmehr günstigste 14-Zoll-Modell hat den M3 und nur zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse verbaut. Es müsste also mit dem vorigen 13-Zoller für 1.599 Euro verglichen werden. Und schon ergibt sich ein Preisanstieg von 400 Euro.

Statt den neuen M3 14-Zoller mit dem M2 Pro 14-Zoller zu vergleichen, sollte der Laptop mit dem vorigen 13-Zoll-Modell aufgewogen werden. Denn man sollte nicht die Displaygröße, sondern die Chip-Ausführung vergleichen.
Statt den neuen M3 14-Zoller mit dem M2 Pro 14-Zoller zu vergleichen, sollte der Laptop mit dem vorigen 13-Zoll-Modell aufgewogen werden. Denn man sollte nicht die Displaygröße, sondern die Chip-Ausführung vergleichen.

M3 MacBook Pro: Viele Quellen vergleichen Apple mit Birnen

Noch einmal zur Aufschlüsselung: das neue Einstiegsmodell des MacBook Pro mit M3-Chip hat zwar selbst ein 14-Zoll-Display, es sollte aber nicht mit den vorigen 14-Zoll-Modellen verglichen werden. Denn diese brachten den M2 Pro bzw. M2 Max mit und waren damit alles andere als Einstiegsmodelle. Mit dem M2-Chip (ohne Namenszusatz) war als Einstiegs-MacBook-Pro ein 13-Zoll-Modell ausgestattet. Und dieses sollte als Vergleichsmodell herangezogen werden.

Wenn es also irgendwo heißt, dass das günstigste 14-Zoll-Modell nun einen Preissturz von 400 Euro erfahren hätte, dann ist das Augenwischerei. Denn zuvor zahlte man die 2.399 Euro für einen Laptop mit M2 Pro und drei Thunderbolt-4-Anschlüssen; jetzt zahlt man 1.999 Euro für einen Laptop mit M3 sowie zwei Thunderbolt-3-Anschlüssen. Hier werden also zwei komplett unterschiedliche Angebote in die Waagschalen geworfen. Im Folgenden biete ich euch einen praktischeren Vergleich an.

Einstiegsmodelle: Vergleich von M2- und M3-Laptops

Man muss also für einen praktischeren Vergleich das vorige 13-Zoll-Modell inkl. M2 mit dem jetzigen 14-Zoll-Modell inkl. M3 ins Verhältnis setzen. Dann ergibt sich die folgende Übersicht.

M2 Einstiegsmodell (2022) M3 Einstiegsmodell (2023)
Display-Diagonale 13 Zoll 14 Zoll
Touch Bar ja nein
Thunderbolt-Anschlüsse 2 2
Thunderbolt- / USB-Standard Thunderbolt 3 / USB 4 Thunderbolt 3 / USB 4
Preis 1.599 € 1.999 €

MacBook Pro mit M2 Pro und M3 Pro: Ebenfalls ein Preisanstieg

Das gleiche Verfahren kann man übrigens anwenden, um die tatsächliche Preisentwicklung beim jeweils günstigsten 14 Zoll MacBook Pro mit M2 Pro und M3 Pro zu ermitteln. Und ja, auch hier gibt es einen Preisanstieg, obwohl der neue Pro-Chip trotz Transistor- und Leistungszuwachs sogar ein Downgrade in der Speicherbandbreite erhalten hat. Aber immerhin bietet das günstigste Angebot nun 18 GB statt zuvor 16 GB Arbeitsspeicher.

Günstigster M2 Pro Laptop (early 2023) Günstigster M3 Pro Laptop (late 2023)
Display-Diagonale 14 Zoll 14 Zoll
Thunderbolt-Anschlüsse 3 3
Thunderbolt- / USB-Standard Thunderbolt 4 / USB 4 Thunderbolt 4 / USB 4
Speicherbandbreite 200 GB/s 150 GB/s
SSD-Speicher 512 GB 512 GB
RAM 16 GB 18 GB
Preis 2.399 € 2.499 €

Fazit: Es gibt durchgehend einen Preisanstieg

Man darf sich hinsichtlich der neuen MacBook Pros nicht dazu verleiten lassen, die falschen Modelle miteinander zu vergleichen. Auch wenn das Display größer geworden ist, dann sollte man für das Einstiegsmodell mit M3-Chip nicht den Vergleich zum 14-Zoller mit M2 Pro bemühen, sondern sich den 13-Zoller mit M2 anschauen. Erst dann fällt auf, dass Apple hier die Touch Bar entfernt, das Display ein bisschen größer gemacht und die Hand für 400 weitere Euro geöffnet hat. Und auch wenn man die Pro-Chip-Modelle der geringsten Ausstattung vergleicht, gibt es einen Preisanstieg. Diesen kann man wegen der geringeren Speicherbandbreite, aber des größeren Arbeitsspeichers sicher aus verschiedenen Blickpunkten betrachten.

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