Sir Apfelot Wochenschau KW 14, 2022

Diese Woche hat Apple den Termin für die diesjährige World Wide Developers Conference sowie ein paar Informationen drumherum bekannt gegeben (hier die Details). Aber es gab auch noch einige andere Nachrichten aus dem Technikbereich. Deshalb gibt es auch zum heutigen Freitag wieder eine Sir Apfelot Wochenschau. Dieses Mal zeige ich euch auf, welche Apple- und Tech-News mir in der Kalenderwoche 14 des Jahres 2022 besonders aufgefallen sind. Mit dabei sind u. a. diese Meldungen: Kostenloses EU-Roaming bis mindestens 2032, KI-Kunst und die Diskussion drumherum, Online-Fahrtickets mit 60-Sekunden-Countdown, Opfer von AirTags-Stalking sind vor allem Frauen, Apples Klassik-App auf dem Weg, und mehr.

In der Sir Apfelot Wochenschau zur Kalenderwoche 14 im Jahr 2022 lest ihr u. a. folgendes: EU-Roaming bis 2032 gratis, KI erstellt Kunst nach Wort-Vorgaben, Online-Tickets mit 60-Sekunden-Countdown, AirTag-Stalking gegen Frauen, Apple Classical kündigt sich an, und mehr.

In der Sir Apfelot Wochenschau zur Kalenderwoche 14 im Jahr 2022 lest ihr u. a. folgendes: EU-Roaming bis 2032 gratis, KI erstellt Kunst nach Wort-Vorgaben, Online-Tickets mit 60-Sekunden-Countdown, AirTag-Stalking gegen Frauen, Apple Classical kündigt sich an, und mehr.

Kostenloses Mobilfunk-Roaming in der EU verlängert

Mitte 2017 wurde innerhalb der Europäischen Union begonnen, die Roaming-Gebühren für die länderübergreifende Nutzung von Mobilfunk abzuschaffen. Aktuell soll es für in dem einen Land gebuchte Tarife keine Aufschläge oder Sonderkosten geben, wenn sie in einem anderen Land genutzt werden – egal ob für Anrufe, SMS oder mobile Daten. Und das soll auch so bleiben, mindestens bis ins Jahr 2032. Nach der Zustimmung des Europäischen Parlaments hat nun auch der Europäische Rat sein OK gegeben. Es soll einen nahtlosen Übergang geben, sodass es zwischen der aktuellen und der am 1. Juli 2022 in Kraft tretenden Regelung keine Roaming-Überraschungen geben wird. Quelle.

DALL-E 2 erstellt KI-Kunst nach individuellen Vorgaben

Eine Mischung als „Dalí“ und „WALL-E“ stellt den Namen der Kreativ-KI dar, welche als Nachfolger der OpenAI dienen soll. DALL-E 2 fußt dabei auf Technologien wie GPT-3, CLIP und GLIDE und erstellt mehr oder minder brauchbare Illustrationen nach individueller Aufforderung. Zudem können Bilder verändert, einzelne Elemente ausgetauscht oder verschoben werden. Ein von DALL-E 2 erstelltes Bild, welches derzeit die Runde macht, entstand aus der Beschreibung „A rabbit detective sitting on a park bench and reading a newspaper in a victorian setting“ (hier). Es ist zwar beeindruckend, dass das fertige Bild nur aufgrund dieses Vorschlags erstellt worden sein soll, schaut man sich das fertige Werk aber genauer an, dann sieht man jedoch viele Detailfehler.

Auf die hinter der KI stehenden Technik, auf wichtige Sicherheitsmaßnahmen (z. B. keine Darstellung von Gewalt, keine Diskriminierung und keine sexuellen Inhalte) sowie auf Einschränkungen durch Wissenslücken geht heise online in einem umfangreichen Beitrag ein. Ein guter Ausgangspunkt, wenn ihr noch mehr zu DALL-E erfahren wollt. Auf Twitter gibt es zudem einige Threads, die aus Sicht von Illustrator/innen und Künstler/innen aufzeigen, warum vor allem das oft zitierte Hasendetektiv-Bild nicht das Ende ihrer Zünfte bedeuten wird (Beispiel). Was haltet ihr von Content-erschaffender KI?  Könnt ihr menschengeschriebene Texte von den Machwerken eines KI-basierten Artikelgenerators unterscheiden? Lasst gern einen Kommentar da!

Die Bahn macht Spontankaufende zu Schwarzfahrenden 

Eine schlechte Datenverbindung, eine spontan umgebuchte Verbindung, ein sehr kurzfristiger Anschluss, ein Notfall oder andere Gründe – das alles kann dazu führen, dass man das digitale Bahnticket erst kurz vor Reiseantritt bucht bzw. dass es erst gültig wird, wenn man schon los rollt. Egal, denkt sich die Deutsche Bahn, und macht jetzt alle, die spontan auf der mobilen Webseite oder kurzfristig in der Bahn-App agieren, zu Schwarzfahrer/innen. Mit einem 60-Sekunden-Countdown, der nach dem Kauf eines Tickets abläuft, sollen nämlich Kontrolleur/innen erkennen, wer erst kurz vor der Kontrolle ein digitales Ticket gelöst hat. Wie der iPhone-Ticker aufzeigt, machen auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) bei diesem Generalverdacht-Experiment mit.

Datensammlung unter Android: Apps fliegen aus dem Play Store

Verschiedenste Apps vom Blitzer-Warner hin zum Maus-Ersatz für den PC wurden von Google aus dem Play Store für Android geschmissen. Die Apps bzw. ihre Entwickler/innen sollen Geld dafür bekommen haben, dass sie Daten ihrer Nutzer/innen dem Unternehmen Measurement Systems zur Verfügung stellten. Zu den Daten gehörten wohl neben E-Mail-Adresse und Telefonnummer auch GPS-Koordinaten und Inhalte der Zwischenablage. Werbezwecke werden hier weniger angenommen, eher eine Verbindung zu US-Geheimdiensten. Google soll schon im Oktober 2021 über den Sachverhalt informiert worden sein, hat die Apps aber erst im März 2022 entfernt. Quelle.

Stalking mit Apple AirTags: Vornehmlich Frauen sind betroffen

Aber nicht nur mit Google-Systemen können Leute ausspioniert werden. Von Unternehmen bis Privatpersonen können alle mit einen „Wo ist?“-fähigen Gerät, wie iPhone, iPad oder Mac, auch die Apple AirTags nutzen, um eine Straftat zu begehen. Wie heise online mit Bezug auf US-amerikanische Quellen aufzeigt, deckt eine Analyse von Polizeiberichten auf, dass vor allem Frauen von Stalking mit AirTags betroffen sind – „nur in einem einzigen Fall verdächtigte ein Mann seine Ex-Freundin des Stalkings“, heißt es. Und: „Jedem sechsten Bericht zufolge war der vermutete Täter dem Opfer bekannt, meist handelte es sich um den Ex-Partner oder aktuellen Partner.“ – Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, jemandem mit AirTags (oder anderweitig) hinterher zu spionieren, dann findet lieber mal euren eigenen Weg. Zum Beispiel in eine Therapie.

Hinweise verdichten sich: Apples Angebot für klassische Musik kommt

Neben Hinweisen im App-Code für Android aus dem Februar gibt es nun auch entsprechende Stellen im Code von iOS 15.5.5, die darauf hindeuten, dass Apple in absehbarer Zukunft ein Streaming-Angebot für klassische Musik anbieten wird. Unter anderem auf Twitter (hier) wird aufgezeigt, dass Aktionen, wie z. B. „Open in Apple Classical“, sowie „Open this in the new app designed for classical music“-Textanzeigen enthalten sind. Das Angebot ergibt sich wohl aus der früheren Übernahme von Primephonic durch Apple. Diese und weitere Hintergründe könnt ihr umfangreicher im Artikel von iFun nachlesen.

Geschlossene Sicherheitslücke in Monterey weiterhin in Big Sur und Catalina

Mehrere Quellen (deutsch / englisch) haben diese Woche zudem berichtet, dass Apple zwar eine kritische Sicherheitslücke in macOS 12 Monterey geschlossen hat, sie aber in macOS 11 Big Sur sowie in macOS 10.15 Catalina mit keinem Fix bedacht hat. Außerdem wurde eine ebenfalls schon aktiv ausgenutzte Schwachstelle in iOS 15 geschlossen. Ältere Systeme sollen auch am iPhone kein entsprechendes Update erhalten haben. „macOS Big Sur and macOS Catalina are still being supported with updates for notable vulnerabilities, so it is not clear why security fixes have not been released“, heißt es zum Mac-Problem bei MacRumors (s. Link).

Return to Monkey Island – Point-and-Click-Klassiker bekommt Nachfolger

Im Jahr 1990 erschien das von Ron Gilbert und Tim Schafer bei LucasArts entwickelte Spiel „The Secret of Monkey Island“. Bis heute ist es ein viel beachteter Point-and-Click-Titel, der nicht nur weitere Teile, sondern auch neu aufgearbeitete „Special Edition“-Versionen abbekommen hat. Nach „Monkey Island 2: LeChuck’s Revenge“ (1991), „The Curse of Monkey Island“ (1997), „Escape from Monkey Island“ (2000), „Tales of Monkey Island“ (2009) sowie Neuauflagen des ersten und zweiten Teils in 2009 und 2010 soll es nun einen von Ron Gilbert selbst entwickelten weiteren Teil geben: „Return to Monkey Island“ soll 2022 erscheinen. Allzu viele Infos gibt die offizielle Webseite aber noch nicht her. Hier der Trailer:


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