Sir Apfelot Wochenschau KW 22, 2023

Bevor wir uns kommende Woche komplett in neuen Betriebssystemen und innovativen Geräten von Apple verlieren gibt es zum Ausklang dieser „normalen“ Woche noch eine Sir Apfelot Wochenschau. Dieses Mal zeige ich euch, welche Apple- und Tech-News mir in der Kalenderwoche 22 des Jahres 2023 aufgefallen sind. Mit dabei sind unter anderem diese Meldungen: Top-Level-Domain „.zip“ öffnet Tore für neue Betrugsmaschen, Neuro-Implantate könnten Menschenrechtsthema werden, Apple stellt den „Mein Fotostream“-Service ein, das Mixed-Reality-Headset soll Apples bisher komplizierteste Hardware sein, The Verge deckt die Geschichte von vergrabenen Lisa-Computern auf, und mehr!

Die Sir Apfelot Wochenschau als Podcast

Wenn ihr Podcasts mögt, gibt es für euch die aktuelle Wochenschau auch zum Hören. Lynne und Jens stellen euch die neuesten Blogbeiträge sowie die einzelnen News aus der Wochenschau vor – dabei geben sie ihre eigenen Erfahrungen und Meinungen mit in den Mix. Zum Podcast gelangt ihr mit diesen Links:

In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 22 des Jahres 2023 findet ihr unter anderem diese Meldungen: Top-Level-Domain .zip ermöglicht neue Betrugsmethoden, Entfernung von helfenden Hirnimplantaten facht Menschenrechtsdiskussion an, letzte Gerüchte vor der WWDC23-Keynote, der letzte Teil der "Apple Lisa"-Geschichte, und mehr!
In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 22 des Jahres 2023 findet ihr unter anderem diese Meldungen: Top-Level-Domain .zip ermöglicht neue Betrugsmethoden, Entfernung von helfenden Hirnimplantaten facht Menschenrechtsdiskussion an, letzte Gerüchte vor der WWDC23-Keynote, der letzte Teil der “Apple Lisa”-Geschichte, und mehr!

Top-Level-Domain .zip – Verwirrung um Archivformat begünstigt Betrug

Google hat für Webadressen u. a. die Top-Level-Domain .zip freigeschaltet – nebst .mov, .dad und .phd. Wer sich nun an Dateiarchive erinnert fühlt, die im .zip-Format verpackt sind, liegt ganz richtig. Denn neben .rar ist .zip eines der meistgenutzten Archivformate. Das ruft eine ganz neue Betrugsmasche auf den Plan: Betrüger/innen können Links mit .zip-Endung verschicken oder auf Webseiten einbinden und angeben, dass es sich um ein Archiv handelt (etwa für Dateien oder eine App). Klickt man nun auf den Link wird man auf eine Webseite geleitet, die wie ein Entpackungsprogramm (z. B. WinRAR) aussieht. Öffnet man die so angezeigten Dateien, lädt man sich Schadsoftware herunter. Details in diesem Blogbeitrag von mr.d0x.

Abschlussbericht zur „Sektoruntersuchung Online-Werbung“ vom Bundeskartellamt

Ohne allzu viel Bewertung sowie nur mit Fokus auf Suche-unabhängige Online-Werbung wurde vom Bundeskartellamt eine sogenannte Sektoruntersuchung durchgeführt. Darauf weist u. a. iFun in einer Meldung hin. Bezug wird darin auf die 65 Seiten starke PDF-Veröffentlichung zum Thema genommen, in der Werbung von und durch Technik-Riesen wie Amazon, Apple, Alphabet und dergleichen eingeordnet wird. iFun legt dabei z. B. den Fokus auf eine Abschlussbemerkung, welche die Ambivalenz der Online-Werbung aufzeigt, aber auch auf die Untersuchung des Bundeskartellamts gegen Apple, da durch die Tracking-Einschränkungen an Mobilgeräten zwar Anbieter am Datensammeln gehindert werden, Apple aber selbst Daten erhebt, was einen Vorteil gegenüber den anderen Anbietern darstellt. 

Cyberpunk trifft Realität: Hirnimplantat-Entfernung facht Menschenrechtsdiskussion an

Hirnimplantate, die bei neuronalen Störungen helfen sollen, sind im Grunde nicht Neues. Wie man einem Artikel von heise online entnehmen kann, werden sie schon seit über 10 Jahren erfolgreich eingesetzt. Doch was passiert, wenn die dafür verantwortliche Privatfirma pleite geht? Genau darum geht es im Fall der Australierin Rita Leggett, der ein lebensverändertes Implantat wieder entnommen werden musste. Es zeigte ihr dank der Messung von Hirnströmen das Risiko von epileptischen Anfällen an, was ihr mehr Planungssicherheit im Alltag bot. Weiterhin wird der Fall von Ian Burkhart aufgezeigt, der zur Unterstützung der Regenerierung nach einer Rückenmarksverletzung ein Neuro-Implantat erhielt. 

Beide dienen als Rahmen für den Bericht über das Paper „How I became myself after merging with a computer: Does human-machine symbiosis raise human rights issues?“, das ihr euch an dieser Stelle anschauen könnt. Untersucht wird damit u. a. die Frage, ob das Entfernen von helfenden Implantaten ein Verstoß gegen die Menschenrechte ist. Am Fall von Rita Leggett etwa könne man sehen, dass ihr dadurch ein hohes Maß an Lebensqualität genommen wurde und sie (frei übersetzt) eine „anhaltende Diskontinuität ihrer Handlungsfähigkeit erlebte“. Aus ethisch-rechtlicher Sicht muss also geklärt werden, ob funktionierende und helfende Neuro-Implantate überhaupt entfernt werden dürfen.

Maker-Projekte mit IKEA-Produkten

Da habe ich diese Woche doch tatsächlich wieder ein paar IKEA-Meldungen für Lynne und Jens im Sir Apfelot Wochenschau Podcast finden können :D Beide befinden sich leider hinter einer Bezahlschranke des „Make:“-Bereichs im heise-Magazin. Aber bereits aus der jeweiligen Vorschau lässt sich erkennen, was im Endeffekt hergestellt wird:

  • Ein Balkon-Hochbeet aus einem alten IKEA-Hochbett: Hier anschauen
  • Eine digitale Lavalampen-Alternative in einem IKEA-Bilderrahmen: Hier anschauen

Contact Key Verification – Apple scheint neue iMessage-Sicherheitstechnik zu implementieren

Im Code der Beta-Version von iOS 16.6 sollen sich Hinweise auf die sogenannte „Contact Key Verification“ befinden, wie etwa der iPhone-Ticker diese Woche anmerkt. Apple hatte diese neue Sicherheitstechnik schon einmal im Dezember 2022 vorgestellt: Drei neue Technologien vorgestellt: Mehr Sicherheit für Apple-Nutzer/innen. Das Ziel dieses Sicherheitsschlüssels ist, den iMessage-Kontakt zu verifizieren und so sicherzustellen, dass man nicht mit unbeteiligten Dritten kommuniziert, die sich in die Apple-ID des Kontakts gehackt haben. Beim iPhone-Ticker wird das mit der Sicherheitsnummer in der Signal App verglichen.

Aus für „Mein Fotostream“ – Apple beendet 12 Jahre alten iCloud-Service

„My Photo Stream is shutting down on July 26, 2023“, heißt es im Apple Support-Dokument HT205743. Der auf deutsch „Mein Fotostream“ genannte Service wurde 2011 von Apple in Zusammenhang mit der iCloud eingeführt. Er speichert bis zu 1.000 Fotos der letzten 30 Tage und macht sie somit auch für die anderen mit der gleichen Apple-ID genutzten Geräte verfügbar. Die Fotos werden dabei nicht auf den iCloud-Speicher angerechnet. Zum 26. Juli 2023 wird das Ganze nun aber eingestellt, sodass ihr die automatische Speicherung von Fotos am iPhone, iPad oder iPod touch auf den „iCloud-Fotos“-Service umstellen solltet. Dieser wird auf den iCloud-Speicher angerechnet, übernimmt aber alle Bilder sowie Änderungen geräteübergreifend. Mehr zum Vergleich der Services hier.

Letzte Gerüchte vor der WWDC23-Keynote am Montag

Bevor am Montag die World Wide Developers Conference 2023 startet, gibt es noch ein paar letzte Gerüchte und Vermutungen. Diese werden nun auch von offiziellen Apple-Veröffentlichungen angefacht. In einem Tweet meint Apple nämlich „A new era begins.“ (Eine neue Ära beginnt.), und im Developer-Blog heißt es „Code new worlds“ (Programmiere neue Welten). Zudem twitterte der BeatSaber-Mitbegründer Jaroslav Beck ein bisschen kryptisch über den 5. Juni, was vermuten lässt, dass sein VR-Spiel Teil der Vorstellung von Apples Mixed-Reality-Headset wird. Es steht nun eigentlich außer Frage, dass es am Montag vorgestellt werden wird. 

Gleichzeitig meint Mark Gurman hier, dass es die längste Keynote Apples mit weit über zwei Stunden Dauer werden könnte (das spricht allerdings gegen die Angaben auf dem Vor-Ort-Zeitplan der eingeladenen Entwickler/innen). MacRumors meint außerdem mit Bezug auf einen Bezahlschranke-Artikel von The Information, dass das Headset die bislang komplizierteste Hardwarekonstruktion Apples darstelle. Gebogenes Glas, eine Aluminium-Einfassung, ein gebogenes Motherboard und Brillenglas-Einsätze mit magnetischer Halterung sollen das Mixed-Reality-Headset zu einer Herausforderung für die Produktionsfirmen gemacht haben. Aufgrund des Designs soll man es nicht in Kombination mit einer Brille nutzen können.

Apple Lisa: The Verge gräbt interessanten Teil der Firmengeschichte aus

Der „Apple Lisa“ war ein Computer, der von Anfang bis Mitte der 1980er verkauft wurde, teils in direkter Konkurrenz zum ersten Macintosh. Neben dem internen Machtkampf, der darauf folgenden Entlassung Steve Jobs’ und weiterer bereits bekannter und oftmals nacherzählter Entwicklungen gibt es aber noch einen zusätzlichen Teil der Geschichte. Dieser beinhaltet den Abverkauf alter Lisa-Bestände an Bob Cook sowie später die von Apple veranlasste Verschrottung seiner Computer auf einer Müllhalde. Apple wollte damit wohl wortwörtlich einen Teil der Firmengeschichte begraben sowie die von Cook geschaffene Konkurrenz beseitigen. Die ganze Geschichte gibt es hier bei The Verge sowie im Video:

Meine Tipps & Tricks rund um Technik & Apple

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