Sir Apfelot Wochenschau KW 27, 2020

Es ist die Woche nach der Apple WWDC20, der Hype um die neuen Betriebssysteme und den Apple Silicon SoC hat sich etwas gelegt. Deshalb gibt es zum heutigen Freitag auch wieder eine etwas buntere Mischung an Apple- und Tech-News. Zu den Meldungen, die mir in der Kalenderwoche 27 des Jahres 2020 besonders aufgefallen sind, gehören unter anderem folgende:  Energie von Solar-Inseln, Verbot von TikTok in Indien, Facebook mit neuem Datenskandal, NAS-Systeme von Lenovo gehackt, Apple Arcade, Apple vs. Werbebranche, PlayStation 5 und mehr. 

Die Themen in der Sir Apfelot Wochenschau der Kalenderwoche 27 in 2020 lauten u. a.: Energie von Solar-Inseln, Verbot von TikTok in Indien, Facebook-Datenskandal, Apple Arcade, Apple vs. Werbebranche, Xbox Series X und PlayStation 5.

Die Themen in der Sir Apfelot Wochenschau der Kalenderwoche 27 in 2020 lauten u. a.: Energie von Solar-Inseln, Verbot von TikTok in Indien, Facebook-Datenskandal, Apple Arcade, Apple vs. Werbebranche, Xbox Series X und PlayStation 5.

Strom und Treibstoff von schwimmenden Solar-Inseln

Mit dem Fokus auf eine Sandbank in der Nordsee berichtet Welt von einer Idee, die ein Mittel gegen die Verschlimmerung von Umweltverschmutzung und Klimakrise darstellen kann. Dabei geht es nicht (nur) um Windräder im Meer, sondern auch um künstlich anzulegende Inseln, welche die Sonnenenergie nutzen, um Strom sowie auch Treibstoff zu produzieren. „Auf künstlichen Solarinseln könnte genügend Energie produziert werden, um damit den gesamten Güterverkehr der Welt CO2-neutral abzuwickeln“, heißt es im verlinkten Beitrag. Weitere Informationen zum Thema findet ihr genau dort.

In Indien werden TikTok und weitere chinesische Apps verboten

Insgesamt 59 Apps aus China sind in Indien verboten wurden, wie beispielsweise t3n aufzeigt. Das ist aber nicht einfach so passiert, sondern weil die Apps – unter denen sich auch das beliebte Video-Netzwerk „TikTok“ sowie „WeChat“ befinden – die Daten von Nutzer/innen im Übermaß auslesen und weiterleiten. Vor allem, dass die Daten an die chinesische Regierung weitergeleitet würden, wurde moniert. Immerhin mache sich Indien durch das damit mögliche Profiling angreifbar. Welche Daten (missbräuchlich) durch TikTok erhoben und weitergegeben werden, das hat ein Reddit-Nutzer per „Reversed Engineering“ herausgefunden und auf der Plattform veröffentlicht. Die Zusammenfassung findet ihr (auf Englisch) auch über diesen Tweet.

Datenskandal: Und wieder heißt der Konzern Facebook

Wie Facebook selber festgestellt zu haben scheint, wurden Daten von Nutzer/innen auch an jene Apps weitergegeben, die länger als 90 Tage nicht mehr genutzt wurden. Diese Deadline wurde in den Unternehmensrichtlinien nach dem Cambridge Analytica Datenskandal festgeschrieben. Viel hat das aber anscheinend nicht gebracht, wie Facebook in einem eignen Blogbeitrag aufzeigt. Auf Deutsch könnt ihr die wichtigsten Informationen daraus zum Beispiel bei Golem nachlesen. Dort heißt es in der Einleitung bereits: „Rund 5.000 App-Entwickler haben Daten von Facebook erhalten, die sie eigentlich nicht bekommen sollten.“

Vermeintlicher Datenklau: Hacker löschen Lenovo NAS-Geräte

Wie u. a. ZDNet aufzeigt, scheint eine Hackertruppe namens „Cl0ud SecuritY“ gezielt Angriffe auf NAS-Systeme von Lenovo ausüben. Dabei handelt es sich um ältere Geräte von LenovoEMC, die Nachfolgermarke von lomega. Die Hacker löschen dabei die Daten der Speichersysteme und fordern ein Lösegeld für die Wiederherstellung. Es gibt aber, wie ZDNet aufzeigt, keine Anzeichen darauf, dass die Daten vor einem Angriff tatsächlich kopiert und damit wiederhergestellt werden. Die Lösegeldzahlung bringt also möglicherweise nichts, außer dass man neben seinen Daten auch noch einen Geldbetrag zwischen 200 und 275 Dollar los ist. Details zum Thema gibt’s in der verlinkten Quelle.

Benchmarks des Apple Developer Transition Kit veröffentlicht

Das teilweise einfach „Mac mini Developer Kit“ genannte Developer Transition Kit von Apple wurde im Rahmen der WWDC20 an Entwickler/innen von Mac-Apps verschickt, damit diese sich auf die Umstellung von Intel-Chips auf Apples eigene ARM-Lösung einstellen können. Wie Golem nun darlegt, wurde mit einem solchen DevKit ein Benchmark-Test durchgeführt. Dieser zeigt auf, dass der A12Z-Chip (der auch um iPad Pro 2020 steckt) bessere Daten liefert als etwa der Snapdragon 8cx. Und das, obwohl nur vier der acht Kerne genutzt werden und die Anwendung über Rosetta 2 emuliert wird. Allerdings gibt es auch den Hinweis darauf, dass kommende Mac-Modelle eine andere Art „Apple Silicon“ enthalten werden und DevKits nicht mit der letztendlichen Hardware gleichzusetzen sind.

Apple Arcade soll inhaltlich umgestaltet werden

Ebenfalls bei Golem habe ich gelesen, dass der Spiele-Service Apple Arcade neu ausgerichtet werden soll. So heißt es in dem entsprechenden Beitrag, dass es weniger Abenteuerspiele geben soll. Vielmehr soll der Fokus auf länger zu spielende Games gelegt werden, die Nutzer/innen auch über Monate hinweg beschäftigen. Das Ziel des Ganzen ist natürlich klar: eine längere Mitgliedschaft im 4,99 Euro pro Monat kostenden Abonnement. Dafür unpassend sind Spiele, die eine inhaltlich begrenzte Abenteuer-Kampagne bieten, nach deren Durchspielen es (neben den anderen im Abo enthaltenen Spielen) keinen Grund für die Weiterführung des Abos gibt. „Animal Crossing“-Pendants werden wir wahrscheinlich nicht in Apple Arcade sehen; dafür aber mehr Spiele wie „Grindstone“.

Neue Beschränkungen für die Werbebranche unter iOS 14

Ob Apps euch über ihren eigenen Gebrauch auch in anderen Apps und auf Webseiten tracken dürfen, damit sie euch personalisierte Werbung anzeigen können, das könnt ihr ab iOS 14 auf dem iPhone individuell einstellen. Unter anderem heise online zeigt das in einem Beitrag auf und vermeldet dabei die Befürchtungen der Werbebranche. Von einem „Erdbeben“ und einer „tektonischen Verschiebung“ ist dabei die Rede, da Kampagnen nicht mehr wie zuvor durchgeführt werden könnten. Werbende wären sozusagen zu einem „Blindflug“ gezwungen. Weiterhin wird in der verlinkten Quelle auf Apples Ad-ID eingegangen, die in das Thema mit reinspielt. 

News zu Xbox Series X und PlayStation 5

Bei Netzwelt habe ich diese Woche noch zwei Meldungen gefunden, eine zur Xbox Series X und eine zur PS5. So soll es von der Microsoft-Konsole nicht nur die bisher schon bekannte Standard-Version geben, sondern auch ein Budget-Modell zum kleineren Preis. Der Codename soll „Lockhart“ lauten, letztendlich könnte es auf eine „Xbox Series S“ hinauslaufen. Entweder noch im Juli oder aber im August soll bei einer neuen Reveal-Show die günstige Alternative vorgestellt werden. Sie soll ein bisschen weniger Prozessorleistung und weniger GPU-Power haben. Mehr dazu hier.

Gleichzeitig heißt es hinsichtlich der neuen Sony-Konsole, dass man bei Epic Games von einer „Revolution“ schwärme und komplett neue Games möglich werden würden. Die Aussage geht auf die Arbeit mit einem DevKit zurück, das den Entwickler/innen bereits einen Einblick in die Möglichkeiten zur Nutzung der PlayStation 5 gegeben hat. Welche innovativen, neuen Spielekonzepte wir aber mit der Unreal Engine 5 auf der PS5 erwarten dürfen, das steht noch aus. Sie soll ja erst ab 2021 zur Verfügung stehen. Mehr zum Thema lest ihr hier.


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