Test: Xiaomi Mi Robot Vacuum Staubsauger-Roboter

Im Test des Xiaomi Mi Robot Vacuum Staubsauger-Roboter aus China haben sich einige Vorteile und Nachteile gezeigt, die ich euch nicht vorenthalten will. Damit ihr euch ein Bild von diesem Saugroboter machen könnt, habe ich den folgenden Testbericht verfasst, in dem ich meine Erfahrungen mit dem Xiaomi Mi Robot Vacuum umrissen habe. Wie gut fegt und saugt er? Wann treten Probleme auf? Und wie laut ist er, wenn er durch die Wohnung fährt? Antworten darauf und Informationen zur Mi Home App gibt es ebenfalls.

Der Xiaomi Mi Robot Vacuum Staubsauger-Roboter im Test von Sir Apfelot.

Der Xiaomi Mi Robot Vacuum Staubsauger-Roboter im Test von Sir Apfelot.

Xiaomi Mi Robot Vacuum Test – Unboxing

Am Anfang des Tests steht natürlich das Unboxing mit der Überprüfung des Paketinhalts und der anschließenden Inbetriebnahme des Produkts. Bevor der Saugroboter aus China aber fährt, so habe ich festgestellt, gibt es ein kleines Problem – das Kabel für die Docking- und Lade-Station hat keinen Euro-Stecker, sondern nur einen chinesischen. Ihr müsst also entweder ein Kabel kaufen (Kabel für Kleingeräte-Buchse C7) oder eines von einem Radio nehmen. Die meisten Radios haben eine C7-Buchse, weshalb bei mir ein solches Kabel über war und ich gleich starten konnte.


Lieferumfang

So, was ist nun also alles im Karton drin, wenn schon kein Kabel für europäische Steckdosen? Den Lieferumfang vom Xiaomi Mi Robot Vacuum habe ich euch mal in eine übersichtliche Liste gepackt:

  • Xiaomi Mi Robot Vacuum Staubsaugerroboter
  • Docking- und Ladestation (inkl. hierzulande nicht brauchbares Kabel)
  • Kamm mit Klinge zum Trennen von Haaren an der Bürste
  • Bedienungsanleitung in Chinesisch

Für das Problem mit der Bedienungsanleitung auf Chinesisch gibt es gleich zwei Lösungen. Zum einen kann man mit dem Google Übersetzer auch Bilder bzw. vor der Kamera des Smartphones befindliche Texte übersetzen lassen; also auch die Anleitung. Zum anderen kann man einfach ein englisches Manual suchen. Ein kleiner Hinweis dafür: Auf der offiziellen Xiaomi-Webseite findet ihr die Anleitung zum Gerät unter dessen Namen Mijia oder einfach mit diesem Link.

Technische Daten

Vor meinen Erfahrungen mit / Einschätzungen zum Staubsauger-Roboter von Xiaomi hier noch die technischen Daten des Geräts. Denn nicht nur die Funktionalität, Bedienung und intuitive Verwendung sollten stimmen, sondern auch Größe, Maße und so weiter:

Maße34,5 x 34,5 x 9,6 cm
Gewicht3,8 kg
BatterieLithium-Ion Akku mit 5.200 mAh bzw. 74,88W
Saugleistung1.800 Pa
Max. Betriebszeit2,5 h bei voller Leistung
Verbindung zum SmartphoneWLAN
Spannung / Stromstärke / Leistung14,4V / 10,A / 55W
FarbeWeiß

In der Bedienungsanleitung steht zudem, dass die Ladestation des Staubsaugerroboters eine Ausgangsspannung von 20V und einen Ausgangsstrom von 2,2A hat. Das ist zwar nicht allzu viel, aber ich wollte wissen, ob das nur gilt, wenn der Sauger andockt, oder auch, wenn die Station freisteht. Das Ergebnis ist, dass immer eine Spannung von rund 20V vorliegt, ein Strom ohne Abnehmer aber nicht erkennbar ist:

Xiaomi Mi Robot im Sauger-Test

Für die Inbetriebnahme ist die Ladestation nicht unbedingt essenziell. Falls ihr also ein Kabel kaufen gehen und dabei den Roboter saugen lassen wollt, geht das – insofern der Akku nicht leer ankommt. Auch braucht ihr die App nicht unbedingt, sondern drückt bei angeschaltetem Gerät einfach kurz auf die On / Off Taste. Dann orientiert sich der Saugroboter erst einmal und misst ein paar Quadratmeter ab. Nachdem er sie gesaugt hat, nimmt er sich weitere Teile der Wohnung vor. Dabei geht er strukturiert vor und fährt eher selten kreuz und quer (nur, wenn er von einer Ecke in einen neuen Bereich fährt, etc.).

Ganz unvorbereitet sollte die Wohnung allerdings nicht sein, wenn man den Xiaomi Mi Roboter in den Einsatz schickt. Denn mit Kabeln, herumliegenden Kleidungsstücken, Papier und weiteren größeren Dingen, mit denen die Haupt-Bürste blockiert werden könnte, hat das Gerät so seine Probleme. Ist der Staubsauger-Roboter aber ins WLAN eingebunden und habt ihr die App (Android oder iOS) auf dem Smartphone, dann bekommt ihr wenigstens eine Push-Nachricht, die euch den Fehler beschreibt und euch sagt, dass sich der Sauger ausgeschaltet hat. Zudem seht ihr, wo er stehen geblieben ist (eine Karte der Wohnung wird beim Reinigen erstellt).

Bei der Benutzung der App könnt ihr allerdings viel individueller Reinigen lassen. Nach einem Update gibt es nun auch Spot Cleanups, also das Reinigen eines bestimmten Bereichs, und ihr könnt zudem vier verschiedene Modi wählen. Je nachdem, ob ihr zuhause seid, eine schnelle oder eine leise Reinigung vorzieht, habt ihr die folgende Auswahl:

  • Quiet: leiser und langsamer
  • Balance: gute Reinigung und wenig Krach
  • Turbo: schneller und ebenfalls gut
  • MAX: voll Karacho und auch lauter

Aufstellen der Station

Die Station, über die der Xiaomi Roboter geladen wird, soll laut Bedienungsanleitung ein bisschen Platz bieten, damit der Saugroboter losfahren und sich auch wieder anschließen kann. Zu den Seiten sollten je 50 cm und nach vorne 1 m Platz sein. Weniger Platz sollte aber auch kein Problem sein, da sich der Roboter auch auf gerader Linie nähern, dann auf der Stelle umdrehen und rückwärts an die Ladekontakte fahren kann. Im Test hat er das auch mit weniger Raum hinbekommen.

Mi Home App: Download und Informationen

Die Mi Home App, mit der ihr Mi Robot Vacuum steuern und überwachen könnt, könnt ihr für euer Android Smartphone bzw. für das Apple iPhone mit iOS herunterladen und installieren. Den Android Download der App findet ihr im Google Play Store. Für den Mi Home Download für iOS auf dem iPhone klickt ihr einfach die folgende Box:

Kleiner Hinweis zum Datenschutz: Es handelt sich bei der App nicht nur um eure individuelle Steuereinheit für den Staubsauger-Roboter. Vielmehr ist es die Smart Home Komplettlösung von Xiaomi, die ihr für alle möglichen Geräte, Gadgets und Anlagen nutzen könnt. Entsprechend will das Programm auch alle möglichen Berechtigungen – nicht nur Zugriff auf WLAN und Verbindungsinformationen, sondern auf Kontakte, Anruffunktion, SMS-Funktion, Speicher, etc. Das schreckt anfangs natürlich etwas ab, aber als Gesamtlösung fürs Smart Home ergibt dieser Umfang an Berechtigungen natürlich Sinn. Ich hab sie mir geladen und installiert – und sie erleichtert die Nutzung des Roboters ungemein.

Zeitpläne, DND-Modus und mehr

Innerhalb der Mi Home App könnt ihr auch Zeitpläne für den Xiaomi Mi Robot einstellen, sodass er automatisch die Wohnung bzw. deren Fußböden sauber hält. Da er natürlich nicht komplett lautlos saugt (jedoch leiser als viele übliche Staubsauger), könnt ihr auch den DND Mode, also den „Do Not Disturb“-Modus einschalten bzw. eine Ruhezeit definieren, in der das Gerät immer inaktiv sein soll. Alle Settings findet ihr in der Übersicht – im Test hat alles gut funktioniert:

Die „Cleaning History“ zeigt, wie viele Minuten und Quadratmeter der Roboter schon im Einsatz war und wie viele Reinigungsgänge er dafür gebraucht hat. Der Punkt „Care“ zeigt euch die einzelnen Elemente (Seitenbürste, Haupt-Bürste, Sensoren, Filter) an und dazu deren Prozentzahl für die Lebenserwartung. Da im Lieferumfang kein Ersatz beiliegt, bietet sich der Button „Buy Now“ in der App natürlich an. Ein Zubehör-Set mit Filtern und Bürsten findet ihr weiter unten verlinkt (Amazon).

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Unter „Remote Controls“ könnt ihr die Fernsteuerung des Xiaomi Mi Robot Vacuum Staubsauger-Roboters aktivieren. Wenn ihr die aktuellste Version der Software verwendet (auf Staubsauger und Smartphone aktualisiert), dann gibt es auch einen Spot Cleanup wie beim iRobot und dem neuen Mi Robot von 2017 mit Wischfunktion.


Voice Pack: Sprachausgabe des Geräts

Unter dem Menüpunkt „Voice Pack“ könnt ihr das zu verwendende Sprachpaket aussuchen, was ich euch nur empfehlen kann, da die Standardsprache Chinesisch ist. Wenn ihr aus China kommt oder die Sprache lernen wollt, okay. Aber ich bevorzuge die Sprachausgabe in Englisch; ein Paket in Deutsch gibt es noch nicht – aber sicher bald, da Xiaomi immer mehr auf dem europäischen Markt Fuß fasst. Als kleines Extra bieten euch die Einstellungen in der Mi Home App auch noch einen Nutzer-Guide mit Handbuch und dergleichen auf Englisch.

Reinigungsleistung

Kommen wir nun aber mal zur Hauptfunktion des Haushaltshelfers aus China – dem Staubsaugen. Im Test hat er sich sehr gut angestellt und meine Erwartungen übertroffen; vor allem, weil ich sie weit runter geschraubt hatte. Aber ich bin wirklich überzeugt. Durch die Seitenbürste kommt der runde Staubsaugroboter auch in Ecken zurecht und macht die Wohnung gut sauber. Nach dem ersten Test war ich schon überzeugt davon, dass der Xiaomi Mi Robot die Wohnung wesentlich besser sauber bekommt als ich mit einem Besen.

Einen Staubsauger hatte ich bis zum Einsatz des Saugroboters nicht, da mich der Krach dieser Maschinen nervt. Mit dem leiseren Staubsaugroboter und seiner guten Reinigungsleistung kann ich aber leben – zumal er auch durch die Wohnung sausen kann wenn ich einkaufen bin 😉 Für die 50 Quadratmeter Putzfläche meiner 60-Quadratmeter-Wohnung braucht er im Balance-Modus rund 53 Minuten und 29% Akkuleistung. Die 2,5 Stunden Durchschnittslaufzeit pro Ladung lassen sich also in sparsamen, aber ausreichenden Modi übertreffen.

Nach der Reinigung meiner Wohnung sind 53 Minuten vergangen und der Akku hat noch 71% Kapazität. Gewählter Modus: Balance - also etwa mittlerer Modus.

Nach der Reinigung meiner Wohnung sind 53 Minuten vergangen und der Akku hat noch 71% Kapazität. Gewählter Modus: Balance – also etwa mittlerer Modus.

Schmutzbehälter

Gerade nach dem ersten Test kann ich euch empfehlen, den Behälter aus dem Roboter zu nehmen und ordentlich auszuleeren. Er findet einfach überall und sogar unter Möbeln noch eine Menge Staub, Haare und Flusen. Wer Haustiere oder lange Haare hat, der wird auf jeden Fall von dem mitgelieferten Kamm inkl. Klinge zum Zertrennen von aufgewickelten Haaren profitieren. Gerade an der Hauptbürste werdet ihr lange Haare nicht ohne Zerschneiden los. Den Behälter könnt ihr während des Saugprozesses oder danach checken, indem ihr den Deckel des Staubsaugerroboters anhebt. Je voller das Behältnis ist, desto mehr Saugleistung wird natürlich eingebüßt. Deshalb solltet ihr auch den Filter öfter mal ab und ausklopfen – im Test hat sich das bewährt.

Xiaomi Mi Robot Vacuum kaufen

Den Xiaomi Mi Robot Vacuum Staubsaugerroboter von 2016 kaufen könnt ihr mittlerweile auch bei Amazon. Zudem bekommt ihr neben dem Hauptgerät selbst bei Amazon auch die verschiedenen Ersatz- und Austauschteile angeboten. Setzt man Zubehör-Set und Staubsaugerbeutel herkömmlicher Geräte in den Vergleich, stimmt der Preis für die Xiaomi-Produkte. Natürlich ist aber neben Amazon die bekannteste Bezugsquelle für die Xiaomi-Produkte und Teile der Onlineshop GearBest. Bei GearBest konntet ihr bis November 2017 auch den neuen Xiaomi Smart Robot mit Wischfunktion vorbestellen. Jetzt befindet er sich auf der GearBest-Seite im offiziellen Verkauf.

Und auch vom hier getesteten Xiaomi Mi Robot Vacuum (2016) gibt es – ohne Wischfunktion – eine zweite Generation, die etwas anders aufgebaut ist und zudem einen Euro-Stecker mitbringt. Jedoch kostet die rund 200 bis 300 Euro mehr. Da ist es wohl besser, wenn ihr das Gerät der ersten Generation kauft und dazu dann noch ein Kabel für die C7 Kleingeräte-Buchse. Hier einmal die Links zu den einzelnen Produkteseiten:

Exklusiver Gutscheincode und Versand aus der EU

Wenn ihr den Xiaomi Mi Vacuum Robot Staubsauger der ersten Generation kaufen wollt, dann kann ich euch jetzt einen exklusiven Gutscheincode von GearBest anbieten! Nach Rücksprache bekommt ihr als Leser von Sir-Apfelot.de den Original Xiaomi Mi Robot Vacuum 1st Generation  mit dem Code XMVCKD für nur 252,55 EUR. Der Versand wird über das EU-Warenlager geregelt, sodass ihr nicht lange auf die Lieferung warten müsst und es auch keine Verzögerung durch Zoll-Kontrollen gibt. Ideal, wenn ihr den Xiaomi Mi Robot Vacuum zu Weihnachten verschenken wollt: Hier kommt ihr zum Produkt für diese Aktion, die auf 500 Stück limitiert ist!

Roboter-Test im Video

Neben den reinen Textinfos und Bildern habe ich noch das eine und auch das andere Video vom Staubsauger-Roboter aufgenommen. So könnt ihr den Sauger direkt in Action sehen. Neben den eigenen Videos für Sir-Apfelot.de habe ich euch folgend auch noch ein paar weitere Videos zusammengestellt – darunter auch ein Hardcore-Test mit ordentlich Dreck, den ich meinem Modell nicht freiwillig antun wollte 😉

Verwendung auf Teppich

Da ich keinen eigenen Teppich zum Testen habe, muss ich mich auf das erste Video der obigen Übersicht verlassen, wenn ich sage: auch auf Teppichen kann der Xiaomi Mi Robot Vacuum Staubsauger-Roboter überzeugen. Allerdings würde ich dafür eine Eingrenzung der Aussage festlegen; nämlich, dass es kein Zottel-Teppich mit langen Fäden oder Ausstülpungen sein sollte, sondern ein „Kurzhaar“-Teppich. Sonst könnten sich vielleicht die Seiten- oder Haupt-Bürste festfahren.

Vorteile und Nachteile

Bevor ich zum Fazit komme, hier noch ein paar Vorteile, neutrale Punkte und Nachteile des Xiaomi Mi Robot Vacuum Staubsauger-Roboters 2016 / 2017, die mir im Test aufgefallen sind. Vielleicht helfen sie euch ja beim Vergleich mit eurem Modell (iRobot, Ecovacs, iLife oder so) bzw. bei der Kaufentscheidung:

Vorteile

  • Gute bis sehr gute Reinigungsleistung im Test
  • Starker Akku, der bei mir für mehrere Reinigungsgänge reicht
  • Sehr gute Verarbeitung und Material-Qualität
  • Intuitive Bedienung und Nutzung auch ohne App
  • Individuell steuerbar per App
  • Push-Nachrichten bei Fehlern und Problemen
  • Reset-Taste für Troubleshooting und allgemeines Zurücksetzen
  • 12 Sensoren, die eine genaue Koordination garantieren

Neutrale Punkte

  • Nicht sehr leise, aber leiser als „richtige“ Staubsauger
  • Noch keine deutsche App / Sprachausgabe, dafür aber Englisch
  • An Ladekontakten liegt immer Spannung an
  • Für die App muss man ein Benutzerkonto anlegen und sich damit anmelden

Nachteile

  • Kein Euro-Stecker am mitgelieferten Kabel
  • Mi Home App will viele Berechtigungen

Fazit

Nach dem Test des Xiaomi Mi Robot Vacuum Staubsauger-Roboter kann ich ihn eigentlich nur empfehlen. Wenn man bedenkt, welche Zeitersparnis sich durch den schlauen, mit 12 Sensoren und WLAN-Anbindung ausgestatteten Saugroboter ergibt, rechnet sich der Anschaffungspreis von Amazon oder GearBest auf jeden Fall. Auch das Zubehör für den Austausch der wichtigsten Verschleißteile ist nicht teuer. Mit der App könnt ihr den Roboter individuell steuern und mit einem aktuellen Update sind sogar Spot Clean, die englische Sprachausgabe und mehr möglich. Top! Klare Kauf-Empfehlung!

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