USB-C Verlängerung: Maximale Länge und geeignete Kabel

Die maximale Kabellänge für USB-C 3.1 Anschlüsse unterscheidet sich stark von der größten empfohlenen Länge für ein USB-Kabel Typ A mit 2.0 oder 3.0 Standard. Dort sind für die ideale Datenübermittlung noch bis zu 3 m möglich. Für eine geringere Datenübertragung lassen sich zudem aktive Kabel, aktive USB-Hubs oder Repeater verwenden, um Strecken bis zu 50 oder 60 Meter zu überbrücken. Mit USB-C ist das kaum möglich – wer das Maximum an Leistung aus dem Anschluss rausholen will, sollte keine Kabel über 150 cm verwenden.

USB-C Verlängerung: Maximale Länge und geeignete Kabel

Die maximale Länge von USB-C Kabeln liegt bei rund 1 bis 1,5 m. Warum und welche Tricks es zur Verlängerung gibt, das lest ihr hier.

Maximale USB-C Kabellänge: Warum so kurze Kabel?

Die physikalischen Möglichkeiten von Kupferleitungen, deren Abschirmung und ähnlichen Rahmenbedingungen für die Schaffung von Anschlüssen und Kabeln sind irgendwann erschöpft. Um das Maximale aus USB-C 3.1 herauszuholen, also etwa 10 Bit/s zu übertragen und / oder mit 100 W Geräte bzw. deren Akkus zu laden, sollte man nur Kabel bis zu 1 m Länge verwenden. Noch ein Grund: die Kontakte sind wesentlich flacher als bei USB-A, selbst dickere Kabel helfen also nicht, da am Ende immer eine Verjüngung auftritt, welche die Leistung beschränkt.

Beispiel LINDY: Kabel nur bis 1,5 m Länge im Angebot

Der Hersteller LINDY bietet Kabel von USB-C auf USB-C in den Längen 50 cm, 1 m und 1,5 m an. Dabei wird in der Produktbeschreibung darauf hingewiesen, dass man nur ein Kabel benötigt, um etwa gleichzeitig 5 GBit/s zu übertragen und das Endgerät zu laden, während 4K Video inkl. Audio ausgegeben wird. Dass so eine Leistung nur auf kurze Distanzen aufrechterhalten werden kann, klingt logisch. Zudem gibt der Hersteller an, dass in den Kabeln 100% Kupfer verwendet wird und die Schirmung nahezu perfekt ist. Aus der Technologie lässt sich also kaum noch mehr rausholen.

LINDY 41902 – Premium 3.1 Gen2 Kabel
1 Bewertungen
LINDY 41902 – Premium 3.1 Gen2 Kabel
Dieses USB-C Kabel für die Verlängerung der Distanz zwischen Rechner (bspw. Apple MacBook Pro) und Peripherie oder Ladegerät ist hochqualitativ und in Längen bis zu 150 cm bestellbar.

Beispiel StarTech: Aktives Kabel für bis zu 2 m

Wie im oben verlinkten Artikel schon angemerkt, gibt es neben passiven Kabeln auch aktive Kabel. Diese sollen es ermöglichen, größere Strecken ohne Leistungseinbußen zu überbrücken. „Größer“ heißt in diesem Fall: Zwei Meter. Dafür verspricht StarTech mit dem entsprechenden Kabel bis zu 60 W Leistung beim Aufladen von Apple MacBook Pro und Co. sowie bis zu 40 GBit/s und die Versorgung von 5K Monitoren über Thunderbolt 3.

StarTech Thunderbolt 3 Kabel, aktiv, 2m
4 Bewertungen
StarTech Thunderbolt 3 Kabel, aktiv, 2m
Mit diesem USB-C bzw. Thunderbolt 3 Kabel in 2m Länge können ebenfalls hohe Datenraten erreicht werden. Durch den aktiven Charakter sind immer noch hohe Datenraten und die Stromversorgung im oberen Bereich möglich.

Längere Kabel von Typ C auf Typ A

Da bei der Abwärtskompatibilität von USB-C auf USB-A sowieso Einbußen in der Leistung hinzunehmen sind, können auch längere Kabel angeboten werden. Hochwertige Modelle stammen hierbei zum Beispiel von Anker. Anker bietet mit der PowerLine+ Reihe Kabel für etliche mobile Geräte wie Smartphones oder das MacBook Pro von Apple an – und das bis zu 1,8 m Länge.

Anker PowerLine+ 0,9m oder 1,8m
990 Bewertungen
Anker PowerLine+ 0,9m oder 1,8m
Neben der Funktion als Adapter von Typ C auf Typ A bringt dieses Kabel durch die Nylon-umflochtene Isolierung und die verstärkten Übergänge von Kabel auf Stecker eine hohe Belastbarkeit. Und das zum kleinen Preis.

Tipp für die Verlängerung: Hub zwischenschalten

Wie auch bei der USB-A-Thematik könnt ihr für die weitere Verlängerung – beispielsweise auf 4 Meter mit zwei aktiven 2-Meter-Kabeln – einen USB-C Hub als zwischendrin eingebrachte Schaltzentrale nutzen. Theoretisch taugen dabei natürlich jene am meisten, die eine eigene Stromversorgung anzapfen und nicht nur passiv am Gerät hängen. Wenn ihr noch weitere Tipps und Anregungen zum Thema habt, dann lasst gern einen entsprechenden Kommentar da 😉

Sir Apfelot auf SteadyHQ unterstützen

Die Seite enthält Affiliate Links / Bilder: Amazon.de

2 Kommentare

  1. Tobias Claren sagt:

    Hallo.

    Hängt es also vom Endgerät ab?
    Was wäre z.B. mit einem USB-Monitor wie dem Asus MB16AC? Theoretisch kann darüber wohl auch das Signal der Grafikkarte übertragen werden. Es gibt angeblich neue Grafikkarten mit USB-C. Ansonsten läuft das wohl über eine interne USB-Lösung im Monitor.
    Das Teil hat ein C/C-Kabel beiligen, und einen Adapter auf A.
    Ich fände es besser gleich ein Kabel von A auf C zu haben, und das darf gerne etwas länger sein.

    Wäre es da nicht besser man würde ein Lichtwellenleiter-Kabel entwickeln…
    Strom kann man ja dennoch drüber laufen lassen, das sollte ja robuster sein.

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Tobias!
      Vielleicht kurz zu deiner Frage und deinen Ideen:
      Die neuen Macs sind alle mit USB-C-Anschlüssen ausgestattet, über die du natürlich auch einen externen Monitor anschließen kannst. Das ist schon seit einigen Jahren der Fall und nichts neues. Mit einem USB 3.0 Anschluss klappt das auch. Es gibt dafür ja extra USB 3 zu HDMI Adapter, die dieses Problem lösen. Wenn dein Monitor mit USB-C betrieben wird, weiss ich aber nicht, ob du eines der üblichen USB-A-auf-USB-C-Kabel nehmen kannst. Ich glaube, die übertragen kein Monitorsignal, sondern sind nur als Ladekabel gedacht. Wenn ich mich täusche, verlinke ich gerne ein Kabel, das für einen Monitor funktioniert, aber ich konnte nichts finden.

      Wenn dein Monitor HDMI-IN hat, kannst du ja mit einem USB-A-auf-HDMI-Adapter arbeiten. Das HDMI-Kabel kann dann ja auch länger sein.

      Lichtwellen-Leiter könnten prinzipiell auch funktionieren, aber die Technik, um Strom in Licht und Licht in Strom zu wandeln, ist sicher deutlich teurer als ein USB-C-Kabel mit Anschlüssen. Und wenn man dann noch Strom durchschickt, kann man ja direkt ein Kupferkabel nehmen und das Glasfaser weglassen. Ist immernoch der günstigste Weg, vermute ich. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.