Laut Bloomberg startet Apple kommende Woche sein eigenes Angebot fürs Hardware-Leasing. Das Programm soll „Apple Upgrade“ heißen und in Zusammenarbeit mit Klarna realisiert werden. Code in der aktuellen iOS 27 Beta weist darauf hin, dass es eine teilweise Sperrung der Geräte gibt, wenn die monatlichen Zahlungen nicht geleistet werden.

Kapitel in diesem Beitrag:
Apple Upgrade – Start von Apples Hardware-Leasing am 28. Juli?
Angeblich soll das Leasing-Angebot von Apple und Klarna am kommenden Dienstag, dem 28. Juli 2026, in den USA anlaufen. Ob und wann es dann in weiteren Ländern angeboten wird, ist nicht bekannt. Zur Auswahl stehen sollen Modelle der Produktklassen Mac, iPhone, iPad und Apple Watch.
Für Macs und iPads soll die Leasing-Zeit 36 Monate betragen. Für iPhones und Apple Watches werden 24 Monate genannt. Wurden alle monatlichen Raten beglichen, kann man das Gerät behalten. Es gibt aber die Möglichkeit, es bereits vorher gegen ein neueres Gerät zu tauschen (also ein „Upgrade“ vorzunehmen).
Interessanterweise nur für Privatleute, nicht für Firmen
Das neue Leasing-Angebot „Apple Upgrade“ soll sich aktuellen Informationen nach nur an Privatleute richten. Es ist nicht dafür gedacht, dass sich Firmen mit Macs, iPhones und iPads ausstatten und diese günstig aktuell halten können. Vielmehr soll es zahlungsschwächere Zielgruppen dazu bewegen, für teure Geräte zu zahlen.
Meine Meinung: Es ist für einige sicher eine brauchbare Möglichkeit, zu monatlichen Raten immer wieder das aktuellste Apple-Gerät nutzen zu können. Allerdings schlägt das Geräte-Leasing in die gleiche Kerbe wie Software-Abos: Man besitzt das Gerät zwar, es gehört einem aber nicht. Statt Eigentum zu nutzen leiht man sich die digitale Teilhabe nur.
Man sollte keine Zahlung verpassen, wie iOS 27 Beta-Code aufzeigt
Laut 9to5Mac gibt es in der aktuellsten Beta von iOS 27 einige Code-Zeilen, welche ebenfalls auf ein neues Leasing-Angebot hindeuten. Allerdings mit Bezug auf einen „Eingeschränkten Modus“, der bei ausbleibenden Monatsraten verschiedene Apps und Nutzungsmöglichkeiten sperrt. Wie gesagt: Mit einem Abo hat man kein Eigentum.
Es soll eine feste Liste mit Apps geben, die auch im eingeschränkten Modus funktionieren. Diese Liste könnte durch individuelle Vereinbarungen und Abo-Modelle erweitert werden. Die feste Liste der auch an eingeschränkten iPhones funktionierenden Apps ist laut 9to5Mac diese:
- Reader für Bedienungshilfen
- App Store
- Health
- Lupe
- Telefon
- Uhr
- Einstellungen
- Wallet
- Passwörter
- Das „Eingeschränkter Modus“-Interface
Auch weitere Kommunikationswege und Apps mit kritischen Mitteilungen könnten noch auf der Liste landen; also etwa Nachrichten, Home, Apps für die Erinnerung an die Medikamenteneinnahme oder andere lebenswichtigen Programme. Auch Warn-Apps, die bei Katastrophen, Extremwetter und Co. warnen, könnten Ausnahmen vom eingeschränkten Modus bilden.
Interessanterweise gibt es laut dem derzeit verfügbaren und ausgelesenem Code keine festgelegte Anzahl an verpassten Zahlungen, welche die Einschränkungen auslösen. Die Entscheidung wird – scheinbar je nach Vertragsmodell – von der App des Finanzierungsdienstleisters getroffen.
Das Löschen und Weiterverkaufen sowie das Auseinandernehmen und für Einzelteile nutzen soll bei den Miet-Geräten übrigens auf Systemebene verhindert werden. Ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen wird verhindert, und die einzelnen Bauteile haben Identifikatoren, welche sie in anderen Geräten deaktivieren und so nutzlos machen sollen.
Low-End-Geräte sollen von Apple Upgrade ausgenommen sein
Apple und Klarna wollen mit „Apple Upgrade“ scheinbar ein Angebot schaffen, das finanzschwache Privatleute in eine Abo-Falle lockt es Leuten mit weniger finanziellen Mitteln ermöglichen soll, Pro- und Ultra-Produkte zu nutzen. Das zeigt sich vor allem darin, dass einige Standard-, SE- und Neo-Modelle der Geräte gar nicht angeboten werden sollen.
Aktuell würden zum Beispiel das iPhone 17 und das iPhone 17e aus dem Angebot herausfallen; das iPhone 16 sowieso. Auch eine Apple Watch SE soll man nicht mit Apple Upgrade leasen können, sondern nur die Series- und Ultra-Modelle. Zudem sollen das Standard-iPad und das MacBook Neo nicht zum Angebot gehören.
Man soll sich mit Apple Upgrade also nicht alle Geräte leisten können, sondern zwischen einem vergleichsweise günstigen Einmalkauf und dem Leasing von teureren Alternativen entscheiden. Zumindest auf den ersten Blick. Immerhin gibt es ja noch weitere Finanzierungsangebote, etwa den Nulltarif-Ratenkauf bei Amazon.
Ähnliche Beiträge
Johannes ist selbstständiger Redakteur und Texter. Seit über 10 Jahren schreibt er regelmäßig für Sir Apfelot.








