Mac-Tipp: Wenn sich Apps Größe und Position ihrer Fenster nicht merken

Es kommt selten vor, aber wenn man den Fall hat, dass eine App von der Fenster-Amnesie betroffen ist, dann kann einen das in den Wahnsinn treiben. Immer wieder muss man nach dem Programmstart die Fenstergrößen und Positionen so hinziehen, wie man sie für die Arbeit benötigt.

Ein Programm am Mac öffnet die Fenster immer wieder an einer falschen Position? Dann habe ich hier die Lösung für diese Fenster-Amnesie.
Ein Programm am Mac öffnet die Fenster immer wieder an einer falschen Position? Dann habe ich hier die Lösung für diese Fenster-Amnesie.

Löschen der Voreinstellungen sorgt für Abhilfe

Der Grund, warum eine App sich die Fensterpositionen und -größen nicht merken kann, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einer korrupten Datei, in welcher diese Informationen normalerweise gespeichert werden.

Durch die Beschädigung kann der Mac diese jedoch nicht beschreiben, weshalb er nach dem Beenden der App keine Sicherung der Daten vornehmen kann.

Wenn man nun diese defekte Einstellungsdatei löscht, legt die Software sie neu an, womit in der Regel das Problem behoben sein dürfte.

Über das Finder-Menü "Gehe zu" kann man direkt in den Preferences Ordner springen und die entsprechende plist-Datei suchen.
Über das Finder-Menü „Gehe zu“ kann man direkt in den Preferences Ordner springen und die entsprechende plist-Datei suchen.

.plist-Dateien finden und löschen

Was wir suchen, ist also eine Einstellungsdatei vom betroffenen Programm. Die Voreinstellungen sichert macOS in der Regel in sogenannten Property Lists, welche die Dateiendung „.plist“ haben.

Zum Glück gibt es am Mac einen Ordner, der diese Dateien sammelt, sodass wir relativ einfach die passende finden dürften. Es kann Ausnahmen geben, aber die erste Anlaufstelle ist dieser Ordner:

~/Library/Preferences/

Um in diesen zu gelangen, drückt ihr im Finder die Tastenkombination CMD + SHIFT + G oder wählt das Menü „Gehe zu“ und darin die Option „Gehe zum Ordner…“.

Im folgenden Fenster tragt ihr nun diesen Pfad ein:

~/Library/Preferences/

Nun seid ihr im Ordner mit den Voreinstellungen und könnt im Finder-Fenster oben rechts den Anfang des Programmnamens eingeben, nach dem ihr sucht und grenzt dann in der Zeile darunter die Suche auf den Ordner „Preferences“ ein, damit nicht der komplette Mac durchsucht wird.

Ich habe es als Beispiel mal mit Photoshop im Screenshot gezeigt. Nun stellt ihr sicher, dass die App, die sich die Fensterdaten nicht merken kann, geschlossen ist und bewegt die plist-Datei in den Papierkorb.

In diesem Beispiel habe ich nach der plist-Datei von Photoshop gesucht.
In diesem Beispiel habe ich nach der plist-Datei von Photoshop gesucht.

Der Test: merkt sich die App nun die Fensterpositionen?

Damit müsste der Spuk erledigt sein. Um dies zu prüfen, öffnet ihr die App, schiebt eure Fenster an die Stellen, die ihr bevorzugt und schließt die App wieder. Nach dem nächsten Öffnen sollten die Fenster dann an ihren letzten Positionen erscheinen.

Falls ihr zu eurem Programm die entsprechende plist-Datei nicht findet, postet euer Problem bitte mit Nennung der App im Sir Apfelot Forum. Eventuell bekommen wir dort raus, wo sich die Datei versteckt hat.


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8 Kommentare zu „Mac-Tipp: Wenn sich Apps Größe und Position ihrer Fenster nicht merken“

  1. Hallo, bei mir gibt es das Problem Adobe InDesign nachdem ich mit eine Datei über SHIFT+W anzeigen lassen habe sich die Fenstergröße nach schließen des Präsentations-Modus verändert und nicht länger das vorgemerkte Format anzeigt, es half bei mir auch nicht die .plist Daten zu löschen. Bin für jede Hilfe dankbar denn das nervt doch sehr, und hemmt den Workflow muss man nach jeder Ansicht des Erarbeiteten die Fenstergröße wieder anpassen.

    1. Jens Kleinholz

      Hallo Jan! Ich befürchte, dafür gibt es aktuell noch keine Lösung. Aber das Problem ist auch erst seit Kurzem bekannt. Erster Foreneintrag war der 17.3. … Ich habe Hoffnung, dass Adobe hier mit einem Update nachbessert. Der Tipp im Forum war, dass man den grünen Button klickt, um aus dem Fullscreen-Mode zu kommen. Das geht natürlich, aber das Fenster ist dann trotzdem bei mir auf maximaler Größe.

      1. Danke dafür. Das Programmieren an sich ist (für mich) nicht das Problem, aber gefühlt jedes Programm interpretiert es anders. Apple eigene Programme interessiert es so gut wie gar nicht was ich darin beschreibe. Open-Source-Programme machen das von Haus aus sowieso richtig. Das ist für mich, der privat seit 2005 mit Linux (debian Sarge) und Fluxbox als WM unterwegs ist, die Hölle. Ich habe es bereits bereut, mir einen iMAC gekauft zu haben. Bin eigentlich nur mit Parallels und Ubuntu auf dem iMAC unterwegs und zufrieden. Ist aber nicht das Wahre. Hoffentlich wird Linux bald nativ für M1 portiert.

  2. Dieses Ding macht mich verrückt. Ich benutze Spotlight öfter. Das Fenster ist immer zu klein, ich muss jedes Mal entweder scrollen oder das Fenster ziehen. Nach dem nächsten Neustart ist es wieder klein. Das geht mir wirklich auf die Nerven. Es ist ein brandneuer Mac Studio Max mit Monterey.

    Ich habe die Spotlight.plist schon mehrmals gelöscht. Aber das hat keinen Erfolg gebracht.

    Das Seltsame ist: Mein altes MacBook (2011) mit High Sierra kann sich die Fenstergröße von Spotlight merken. Selbst nach einem Neustart bleibt sie erhalten.

    Der iMac (ebenfalls von 2011 und mit High Sierra) konnte sich die Größe vielleicht drei Tage lang merken. Dann war das Fenster wieder klein.

    Ich würde wirklich gerne wissen, wie ich Spotlight auf eine feste Fenstergröße festnageln kann. Warum sollte ein neuer Mac Studio mit dem neuesten Betriebssystem nicht das können, was ein MacBook Pro von 2011 kann?

    1. Jens Kleinholz

      Hallo Harald! Leider habe ich keine Idee, wie das gehen sollte. Ich habe diverse Einträge im Apple Forum dazu gefunden, aber keine hatte tatsächlich eine Lösung dafür. Mit würde nur einfallen, dass man vielleicht die Spotlight Alternative „Alfred“ mal ausprobiert. Vielleicht kann man dessen Fenster besser konfigurieren?

  3. Hallo Jens. Danke.
    Ja, vielleicht sollte ich das mal ausprobieren.
    Ich dachte nur, es muss ja irgendwo im System eine Funktion geben, die die vom Nutzer eingestellte Fenstergröße registriert und in eine Datei schreibt. Bei fast allen anderen Fenstern funktioniert es ja. Außer beim Finderfenster, das sich beim Klick auf das interne Volume öffnet. Das ist aus unerfindlichen Gründen auch in Größe und Position von Apple festgenagelt worden und – und zu klein. Auch das nervt, zumal kein nutzbringender Sinn dahinter steckt.

    Wenn es aber so eine Funktion gibt, die Größen und Position in eine Datei schreibt, sollte ein Entwickler nach meinem laienhaften Verständnis doch eine Möglichkeit finden, das Ganze zu beeinflussen. Ich kenne mich da aber viel zu wenig aus. Und leider habe ich bei meiner ausgedehnten Suche im Netz dazu auch keine Lösung gefunden.

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