Powerbank-Test in Computer Bild 01/2019 – das sind die Testsieger mit 5.000, 10.000 und 20.000 mAh

Powerbank-Test von Computer Bild 01/2019

Ich habe letztens in einem Wartezimmer gesessen und bin durch die eingeschränkte Literaturauswahl bei einem Magazin gelandet, das ich sonst eher nicht lese: Computer Bild. Wie man am Namen schon erkennen kann, handelt es sich hier um einen Ableger der Bild-Zeitung, bei dem die Journalisten genötigt werden, in lässiger Jugendsprache ihr Bestes zu diversen Computer-Themen abzugeben. Die Oberflächlichkeit, die man von dem großen Bruder gewohnt ist, findet sich dabei auch bei der Computer Bild wieder, aber hin und wieder finden sich offensichtlich interessante Artikel.

In dieser Ausgabe  (01/2019) gab es einen Test von Powerbanks, der mich schon alleine deshalb interessiert hat, weil ich solche Geräte fast täglich im Einsatz habe. Und da in diesem Test auch tatsächlich mal gemessen und nicht nur gefaselt wurde, dachte ich, man könnte die Ergebnisse hier vorstellen.

Im Test von Computer Bild 01/2019 wurden Powerbanks unter die Lupe genommen (Foto: Sir Apfelot).

Im Test von Computer Bild 01/2019 wurden Powerbanks unter die Lupe genommen (Foto: Sir Apfelot).

Welche Modelle wurden getestet?

Die erste Einschränkung im Test ist natürlich die Auswahl. Hier haben sich die Redakteuere auf 24 Powerbanks aus drei verschiedenen Kapazitätsklassen geeinigt. Bei den Kapazitätsstufen wurden grob die Bereiche 5.000, 10.000 und 20.000 Milliamperestunden abgedeckt. Und das ist auch schon der erste Kritikpunkt, den die Tester zu recht ankreiden: Die Hersteller der Powerbanks geben nicht die Strommenge an, die man entnehmen kann, sondern die Menge, die zum Laden der Akkus nötig ist. Das ist aber für den Verbraucher eher zweitrangig, denn diesen interessiert letztendlich, wieviel Strom er heraus bekommt, um sein Smartphone oder Tablet zu laden.

Der zweite Kritikpunkt ist, dass die Angabe in mAh erfolgt, was ebenso eine Ungenauigkeit ist, denn die Angabe der Energiemengen in Wh ist physikalisch viel aussagekräftiger als die Angabe in mAh, da diese Einheit nicht die Spannung mit einbezieht. Immerhin steht die Angabe Wattstunden bei manchen Powerbank-Modellen in den technischen Spezifikationen, was schonmal ein erster Schritt ist.

Auf den Akkus ist die Kapazität meistens in mAh aufgedruckt. In manchen Fällen findet man auch die Angabe in Wh – hier auf meiner Zendure A8, die leider nicht im Testfeld war (Foto: Sir Apfelot).

Auf den Akkus ist die Kapazität meistens in mAh aufgedruckt. In manchen Fällen findet man auch die aussagekräftigere Angabe in Wh – wie hier auf meiner Zendure A8, die leider nicht im Testfeld war (Foto: Sir Apfelot).

Welche Hersteller wurden getestet?

Im Testfest findet man Akkupacks von Aukey, Ansmann, GP International, Hama, Anker, Realpower, Verbatim, Intenso, Terratec, Belkin, EasyAcc, Revolt und PNY. Ich hätte mir zwar persönlich auch noch Zendure als Hersteller gewünscht, da ich von diesen Powerbanks (siehe Test der A2 und A8) absolut begeistert bin, aber auch so ist das Testfeld schön durchmischt und enthält einige Billigmarken wie auch einige aus dem teureren Bereich.

Powerbank per Lightning-Kabel laden?

Für Apple-User ist es praktisch, wenn man seine Powerbank mit dem Kabel laden kann, mit dem man auch das iPhone und das iPad mit Strom versorgt. Im ganzen Testfeld unterstützt dies aber nur eine Powerbank: Die Aukey PB-Y17, die bei den Powerbanks mit 5000 mAh sogar der Testsieger geworden ist.

Leider ist diese Powerbank nicht mehr verfügbar. Ich persönlich würde aufgrund der kommenden Port-Umstellung bei Apple von Lightning auf USB-C lieber einen USB-C Akku mit Power Delivery wählen. Ein guter Kandidat, der mir dazu einfällt, ist der Anker PowerCore 10000 PD. Dieser läßt sich sogar per USB-C PD aufladen, was das Laden mit dem richtigen Netzteil erheblich beschleunigt.

Die meisten Powerbanks werden über einen Micro-USB-Port geladen. Praktischer und schneller laden moderne Akkus über USB-C, das man auch an MacBooks und dem aktuellen iPad Pro findet (Foto: Sir Apfelot).

Die meisten Powerbanks werden über einen Micro-USB-Port geladen. Praktischer und schneller laden moderne Akkus über USB-C, das man auch an MacBooks und dem aktuellen iPad Pro findet (Foto: Sir Apfelot).

Laden beim Laden – und mit USB-C

Neben den Leistungsdaten wurde im Test auch benotet, wie komfortabel das Aufladen des Akkus selbst funktioniert. Ein wichtiges Feature dabei ist, dass sich die Powerbank über USB-C aufladen läßt. Dies ermöglicht, dass der Akku mit einem stärkeren Netzteil von einem Laptop oder Tablet schneller geladen werden kann, als es über einen Micro-USB-Anschluss möglich wäre.

Auch die Möglichkeit, die Powerbank zu laden, während man an ihr gerade Mobilgeräte auflädt, ist ein wichtiger Punkt, der zum Beispiel auf Reisen zum Tragen kommt. Hier kann es schonmal vorkommen, dass man abends mit einem leeren iPhone UND mit einer leeren Powerbank im Hotel ankommt. Dann ist es gut, wenn man mit der Load-Through-Funktion alle Geräte gleichzeitig aufladen kann.

Die Testsieger im Test der Computer Bild unterstützen nicht alle diese beiden Features, weshalb ich es unten bei den Geräten dazu geschrieben habe.

Wieviel Kapazität sollte meine Powerbank haben?

Meine Empfehlung bei dieser Frage ist ganz grob diese Auflistung:

  • 5000 mAh: Diese Größe würde ich für Tageswanderungen mit dem iPhone oder einer Actioncam einsetzen. Für Tablets oder mehrere iPhone-Ladungen sind 5000 mAh zu wenig.
  • 10.000 mAh: Powerbanks mit dieser Kapazität schaffen es, ein iPhone XS ca. zweimal aufzuladen. Für ein iPad Pro sind sie jedoch immer noch zu klein. Wenn man trotzdem auf das Gewicht achten muss, weil man die Powerbank viel herumtragen muss, würde ich die 10.000 mAh Klasse nehmen.
  • 20.000 mAh: Diese Größe ist perfekt für große Tablets (ich würde sogar zu einem noch größeren 26.800 mAh Akku wie der Zendure A8 mit USB C + PD raten) und für mehrtägige Unternehmungen, auf denen mal sein iPhone oder Actioncams und andere Gadgets mehrfach aufladen muss.

Die Testergebnisse im Detail

Die Computer Bild Redaktion hat die Testsieger in den Kapazitätsklassen 5.000 mAh, 10.000 mAh und 20.000 mAh ermittelt. Ich stelle euch kurz die drei besten Zusatzakkus von allen drei Kategorien vor. Eine genauere Erklärung mit Details, wie lange jeder Akku auflädt, welche Kapazität gemessen wurde und welche Features die Akkus im einzelnen haben, möchte ich hier nicht geben. Das würde den Rahmen des Artikels sprengen. Ihr findet die Details und aktuelle Preise aber, wenn ihr auf die Produkte unten klickt. Ich habe diese direkt zu Amazon verlinkt, so dass ihr dort auch die Kundenbewertungen lesen könnt.

Testsieger Powerbanks mit 5.000 mAh

  • Platz 1 (Testsieger): Aukey PB-Y17 (nicht mehr verfügbar; Alternative mit Micro-USB Ladebuchse: Aukey PB-N54)
    Load-Through: ja / Ladebuchse: Micro-USB
  • Platz 2 (Preis-Leistungs-Sieger): Ansmann Powerbank 5.4
    Load-Through: ja / Ladebuchse: Micro-USB
  • Platz 3: Anker Powercore 5000
    Load-Through: ja / Ladebuchse: Micro-USB
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Testsieger Powerbanks mit 10.000 mAh

  • Platz 1 (Testsieger): GP International MP10MA (nicht mehr verfügbar; Alternative mit Micro-USB Ladebuchse: GP FP10M)
    Load-Through: ja / Ladebuchse: Micro-USB
  • Platz 2 (Preis-Leistungs-Sieger): Ansmann Powerbank 10.8
    Load-Through: ja / Ladebuchse: Micro-USB/USB-C
  • Platz 3: Hama Power Pack X10
    Load-Through: ja / Ladebuchse: USB-C
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Testsieger Powerbanks mit 20.000 mAh

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Mein Fazit zum Test

Was bei Test auffällt: Die Firma Ansmann hat in allen Kapazitätsgrößen ein Produkt in den Top 3. Das zeigt, dass Ansmann sowohl bei der Technik als auch beim Bedienkonzept den richtigen Weg eingeschlagen hat. Bei der maximalen Leistung, die die Powerbank abgibt, ist Ansmann zwar nicht immer auf dem ersten Platz, aber in meinen Tests zieht weder das iPad Pro noch das iPhone XS soviel Strom, wie die Powerbanks zur Verfügung stellen. Dadurch hat man in der Praxis also keine Einbußen bei der Ladegeschwindigkeit. Die maximal verfügbare Leistung ist aus meiner Sicht deutlich weniger wichtig, als es in vielen anderen Berichten den Anschein hat.

Vielleicht noch ein Tipp aus meiner Erfahrung: Statt eine 10.000 mAh Powerbank zu kaufen, ist eine kleine 5.000er UND eine 20.000er Powerbank eine Kombination, die viel praktischer ist. Meistens habe ich die kleine Powerbank für Tagesausflüge und längere Wanderungen im Gepäck und die große Powerbank dann bei mehrtägigen Urlauben dabei. Zuhause wird die große Powerbank oft von meinen Kindern genutzt, wenn sie auf dem Sofa mit den iPads spielen. Da würde eine 10.000er Powerbank zu schnell geleert werden.

Ehrlich gesagt liebäugele ich schon mit einer 50.000 mAh Powerbank, damit man nach zweimal iPad laden nicht gleich wieder die Powerbank laden muss. Aber hier bin ich noch bei der Suche nach einem guten Gerät, da die Auswahl leider sehr überschaubar ist. Wenn es soweit ist, dass ich ein Gerät ausgeguckt habe, werde ich sicher einen Beitrag darüber schreiben. 😉

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3 Kommentare

  1. Froyo52 sagt:

    Hallo!

    Wer ernsthaft über die ComputerBLÖD schreibt, den kann ich nicht ernst nehmen.

  2. Wolf sagt:

    Danke für den interessanten Artikel und die guten Anregungen. Ich liebe auch die Zendure, auch wenn sie ein bisschen teurer sind.

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