Prisma App: Künstlerische Bildbearbeitung ist dank Prisma kinderleicht

Prisma App Beitragsbild

Die Prisma App von Prisma Labs Inc. wird derzeit ja sehr stark gehypt. Das liegt nicht nur daran, dass zu der iOS-Version vor einer Woche auch eine App für Android herausgekommen ist, sondern vielmehr an den Möglichkeiten der Bildbearbeitung bzw. Bildveränderung, die der Nutzer hier realisieren kann. Denn Bearbeitung kann man die App-Nutzung nicht wirklich nennen. Vielmehr wählt man ein Bild aus oder schießt eines und legt anschließend einen Filter drüber. Die Filter der Prisma App sind denen anderer Filter Apps dabei aber meilenweit voraus!

Comic, Expressionismus, Abstraktes, Bleistiftskizze und mehr

Hat man ein Foto geschossen oder eines aus dem Speicher ausgewählt, dann kann man in der Prisma App für iOS oder auch Android schon loslegen. Ist einer der vielen Stilrichtungen ausgewählt, dann beginnt die App zu arbeiten. Das geht recht schnell und schon hat man sein gefiltertes Bild vor sich. Das Gute daran: Man kann die Intensität des Filters von 0 % bis 100 % schrittweise einstellen. Wenn der voll angewandte Filter also zu extrem ist, lässt er sich ganz einfach durch eine Fingerbewegung auf dem Bildschirm abdämpfen.

Prisma App Beispiel

Prisma App; links: Filter, rechts: kein Filter; Bildmontage: Johannes Domke

Bisher ist die Prisma App kostenlos, sowohl für iOS auf iPhone, iPad und iPod als auch auf Android Smartphones und Tablets. Der Entwickler hat jedoch schon die Idee geäußert, in Zukunft kostenpflichtige Filter anzubieten. Die bisher aber schon gratis nutzbaren Filter der App sind so überzeugend, dass es fraglich ist, ob viele Nutzer für noch mehr Filter Geld ausgeben werden. Diese müssten dann schon sehr innovativ sein – und vor der Konkurrenz auf den Markt gebracht werden.

Ich persönlich kaufe mir allerdings auch gerne die Addons, um die Entwickler zu unterstützen. In diesem Fall handelt es sich dabei zwar nicht um einen Indie-Programmierer, der mit den kleinen Einnahmen seiner App über die Runden kommen muss, aber ich finde die Filter in der aktuellen Version schon so ausgefallen und gut gemacht, dass ich da gerne ein bisschen Geld einwerfe.

Bildbearbeitung findet nicht auf dem Smartphone statt

Möchte man das Bild, welches von der App gefiltert wurde, speichern, so muss man auf eine Schaltfläche tippen, die einem Download-Symbol zum Verwechseln ähnlich sieht. Und das ist kein Zufall, da das ausgesuchte Bild nicht von der App auf dem Smartphone, sondern von einer künstlichen Intelligenz (AI) auf den Servern des russischen Entwicklers analysiert und umgewandelt wird. Bei manchen schellen die Alarmglocken, wenn sie „eigene Bilder“ und „russische Server“ in einem Satz lesen, so auch bei T-Online.

Prisma App Beispiel

Prisma App; links: Filter, rechts: ohne Filter; Bildmontage: Johannes Domke

Aber warum das Ganze? Dem Online Magazin TechCrunch hat einer der Mitbegründer der App, Alexey Moiseenkov, gesagt, dass die Bearbeitung der Fotos auf dem Smartphone zu lange dauern würde. – Bei iPhones der neueren Generationen kann ich mir zwar vorstellen, dass genügend Power vorhanden ist. Bei älteren iPhones oder nicht ganz so kraftvollen Android-Maschinen kann ich allerdings nachvollziehen, dass hier die Rechenarbeit der Prisma App ausgelagert wird.

Prisma App für iOS und Android herunterladen

Wenn ihr die Prisma App herunterladen und ausprobieren wollt, dann könnt ihr das kostenlos im App Store sowie im Play Store tun. Damit ihr aber nicht allzu lange suchen müsst, gebe ich euch an dieser Stelle gleich mal die entsprechenden Links:

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr die Prisma App schon in Benutzung – und wenn ja, verwendet ihr sie eher für Landschaften, Objekt- und Tierbilder oder nur für Selfies? Lasst gern einen Kommentar da, auch mit eurer Meinung zur Verarbeitung eurer Fotos durch künstliche Intelligenzen auf russischen Servern!

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