Sir Apfelot Wochenschau KW 52, 2022

Zum heutigen Freitag bekommt ihr die letzte Sir Apfelot Wochenschau für dieses Jahr präsentiert. In dieser zeige ich euch jene Apple- und Tech-News auf, die mir in der Kalenderwoche 52 des Jahres 2022 besonders aufgefallen sind. Es sind ein bisschen weniger als in den letzten Wochen, da ich aufgrund von Weihnachten und anderen Freizeitbeschäftigungen zwischen den Jahren eher weniger auf Technikseiten und in Apple-Blogs unterwegs war. Dennoch sind ein paar Meldungen zusammengekommen: Chaos Computer Club erwirbt mit Daten gefülltes Biometriegerät des US-Militärs, Tipps zum Erkennen von KI-Texten, Kritik an Videodokumentation von Strafprozessen, Guthaben-Punkte mit Bing-Suche verdienen, und mehr.

In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 52 des Jahres 2022 u. a. mit dabei: Gefährliche Biometrie-Datenbanken des Militärs, Kritik an Videoaufzeichnungen von Gerichtsverfahren, Erkennen von KI-Texten, Gerüchte zum iPad Mini 7, Bing nutzen und Guthaben verdienen, und mehr!
In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 52 des Jahres 2022 u. a. mit dabei: Gefährliche Biometrie-Datenbanken des Militärs, Kritik an Videoaufzeichnungen von Gerichtsverfahren, Erkennen von KI-Texten, Gerüchte zum iPad Mini 7, Bing nutzen und Guthaben verdienen, und mehr!

Ungeschützte Biometrie-Datenbank auf Militärgerät von eBay

Der Chaos Computer Club (CCC) hat über ein Online-Auktionshaus ein Biometrie-Gerät des US-Militärs erworben. Dieses diente zur biometrischen Erfassung von Personen in Afghanistan und Irak. Auf dem Gerät konnten Daten von über 2.600 Menschen ungeschützt abgerufen werden. „Jede biometrische Datenbank ist eine tickende Zeitbombe. Seitdem die Taliban die Biometrie-Geräte erbeutet haben, besteht die Sorge, dass die Geräte zur Identifikation ehemaliger Ortskräfte genutzt werden können“, heißt es dazu im offiziellen Bericht des CCC. Verlinkt ist an der Stelle auch ein Leitfaden für Betroffene von Human Rights First (hier). Zur technischen Analyse des CCC sowie zu Berichten der New York Times gibt es eine Zusammenfassung vom Bayrischen Rundfunk.

Werkzeugkasten zur Erkennung von KI-generierten Texten

Unter der Überschrift „Wie man KI-generierte Texte erkennen kann“ wurden diese Woche bei heise online ein paar Tipps veröffentlicht, mit denen sich KI-generierte Texte im Internet leichter erkennen lassen sollen. Aufmacher für den Beitrag ist die Veröffentlichung des recht beeindruckenden Textgenerators und Chatbots ChatGPT von OpenAI im letzten Monat. Ein sehr guter Indikator für menschengemachten Text ist übrigens der gelegentliche Tippfehler. Auch Slang-Begriffe oder Insider-Witze der Redaktion können ein Anhaltspunkt dafür sein, dass der Text nicht maschinell erstellt wurde. Bei längeren Texten könne zudem so eine Art GPT-Wasserzeichen erkannt werden, wird bei heise online angemerkt. Weiterhin geht es um technische Hilfsmittel und Studien zum Thema.

Videoaufzeichnungen von Hauptverhandlungen an Gerichten

An Landgerichten und Oberlandesgerichten sollen Hauptverhandlungen zukünftig in Bild und Ton festgehalten werden. Außerdem soll eine automatisierte Transkription des Audios in eine Textdatei erfolgen. Dazu wurde nun ein Referentenentwurf vorgelegt, wie das Bundesministerium der Justiz in einer Pressemitteilung aufzeigt. Zwar wird darin die Wahrung von Persönlichkeitsrechten als einzelner Punkt auf- und ausgeführt, trotzdem gibt es berechtigte Kritik an der ganzen Sache. Wie u. a. bei heise online zu lesen ist, sagte Patrick Liesching von der Hilfsorganisation Weißer Ring dazu: „Für Opfer ist die Aussage vor Gericht schon jetzt eine schwere Belastung. Künftig sollen sie sich aber nicht nur dem Angeklagten, seinen Strafverteidigern und der Öffentlichkeit aussetzen, sondern auch noch drei Kameras […] Ihre Verletzlichkeit wird auf Dauer konserviert – und findet sich im schlimmsten Fall vielleicht sogar auf YouTube wieder. 

Modelle der iPhone-14-Reihe erkennen weiterhin „falsche Autounfälle“

Die Unfallerkennung der aktuellsten iPhone-Modelle ist im wahrsten Sinne eine Achterbahnfahrt. Denn nicht nur wurden bei solchen Aktivitäten in Freizeitparks immer wieder falsche Notrufe abgesetzt (wie hier aufgezeigt), nun mehren sich auch die automatischen Notrufe aufgrund von Ski-Stürzen. Wie in der Colorado Sun veröffentlicht wurde, sind z. B. im Summit County 911 Center allein am letzten Wochenende 71 automatische Notrufe eingegangen. Neben der Unfallerkennung des iPhone 14 spielte da auch die Sturzerkennung der Apple Watch mit hinein. Bei keinem der 71 Fälle handelte es sich um einen Notfall. Wie sollte Apple eurer Meinung nach reagieren? Die Algorithmen zur Erkennung von Stürzen und Unfällen verbessern oder ähnlich wie beim „Fokus“-Feature bestimmte leicht auszuwählende Modi anbieten, um automatische Notrufe zu bestimmten Zeiten / bei bestimmten Aktivitäten abzustellen?

Wird das kommende iPad Mini einen M-Chip haben?

Das aktuelle iPad Mini der 6. Generation verfügt über einen A15 Bionic Chip. In Zukunft soll in dem kleinen Apple-Tablet aber ein „Apple Silicon“ schlummern, also bspw. ein M2 Chip. Das meint zumindest der in Sachen Apple-Lieferketten gut vernetzte und informierte Analyst Ming-Chi Kuo. In einem Twitter-Thread meint er, dass Apple bereits an einem solchen Modell arbeitet und dieses Ende 2023 oder Anfang 2024 auf den Markt bringen wird. Daher kann es sich beim verbauten SoC wohl auch um den noch nicht veröffentlichten M3 Chip handeln. Weiterhin meint Ming-Chi Kuo, dass – entgegen anderer Medienberichte – für 2025 kein faltbares iPad Mini geplant sei. Das wäre zu teuer und damit kein guter Ersatz für das aktuelle Produktdesign.

Microsoft lockt: Bing nutzen und dabei Guthaben verdienen

Vermittels einer neuen Safari-Erweiterung können Nutzer/innen der Suchmaschine bing.com sich nun für Suchanfragen entlohnen lassen. Pro Bing-Suche soll es 3 Microsoft Rewards-Punkte geben. Der Gegenwert von 1.000 Punkten entspricht 1 US-Dollar. Das Geld wird aber nicht ausgezahlt, sondern als Gutscheinwert angeboten. Oder mit den Worten des Microsoft Supports auf dieser Seite umschrieben: „Microsoft Rewards-Punkte haben keinen Geldwert. Normalerweise sind etwa 5.000 Punkte erforderlich, um etwas im Wert von 5 US-Dollar einzulösen.“ Wer also viel am Mac mit Safari auf Websuche geht und dabei nicht darauf achtet, ob nun DuckDuckGo, Ecosia, Google oder Bing genutzt wird, kann sich mit dieser Erweiterung ein bisschen belohnen lassen.

Schönes Wochenende und kommt gut ins neue Jahr hinüber! :)


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