WhatsApp-Alternative: Wegen AGB wechseln, aber wohin?

Wer immer noch WhatsApp, eine der Messenger-Apps des Facebook-Konzerns, nutzt, wird aktuell auf neue AGB hingewiesen. Diese treten zum 8. Februar 2021 in Kraft und ermöglichen eine umfangreiche Datenweitergabe. Damit wird WhatsApp mit den Plattformen Facebook und Instagram vernetzt. Eine Auswertung der Daten durch Dritte, z. B. für individualisierte Werbung, ist ebenfalls denkbar. Kein Wunder, dass gerade viele WhatsApp-Nutzer/innen die App löschen und sich eine Alternative suchen. Doch welche WhatsApp-Alternativen gibt es? Hier findet ihr ein paar Informationen zu Signal, Telegram und Threema.

Chatten, in Gruppen kommunizieren, telefonieren und Dateien verschicken – das alles geht auch ohne WhatsApp. Hier findet ihr Infos zu den WhatsApp-Alternativen Signal, Telegram und Threema für iOS und Android.

Chatten, in Gruppen kommunizieren, telefonieren und Dateien verschicken – das alles geht auch ohne WhatsApp. Hier findet ihr Infos zu den WhatsApp-Alternativen Signal, Telegram und Threema für iOS und Android.

WhatsApp-Alternative Signal im Überblick

Bei Signal handelt es sich um einen quelloffenen Messenger, der eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwendet. In verschiedenen Quellen zu Signal oder zu Messenger-Apps im Vergleich heißt es immer wieder: „Selbst Edward Snowden empfiehlt diese App“. Na, wenn das so ist… In Signal können sowohl einzelne Dialoge als auch Gruppenchats realisiert werden. Anrufe, Telefon- und Videokonferenzen sind ebenfalls möglich. Nicht zuletzt können Dateien verschiedenster Art und Größe verschickt werden. Der Signal Download für iOS und Android ist kostenlos und aus den offiziellen Stores heraus möglich:

Infos zur WhatsApp-Alternative Telegram

Der russische Messenger Telegram ist nicht zuletzt durch verschiedene Kanäle und Gruppen in Verruf geraten, die mit Querdenkern, Reichsbürgern, Coronaleugnern und dergleichen zu tun hatten. Davon abgesehen ist es aber eine App mit verschiedenen Möglichkeiten zum Austausch – und sogar einer Desktop-Lösung für macOS und Windows. One-on-One-Chats sind genauso möglich wie Gruppenchats. Dateien können ebenso verschickt werden wie (eigene) Sticker, GIF-Animationen und so weiter. Abseits von Schwurbler-Kanälen kann Telegram also als WhatsApp-Alternative durchgehen. Ihr findet den Telegram Download gratis in den offiziellen Stores:

Threema als kostenpflichtige WhatsApp-Alternative

Threema ist eine App aus der Schweiz und setzt wie auch schon die vorbenannten Apps laut den Entwickler/innen auf „Sicherheit und Privatsphäre“. Sowohl für iOS auf dem iPhone als auch fürs Android-Smartphone kostet die Software 3,99 Euro. Einzelchats sowie Gruppen sind auch hier möglich. Fotos können zudem einzeln freigegeben werden, um sie zu teilen. So erhält die App keinen Gesamtzugriff auf das Fotoalbum des Geräts. Neben Textchats sind auch Anrufe, Videoanrufe, Umfragen und dergleichen mehr möglich. Den Threema Download findet ihr ebenfalls in den offiziellen Stores:


Neu: Es gibt nun ein Sir Apfelot Forum bei dem ihr eure Fragen nicht nur mir, sondern gleich vielen anderen Lesern präsentieren könnt. Das erhöht die Chance, dass euer Problem gelöst wird!

6 Kommentare

  1. toniB sagt:

    Ich benutze Signal schon seit mehr al einem Jahr – seit kurzem kommen täglich 3-5 meiner Kontakte hinzu
    Anscheinend kommen weltweit so viele neue User dazu, dass die Server manchmal überlastet sind

  2. Renato sagt:

    Ich habe seit einigen Jahren Threema – mit ebenfalls wachsendem Umfeld.
    Die schweizerische Basis ist mir sehr sympathisch: Auch die Server stehen dort, und die legendäre Schweizer Diskretion kennt man ja schon aus der Finanzwelt…😁

    Zu ergänzen wäre vllt noch, dass Threema selbstredend ausschließlich end2end verschlüsselt kommuniziert und inzwischen ebenfalls komplett open source ist, und, weil es nicht aus USA kommt, auch keine Schlüssel an die NSA liefern muss… (ich hab keine Vorstellung davon, ob und wie sich Signal dem entziehen kann ?!?)

    Vor Telegram wird ja inzwischen von verschiedenen Seiten gewarnt; nicht zuletzt weil total intransparent sei, wo die Server stehen, und die Verschlüselung von Nachrichten zwar möglich, aber gut versteckt sei…

    Threemas 4€ sollten m.E. kein Thema sein; über die (Apple-) Familienfreigabe lassen die sich zudem noch relativieren…

    Am Ende wird die „kritische Masse“ darüber entscheiden, wer das Zeug dazu hat WhatsApp vom Thron zu stoßen, und ob überhaupt… – ich würd‘ mich freuen, wenn’s Threema wird 😇 – zumindest in Europa!

    • Jens Kleinholz sagt:

      Hallo Renato! Ja, mir ist Threema auch am sympathischsten. Vor allem die Tatsache, dass sie ihr System zu Open Source machten, zeigt mir, dass sie nichts Böses im Sinn haben. Leider haben noch zuviele meiner Kontakte Whatsapp, aber vielleicht ändern wir das alle mal Ende Januar und kicken den Zuckerberg-Spionage-Messenger vom Smartphone. 😂

  3. Renato sagt:

    Hi Jens,

    ja, das wäre schön, und für mich „alten Sack“ sicherlich noch um einiges einfacher, nachdem ich nicht auch noch auf FB und Insta unterwegs bin…😁. Aber ich bin auch Realist: auf WhatsApp wird sich (leider) nicht so schnell komplett verzichten lassen, ohne sich von einem immer noch für eine ganze Zeit relevanten – und sowieso in Pandemiezeiten gar „überlebenswichtigen“ -Kommunikationskanal abzuknipsen… ich bin da pragmatisch unterwegs und werde b.a.W. zwangsläufig zweigleisig fahren und mein Umfeld jetzt verstärkt zum Umstieg motivieren… 😇 und so einen eher „schleichenden“ Übergangsprozess unterstützen.

    Macht alle mit – gemeinsam schaffen wir das 🤣!!

    Je weniger Daten sukzessive in die Zuckerberg Kanäle gefüttert werden, umso weniger Daten kann er „missbrauchen“; „NULL“ halte ich kurz-/mittelfristig für eine Illusion…

    • Jens Kleinholz sagt:

      Der Zuckerberg ist mir sowas von unsympathisch. Wer seine Nutzer so oft "verarscht", der sollte irgendwann mal die Rechnung dafür bekommen.

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