Mit der Einführung des „Creator Studio“-Abos und der Umgestaltung seiner Büro-Apps in Freemium-Angebote beerdigt Apple langsam aber sicher seine „iWork“-Marke. Das zeigt sich unter anderem daran, dass die Seite https://www.apple.com/iwork/ (inkl. der deutschen Version https://www.apple.com/de/iwork/) entfernt wurde. Der Link leitet nun zur allgemeinen App-Übersicht Apples um, wo als erstes das kostenpflichtige Apple Creator Studio beworben wird.

Kapitel in diesem Beitrag:
Das Aus für iWork: Aus Arbeit wird Kreation
Seit 2005 verwendete Apple für seine Office-Programme den Namen iWork. Zwar wurden die drei darin enthaltenen Apps namens Pages (Textverarbeitung), Numbers (Tabellenkalkulation) und Keynote (Präsentationen) ab 2017 einzeln angeboten. Jedoch hielt sich die Bezeichnung iWork – unter anderem durch die eingangs genannte iWork-Unterseite von Apple.com.

Diese iWork-Unterseite mit Informationen zu Pages, Numbers und Keynote sowie weiterführenden Links wurde nun entfernt. Man kann sie nur noch über archivierte Versionen einsehen, etwa über das Web-Archivs des Internet Archives. Ruft man sie mit ihrer URL auf, dann wird man automatisch zur „Apps von Apple“-Webseite weitergeleitet. Diese Seite ging im Herbst 2023 online. Sie bewirbt alle von Apple für die eigenen Geräte angebotenen Programme.

Derzeit besteht die erste Kachel dieser App-Übersicht des Mac- und iPhone-Herstellers aus einer Werbung für das Apple Creator Studio. Das Mitte Januar 2026 gestartete Abonnement enthält nicht nur KI-Funktionen für Numbers, Pages und Keynote, sondern auch den Zugang zu Profi-Software wie Pixelmator Pro (Bild- und Fotobearbeitung), Logic Pro (Musikerstellung), Final Cut Pro (Videobearbeitung und Filmschnitt) und dazu passenden Zusatzpaketen.
Wer braucht alle diese Sachen auf einmal?, kann man sich fragen. Die Shareholder natürlich. Denn Apples Einnahmen steigen mit jedem angebotenen Abo immer weiter. Und das freut vor allem die, die Unternehmensanteile halten.
Dazu passende Mac-Ratgeber von Sir Apfelot
Dass Apple seine 20 Jahre lang gepflegte iWork-Marke einstampft, ist bezeichnend für die immer stärkere Ausrichtung auf Abonnements als Einnahmequellen. Und zudem deren immer stärkere Ausstattung mit „Apple Intelligence“ und weitere KI-Werkzeugen.
Wer weder ein Abo abschließen noch mit KI-Inhalten genervt werden will, kann sich in den folgenden Ratgebern umschauen:
- Altes Pages, Numbers & Keynote aus dem App Store entfernt? Noch nicht ganz…
- Mac-Trick: Update-Hinweis abschalten für Pages, Numbers und Keynote
- iWork Alternative: Am Mac LibreOffice auf Deutsch nutzen – So geht’s!
- Pixelmator Pro Alternative: Kostenlose Affinity-App von Canva
- Final Cut Pro Alternative: DaVinci Resolve von Blackmagic Design ist gratis
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Johannes hat nach dem Abitur eine Ausbildung zum Wirtschaftsassistenten in der Fachrichtung Fremdsprachen absolviert. Danach hat er sich aber für das Recherchieren und Schreiben entschieden, woraus seine Selbstständigkeit hervorging. Seit mehreren Jahren arbeitet er nun u. a. für Sir Apfelot. Seine Artikel beinhalten Produktvorstellungen, News, Anleitungen, Videospiele, Konsolen und einiges mehr. Apple Keynotes verfolgt er live per Stream.









