.cdr-Datei am Mac öffnen – so klappt’s wirklich!

Das CDR Format am Mac zu öffnen, ist nicht ganz einfach

Im Internet kursieren viele Ratgeber, die jede Menge versprechen und wenig halten. Etliche davon habe ich heute gelesen, als ich nach einem Weg gesucht habe, eine Corel Draw Datei (Dateiendung ".cdr") von einem Kunden zu öffnen, um das Logo dann als JPG oder PNG auf der Webseite einzubauen.  Acrobat Distiller – eigentlich dafür gemacht, um PDF Dateien zu produzieren – wirft ebenfalls einen Fehler und keine PDF-Datei aus. Die gelieferte Datei kam von einem Folienbeschrifter, der das Auto des Kunden mit seinem Schriftzug verziert hat.

Mit Bordmitteln lassen sich Grafik-Dateien im CDR-Format von Corel Draw nicht unter macOS öffnen (Grafik: SIr Apfelot).

Mit Bordmitteln lassen sich Grafik-Dateien im CDR-Format von Corel Draw nicht unter macOS öffnen (Grafik: SIr Apfelot).

Die Lösungsvorschläge aus Foren

Gut fand ich eine Antwort von einem User in einem Mac-Forum, der auf die Frage, wie man eine CDR-Datei am Mac öffnen kann, folgendes schrieb:

Corel im Macintosh Forum anzusprechen, ist wie Weihwasser in der Hölle anzubieten.

Recht so! Leider muss ich trotzdem die Corel-Datei öffnen und da hilft es auch nicht, sich im Apple-Elfenbeinturm zu verschanzen.

Trotzdem gab es einige Antworten, die erst mal hilfreich erschienen:

  • CDR-Datei in Photoshop öffnen
  • CDR-Datei in Illustrator importieren
  • CDR-Datei in Adobe Distiller werfen und ein PDF daraus generieren
  • Kunde fragen, ob er statt einer cdr-Datei vielleicht ein eps schicken kann

Bis auf die letzte Idee habe ich alles durch und alles hat nicht funktioniert. Adobe Illustrator und Photoshop (bei mir Adobe CC 2020) kennen das Dateiformat nicht und können es nicht öffnen. Ich denke, sie erkennen das Dateiformat schon, aber Adobe kann es einfach nicht übers Herz bringen, Corel Draw zu importieren. 😀

Mit Adobe Illustrator lassen sich cdr-Files nicht öffnen – soviel steht fest.

Mit Adobe Illustrator lassen sich cdr-Files nicht öffnen – soviel steht fest.

 

Acrobat Distiller – eigentlich dafür gemacht, um PDF Dateien zu produzieren – wirft ebenfalls einen Fehler und keine PDF-Datei aus.

Acrobat Distiller – eigentlich dafür gemacht, um PDF Dateien zu produzieren – wirft ebenfalls einen Fehler und keine PDF-Datei aus.

Unterm Strich hat nichts davon geholfen und ich stand wieder da mit meiner cdr-Datei, die einfach kein Programm unter macOS öffnen wollte.

Die Lösung: Zamzar Dateikonvertierer

Nach einiger Recherche bin ich dann doch noch auf die (kostenlose) Lösung von meinem Problem gestoßen: einen Online-Service namens Zamzar, der alle möglichen Dateikonvertierungen anbietet – auch ohne Account-Zwang.

Mit dem Online-Service Zamzar lassen sich CDR-Dateien unter anderem in praktische Formate wie PDF, EPS oder AI konvertieren.

Mit dem Online-Service Zamzar lassen sich CDR-Dateien unter anderem in praktische Formate wie PDF, EPS oder AI konvertieren.

Neben vielen anderen Formaten, unterstützt Zamzar auch die Umwandlung von CDR-Dateien. Darunter gibt es etliche Optionen, was man aus einem hochgeladenen CDR-Format machen kann:

  • ai (Adobe Illustrator)
  • bmp (Windows Bitmap)
  • eps (Encapsulated PostScript)
  • gif (Graphics Interchange Format)
  • jpg (Joint Photographic Experts Group)
  • pcx (Picture exchange)
  • png (Portable Network Graphics)
  • svg (Scalable Vector Graphics)
  • tga (Targa Image File)
  • tiff (agged Image File Format)
  • wbmp (Wireless Application Protocol Bitmap Format)
  • webp
  • pdf (Portable Document Format)

Die Konvertierung funktioniert so, dass man seine Ausgangsdatei zu Zamzar hochlädt und dann in einer Warteschlange eingereiht wird. Zahlende User können direkt konvertieren, aber Gratis-User müssen einige Sekunden bis Minuten warten.

Ich habe die CDR zu PDF Konvertierung gewählt und die Funktion genutzt, per Mail bescheid zu bekommen, wenn die Konvertierung fertig ist. Wenn es so weit ist, erhält man eine Nachricht und kann auf der Seite die fertige PDF-Datei laden.

Bei mir hat das Ganze perfekt geklappt. Nach dem Download der fertig konvertierten PDF-Datei, ließ sie sich in beliebiger Auflösung in Adobe Photoshop öffnen.

Habt ihr auch Tipps, was man mit CDR-Dateien am Mac machen kann (außer sie in den Papierkorb zu werfen), dann freue ich mich über einen Kommentar.

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4 Kommentare

  1. Peter sagt:

    Wäre doch einmal interessant, ob man dort auch neuere Adobe Illustrator CC Dateien in Formate konvertiert bekommt, die man dann etwa mit einer alten CS5 Version öffnen kann.

    Hatte neulich das Problem, dass ich das einfach auf keinem Wege geschafft habe, wobei anscheinend erschwerend hinzu kam, dass die erhaltene Illustrator CC ohne PDF-Kompatibilität gespeichert worden war. Wenn letztere gegeben ist, gibt es ja anscheinend gewisse (Um-)Wege.

    Wenn also jemand dazu einen guten Tipp hätte…

    • Sir Apfelot sagt:

      Es gibt dort keine Möglichkeit, .AI zu .AI zu konvertieren. Was du aber versuchen könntest, wäre .AI zu .EPS oder .SVG zu konvertieren. Das sollte auch ein altes Adobe Illustrator öffnen.

  2. Peter sagt:

    Genau das scheint leider auch hier nicht zu funktionieren: die originale, laut Quelltext mit Adobe Illustrator CC 2015 erstellte .ai-Datei (ca. 8,4MB groß) wird von Zamzar in ein 6kB großes, visuell leeres PDF konvertiert.

    Meine Vermutung ist, dass es u.U. auch gar keine sichtbaren Elemente in der Original-Datei gibt – es soll sich nämlich um ein Dokument mit Illustrator-Brushes handeln: Diese sind zwar höchstwahrscheinlich auch darin enthalten (so dass sie im Brushes-Panel auftauchen sollten, wenn man denn die Datei regulär öffnen könnte), sind aber eben nicht auf irgendwelche "realen" Elemente auf der Zeichenfläche angewandt.

    Was bleibt, ist der Eindruck, dass das neuere "reine" AI-Format (ohne PDF-Kompatiblität) u.U. doch so proprietär ist, dass es tatsächlich nicht von anderen Anwendungen interpretiert werden kann.
    Von daher wäre es sehr interessant, wenn irgend jemand evtl. eine gute Idee bzw. gar erprobten Weg hätte, wie oder womit es möglicherweise DOCH geht…

    Neuere .ai-Dateien aus CC-Versionen, die aber MIT Häkchen bei "PDF-kompatible Datei" Im Speichern-Dialog gesichert wurden, sich aber dennoch wegen ihrer neueren Version alten Illustrator-Versionen verweigern, sollten sich Mac-bordmäßig übrigens mit Vorschau öffnen und damit in ein EPS sichern lassen, dass dann wiederum mit einem alten Illustrator geöffnet werden kann. Das hat jedenfalls für mich schon einmal so funktioniert.

    Auch Affinity Designer braucht offenbar die PDF-Kompatibilität, um AI-Dateien öffnen zu können.

    • Sir Apfelot sagt:

      Ja, Brushes und ähnliches gehen bei der Konvertierung natürlich verloren. Es gibt schlicht und ergreifend keinen Weg, diese in einem EPS/PDF zu sichern, ohne dass es irgendwo in Dokument sichtbar wäre. Das ist jedenfalls meine Vermutung.

      Und in Bezug auf Affinity Designer wird Adobe sicher nicht wahnsinnig kooperativ sein und alle Details seines Datenformates offen legen. Aber es wäre natürlich toll für den User.

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