GTranslate.io WordPress-Plugin zur automatischen Übersetzung – mein Pick der Woche KW38

Gtranslate Wordpress Plugin zur automatischen Übersetzung

Es wird Zeit, dass ich die "Picks der Woche" mal etwas aufarbeite, da ich schon seit Wochen hinterher hänge, also hier mein Pick für die KW38: Ich habe mich wirklich jahrelang mit der Idee herumgeschlagen, mein Blog auch auf englischer Sprache anzubieten. Leider ist mein Englisch nicht so gut, dass ich alles schnell selbst übersetzen könnte und außerdem fehlt mir ehrlich gesagt die Zeit, jeden Beitrag, der im Blog landet, zu übersetzen. Das wäre ein Zeitaufwand, den ich alleine gar nicht stemmen könnte.

Um den Eiligen unter euch die ganzen Erklärungen und Ausführungen hier zu ersparen, möchte ich euch direkt die Lösung nennen, die nun seit mehreren Monaten erfolgreich bei mir im Blog ihren Dienst tut: ein WP-Plugin namens GTranslate – und zwar die kostenpflichtige Version davon. Warum nicht die kostenlose? Das erkläre ich weiter unten.

Mit Gtranslate kann man sein WordPress-Blog mit wenigen Klicks – wirklich deppensicher – in andere Sprachen übersetzen lassen.

Mit Gtranslate kann man sein WordPress-Blog mit wenigen Klicks – wirklich deppensicher – in andere Sprachen übersetzen lassen.

WordPress mehrsprachig anbieten – der Teufel steckt im Detail

Mein erster kurzer Ausflug in die Mehrsprachigkeit meines Blogs war folgender Ansatz: Ich habe eine Kategorie mit der Bezeichnung „Englische Blogposts“ gemacht und dort ein paar ausgewählte Beiträge eingesetzt, die ich per Hand übersetzt habe.

Der Ansatz hatte aber gleich mehrere Probleme:

  • Der Beitrag selbst ist zwar auf Englisch, aber alles rund herum ist weiterhin auf Deutsch: die Kommentare, das Menü, Texte in Footer, Header und Sidebar
  • Google kann den Beitrag aufgrund des Sprachmischmaschs nicht richtig einordnen und rankt ihn daher nicht. Stichwort "hreflang"-Tag.
  • Jeder Beitrag muss per Hand übersetzt werden (großer Zeitaufwand).
  • Alle englischen Beiträge landen in einer Kategorie und sind damit für Besucher nicht richtig vorsortiert.
  • Die Nutzung der WordPress-Suche wirft deutsche und englische Artikel aus.
  • Man schafft es einfach nur, einen Bruchteil der Blogbeiträge zu übersetzen und hat auch noch die ganzen alten Beiträge, die man wahrscheinlich gar nicht erst in Angriff nimmt.

Ich habe schnell eingesehen, dass diese Art, die Übersetzung meiner Beiträge ins Englische anzugehen, zur Erfolglosigkeit verdammt war.

Das Plugin WPML war mir zu komplex. Es bietet zwar sehr viele Einstellungsmöglichkeiten und man hat schnell Einfluss auf die Übersetzungen, aber man muss sie aktuell noch per Hand anlegen und das Plugin ändert auch die Ansicht im WP-Admin, was mir einfach zuviel des Guten war.

Das Plugin WPML war mir zu komplex. Es bietet zwar sehr viele Einstellungsmöglichkeiten und man hat schnell Einfluss auf die Übersetzungen, aber man muss sie aktuell noch per Hand anlegen und das Plugin ändert auch die Ansicht im WP-Admin, was mir einfach zu viel des Guten war.

Das WPML Plugin und warum es nicht meine erste Wahl war

Eine weitere Überlegung war der Einsatz eines Plugins wie WPML, was quasi eine Zweisprachigkeit oder auch Mehrsprachigkeit in WordPress einbaut, indem man Beiträge und andere Seitenelemente übersetzt und das Original und die Übersetzung dann „verknüpft“.

Ich habe das Plugin bei einem Kunden im Einsatz gesehen und es birgt aus meiner Sicht zwei Probleme:

  1. Man muss wieder jeden Beitrag per Hand übersetzen. Update: Es gibt gerade eine Beta-Version von WPML, welche auch eine automatische Übersetzung erlaubt. Wie gut das klappt, muss ich mal testen, aber zum Zeitpunkt meiner Entscheidung für Gtranslate gab es diese Funktion noch nicht und es gibt für mich auch keinen Grund zu wechseln.
  2. Die Konfiguration ist alles andere als einfach. Einer meiner Kunden hat es nicht richtig gemacht und seine Webseite hatte massive Probleme mit der Suchmaschinenoptimierung bekommen, da technisch einiges im Hintergrund schief lief. Die Folge war, dass plötzlich sowohl deutsche als auch englische Artikel sehr schlecht bei Google zu finden waren.

Ich denke, WPML ist eine gute Lösung, wenn man eine Domain mit einer festen Anzahl an Seiten hat, die man übersetzen möchte. Ebenso hat WPML den Vorteil, dass es maximale Kontrolle bietet, da man die Übersetzung komplett selbst einträgt und auch viele Elemente der Seite übersetzt. Für einige Firmen, die die entsprechende Manpower und/oder das entsprechende Budget haben, dürfte WPML eine gute Sache sein.

Für den durchschnittlichen Blogger ist es eher umständlich und erfordert einiges an Einarbeitungszeit. Ich bin zwar technisch versiert, aber mir war WPML trotzdem zu komplex.

Warum GTranslate.io?

Auch wenn der Name GTranslate so klingt: Es hat nichts mit Google zu tun. Aber trotzdem ist es irgendwie das, was Google früher angeboten hat: Ein automatischer Übersetzer für viele verschiedene Sprachen, der sich einfach als Plugin in WordPress installieren und aktivieren lässt.

Man sieht also direkt den ersten Vorteil: Die Übersetzung läuft automatisch ab. Kein Tippen und Werkeln – alles schon fertig, wenn man das Plugin aktiviert. Und dabei werden nicht nur die Beiträge übersetzt, sondern alles: Menü, Schlagwortseiten, Seiten, Kategorien, Beiträge – einfach alles…

Das war für mich ein entscheidender Punkt, da ich keine Zeit hatte (und immer noch nicht habe), jeden Beitrag einzeln anzufassen, um eine Übersetzung anzulegen – selbst wenn diese mit Tools wie DeepL recht schnell halbautomatisch per Copy und Paste erstellt sind.

Bei den meisten Leuten dürfte das kleinste Bezahlpaket ausreichen – auch damit werden die übersetzen Seiten schon von Google indexiert und in den Suchergebnissen aufgeführt.

Bei den meisten Leuten dürfte das kleinste Bezahlpaket ausreichen – auch damit werden die übersetzen Seiten schon von Google indexiert und in den Suchergebnissen aufgeführt.

Die Preise von Gtranslate: kostenlos bis 38 EUR

Ein kleiner Nachteil des Übersetzungs-Plugins Gtranslate ist vielleicht die Tatsache, dass man zwar eine kostenlose Variante des Plugins nutzen kann, aber diese nicht wirklich das ist, was man haben möchte. Der Grund dafür ist, dass die kostenlose Version die Übersetzungen per Javascript erzeugt. Das ist zwar für Besucher genauso gut wie die Bezahlversion, aber diese Seiten können von Google nicht indexiert werden und sind daher nie bei Google in den Ergebnissen zu finden.

Wer mehr Besucher aus anderen Ländern erhalten möchte, der sollte mindestens das Paket für 7,99 Euro im Monat einplanen, damit er eine Fremdsprache hat, die auch von Google eingelesen und bei den Suchergebnissen angezeigt wird. Es gibt sogar die Möglichkeit eigene Domains für jede Sprache zu hinterlegen, aber für meine Zwecke war das nicht nötig und für das Google Ranking ist es aus meiner Sicht sogar besser, die Sprachen in virtuellen Unterordnern wie "en" oder "fr" anzubieten. Der Grund ist, dass dadurch die Unterseiten direkt von der Stärke der Hauptdomain profitieren und schneller gut ranken.

Für Unternehmen, die Wert auf starkes Branding legen, könnten die größeren Pakete mit der Funktion des Sprachen-Hostings jedoch interessant sein. Dann hat man Firmenname.de, Firmenname.com, Firmenname.fr und so weiter. Der Nachteil ist jedoch, dass man dann für jede Domain Suchmaschinenmarketing betreiben muss, was in der Regel mehr Kosten verursacht.

Über CSS-Klassen, URL-Teile und ähnliches lassen sich auch Seiten oder Seitenelemente von der automatischen Übersetzung ausschließen.

Über CSS-Klassen, URL-Teile und ähnliches lassen sich auch Seiten oder Seitenelemente von der automatischen Übersetzung ausschließen.

Ranken die übersetzen Seiten gut bei Google?

Ich habe das erstmal nur für die englische Sprache gebucht und wollte schauen, wie gut die Blogposts bei den englischsprachigen Google-Versionen anderer Länder machen. Der Test ist nach gut fünf Monaten abgeschlossen und ich würde sagen, dass es ein absolut positives Ergebnis ist:

Wie man an der Grafik aus dem SEO-Tool ahrefs sieht, rankt meine Seite zu immer mehr Suchbegriffen in den Top 100 von Google. Es gibt sogar schon fast 70 Keywords mit denen Sir Apfelot in den Top 3 Ergebnissen platziert ist, was nach so kurzer Zeit schon erstaunlich gut ist.

Laut ahrefs erhält mein Blog über diese Platzierungen ungefähr 2100 Besucher pro Monat. Das ist im Vergleich zu den Besucherzahlen der deutschen Seiten noch nicht sehr viel, aber die meisten Artikel ranken auch erst nach 6 bis 12 Monaten gut bei Google. Das heißt, es wird mit der Zeit in der Regel besser.

Auf der linken Seite sieht man die Entwicklung der Keywordmenge, welche in den verschiedenen Ländern in den Top100 rankt. Auf der rechten Seite sieht man die Menge der rankenden Keywords in den verschiedenen Ländern – alles nur bezogen auf die übersetzten Unterseiten von sir-apfelot.de.

Auf der linken Seite sieht man die Entwicklung der Keywordanzahl, welche in den verschiedenen Ländern in den Top100 rankt. Auf der rechten Seite sieht man die Menge der rankenden Keywords in den verschiedenen Ländern – alles nur bezogen auf die übersetzten Unterseiten von sir-apfelot.de.

Sir Apfelot auf Spanisch, Italienisch und Französisch?

Ich denke, ich werde in den nächsten Wochen noch weitere Sprachen wie Spanisch, Französisch und Italienisch bei Gtranslate aktivieren und bin gespannt, ob man bei Google.es, Google.fr und Google.it damit ebenfalls punkten kann. Vielleicht schaffe ich es dann in einigen Monaten mal wieder einen neuen Zwischenbericht zu geben.

Für diesen Beitrag soll es das aber erstmal gewesen sein. Wenn ihr euch Gtranslate installiert, gebt mir kurz per Mail Bescheid, dann kann ich euch vielleicht noch den einen oder anderen Tipp für die Konfiguration geben.

Und falls ihr es bucht, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr es über meinen Affiliate-Link erledigt, denn dann bleiben ein paar Euro bei mir hängen und ihr helft damit, dass ich weiterhin solche Artikel in meinem Blog schreiben kann.


Gefällt dir mein Blog? Dann würde ich mich über eine kurze Bewertung bei Google freuen. Einfach hier kurz etwas hinterlassen – das wäre toll, danke!

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