JIGA GW1 im Test: 30.000 mAh Powerbank mit USB-C Power Delivery

JIGA GW1 Powerbank mit 30.000 mAh im Test

Powerbanks sind eine Gerätekategorie, die mich immer wieder fasziniert. Sie speichern unheimlich viel Energie auf kleinstem Raum und sind im Alltag wahnsinnig praktisch. Meine Faszination für diese Dinger ist sicher auch ein Grund dafür, warum man im Sir Apfelot Blog relativ viele Powerbank Tests findet.

In diesem Testbericht habe ich eine Powerbank von JIGA ausprobiert, die sage und schreibe 30.000 mAh hat. Die meisten großen Powerbanks, die noch ein habwegs handliches Format haben, besitzen in der Regel nicht mehr als 26.800 mAh. Darum fällt die JIGA GW1 mit 30.000 mAh schon etwas aus dem Rahmen.

Aber die JIGA GW1 hat noch eine Besonderheit: Sie hat einen Lightning-Eingang (neben Micro-USB und USB-C), sodass man sie mit einem iPhone-Ladekabel aufladen kann.

Hier sieht man den Lieferumfang der JIGA GW1: Powerbank, zwei Ladekabel und Handbuch (Fotos: Sir Apfelot).

Hier sieht man den Lieferumfang der JIGA GW1: Powerbank, zwei Ladekabel und Handbuch (Fotos: Sir Apfelot).

Transparenzhinweis

JIGA hat mir die Powerbank kostenlos zur Verfügung gestellt. Damit waren aber keine Auflagen für den Test verbunden. Ich schreibe also – wie gewohnt – meinen Testbericht „frei Schnauze“ und kritisiere auch offen, wenn es etwas zu kritisieren gibt. Ich denke, ihr würdet auch nichts anderes erwarten, aber ich wollte es trotzdem noch einmal deutlich machen, dass ich mich nicht beeinflussen lasse, nur weil mir jemand ein Gratis-Produkt zuschickt.

Technische Daten der JIGA GW1 Powerbank

  • Hersteller: JIGA
  • Modell: GW1
  • Kapazität: 30.000 mAh (gemessen: 71 Wh)
  • Eingang USB C PD: 5V / 3A; 9V / 2A; 18W max.
  • Eingang Micro USB: 5V / 2,4A; 9V / 2A
  • Eingang Lightning: 5V / 2A
  • Ausgang Qi-Charging: 5W, 7,5W, 10W
  • Ausgang USB 1: 5V, 2,1A
  • Ausgang USB 2/3 QC 3.0: 5V / 3A; 9V / 2A; 12V / 1,5A; 18W max.
  • Ausgang USB C PD: 5V / 3A; 9V / 2A; 12V / 1,5A; 18W max.
  • Load-through: nein
  • Taschenlampenfunktion: ja
  • Preis: ca. 39 EUR (abzgl. -19% Rabatt bei Amazon)

Lieferumfang: Powerbank, USB-C-Kabel, Micro-USB-Ladekabel, Handbuch

JIGA Wireless Powerbank 30000mAh Externer Akku Tragbares Ladegerät 18W PD 3.0 USB C Power Bank mit...
  • 【QI Wireless Charging】: 2022 Neueste powerbank mit Wireless-Panel, unterstützt das drahtlose Schnellladen mit 5 W,...
  • 【Power Bank mit ultrahoher Kapazität】: Mit dem 30000-mAh-Li-Polymer-Akku, den integrierten intelligenten...
  • 【3 Eingänge und 5 Ausgänge】: Verwenden Sie Typ C, Lightning oder Micro-USB, um die Powerbank aufzuladen. 4...

Was die JIGA GW1 alles kann

Die technischen Daten sagen eigentlich alles, aber manchmal hilft es, wenn man im Detail erklärt, was die Abkürzungen und Werte bedeuten.

Sehr vorteilhaft für Apple User finde ich zum einen, dass die Powerbank sowohl per USB-C-Buchse als auch per Lightning-Buchse aufgeladen werden kann – ein Ladekabel, das entweder den einen oder den anderen Anschluss besitzt, hat man eigentlich immer zur Hand. Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass ein Aufladen der Powerbank über USB C Power Delivery der schnellere Weg ist – fast doppelt so schnell wie Lightning (18 Watt statt 10 Watt bei Lightning).

Der zweite Vorteil der Powerbank ist das Aufladen der Powerbank UND das Aufladen von Geräten mit USB C Power Delivery. Es klingt so, als wäre das die logischste Ausstattung, aber es gibt tatsächlich Powerbanks, die zwar über USB C PD angeschlossene Geräte schnell aufladen können, aber selbst nur im Schneckentempo aufladen, weil sie auf diesem Weg kein Power Delivery bieten.

Der letzte positive Punkt – neben der beeindruckenden Kapazität – ist die Vielfalt der Anschlüsse: Lightning-Eingang, USB C Aus- und Eingang, USB mit Quick Charge 3.0 für Nicht-iPhone-Benutzer, Micro-USB – mehr kann man sich kaum wünschen. Quick Charge ist ein Ladestandard, der von Apple Geräten nicht unterstützt wird, aber Samsung Smartphones sind kompatibel zu dieser Art von Schnellladung.

Viele Anschlüsse zu haben, ist definitiv ein Vorteil, den die Powerbank von JIGA hat.

Viele Anschlüsse zu haben, ist definitiv ein Vorteil, den die Powerbank von JIGA hat.

Ach, und was man nicht vergessen sollte: Die Powerbank hat sogar ein eingebautes Qi-Ladepad, um insbesondere das iPhone oder AirPods kabellos aufzuladen. Nicht lebenswichtig, aber schön, es zu haben.

Was die JIGA GW1 Powerbank nicht kann

Es gibt natürlich ein paar Anwendungsfälle, für die die JIGA Powerbank aufgrund der maximalen Ausgangsleistung von 18 Watt nicht infrage kommt. Dazu gehört unter anderem das Aufladen von MacBook-Modellen, da diese deutlich mehr als 18 Watt benötigen.

Ein iPad Pro mit 12,9 Zoll kann man zwar mit der JIGA GW1 aufladen, aber nicht schnell, denn in meinem Test hat das iPad Pro gut und gerne das Doppelte der maximalen Ausgangsleistung der Powerbank aufgenommen, wenn man es an ein passendes Netzteil gesteckt hat – nämlich 36 Watt.

Ich sehe die JIGA GW1 also als Powerbank für Smartphones, Tablets und Kleingeräte wie AirPods und Ähnliches.

Mein iPhone hat die Powerbank direkt erkannt und den kabellosen Ladevorgang gestartet.

Mein iPhone hat die Powerbank direkt erkannt und den kabellosen Ladevorgang gestartet.

Kein Load-through-Feature

Eine weitere Sache, die der eine oder andere bei der JIGA Powerbank vielleicht vermisst, ist "Load-through". Damit ist gemeint, dass man Geräte an der Powerbank aufladen kann, während die Powerbank selbst auch aufgeladen wird. Ich habe dies ausprobiert und mein iPad Pro per USB C aufgeladen, während ich die JIGA Powerbank über Micro-USB aufgeladen habe.

Sobald der Micro-USB-Stecker Strom an die Powerbank geliefert hat, ging die Ladeleistung am USB-C-Port auf 1 Watt zurück. Das ist so gut wie nichts. Man kann also sagen, dass es praktisch nicht geht, die Powerbank und angeschlossene Geräte gleichzeitig zu laden.

Die JIGA Powerbank hat auf der Oberseite ein Qi-Charging-Pad, welches sich aktiviert, wenn man den Button drückt, mit dem auch der Akkustatus abgefragt wird.

Die JIGA Powerbank hat auf der Oberseite ein Qi-Charging-Pad, welches sich aktiviert, wenn man den Button drückt, mit dem auch der Akkustatus abgefragt wird.

Design und Verarbeitung der JIGA GW1 Powerbank

Powerbanks sind ja selten Designobjekte und hier macht auch die JIGA GW1 keine Ausnahme. Ich würde sagen, die Optik ist funktionell. Die Hülle besteht aus hartem Kunststoff und nur ein Ring um das Qi-Ladepad ist gummiert, damit aufgelegte Smartphones nicht abrutschen.

Die ganzen Buchsen sind – ebenso wie die Taschenlampe– sind an einem Ende der Powerbank angebracht. Möchte man viele Stecker gleichzeitig einstecken, wird es hier schnell eng. Im Test konnte ich aber die USB A und C Buchsen belegen, ohne dass sie sich gegenseitig blockiert hätten.

Schlussendlich macht die Powerbank einen soliden Eindruck. Ich würde sie nicht dreimal täglich auf den Fliesenboden werfen, aber einen Sturz dürfte sie ohne große Beschädigungen überstehen.

Die maximale Leistung des JIGA GW1 beträgt 18 Watt. Das iPad Pro 12,9 Zoll hätte gerne doppelt soviel, aber es lädt sich auch bei 18 Watt langsam auf.

Die maximale Leistung des JIGA GW1 beträgt 18 Watt. Das iPad Pro 12,9 Zoll hätte gerne doppelt soviel, aber es lädt sich auch bei 18 Watt langsam auf.

Meine Tests und Messungen mit der Powerbank GW1

Die technischen Spezifikationen, die die Hersteller nennen, sind ja immer eine tolle Sache, aber haben oft nicht allzuviel mit der Realität zu tun. Deswegen habe ich mir angewöhnt, immer ein paar Sachen nachzumessen.

Bei Powerbanks ist hier insbesondere interessant, ob sie wirklich so viel Ladeleistung abgeben, wie der Hersteller angibt und wie viel Kapazität man tatsächlich aus ihr herausholen kann.

Bei der Ladeleistung gibt der Hersteller 18 Watt Ausgangsleistung an. Diese konnte ich auch mit meinem iPad Pro nachmessen und bekam einen Wert von 18,3 Watt.

Eine komplette Ladung (hier wegen des USB-Multimeters über den USB-A-Port) verbraucht 105 Wattstunden (Fotos: Sir Apfelot).

Eine komplette Ladung (hier wegen des USB-Multimeters über den USB-A-Port) verbraucht 105 Wattstunden (Fotos: Sir Apfelot).

Wirkungsgrad und Kapazität eher schwach

Bei der Messung des „Wirkungsgrades“ messe ich die Energie, welche man benötigt, um die Powerbank von 0 auf 100% aufzuladen und schaue dann, wie viel Energie ich herausbekomme.

Es ist ganz normal, dass man hier einen Verlust von 20 bis 30% hat, denn immer, wenn man einen Akku auflädt, geht ein Teil der Energie als Wärme in die Umwelt. Sicher gibt es noch andere Aspekte, die verhindern, dass man einen 100% Wirkungsgrad erreichen kann, aber mir fehlt das Fachwissen, um hier mehr darüber zu berichten.

Bei meinen Messungen habe ich die Powerbank über den USB-C-Port mit USB C Power Delivery geladen. Dabei wurden insgesamt 105 Wattstunden (Wh) in die Powerbank geleitet. Der Ladevorgang hat ungefähr 7 Stunden gebraucht.

Beim Entladen konnte ich insgesamt 71 Wattstunden entnehmen, woraus sich ein Wirkungsgrad von ca. 68% ergibt.

Beim Entladen konnte ich insgesamt 71 Wattstunden entnehmen, woraus sich ein Wirkungsgrad von ca. 68% ergibt.

Beim Entladen (über einen USB Lastwiderstand) konnte ich 71 Wattstunden aus der vollen Powerbank entnehmen. Das entspricht einem Wirkungsgrad von ca. 68%.

Messungen:

  • Aufladen komplett: ca. 105 Wh (in ca. 7 h)
  • Entladen komplett: ca. 71 Wh
  • Wirkungsgrad: 68%

Der Wirkungsgrad liegt damit am unteren Ende von allen Powerbanks, die ich bisher ausprobiert habe. Zum Vergleich: Die Zendure A8 QC hat bei mir einen Wirkungsgrad von 81%.

Das Ergebnis dieses Unterschiedes ist, dass ich aus der Zendure A8 praktisch mehr Energie (84 Wh statt 71 Wh!) herausholen kann, obwohl sie mit 26.800 mAh laut den technischen Daten eine deutlich geringere Kapazität hat als die JIGA GW1 mit 30.000 mAh.

Ich denke, hier schlägt sich auch der Kaufpreis nieder, denn die Zendure A8 kostete damals auch über 100 Euro, während die JIGA GW1 unter 40 Euro liegt.

Kleiner Einschub: mAh und Wh – wo liegt der Unterschied?

Belest ihr euch zu einem Smartphone-Akku, den technischen Daten eines Laptops oder wollt ihr eine leistungsstarke Powerbank kaufen, dann kommt ihr sicher an der Maßeinheit mAh vorbei. Diese bezeichnet die physikalische Größe Milliamperestunde; also das Tausendstel der Amperestunde (Ah). Häufig wird die Angabe (hier im Blog zugegeben auch) als „Kapazität“ des Stromspeichers bezeichnet, was nicht ganz richtig ist, aber sich in der Umgangssprache eingebürgert hat.

Aussagekräftiger für das Energiespeichervermögen und damit mit dem tatsächlichen Bumms in der Batterie sind Werte in Wh (Wattstunde). Jedoch kann man mit den Angaben in mAh eben jene Größen berechnen, wenn man die Ausgangsspannung in Volt kennt.

Bei der JIGA Powerbank liegt die Ausgangsspannung der verwendeten Akkuzellen beispielsweise bei 3,7 Volt. Rechnet man diese 3,7 V mit den 30 Ah (= 30.000 mAh) des mobilen Stromlieferanten gegen, dann erhält man per Gleichung W=Q*U (3,7 V * 30 Ah) einen Wert von 111Wh.

Die vier linken LEDs zeigen den Akkustand und die rechte LED leuchtet grün, wenn das kabellose Laden aktiviert und ein kompatibles Gerät aufgelegt ist.

Die vier linken LEDs zeigen den Akkustand und die rechte LED leuchtet grün, wenn das kabellose Laden aktiviert und ein kompatibles Gerät aufgelegt ist.

 

Hier sieht man die JIGA Powerbank im Vergleich zu meinem iPhone 13 Pro Max – der Zusatzakku ist schon ein ordentliches Paket.

Hier sieht man die JIGA Powerbank im Vergleich zu meinem iPhone 13 Pro Max – der Zusatzakku ist schon ein ordentliches Paket.

Mein Fazit zur JIGA GW1

Trotz der schlechten Messwerte bei der Kapazität und der nicht so hohen Leistung ist die JIGA GW1 Powerbank eine günstige Lösung für Leute, die nur iPad und iPhone und keine MacBooks aufladen möchten.

Ich finde sie auch praktisch fürs Camping, da sie eine Taschenlampe integriert hat und viele Anschlüsse in sich vereint. Wer sich hier als Zielgruppe sieht, kann sich die JIGA GW1 mal auf Amazon anschauen.

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Wer eher diese Zielgruppe ist: „Ich brauche Leistung für MacBook und Co. und Geld ist mir egal!“, der kann sich mal die Zendure Supertank Pro Powerbank anschauen. Die lädt MacBook Pro Modelle mit bis zu 100 Watt und man kann sogar sein Auto drauf parken.

Die JIGA Powerbank hat auch eine eingebaute LED, die man im Notfall prima als Taschenlampe nutzen kann.

Die JIGA Powerbank hat auch eine eingebaute LED, die man im Notfall prima als Taschenlampe nutzen kann.

JIGA GW1 Handbuch

Für alle, die auf der Suche nach der Bedienungsanleitung der JIGA GW1 Powerbank sind, habe ich hier eine kleine Fotocollage gebastelt:

Hier ist die Bedienungsanleitung der JIGA GW1 Powerbank – leider nur aus schlechten Fotos zusammengestückelt.

Hier ist die Bedienungsanleitung der JIGA GW1 Powerbank – leider nur aus schlechten Fotos zusammengestückelt.

 

Auf der Rückseite der JIGA Powerbank sind die Spezifikationen des Zusatzakkus aufgedruckt.

Auf der Rückseite der JIGA Powerbank sind die Spezifikationen des Zusatzakkus aufgedruckt.



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2 Kommentare

  1. Thomas sagt:

    Danke für den Test, aber das Teil ist schon ein fetter Brummer.

    • Jens Kleinholz sagt:

      Ja, alles im Bereich von 26800 mAh und aufwärts ist ziemlich dick. Halbswegs handlich sind noch die 10.000 mAh Akkus. Danach geht es steil bergab. 😂

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