Laden per Apple MagSafe ist schädlich für den iPhone-Akku

Laden per MagSafe läßt den iPhone-Akku schneller altern

Ich gebe zu, diese Behauptung klingt nach Clickbait, aber ich wollte das Problem nicht durch ein „vielleicht“ oder „eventuell“ in der Überschrift herunterspielen, denn ich glaube, es ist tatsächlich ernst.

Aber fangen wir mal vorne an…

Problem 1: MagSafe erhitzt das iPhone deutlich

Als ich mein iPhone 12 Pro mit MagSafe erhalten habe, führte ich direkt eine Messung der Leistung (lies hier „MagSafe Ladepower nachgemessen“) durch, die beim Laden verwendet wird.

Das Ergebnis: Die hohe Leistung, die MagSafe laut Apple beim Laden bietet, fließt nur in den ersten Minuten. Danach drosselt die Ladeelektronik die Leistung, sodass die meiste Zeit nur etwa 5 Watt ins iPhone 12 Pro fließen. Man lädt also die meiste Zeit so lahm, wie mit den alten 5-Watt-Stecker-Netzteilen, die man früher zum iPhone dazu bekam. Trotzdem erwärmt sich das iPhone deutlich mehr, als es beim kabelgebundenen Laden der Fall ist.

Der Grund für das langsame – offenbar künstlich ausgebremste Laden per MagSafe – ist meiner Ansicht nach, dass die Hitzeentwicklung durch das kabellose, verlustbehaftete Laden sehr stark ist, aber der Akku eine bestimmte Temperatur beim Laden nicht überschreiten darf.

Das Laden des iPhone über Apples MagSafe ist komfortabel, aber weder effizient noch gesund für den iPhone-Akku (Fotos: Sir Apfelot).

Das Laden des iPhone über Apples MagSafe ist komfortabel, aber weder effizient noch gesund für den iPhone-Akku (Fotos: Sir Apfelot).

Dass ich mit der starken Erwärmung beim kabellosen Laden nicht alleine bin, zeigt auch dieser Eintrag im Apple-Support-Forum.

Ich habe den Thread mal auszugsweise übersetzt (mit DeepL):

Wenn ich mein iPhone 12 Pro über Nacht per MagSafe auflade, fühlen sich am Morgen sowohl das Ladegerät als auch das Telefon heiß bzw. warm an, als hätte ich eine Weile ein grafikintensives Spiel gespielt. Ich befürchte, dass dies bedeutet, dass mein Telefon in den 8 Stunden, in denen es über Nacht aufgeladen wurde, in einem erhitzten/warmen Zustand gewesen ist. Das scheint nicht gut für die Lebensdauer des Akkus zu sein.

Der Forenthread ist noch länger, aber im Prinzip reichen diese Zeilen schon aus. Auch bei ihm wird das iPhone durch MagSafe recht warm. Bei mir waren es ca. 37 °C, die ich mit der App Coconut Battery messen konnte.

Welche Temperaturen schaden dem iPhone-Akku?

Zugegeben: 37 °C klingen nicht viel, aber hält man sein iPhone in der Hand, fühlt es sich doch recht warm – teilweise sogar heiß – an. Um aber ein bisschen Fakten beizusteuern, habe ich mal recherchiert, ab welcher „Wärme“ ein Smartphone-Akku überhaupt Schaden nimmt.

Die Webseite Wissenschaft-im-Dialog.de hat dazu einen interessanten Artikel, der eine Wohlfühlgrenze für den Akku bei 35 °C zieht:

Im Laufe der Jahre beginnen die Elektrodenmaterialien mit dem Elektrolyt, aber auch mit anderen Materialien zu reagieren und sie können die Lithium-Ionen zunehmend schlechter speichern. Setzen wir das Smartphone hohen Temperaturen ab 35 Grad Celsius zu lange aus, reagieren die Elektroden schneller, was den Alterungsprozess des Akkus beschleunigt. Der Akku muss nun viel mehr arbeiten, um die gleiche Leistung zu erbringen.

Mit den 37 °C, welche ich mit Coconut Battery gemessen habe, liegen wir also etwas über dieser Grenze.

Sein iPhone jede Nacht mit MagSafe aufzuladen, ist auf Dauer so schädlich für den Akku, dass die maximale Kapazität innerhalb weniger Monate stark sinkt.

Sein iPhone jede Nacht mit MagSafe aufzuladen, ist auf Dauer so schädlich für den Akku, dass die maximale Kapazität innerhalb weniger Monate stark sinkt.

Ständiges Laden per MagSafe ist schlecht für die Akku-Gesundheit

Nun haben wir es eigentlich schon belegt: Das iPhone erwärmt sich beim Laden über MagSafe auf mehr als 35 °C und dies senkt – wissenschaftlich belegt – auf Dauer die Akkukapazität. Das mag keine tragischen Ausmaße annehmen, wenn man das iPhone nur hier und da per MagSafe lädt, aber wer über Nacht sein iPhone auf den MagSafe-Ladepuck legt und es damit über Stunden „warm hält“, der tut dem Akku damit nichts Gutes.

Wie gut ist mein Akku noch? Die „Maximale Kapazität“ zeigt es euch!

Beim iPhone wird der Wert für die Akku-Gesundheit übrigens unter Einstellungen > Batterie > Batteriezustand > Maximale Kapazität angezeigt.

Interessant (und der eigentliche Anlass für meinen Blogpost) ist in diesem Zusammenhang folgender Artikel auf Medium.com. Darin beschriebt ein iPhone-User, wie stark die maximale Kapazität bei seinem iPhone 12 Pro durch das ständige Laden mit MagSafe abgenommen hat. Hier seine zwei wichtigsten Aussagen:

  • iPhone 12 Pro; nicht einmal ein Jahr alt; täglich über Nacht per MagSafe geladen; maximale Kapazität: nur noch 86 %
  • iPhone 11 Pro; deutlich über ein Jahr alt; täglich per Lightning-Ladekabel geladen; maximale Kapazität: immer noch 98 %

Sein iPhone 12 Pro hat also viel mehr an Kapazität verloren, als sein iPhone 11 Pro – und das, obwohl er das iPhone 11 Pro schon deutlich länger in Benutzung habt. Der Grund dafür ist aus seiner Sicht beim nächtlichen Laden über MagSafe und die dadurch entstandene Aufwärmung des iPhone zu suchen.

Beim Lade per MagSafe erhält der Akku teilweise nur ca. 5 Watt, aber es erhitzt sich dennoch stärker als beim schnelleren Laden per USB-C PowerDelivery.

Beim Lade per MagSafe erhält der Akku teilweise nur ca. 5 Watt, aber es erhitzt sich dennoch stärker als beim schnelleren Laden per USB-C Power Delivery.

Und dass der Nutzer oben kein Einzelfall ist, zeigt dieser Thread im Apple-Forum. Ein Zitat von dort:

Ich habe mein iPhone 12 Mini vor 4 Monaten gekauft. Batteriezustand > Maximale Kapazität ist jetzt schon bei 90 %. Normale Nutzung, Akku reicht für einen Tag, lade nachts mit MagSafe. Haben andere ähnliche Erfahrungen gemacht?

Übrigens: Die „magische Grenze“, ab der das iPhone meldet, dass man den Akku tauschen lassen sollte, sind 80 %. Das iPhone 12 Pro des Nutzers ist davon nicht mehr weit entfernt und das nach nicht einmal einem Jahr Nutzung.

Fazit: Laden per Kabel die beste Alternative?

Die beiden Werte und die Aussage des Artikels über den Zusammenhang der Akku-Gesundheit und der Temperatur lassen für mich nur einen Schluss zu: Laden per MagSafe ist nicht „gesund“ für den Akku bzw. der Akku altert dadurch schneller als wenn man das iPhone per Kabel auflädt.

Laden per USB-C-Kabel ist nur zweitbeste Wahl

Dabei muss man jedoch auch im Hinterkopf behalten, dass das Schnellladen per USB-C-Kabel ebenfalls mehr Wärme erzeugt als das Laden mit einem „alten“ USB-A-auf-Lightningkabel. Bei meinen Tests mit USB-C-Ladekabeln kam ich zwar nicht auf über 37 °C aber auch auf 36,5 °C beim Laden. Entsprechend ist auch Laden per USB-C nicht die beste Alternative – aber immerhin der beste Kompromiss aus "schnell" und "akkuschonend".

Die USB-A-auf-Lightning-Ladekabel lassen technisch keine hohe Ladeleistung zu – egal welches Netzteil man nimmt. Das ist perfekt für den iPhone-Akku (Foto: Sir Apfelot).

Die USB-A-auf-Lightning-Ladekabel lassen technisch keine hohe Ladeleistung zu – egal welches Netzteil man nimmt. Das ist perfekt für den iPhone-Akku (Foto: Sir Apfelot).

Akku-Wellness: Laden über USB-A-auf Lightning-Kabel

Die erste Wahl für "gesundes" Laden ist ein Ladekabel, das einen USB-A-Stecker auf der einen und einen Lightning-Stecker auf der anderen Seite hat. Über diese Kabel braucht das iPhone zwar fast doppelt so lange wie mit dem USB-C-Schnellladekabel, aber gerade beim Laden über Nacht macht dies keinen Unterschied und schont dafür den Akku.

Beim Laden meines iPhone 12 Pro Max über ein USB-A-auf-Lightning-Ladekabel, stieg die Temperatur zu keinem Zeitpunkt über 33 °C. Deutlich weniger als es beim Laden per MagSafe der Fall ist.

Beim Laden meines iPhone 12 Pro Max über ein USB-A-auf-Lightning-Ladekabel, stieg die Temperatur zu keinem Zeitpunkt über 33 °C. Deutlich weniger als es beim Laden per MagSafe der Fall ist.

Kaufempfehlung fürs „Wellness-Laden“

Da ich weiß, dass einige Leser mit „USB-A-auf-Lightningkabel“ nichts anfangen können, möchte ich hier direkt eine Kaufempfehlung für euch geben:

Kaufempfehlung fürs „Schnellladen“

Wer sein iPhone gerne schnell laden, aber dabei immer noch halbwegs akkuschonend zu Werke gehen möchte, der findet hier die passende Kombination:

Prognose für die Zukunft des MagSafe Ladens

Ich denke, Apple ist sich des Problems sicher bewusst. Entsprechend dürften sie weiterhin Bestrebungen unternehmen, um das kabellose Laden noch effizienter zu machen. Letztendlich ist es der Energieverlust, der in Form von Abwärme den Akku aufheizt. Wenn man es schafft, diesen Verlust zu reduzieren, dürfte man auch die negativen Auswirkungen auf die Akku-Lebensdauer reduzieren.

Wer die maximale Ladeleistung möchte, sollte vor allem darauf achten, dass das iPhone kühl bleibt. Eine Hülle ist hier eher kontraproduktiv (Fotos: Sir Apfelot).

Wer die maximale Ladeleistung möchte, sollte vor allem darauf achten, dass das iPhone kühl bleibt. Eine Hülle ist hier eher kontraproduktiv (Fotos: Sir Apfelot).

Verbesserungen durch Firmware Updates möglich

Aktuell scheinen ja die wenigen Grade Celsius, die sich das iPhone während des MagSafe Ladens über 35 Grad erhitzt, das Problem zu sein. Würde man hier von Apples Seite die Software der Ladeelektronik so umstellen, dass sie zum Beispiel schon bei 34 °C den Ladestrom vermindert, dann wäre der Verlust der maximalen Kapazität eventuell deutlich geringer.

Natürlich würde sich dadurch auch die Ladezeit des iPhone per MagSafe verlängern, aber unterm Strich dürfte das für die meisten Benutzer ok sein. Niemand nutzt kabelloses Laden (selbst das per MagSafe), weil es besonders schnell wäre. In der Tat braucht das iPhone per MagSafe ungefähr doppelt so lange, um seinen Akku zu füllen, als wenn man es mit einem USB-C-Schnellladekabel aufladen würde.

Die gute Nachricht: Apple könnte die Änderungen an der Ladesoftware ohne Probleme mit einem Firmware Update ausliefern und damit relativ einfach für eine Verbesserung sorgen.

Auch das „optimierte Laden“, das vor einigen Monaten von Apple nachgeliefert wurde, dürfte ein Schritt in die richtige Richtung sein. Aber trotz allem heizt mein iPhone 12 Pro Max sich beim MagSafe laden immer noch bis fast 37 °C aus – ich denke, da besteht immer noch Bedarf zur Nachbesserung. Ob dies natürlich passiert, ist eine andere Frage. Lassen wir uns überraschen.



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35 Kommentare

  1. Thomas sagt:

    Grad mal geschaut. Mein 12 Pro Max steht noch bei 89 % Kapazität. Gekauft Oktober 2020. Lade es nachts am MagSafe und habe es tagsüber in einer Ladehalterung im Auto, die auch induktiv lädt. Ich werde das mal weiter beobachten.

    • Jens Kleinholz sagt:

      Hi Thomas! Mein iPhone 12 Pro Max wurde kaum induktiv geladen, aber trotzdem jede Nacht und steht bei 95 %. Es war Zufall, dass ich nicht mit MagSafe geladen habe, weil ich am Nachttisch nur ein Kabel (USB-A) habe. Hin und wieder habe ich es auch per USB-C-PD geladen. Und nur sehr selten induktiv.

      Aber man muss schauen: Manchmal wird die "Maximale Kapazität" höher, wenn man das iPhone auflädt. Bei mir stand der Wert vor dem Laden auf 91% und ging dann während des Ladens bis auch 95% hoch. Ich nehme an, das passiert, wenn er sich kalibriert.

  2. Raul Gonzales sagt:

    Hallo, ich lade mein iPhone 12 Pro über Nacht per Magsafe, habe aber eine WLAN Steckdose vor dem 20W Ladegerät geschaltet so das es nach der eingestellten Zeit ausschaltet. Klappt wunderbar, habe nach einen Jahr noch volle Batteriekapazität.

  3. Simon sagt:

    Danke für den Artikel.
    Dann hoffen wir mal, dass Apple in Zukunft den Anschluss nicht „weg optimiert“

  4. Jochen sagt:

    Vielen Dank für die ausführliche Information. Gleichzeitig macht mich die Erkenntnis, die du uns vermittelst aber auch ärgerlich. Da kaufst du dir für über 1.000 Euro ein iPhone, zahlst dann noch einmal 45 Euro für MagSafe, speziell ab dem iPhone 12 von Apple konzipiert, um dir in kurzer Zeit den Akku zu ruinieren. Ein vom Hersteller verursachtes Problem und das muss dann akzeptiert werden? Das kann es doch nicht sein. Mit jedem Jahr nimmt die Qualität der Apple Geräte weiter ab und die Preise weiter zu. Der Geist von Steve Jobs hat das Unternehmen wohl endgültig verlassen. Schade!

    • Jens Kleinholz sagt:

      Ich verstehe, was du meinst. Gleichzeitig muss man aber bei Apple anerkennen, dass sie sich immerhin Gedanken machen, wie man den Akku "schonen" kann. Sie begrenzen die Temperatur auf 37/38°C und sie laden "optimiert" indem sie den Akku nachts nur bis 80% füllen und vor dem Aufstehen die letzten 20% laden. Ich denke einfach, dass induktives Laden vom Prinzip her noch nicht so weit ist, dass man es ständig nutzen sollte. Der Verlust ist hoch und ein Großteil davon ist dann Abwärme. Mich würde interessieren, wie heiß die Smartphones der Konkurrenz werden, welche mit 15 oder sogar 20 Watt oder mehr laden. Es könnte sein, dass wir bei Apple mit der Temperatur und dem "minimalen Schaden" am Akku noch recht gut bedient sind. :D

      • Jochen sagt:

        Jens, alles richtig, was du sagst und genau aus diesem Grunde bin ich überzeugter Apple-Nutzer. Dennoch fände ich es fair, wenn Apple darauf hinweisen würde, z. B. "Die ständige Nutzung von MagSafe schadet Ihrem Akku." Ich kaufe mir doch original Apple Zubehör, weil ich Schäden wie diese vermeiden möchte. Was glaubst du, wie Apple reagiert, wenn dein Akku nach 2 Jahren nur noch 75% Leistung aufweist, nur weil du das von Apple beworbene MagSafe genutzt hast? Die werden uns den Akku nicht kostenlos tauschen. Ich werde ab sofort das MagSafe nicht mehr nutzen und meinen Akku schonen. Aber das habe ich nicht Apple zu verdanken, sondern Sir Apfelot. DANKE!

        • Jens Kleinholz sagt:

          Hallo Jochen! Ich möchte nicht den falschen Eindruck erwecken. Grundsätzlich altert jeder Akku. Selbst wenn man ihn immer nur mit ganz wenig Leistung bei 18 °C lagert und lädt… Nicht, dass Leute denken, MagSafe ist böse und der Rest ist toll für den Akku. Nichts ist toll für den Akku, aber manches ein bisschen schlechter als anderes… Ich fände es schön, wenn Apple eine Begrenzung von 35°C bei der Akkutemperatur eingebaut hätte, die man selbst aktivieren oder deaktivieren kann. So könnte man schnell laden, wenn man es braucht, aber "gesund" laden, wenn es egal ist, wie schnell es geht. Aber Apple war nie gut in "Optionen" für den Benutzer. Auch bei Steve nicht…

        • Phil sagt:

          Die Verwendung eines Ladekabels beschädigt schließlich auch den Ladeanschluss. Wie viele würden innerhalb von 75 Jahren kaputt gehen?

          Du erhältst den Komfort des kabellosen Ladens durch Qi, MagSafe für eine einfachere Platzierung des Telefons, um die volle Ladekapazität zu erhalten und das Risiko zu verringern, dass das Telefon beschädigt wird, wenn du beim Laden über das Kabel stolperst, und den Ladeanschluss nicht zu beschädigen.

          Du läufst Gefahr, dass sich der Akku geringfügig, aber kontinuierlich entlädt und langsamer geladen wird.

          Es geht also um Vor- und Nachteile. Es steht jedem frei, so zu wählen, wie er es für richtig hält. Aber während das MagSafe-Ladegerät auch seine Nachteile hat, gilt das auch für die Verwendung eines Kabels.

          Es gibt nichts, wovor Apple die Nutzer warnen müsste, und Apple hat sicherlich kein fehlerhaftes Produkt. Das Ladegerät "beschädigt" deinen Akku nicht.

          Du sparst deinen Akku nicht, denn der Unterschied ist eigentlich ziemlich vernachlässigbar. Die Nutzung deines Telefons und das Alter des Akkus haben einen viel größeren Einfluss auf die Gesundheit des Akkus, nämlich das Zehnfache.

  5. Jochen sagt:

    Jens, du hast keinesfalls einen falschen Eindruck erweckt. Ich finde es wichtig, dass du in deinem Artikel darauf hingewiesen hast. Nochmals herzlichen Dank dafür.

    • Jens Kleinholz sagt:

      Ich hatte ein bisschen Bauchschmerzen, weil der Titel des Artikels etwas nach Clickbait klingt, aber ich denke, ich habe die Relation des "Schadens" erklärt und ich hoffe, die Infos helfen bei der persönlichen Einschätzung… ich kann ja leider keine Testreihe mit 100 iPhones mit und ohne MagSafe machen, darum steht so eine Behauptung immer auf wackeligen Beinen.

  6. Makayla Burby sagt:

    Ich habe ein IPhone 12 Pro Max elf Monate lang benutzt. Als ich es zurückgegeben habe, war es auf 80% Akkugesundheit. Der einzige Unterschied war, dass ich ein normales Ladegerät die ganze Zeit verwendet habe. Das führt mich zu der Überlegung, ob es die IPhone 12 Modelle im Allgemeinen sind, die so schlechte Akkus haben. Ich bin auf eure Meinung gespannt.

    • Jens Kleinholz sagt:

      Das könnte eine Erklärung sein, aber Fakt ist, dass MagSafe Laden den Akku stärker erhitzt als das "normale" Laden mit dem Kabel. Hast du dein iPhone 12 Pro Max vielleicht mit einem USB-C-auf-Lightning-Kabel geladen? Diese liefern auch viel Leistung, wenn das passende Netzteil dran hängt und dann wird der Akku fast genauso warm wie mit MagSafe. Das wäre meine einzige Erklärung…

  7. Manni Kricke sagt:

    Hi, ich möchte mein iPhone X (Bj. 2017) verkaufen. Immer über USB-A, meist Nachts, geladen. Es zeigt jetzt eine Maximale Batteriekapazität von 81%. Ist dass ok? Und vielleicht noch eine Frage (auch wenn Sie nicht direkt pass). Was kann ich für ein solches Gerät verlangen? 256 GB, Farbe schwarz, TipTop-Zustand immer in der Apple Klapphülle und mit Panzerglasfolie geschützt. Würde mich freuen, wenn ich ein paar Hinweise bekommen würde. Gedacht hatte ich an min. 320€ – völlig daneben?

    Danke und Grüße
    Manni

  8. Christian Schietzel sagt:

    Sehr interessanter Beitrag. Deine Argumente decken sich mit meinen Beobachtungen an meinem IPhone 12 Pro.
    Hatte ein MagSafe Ladegerät und habe das IPhone jede Nacht am Nachttisch via MagSafe Ladegerät geladen. Nach zwei-drei Wochen ist die Akkukapazität von 100% auf Jetzt nur noch 96% gesunken. Das IPhone ist jetzt ca. ein Jahr alt. Bin mir echt unsicher ob es im IPhone 12 generell schlechte Akkus sind oder ob das MagSafe Ladegerät einen großen Anteil am Kapazitätsverlust hat!?

    • Jens Kleinholz sagt:

      Ich denke, man kann immer auch Pech haben und einen schlechten Akku einer Charge erwischen. Da müssen nicht alle Akkus in allen iPhone 12 Modellen schlecht sein. Aber ich denke mit täglichem MagSafe-Laden tut man dem iPhone-Akku auch nichts Gutes.

  9. Phil sagt:

    Und genau hier liegt das Problem mit dem Internet:

    Irgendeine beliebige Person verbreitet jede beliebige Fehlinformation und die armen Leser, die das Internet nach benötigten (und vor allem richtigen) Informationen durchsuchen, werden auf die Seite geleitet, ohne zu wissen, dass sie in die Irre geführt werden.

    Du kannst nicht einfach die Worte "wissenschaftlich bewiesen" in den Mund nehmen, wenn alles, was du hast, ein schlecht durchgeführtes "Experiment" ist (bei dem du eine Schlussfolgerung aus Temperaturdaten gezogen hast, die eigentlich statistisch unbedeutend waren). Außerdem berücksichtigst du nie so etwas Entscheidendes wie eine Fehlermarge (in die deine Beispiele leicht fallen würden).

    Der Rest deines "Experiments" wurde nicht einmal von dir durchgeführt. Es ist nur ein Haufen Hörensagen von anderen Parteien.

    Und schließlich: Wie kannst du etwas "wissenschaftlich beweisen", wenn es so viele Variablen gibt, die du nie in Betracht ziehst? Keine Kontroll- und Testgruppe. Keine Doppelblindstudie. Unterschiedliche Menschen mit völlig unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten … ach ja, und unterschiedliche Handymodelle.

    Stattdessen ziehst du falsche Schlüsse aus einer wackeligen Wissenschaft. Nächstes Mal recherchiere einfach – es gibt tonnenweise Websites mit genauen Informationen über die Unterschiede zwischen kabelgebundenem und kabellosem Laden und darüber, wie stark sich kabelloses Laden auf den Akku auswirkt. Oder verlinke deine Leser einfach auf eine andere Seite.

    • Jens Kleinholz sagt:

      Hi Phil! Danke für deine Kritik. Ich habe jedoch im Beitrag erwähnt, dass ich kein Wissenschaftler bin und dafür eine Webseite heranziehe, bei der sich Leute, die sich mit Akkus auskennen, zu dem Thema Akkugesundheit und Wärme äußern. Und natürlich sind meine Erfahrungen nur ein Einzelfall – aber die technischen Zusammenhänge (MagSafe wärmt den Akku mehr auf als Laden über USB-A-auf-Lightningkabel) sind unbestreitbar und technisch bedingt. Ich sehe daher in meinem Artikel keine falsche Information, sondern einfach den Hinweis, dass MagSafe-Laden mehr auf die Akkugesundheit geht als das kabelgebundene Laden mit geringerer Stromstärke. Und natürlich darf jeder sein iPhone laden, wie er möchte… Ich lade meins selbst hin und wieder per MagSafe, weil es komfortabel ist.

  10. Peter Wilhelm sagt:

    Oh mein Gott!
    Jens, Du bist mein Heiland. Du hast mir die Augen geöffnet!

    Ich hatte ja bisher immer 37,2°C Körpertemperatur und das iPhone oft genug in der Hosentasche oder in der Hemdtasche. Dort ist es ja auch nicht viel kühler.

    Und wenn mir ein hübsches Mädchen begegnet, kann es in der Hose sogar noch einmal um 0,3°C wärmer werden.

    Ich zerstöre mein Handy nur dadurch, dass ich Kreislauf und Stoffwechsel habe.

    Werde jetzt vermehrt Eis essen und gleich die Straßenseite wechseln, wenn was Weibliches kommt. Außerdem puste ich jetzt alle paar Minuten in die Hose…

    • Jens Kleinholz sagt:

      Hallo Peter! Ich bin froh, dass endlich mal jemand meine Ratschläge ernst nimmt. Mein Tipp für die Hosentasche: Es gibt bei der Apotheke solche Kühlpacks. Seitdem ich diese in der Hose habe, ist die Akkugesundheit tatsächlich um 3 Prozentpunkte gestiegen. Ich war schon am überlegen, ob ich eine Regenhose anziehe und dann Eiswürfel mit in die Tasche werfe. Ich denke, Apple hat die iPhones ja nicht ohne Grund wasserdicht gemacht. ;-)

  11. Wolfgang Wiegmann sagt:

    Hallo
    Eine ergänzende Frage: Was ist mit kabellosem Lade über Geräte anderer Hersteller? U.a. denke ich an Autos die heute ja oft diese Lademöglichkeit haben. Mein Auto hat das auch aber ich bevorzuge noch ein Kabel an dem ebenfalls vorhandenen USB Anschluss. Ist das nötig oder kann ich mein iPhone auch problemlos kabellos laden? Wenn ja, ist es über das Kabel schneller?

    • Jens Kleinholz sagt:

      Hallo Wolfgang! Das hängt natürlich davon ab, was die Hersteller verbaut haben. Die meisten werden kein MagSafe-Ladegerät drin haben und auf das "normale" Qi-Charging setzen. Dann lädt das iPhone mit 7,5 Watt. Wenn du einen kabelgebundenen Ladeanschluss hast, hängt es davon ab, was es für einer ist. Wenn es das übliche USB-A ist, was wohl bei den meisten Autos am Radio zu finden ist, dann lädt das iPhone nicht schnell. Wenn du die schnellste Variante suchst, holst du dir einen USB-C-KFZ-Ladeadapter mit Power Delivery (so wie diesen von Anker zB) und ein USB-C-auf-Lightning-Ladekabel (wie dieses hier von Syncwire). Damit kann man dann nicht nur ein iPhone, sondern auch ein iPad schnell im Auto laden.

  12. Max sagt:

    Hallo, beeinträchtigt die Verwendung von "gefälschtem" (geklontem) magsafe-Zubehör die Lebensdauer des Akkus stärker als das echte? Ich beziehe mich zum Beispiel auf den aliexpress magsafe duo clone oder den magsafe charger clone.

    Danke

  13. Raphael sagt:

    Danke für die Erklärung. Ich besitze seit September 2020 ein iPhone 11 Pro Max, welches ich fast ausschließlich über meine alten iPhone Ladekabel geladen habe, auch befand sich der Akku zu 99% der Zeit immer zwischen 25-80%.

    Ich habe nun nach genau 1,5 Jahren eine maximale Akkukapazität von 98% und komme stets mit durchschnittlich maximal 50% Akkuverbrauch durch den Tag.

    Vor drei Tagen legte ich mir ein iPhone 13 Pro Max zu, welches schon 6 Monate alt ist, allerdings noch auf 100% steht (maximal). Die Idee von MagSafe fand ich sehr interessant, zumal es einfacher ist, sein Handy zu bedienen während es lädt. Dank dir werde ich jedoch meine Finger davon lassen, da ich gerne länger etwas vom Akku hätte.

  14. Thomas sagt:

    Also ich habe mein 12 Pro Max jeden Tag am Induktionslader im Auto wegen der Blitzer App. Bin jetzt bei 87% Akku und habe das 12er seit 15 Monaten. Ich denke damit kann man leben, oder?

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