MacBook Pro 2021 – Details zu SD-Slot und HDMI-Anschluss

Am Montag hat Apple seine neuen MacBook Pros vorgestellt. Bei beiden Modellen haben wir die Rückkehr einiger zuvor vermissten Anschlüsse erleben dürfen, z. B. dem SD-Slot und dem HDMI-Anschluss. Doch welche Technologie steckt jeweils dahinter? Welche Speicherkarten mit welcher Schreib- und Lesegeschwindigkeit werden unterstützt? Und welcher Standard wurde für die Ausgabe von Video- und Audio-Inhalten verwendet? Diese und weitere Fragen beantworte ich euch in diesem Ratgeber. Denn Apple hat zwar mit den „M1 Pro“- und „M1 Max“-Chips auf beste Leistung im Mobilcomputer-Bereich gesetzt. Die Anschlüsse sind aber nicht High-End.

Apple bringt mit dem MacBook Pro in 2021 einige Ports zurück, z. B. den SD-Slot und den HDMI-Anschluss. Doch warum UHS-II statt UHS-III und warum HDMI 2.0 statt HDMI 2.1? Hier findet ihr Details zum Thema.

Apple bringt mit dem MacBook Pro in 2021 einige Ports zurück, z. B. den SD-Slot und den HDMI-Anschluss. Doch warum UHS-II statt UHS-III und warum HDMI 2.0 statt HDMI 2.1? Hier findet ihr Details zum Thema.

MacBook Pro 2021 SD-Slot für SDXC-Speicherkarten

Der Slot für SD-Speicherkarten am MacBook Pro aus 2021 unterstützt die reguläre Größe der Speichermedien und kommt auch mit hohen Speicherkapazitäten klar. Dafür steht die Abkürzung SDXC (Extended Capacity). Dabei wird auf den Standard UHS-II gesetzt, der eine Lese- und Schreib-Geschwindigkeiten von bis zu 312 MB/s zulässt (laut MacRumors sind davon in den neuen MacBooks aber nur 250 MB/s nutzbar). Wer professionell in den Bereichen Fotografie oder Video unterwegs ist, hat aber gut und gerne mal eine volle Speicherkarte mit 64 GB, 128 GB oder 256 GB an Daten zu übertragen. 

Deshalb ist es schade, dass Apple bei den neuen MacBook Pros nicht auf UHS-III gesetzt hat. Mit diesem Standard sind Lese- und Schreib-Geschwindigkeiten von bis zu 624 MB/s möglich. Hätte Apple hier also auf die modernere Technik gesetzt, dann wäre die Datenübertragung von der SDXC-Speicherkarte auf die SSD des Laptops (theoretisch) doppelt so schnell machbar. Moderne Kameras verfügen aber auch über USB-Anschlüsse, über welche der Karteninhalt per USB-C-Kabel auf das MacBook Pro kommen kann. Die Datenrate hängt dann aber von der Kamera ab.

Was bedeuten UHS-I, UHS-II und UHS-III?

Bei den verschiedenen UHS-Standards handelt es sich um sogenannte Bus-Schnittstellen. Diese definieren im beschriebenen Fall u. a. die maximale Geschwindigkeit, mit der Daten gelesen und geschrieben werden können. Bevor es die UHS-Standards gab, wurden Schnittstellen für „Default Speed“ mit 12,5 MB/s oder „High Speed“ mit 25 MB/s genutzt. 

Für UHS-Karten und -Lesegeräte gelten folgende maximale Datenraten:

  • UHS-I – 104 MB/s
  • UHS-II – 312 MB/s
  • UHS-III – 624 MB/s

Alle drei Standards sind abwärtskompatibel und können mit SD-, SDHC- und SDXC-Karten genutzt werden. Für SD-Karten gibt es seit 2018 zudem den SDUC-Standard (Ultra Capacity). Dieser wurde 2019 auch auf microSD-Karten ausgeweitet und ermöglicht Speicherkarten mit 2 bis 128 TB. Für diese wäre auch UHS-III ein eher langsamer Datenaustausch. Angedacht ist hier also eher „SD Express“, ein Datenbus mit bis zu 3.940 MB/s.

MacBook Pro 2021 HDMI-Anschluss für Monitore und Fernseher

Kommen wir zum HDMI-Anschluss für die Ausgabe von Video-Inhalten, sowohl in Bild als auch in Ton. Dieser ist beim neuen Apple MacBook Pro aus 2021 ebenfalls nicht High-End. Denn es handelt sich lediglich um den Standard HDMI 2.0. HDMI 2.0 unterstützt zwar die 4K-Auflösung bis 60 fps sowie einen Datentransfer von bis zu 18 GBit/s, kann aber nichts mit HDR anfangen. Wer am neuen 14-Zoll- und 16-Zoll-MBP 8K-Bildschirme mit HDR anschließen will, muss die Thunderbolt-4-Anschlüsse nutzen.

Nicht gerade neu ist zudem der HDMI-Standard 2.1 – diesen gibt es bereits seit 2017, weshalb es verwundert, dass Apple ihn nicht in den neuen Laptops integriert hat. HDMI 2.1 bietet eine Unterstützung von 8K-Video mit bis zu 60 fps sowie 4K-Video mit bis zu 120 fps, Dynamic HDR, Datenübertragung von bis zu 48 GBit/s und einen VVR-Modus für dynamische Bildfrequenzen. Da sich die neuen MacBook Pros mit ihren hocheffizienten und leistungsstarken Apple Silicon Chips an Pro-User mit höchsten Ansprüchen richten, wäre eigentlich HDMI 2.1 zu erwarten gewesen.

Welche Video-Ausgabe unterstützt Thunderbolt 4?

Thunderbolt 4 basiert auf dem USB4-Standard, der bis zu 40 GBit/s bidirektionalen Datenaustausch ermöglicht. Es besteht dabei eine Konnektivität mit dem DisplayPort 2.0 Standard, welcher die Videoausgabe definiert. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Daten auf HDMI übersetzen zu lassen, sodass an Thunderbolt-Anschlüssen neben Thunderbolt-Monitoren also auch DisplayPort- und HDMI-Bildschirme verwendet werden können.

Am besten ist natürlich die Nutzung von Thunderbolt- oder DisplayPort-Modellen. Über DisplayPort 2.0 können dabei unkomprimiert 8K-Videos mit einer Auflösung bis 7.680 x 4.320 Pixel sowie 10 Bit pro Farbkanal und 60 fps übertragen werden. Entsprechend ist der Anschluss von zwei 4K-Bildschirmen mit HDR möglich. Theoretisch ist komprimiert die Übertragung von 16K-Video mit bis zu 15.360 x 8.460 Pixeln sowie 10 Bit und 60 fps möglich.

Schränkt euch die „alte“ Technik ein?

Falls ihr zu den Pro-Nutzer/innen gehört, an die sich Apple mit den neuen MacBook Pros mit M1 Pro und M1 Max richtet, dann habe ich an dieser Stelle ein paar Fragen: Seht ihr euch durch UHS-II und HDMI 2.0 als Standards für die verwendeten Anschlüsse eingeschränkt? Oder versteht ihr diese eh nur als Ersatz für unterwegs, während zuhause, im Büro oder im Studio die Profi-Hardware für den Thunderbolt-4-Anschluss wartet? Lasst gern einen Kommentar zum Thema da!

Quellen: 1, 2


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1 Kommentar

  1. colouredwolf sagt:

    Danke für die gute Information!

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