MacPaw SpyBuster jetzt auch für Apple iPhone

SpyBuster von MacPaw hatten wir schon mehrfach als Thema hier im Blog. Nach der Veröffentlichung der kostenlosen App für macOS im März kam SpyBuster im Juni als Browsererweiterung für Google Chrome heraus. Mittlerweile gibt es auch ein SpyBuster-Feature in der CleanMyMac X App von MacPaw. Der nächste logische Schritt ist nun eine iOS-App; und diese steht euch ab sofort gratis im App Store für das Apple iPhone (ab iOS 14) zur Verfügung. Auch auf dem Smartphone scannt SpyBuster die installierten Apps und Netz-Verbindungen nach russischer oder belarussischer Herkunft. Zudem wird aufgezeigt, wie Apps gelöscht werden können.

Abkürzung: SpyBuster im iOS App Store

Nach der SpyBuster Mac App, der Google Chrome Erweiterung und der Einbindung des Scanners in CleanMyMac X kommt er nun auch auf das Apple iPhone. Ab iOS 14 könnt ihr mit der SpyBuster App die installierten Apps auf Verbindungen zu Russland oder Belarus untersuchen.

Nach der SpyBuster Mac App, der Google Chrome Erweiterung und der Einbindung des Scanners in CleanMyMac X kommt er nun auch auf das Apple iPhone. Ab iOS 14 könnt ihr mit der SpyBuster App die installierten Apps auf Verbindungen zu Russland oder Belarus untersuchen.

SpyBuster iOS-App von MacPaw

Nach dem Download aus dem App Store könnt ihr die SpyBuster App auf dem iPhone nutzen, um die auf dem Gerät installierten Apps zu scannen. Überprüft werden sie dabei auf Verbindungen nach Russland oder Belarus. Die App zeigt dann entsprechend an, ob und welche Programme aus diesen Ländern stammen oder zumindest eine Verbindung zu dort stehenden Servern unterhalten. Das ist wichtig, hebt MacPaw immer wieder hervor, weil die russische Regierung aufgrund eigens dafür geschaffener Gesetze jederzeit Zugriff auf die Daten der im Lande befindlichen Server hat. Entsprechend können persönliche Daten willkürlich ausgelesen werden.

Selber ausprobiert: Auf meinem iPhone befinden sich keine verdächtigen Apps. Im Menü des MacPaw-Angebots findet ihr zudem jederzeit Infos zum Deinstallieren von Apps. Aktuell allerdings nur auf Englisch.

Selber ausprobiert: Auf meinem iPhone befinden sich keine verdächtigen Apps. Im Menü des MacPaw-Angebots findet ihr zudem jederzeit Infos zum Deinstallieren von Apps. Aktuell allerdings nur auf Englisch.

Eine Anleitung zum Deinstallieren von Apps ist inklusive

Wie ihr auf den oben eingebetteten Screenshots seht, gibt es neben dem Scan der installierten Apps auf dem iPhone auch ein paar Info-Materialien in der SpyBuster App. Tippt ihr oben rechts auf das Menü- bzw. Regler-Symbol, dann gelangt ihr in das Menü des Programms. Tippt ihr dort auf „How to delete an App?“, dann erscheint das letzte der drei aufgezeigten Fenster. Der ganz oben platzierte Hinweis, vor dem Deinstallieren eventuelle Benutzerkonten in der fraglichen App zu löschen, ist dabei sehr gut. Anschließend wird aufgezeigt, dass man eine App vom Home-Bildschirm und von der App-Bibliothek aus löschen kann. Bisher steht die App nur auf Englisch zur Verfügung. Hier findet ihr den Download.



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6 Kommentare

  1. Bodo Schönfelder sagt:

    Danke für die Info, aber eine App, die sich nur gegen zwei Länder richtet, aber nicht nach NSA, MI5, etc sucht, ist eigentlich sinnlos.

    • Johannes Domke sagt:

      Hallo Bodo,

      da liegst du falsch. Denn erstens ist der Datenverkehr in ein Land eher nachvollziehbar als auf die Server bestimmter Betreiber, die nicht erkannt werden wollen, bzw. auf die von NSA, MI5 usw. gemieteten Drittanbieter-Server (wie soll man die identifizieren?), und zweitens sind das keine Länder oder Akteure, die aktuell einen Krieg in Europa führen. Hier muss man also sowohl die technischen Voraussetzungen beachten als auch die derzeitige Lage sowie die Gesetze, die dazu führen, dass man Daten nicht in bestimmte Länder abfließen lassen sollte (s. Beitrag oben). Die App ist also alles andere als sinnlos. Dass für den eigenen Geschmack mehr Länder dabei sein könnten (USA, China, etc.), ist ja okay. Aber es gilt auch zu beachten, dass MacPaw in der Ukraine ansässig ist und daher gerade die Prioritäten nicht in diesem Bereich liegen.

      MfG
      Johannes

  2. Jens sagt:

    Bei mir hat er:
    Suspicious Apps
    AdGuard
    Russian servers
    – adblock&privacy
    AdGuard VPN – Unlimited & Fast
    erkannt.

    VPN über russische Server…

  3. Bodo Schönfelder sagt:

    Dass MacPaw, wie auch Readdle, und (früher auch?) der berüchtigte MacKeeper in der Ukraine sitzen/sassen, ist mir bekannt. (Sozial)psychologisch von der Firma ist die Funktion vielleicht nachvollziehbar. Aber trotzdem sinnlos. Es ist natürlich in gewisser Weise einfacher, Server zu identifizieren (Allerdings können Server im Prinzip ihre Identität auch vortäuschen Und Server sind eh international vernetzt.) Aber: Zum einen heisst die Funktion Spybuster. Also geht es doch darum, dass Daten von (Geheim)Diensten abgegriffen werden könnten. Zum anderen diese Dienste haben ja durchaus andere Methoden. Auch das Wort Datenabfluss insinuiert Machenschaften. Und drittens hätte ja eine allgemeine Serveridentifikation eingebaut werden können. Dann könnte man z.B. türkische Server (Krieg gegen Syrien/die Kurden) oder saudiarabische Server (Jemenkrieg) vermeiden/ausschliessen können. Mal abgesehen vom Drohnenkrieg der USA, usw. Und westliche Länder sind durchaus Akteure im Ukrainekrieg, sei es über Informationsweitergabe, Personal in der Ukraine, Waffenlieferungen, usw. Nur eben ffiziell nicht durch kämpfende Soldaten. Die Unterteilung Europa/Nicht Europa ist doch lächerlich. Die Funktin ist nichts anderes al die Faust in der Tasche ballen.

    • Johannes Domke sagt:

      Eine Assoziation zum App-Titel SpyBuster aufzubauen und diese dann als Grundlage für Erwartungen an den Funktionsumfang zu nutzen, das ist Wortklauberei. Safari liefert ja auch keine Fahrt durch Wildreservate. Aber wie dem auch sei, wenn du eine App findest, die alle deine Erwartungen erfüllt, dann lass es mich gern wissen. Das wäre durchaus eine interessante Software.

  4. Bodo Schönfelder sagt:

    Ich baue meine Argumentation nicht auf den Namen der Funktion auf, sondern drauf, dass die Funktion genau nur für Apps aus zwei Länderm, bzw Apps, die nur in zwei Länder "funken" beschränkt ist, und dann so genannt wird. Ohne grossen Programmieraufwand hätten sie die Severidentifizierung verallgemeinern können. Dann wäre der Name zwar immer noch etwas reisserisch, würde aber die Kontrolle der Apps wirklich in Richtung volle Souveränität annähern.

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