Vor- und Nachteile verschiedener Schlafphasenwecker im Vergleich

aXbo Schlafphasenwecker Set für Pärchen

Schlafphasenwecker versprechen, den Nutzer nur dann zu wecken, wenn er sich in einer Leichtschlafphase befindet. Dazu wird die Weckzeit eingestellt, zu der man am spätesten aufstehen muss oder man wählt eine Zeitspanne (zum Beispiel 30 Minuten) in der man geweckt werden möchte. Der Schlafphasenwecker ermittelt dann je nach Modell auf unterschiedliche Art und Weise, zu welchem Zeitpunkt vor dieser Zeit ein Wecksignal am günstigsten ist. So steht der Nutzer erholt auf und wird nicht aus dem Tiefschlaf gerissen – was sich in der Regel negativ auf die Tagesform auswirken würde. Hier habe ich einmal ein paar Modelle für euch zusammengefasst.

Vorab über den Sinn der Schlafphasenwecker: Was sind Schlafphasen und in welcher werde ich am besten geweckt?

Mit dem Begriff "Schlafphasen" werden bei Menschen drei unterschiedliche Stadien während des Schlafs unterschieden. Ein kompletter Durchlauf dauert dabei 1,5 Stunden. Dies sind die Phasen in aller Kürze:

  • Leichtschlafphase (Fast-Wach-Moment)
  • REM-Phase (rapid-eye-movement)
  • Tiefschlafphase
Übersicht der Schlafphasen - Grafik: Axbo

Auf der Webseite von aXbo findet man eine schöne Darstellung der Schlafphasen in Beispiel einer Nacht (Grafik: aXbo).

Wie aus den Namen schon hervorgeht, so sollte man jemanden, der sich in der Tiefschlafphase befindet, nicht unbedingt wecken, denn das ist dann in der Regel der Moment in dem man sich nach dem Aufwecken fragt, wer man ist und wo man sich zum Teufel befindet – hat sicher jeder schonmal erlebt (ich zuletzt als mein Rauchmelder im Schlafzimmer um 3 Uhr nachts meinte, es würde brennen (was es natürlich nicht tat!)…). Dementgegen ist die Leichtschlafphase (mit Fast-Wach-Momenten wie es Axbo nennt) ideal, um erholt aufzuwachen und schnell aufzustehen.

Die REM-Phase hat ihren Namen von der schnellen Bewegung der Augen; sozusagen von dem Rapid Eye Movement. In dieser Phase wird zwar nicht ausschließlich, aber vorrangig geträumt. Wer schon einmal aus einem Traum aufgewacht ist, weiß, dass das nicht so schlimm ist wie bei der Tiefschlafphase. Deshalb greift auch ein Schlafphasenwecker im Zweifelsfall auf die REM-Phase zurück.

Die beiden Marktführer direkter Schlafphasenwecker

Es gibt zwei Hersteller von Schlafphasenweckern, die sich auf dem Markt einen Namen machen konnten. Zu diesen kommen auch als Schlafphasenwecker nutzbare Gadgets und Apps anderer Hersteller, aber auf die werde ich erst weiter unten im Beitrag eingehen. Vorerst möchte ich euch die Konzepte und Geräte von aXbo und Sleeptracker zeigen.

Single- und Paar-Geräte von aXbo

Direkt für die komfortable Anwendung im Schlaf wurden die Sensoren dieses Schlafphasenweckers verpackt. Sie befinden sich nämlich in einem Frotteearmband. Übertragen wird von diesen Armbändern die Bewegungsintensität des Schlafenden. Wenn also eine stärkere Aktivität übermittelt wird – und das 15 bis 30 Minuten vor der eingestellten Weckzeit – dann wird der Schlafende geweckt.

aXbo Schlafphasenwecker Set für Pärchen

aXbo Schlafphasenwecker Set für Pärchen: die Armbänder mit Vibrationsalarm wegen getrennt durch den Wecker angesteuert und können so auch zwei Personen sanft wecken, die nebeneinander schlafen – Produkt: aXbo Couple auf Amazon (Foto: Amazon).

Intelligenter aXbo Wecker: Die wichtigsten Eigenschaften schnell erklärt

Neben dieser ausgeklügelten Weckfunktion bringt das aXbo-Modell aber auch noch weitere Features mit sich. So können leise Geräusche, wie Wellenrauschen und ähnlich Entspannendes, beim Einschlafen helfen (Chill-Out Einschlafhilfe). Auch eine intelligente Snooze-Funktion (genannt iSnooze) sowie eine Einstellung für das Powernapping sind hier mit bedacht. Per Internetanschluss lässt sich der Wecker per Firmware Updates aktualisieren und mit neuen Funktionen ausstatten – auch ein nettes Feature, wenn der Hersteller wie aXbo auch tatsächlich neue Funktionen liefert.

aXbo Couple Version – intelligenter Wecker für Pärchen

aXbo Couple Version – intelligenter Wecker für Pärchen. So können zwei Personen zu unterschiedlichen Zeiten durch den aXbo-Wecker aufgeweckt werden (Foto: Amazon).

Neben dieser Kopplung mit dem Rechner, durch die auch die Auswertung von Schlafdaten möglich wird, ist weiterhin die Couple-Version des Geräts beachtenswert. Diese bringt nicht nur zwei Armbänder mit sich, sondern sorgt beim Weckvorgang dafür, dass leise Geräusche verwendet werden. Diese wecken zwar den Partner in der Leichtschlafphase; den anderen Partner stören sie aber nicht.

Die smarten aXbo Wecker haben eine Akkulaufzeit von ca. 8 bis 10 Tagen. Da man die Armbänder jedoch nur zum Schlafen am Handgelenk hat, ist es unproblematisch sie nach einer Woche tagsüber zu laden.

Bezugsquellen für die aXbo-Geräte

Wecker, Schlaflabor und mehr: der Sleeptracker

Als "Schlaflabor am Handgelenk" wird der Sleeptracker-Schlafphasenwecker vom Hersteller benannt. Neben der Aufzeichnungsfunktion von Schlafdaten, die schon im Namen des Produkts steckt, ist auch die Weckfunktion dieses Gadgets im Look einer Armbanduhr nicht zu verachten. Auch hier wird im Rahmen von etwa einer halben Stunde vor der eingestellten Zeit nach dem perfekten Moment zum Wecken gesucht. Ist das einmal nicht möglich, dann wird eben die eingestellte Zeit verwendet.

Sleeptracker Onyx Black

Der Sleeptracker (hier Onxy Black) ist für Menschen, die gerne eine Uhr mit smarter Weckfunktion haben möchten. Mit einer Batterielaufzeit von ca. einem Jahr ist auch die "Pflege" sehr überschaubar (Foto: Amazon).

Weitere Angaben zum Sleeptracker Schlafphasenwecker

Natürlich kann das Gerät auch tagsüber getragen und als Armbanduhr verwendet werden. Das sorgt zudem dafür, dass man sich an den Wecker am Handgelenk gewöhnt. Zudem lässt auch er sich mit einem PC oder Mac koppeln, um Schlafdaten auszuwerten. Wer den Partner nicht stören will, der kann das akustische Signal auch gegen eine Vibration ersetzen. Diese Funktion ist zudem vorteilhaft für gehörlose Nutzer. Außerdem ist die Uhr wasserdicht bis mindestens 10 Meter Tiefe. Der Sleeptracker wird mit einer Knopfzelle betrieben, die ca. 12 Monate hält – von einer "Akkulaufzeit" kann man also nicht sprechen, denn die Batterie (CR 2032) muss irgendwann gewechselt werden.

Bezugsquellen für den Sleeptracker

Armbänder mit Apps als Schlafphasenwecker

Im Hinblick auf weitere Armbandlösungen lassen sich ebenfalls zwei Produkte bzw. Produktfamilien hervorheben. Einmal ist das der Schlafphasenwecker von LARK und einmal die Fitnessarmbänder UP von Jawbone.

LARK: Funktionen und iPhone-Einbindung in 1,5 Minuten erklärt

Auch das Armband von LARK inkl. Halterung und Ladestation für das iPhone gibt es bei Amazon. Alles, was ihr über das Gerät und die Funktionsweise wissen müsst, ist in diesem Video zusammengefasst worden:

Die UP-Armbänder von Jawbone

Für alle unter euch, die sich per intelligent agierendem Armband und App zu einem gesünderen Lebensstil motivieren wollen, kann ich die Aktivitätsarmbänder von Jawbone empfehlen. Neben dem UP move gibt es auch noch das UP2 und das UP3. Die verschiedenen Modelle unterscheiden sich in der Fülle der einzelnen Funktionen. Gemeinsam haben Sie die kostenlose App-Kopplung, die Aktivitäten-, Schlaf- und Nahrungsaufzeichnung sowie den Kalorienzähler.

Jawbone Up3 in Silber

Das Jawbone UP3 hat (wie das UP2) neben vielen anderen Funktionen auch einen Smart-Alarm, der den Armband-Träger in einer Fast-Wach-Phase weckt (Foto: Jawbone).

Schlafphasenwecker bei UP2 und UP3

Das UP 2 bringt dazu noch einen sogenannten Idle Alert (soll zur Bewegung anregen und startet, wenn eine längere Untätigkeit registriert wird) und einen Smart Alarm mit sich. Dazu kommen beim UP 3 noch die Überwachung der Herzgesundheit und Erweiterungen in der Schlafaufzeichnung sowie der Protokollierung von Aktivitäten. Der Smart Alarm, also die Funktion eines Schlafphasenweckers, wird auch hier per Vibration realisiert.

Bezugsquellen der beiden Armbänder

Schlafphasenwecker-Apps für iPhone oder Apple Watch ohne Zusatz-Geräte: nicht zu empfehlen

Einige der vorgestellten Schlafphasenwecker lassen sich mit dem iPhone koppeln. Gerade beim LARK-Modell ist die Verwendung der App notwendig. Und die Ladestation ist eine tolle Dreingabe. Neben der Einbindung des Smartphones bei den bereits genannten Gadgets können aber auch die Apple-Geräte selbst als Schlafphasenwecker agieren.

Apple Watch – als Schlafphasenwecker im Praxiseinsatz wenig geeignet

Die Apple Watch ist als Schlafphasenwecker im Praxiseinsatz wenig geeignet, denn nachts muss man den Akku laden und kann die Watch nicht am Handgelenk tragen (Foto: Apple).

Die "WakeApp" (hier der Link zum App Store) zum Beispiel nutzt die Bewegungssensoren des iPhones, um den perfekten Moment zum Wecken zu finden. Der Nachteil: das Gerät muss dabei auf dem Bett liegen, um die Bewegungen zu registrieren. Wer das iPhone also eher runterschupsen würde oder auf einer sehr festen Matratze schläft, für den ist die App nichts. Die Apple Watch wäre dementgegen zwar ein perfektes Gadget; wer sie aber tagsüber nutzt, der muss sie nachts laden – und das geht (noch) nicht am Handgelenk. Eventuell irgendwann mit der magnetischen Bettunterlage, die dann per Induktion die Apple Watch lädt und über das Magnetfeld diverse Krankheiten heilt.  😉

Mein Fazit zu Schlafphasenweckern im Allgemeinen

Eine tolle Sache! Wer morgens schneller aus den Federn kommen will, der sollte über eine solche Anschaffung nachdenken. Ich persönlich habe mit dem "Smartalarm" (so heißt die Schlafphasenwecker-Funktion bei Jawbone) des Up2 gute Erfahrungen gemacht. Ich bin zwar oft auch um die festgelegte Uhrzeit von alleine wach und schaue "zufällig" 2 Minuten vor dem Alarm auf die Uhr, aber gerade wenn man zu ungewohnten Zeiten aufstehen muss, ist es angenehmer wenn man in einer Wachphase geweckt wird. Diese Erfahrung kann ich auf jeden Fall bestätigen und das ist aus meiner Sicht auch kein Hokus-Pokus. Man sollte nur darauf achten, dass man die Zeitspanne, in der man sich wecken lassen möchte, nicht zu kurz wählt. Wenn man nur 15 Minuten als Auswahl für den Schlafphasenwecker erlaubt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er einen aus Mangel an Gelegenheit einfach am zuletzt möglichen Zeitpunkt weckt – egal ob man in einer Wachphase ist oder nicht.

Was ebenfalls einleuchtet, ist die Auswahl der smarten Wecker für Paare und Gehörlose. Diese sollten auf jeden Fall ein Gerät wählen, das mit Vibrationsalarm wecken kann, denn sonst ist die Sache relativ sinnfrei. 😉

Bei der Entscheidung Sleeptracker oder aXbo würde ich persönlich die aXbo Lösung wählen, da ich tagsüber keine Uhr am Handgelenk mag und wirklich nur eine smarte Weckfunktion benötige (und keine Uhrzeit). Dazu klingt das Frottee-Armband und die Chillout-Musikfunktion zum Einschlafen recht gemütlich. 😉

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2 Kommentare

  1. Sven sagt:

    Die Apple Watch ist innerhalb einer Stunde zu 80% geladen, was in den meisten Fällen für die Tagesnutzung ausreicht. Wer nach dem Aufwachen die Uhr an die Ladestation hängt und sich anschließend für den Tag fertig macht, hat ausreichend Zeit die Uhr zu laden.

    • Sir Apfelot sagt:

      Hi Sven! Danke für die Info. Das wusste ich noch nicht. Aber die Uhr nicht voll zu laden, ist auf Dauer auch ein zuverlässiger Akku-Killer. Ich habe grosse Hoffnungen auf die Apple Watch Series 3, die ja vermutlich Ende des Jahres kommen wird. Eventuell gewinnen sie mich dann als Kunden, wenn die Laufzeit ein bisschen besser wird. 😉

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