Sir Apfelot Wochenschau – Apple- und Tech-News der KW 33

Der Sommer ist noch gut im Gange, aber das vor der Tür stehende Apple September Event 2018 kündigt bereits den Herbst an. Zoomen wir von der Jahreszeit über die Monate und Wochen auf den heutigen Freitag, dann wissen wir eines mit Sicherheit: es ist mal wieder Zeit für die Sir Apfelot Wochenschau. Darin stelle ich euch heute die Apple- und Tech-News vor, die mir in der Kalenderwoche 33 besonders aufgefallen sind. Vom Amazon Echo als Spionage-Werkzeug und Sicherheitslücken in macOS High Sierra über Googles Standort-Tracking und Elektroschrott hin zu Roaming auf See und einem Schuljungen aus Melbourne.

Amazon Echo als Spion für Hacker, Werbung überspringen bei Spotify, Standort-Tracking von Google, Roaming auf See, Elektroschrott, Hacking-Angriffe auf Apple-Server, iPhone und Apple Pencil, Spracherkennung und iMac G3 - das und mehr sind Themen in der Sir Apfelot Wochenschau mit Apple- und Tech-News der KW 33.

Amazon Echo als Spion für Hacker, Werbung überspringen bei Spotify, Standort-Tracking von Google, Roaming auf See, Elektroschrott, Hacking-Angriffe auf Apple-Server, iPhone und Apple Pencil, Spracherkennung und iMac G3 – das und mehr sind Themen in der Sir Apfelot Wochenschau mit Apple- und Tech-News der KW 33.

Chinesische Hacker machen Amazon Echo zum Spionage-Tool

Wie Futurezone in einem Beitrag berichtet, so soll es chinesischen „Computerspezialisten“ gelungen sein, Amazons Alexa zu einem ferngesteuerten Spion zu machen. Einzelne Sicherheitslücken wurden über mehrere Monate hinweg kombiniert, sodass am Ende die Möglichkeit bestand, die Nutzer von Amazon Echo und Alexa zu belauschen. In dem Beitrag wird auch darauf eingegangen, dass man als ersten Schritt für den Hack einen eigens modifizierten Echo benötigt. Alle Details lest ihr im verlinkten Text bzw. in dessen englischer Quelle von Wired.

Spotify lässt Kostenlos-Nutzer die Werbung überspringen

Als Test bei einigen Nutzern hat Spotify die Möglichkeit ausgerollt, Werbung in der Free Version der Musik-Streaming-App zu überspringen. Das berichtet unter anderem Appgefahren in einem Artikel. Darin wird neben dem klar positiven Nutzen für die Anwender auch die Frage aufgezeigt, ob sie die Ad-Skip-Funktion auch immerzu nutzen werden. Denn wer die Musik im Hintergrund laufen lässt und dabei nicht direkt an iPhone oder Mac sitzt, wird nicht immer zum Werbung überspringen ans Gerät gehen.

Google trackt den Standort auch bei Deaktivierung des Dienstes

Mehrere Quellen haben in den letzten Tagen darüber berichtet, dass Google auf mobilen Geräten deren Standort auch dann registriert und aufzeichnet, wenn der Standortdienst im System eigentlich ausgeschaltet ist. Beispielsweise das OnlineMarketing Magazin zeigt indes, wie man das Tracking nun wirklich ausschalten kann – das muss nämlich über das Google-Konto geschehen; zusätzlich zu den Geräte-Einstellungen. Dazu geht ihr auf https://myaccount.google.com/activitycontrols und legt den Schalter bei „Web- und App-Aktivitäten“ um. Im folgenden Fenster klickt / tippt ihr dann auf „Pausieren“:

Verbraucherzentrale: Roaming auf dem Meer als Kostenfalle

Mit der Sekundär-Überschrift „5.000 Euro für 200MB“ titelte der iPhone-Ticker an dieser Stelle über die Roaming-Gebühren auf See. Mit Bezug auf die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein wird aufgezeigt, dass besonders Telefónica-Kunden (o2-Netz sowie Anbieter Blau, WinSIM, Smartmobil, etc.) von sehr hohen Kosten überrascht werden können. Wenn ihr den Beitrag lest, schaut auch mal in die Kommentare – da gibt es Tipps dazu, worauf man im Tarif bzw. Tarifvertrag achten muss.

Mein Tipp zum Thema, wenn ihr auf der nächsten Kreuzfahrt sicher gehen wollt: Den Flugzeugmodus am iPhone aktivieren (Bluetooth kann man anmachen, falls man AirPods nutzen möchte; oder auch WLAN, um das Bord-Netz zu nutzen). Auch bei der Apple Watch 3 LTE sollte man den Flugzeugmodus aktivieren, denn wenn sie keinen Kontakt zum iPhone hat, fängt sie an, über die eSIM mobile Daten zu nutzen.

Noch mehr elektronische Gegenstände gelten jetzt als „Elektroschrott“

Zum Thema Recycling und Elektroschrott hat der Stern das entsprechende Rechts-Update (seit dem 15. August in Kraft) beleuchtet. Dem Beitrag nach gelten nun auch Kleidungsstücke und Schuhe mit elektronischen Elementen als Elektroschrott. Wer also LED-Leuchte-Treter hat, sollte diese nach Gebrauch nicht in die Altkleiderspende oder Mülltonne werfen, sondern wieder dem Wertstoffkreislauf zuführen. Auch Möbel mit fest verbauten elektronischen und elektrischen Elementen zählen laut ElektroG jetzt hinsichtlich ihrer Entsorgung zum Elektroschrott. 

Schuljunge aus Melbourne hackt Apple-Server

Ein bisschen hat mich die Story bei MacRumors an den Roman „Teuflisches Genie“ von Catherine Jinks erinnert: Ein 16-Jähriger aus Melbourne hat sich dazu schuldig bekannt, mehrere Male die Server von Apple gehackt zu haben, um insgesamt 90 GB Sicherungsdaten und Zugangsschlüssel herunterzuladen. Apple meinte zum Vorfall aber, dass zu keinem Zeitpunkt Nutzerdaten in Gefahr waren. Der Anwalt des Teenagers meinte, dass sein Klient Fan von Apple sei und mal bei dem Unternehmen arbeiten wolle – der Angriff war also vielleicht nur ein gut gemeinter Hinweis auf Sicherheitslücken und eine Demonstration eigener Fähigkeiten.

Sicherheitslücken in macOS High Sierra durch „künstliche Klicks“

Wo wir gerade bei Sicherheitslücken sind: Der ehemalige NSA-Mitarbeiter und digitale Sicherheitsforscher Patrick Wardle (Oversight, MaMi-Untersuchung) hat Mittel und Wege gefunden, um in macOS High Sierra Sicherheitsmechanismen zu umgehen, indem „künstliche Klicks“ auf Schaltflächen für nutzerseitig zu vergebende Berechtigungen und Zustimmungen forciert werden. In macOS Mojave soll es diese Möglichkeiten nicht mehr geben. Berichte dazu gibt es bei 9to5Mac und Wired. Vorführen will Wardle die gefundenen Angriffsmöglichkeiten für Malware und Hacker am Sonntag auf der DefCon in Las Vegas.

Zukunft für iPhone (X Plus) – der Apple Pencil

Aktuell steht uns ja die Apple September-Keynote 2018 bevor. Bei der Präsentation werden ein neuer Mac mini, ein neues MacBook Air und weitere Produktupdates erwartet. Unter anderem natürlich auch neue iPhone-Modelle wie (gerüchteweise) das iPhone XS, iPhone SE2, iPhone X Plus und / oder iPhone 9. Das neue Plus-Modell könnte als erstes Apple-Smartphone den Apple Pencil unterstützen. Vielleicht nicht als einen von Steve Jobs verhassten „Stylus“, aber als Zeichen- und Schreibgerät – wie auf dem iPad Pro. Meldungen dazu haben MacRumors hier und 9to5Mac hier.

Apple Patent: Spracherkennung soll nun auch individuell Nutzer erkennen

Bittet man ein sprachgesteuertes Apple-Gerät bzw. Siri auf einem unterstützten iPhone oder Mac darum, einem die erhaltenen Nachrichten vorzulesen oder andere mit dem Nutzerkonto verknüpfte Dienste zu nutzen, dann wird für die Zuordnung die Apple ID genutzt. In Zukunft könnte aber die Stimme zur Zuordnung der Sprachanfrage genutzt werden, sodass bei Verwendung durch mehrere Personen immer die individuelle Lösung für das entsprechende Nutzerkonto gefunden wird. Darauf deutet zumindest ein aktuelles Apple Patent hin, das u. a. bei 9to5Mac Thema ist.

Jedoch geht es darin nicht explizit um Siri, das iPhone, iPad oder MacBook – sondern ganz allgemein um die Technik von sprachgesteuerten Diensten, die anhand von Stimmerkennung individuell agieren. Die Technik könnte also theoretisch auch für Apples Autos gedacht sein. Ein Fun Fact zum Patent: es hat die wohl längste Liste von Referenz-Patentdokumenten, die ein Apple Patent je hatte. Patente ab 1925 werden in Verbindung gebracht, ab dem Jahr 1976 mindestens eines (aber meist viel mehr) aus jedem Jahr; die jüngsten aus 2017.

Apple nimmt Gruppen-FaceTime aus iOS- und macOS-Betas

Bei der WWDC 2018 Keynote wurde stolz vorgeführt, dass FaceTime ab iOS 12 und macOS 10.14 für Gruppentelefonate mit bis zu 32 Teilnehmern genutzt werden kann. Mittlerweile wurde das Feature aus den Betas genommen und die Veröffentlichung der Gruppen-Videotelefonie mit dem Apple-Dienst verschoben. Es soll aber noch in 2018 kommen – so schreibt es unter anderem MacRumors an dieser Stelle.

Der iMac wird 20 – Happy Birthday!

It looks like it’s from another planet. A good planet. A planet with better designers“, sagte Steve Jobs bei der Vorstellung des ersten iMac am 6. Mai 1998. Und nicht nur das Aussehen, sondern auch die Nutzererfahrung sowie die Leistung sollten sich von den hässlichen Kästen, welche man damals PCs nannte, absetzen. „iMac is next year’s computer for $1,299, not last year’s computer for $999“, sagte Jobs in diesem Zusammenhang. Auf den Markt kam der iMac G3 dann am 15. August 1998, weshalb er diese Woche sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Unter anderem bei MacRumors findet ihr einen interessanten Artikel mit der Abbildung aller Modelle im Profil und weiteren coolen Betrachtungen zum Apple-Computer. 

Und hier noch das dazu passende Zeitzeugnis als Video:

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Kleiner Tipp fürs Wochenende: Heute startet „Disenchantment“, die neue Serie von Matt Groening, auf Netflix. Das Setting nach „Jetzt“ (Simpsons) und „Zukunft“ (Futurama) beschreibt eine fantastische Mittelalter-Welt, also „Früher“ 😉

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