Sir Apfelot Wochenschau KW 18, 2026

In der Kalenderwoche 18 des Jahres 2026 gab es wieder ein paar Apple- und Tech-News, die einen Blick wert sind. In der Sir Apfelot Wochenschau für diese Woche gibt es daher u. a. die folgenden Meldungen: Onleihe nun leichter auf Tolino-Geräten nutzbar, OpenAI mit dringenden Updates für macOS-Apps, Apple stellt zahlreiche Machine-Learning- und KI-Studien vor, Earnings Call gibt Aufschluss über schwache Mac-Bestände, und mehr!

Onleihe-Nutzung auf dem Tolino eBook-Reader vereinfacht

Wer zum Lesen von eBooks einen Tolino nutzt, kann mit diesem nun noch einfacher auf das Onleihe-Angebot der lokalen Bibliothek zugreifen. Denn nach dem Update auf die System-Version 5.15.253009 kann man im Hauptmenü unter dem Menüpunkt „Mehr“ direkt auf Onleihe-Inhalte zugreifen. Die Auswahl der Bibliothek, für die man eine Mitgliedschaft vorweisen kann, ist dabei ganz einfach möglich.

Im News-Beitrag zum vereinfachten Onleihe-Zugang auf Tolino-Geräten wird allerdings aufgezeigt, dass der neue Menüpunkt nur auf aktuellen Modellen integriert wird. Dabei handelt es sich um diese drei: tolino vision color, tolino shine (5. Generation) und tolino shine color. Auf älteren Geräten können Onleihe-Bücher zwar auch geladen und gelesen werden; dies aber nur über den Web-Browser.

YouTube Picture-in-Picture ohne Abo nun auch außerhalb der USA

Die Google-Tochter YouTube hat diese Woche Neuigkeiten zum PiP-Modus (Picture in Picture) der YouTube App unter iOS, iPadOS und Android veröffentlicht. Für User ohne Premium- oder Premium Lite-Abonnement wird es nun auch außerhalb der USA möglich, den Bild-in-Bild-Modus auf dem iPhone, iPad oder Android-Gerät zu nutzen.

Dies gilt außerhalb der Abonnements aber nur für Langspielvideos (keine sog. Shorts), die keine Musikvideos sind. Musik und Musikvideos hält YouTube immer noch zurück und will, dass man dafür zahlt. Auch im Premium Lite-Abonnement werden keine Musikvideos als Miniplayer unterstützt. Dafür sieht man Videos werbefrei.

Das Premium-Abo ist die einzige Möglichkeit, Musikvideos über dem System oder über anderen Apps als PiP laufen zu lassen. 

Günstiger Intel-CPU mit mehr Leistung: Konkurrenz fürs MacBook Neo?

Als Antwort auf das Apple MacBook Neo mit A18 Pro Chip kann man die neue Intel Core 300 CPU („Wildcat Lake“) sehen. Der kostengünstige Prozessor liegt zwar bei Single-Core Benchmark-Tests leicht unter dem Wert des A18 Pro, bei Multi-Core-Aufgaben zeigt er aber wesentlich bessere Werte – 15.222 Punkte im Vergleich zu den 11.993 Punkten des A18 Pro.

Diese Werte, die etwa TweakTown listet, zeigen zwar, dass auch im Windows-Bereich günstigere Hardware mit guter Leistung möglich ist. Aber neben einer CPU braucht ein Laptop noch viele weitere Komponenten. Dass ein Laptop-Hersteller diese mit einem Retina-ähnlichen Display kombinieren und in einem Alu-Gehäuse für einen Neo-Preis anbieten kann, das darf man bezweifeln.

OpenAI-Programme am Mac müssen zeitnah aktualisiert werden

Wer unter macOS eines oder mehrere Programme von OpenAI nutzt, sollte diese zeitnah aktualisieren. Denn aufgrund eines branchenweiten Sicherheitsvorfalls, der das Developer-Werkzeug Axios betrifft, beendet OpenAI ab 8. Mai 2026 den Support für die älteren Versionen seiner macOS-Apps. Für diese Programme muss bis dahin ein Update installiert werden:

  • ChatGPT
  • Codex
  • Codex-cli
  • Atlas

Details dazu sowie ein FAQ gibt es auf der OpenAI-Webseite. Dort wird außerdem der Beitrag von Google Threat Action Intelligence verlinkt, in dem es um den Angriff auf Axios geht. OpenAI gibt zwar an, dass die eigenen Systeme und Programme nicht betroffen sind und keine User-Daten abgeführt wurden. Jedoch werden zur Sicherheit ab 8. Mai nur noch die aktualisierten Versionen der oben gelisteten Apps unterstützt.

Statt Verbesserungen für User: App Store jetzt mit monatlich zahlbaren Jahresabos

Apple hat diese Woche eine neue Möglichkeit für Developer eingeführt, über den App Store ihre kostenpflichtigen Apps unter die Leute zu bringen. Wer die eigene App nur mit einem Jahres-Abo anbieten will, aber User mit dem hohen Preis abschreckt, kann sie nun mit monatlichen Ratenzahlungen locken. Das Ganze mutet also wie ein monatliches Abo an, User verpflichten sich aber zu zwölf Monaten der Zahlung.

Dabei gibt es gerade im Hinblick auf den App Store (iOS, macOS und andere Systeme) einige Punkte, die Apple für die User anpassen sollte. Gerade was Abos und In-App-Käufe angeht, sollte es mehr Transparenz geben. Schaut man, welche In-App-Käufe es für eine App gibt, wird nur eine Liste mit den Namen der Angebote und ihren Preisen angezeigt. Was die einzelnen Käufe aber bringen, bleibt ein Geheimnis. Hier sollte schon vor dem App-Download mehr Kostentransparenz herrschen.

Machine-Learning-Konferenz ICLR: Apple stellt dutzende Studien vor

Bei der International Conference on Learning Representations (ICLR) handelt es sich um ein Branchenevent, das in Konsumentenkreisen nicht allzu bekannt ist. Die Konferenz zum Thema Machine Learning (und damit auch KI) wird aber schon seit 2013 jährlich veranstaltet. Die ICLR 2026 fand vom 23. bis 27. April statt. Laut 9to5Mac hat Apple an seinem Stand „dutzende Studien“ vorgestellt – und gleichzeitig Jobs ausgeschrieben.

Unter anderem wurde SHARP vorgeführt, ein Open-Source KI-Modell, das 2D-Bilder in 3D-Szenen umwandelt. Über SHARP habe ich bereits Ende 2025 berichtet. Außerdem wurde die Studie „LaDiR: Latent Diffusion Enhances LLMs for Text Reasoning“ vorgestellt. Das LaDiR-Modell nutzt Diffusion-Prozesse, um mehrere Antworten auf eine Anfrage hervorzubringen und zu vergleichen. Das Ziel ist, die bestmögliche Antwort zu erstellen und dann auszugeben.

Einen kompletten Einblick in die Apple-Inhalte der ICLR gibt es auf der dafür eingerichteten Unterseite von Apples Machine Learning Website: https://machinelearning.apple.com/updates/apple-at-iclr-2026.

Apple Q2 2026 Earnings Call: Mangel an Mac Studios und Mac minis erklärt

Apple hat die Zahlen für das zweite Unternehmensquartal 2026 vorgestellt (Apples Unternehmensjahr startet vor dem Kalenderjahr). Damit einher ging wieder ein Earnings Call, in dem Tim Cook den Investor/innen Rede und Antwort stand – sowie die Zahlen zusammengefasst und erklärt hat.

Im Hinblick auf die Lieferschwierigkeiten beim Mac mini und Mac Studio hieß es, dass die Nachfrage unterschätzt wurde. Da die Computer für KI und KI-Agenten verwendet werden, wuchs die Nachfrage unverhofft schnell an. Aber auch die Nachfrage für die iPhone 17 Modelle war „off the charts“ – nebst einem 5%-Wachstum im Wearable-Bereich, wie MacRumors zusammenfasst.

Laut der Zusammenfassung wurden auch die Speicher-Kosten angesprochen, die bereits gestiegen sind und noch weiter ansteigen werden. Ob und wie sich die aktuelle Speicherkrise auf die Preise kommender Apple-Geräte auswirken wird, wurde nicht gesagt. Macs verkaufen sich aktuell aber gut; es gab ein jährliches 6%-Wachstum.

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